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Symbol für Gleichstreckenlast,
Streckenlast i. d. R. aber nicht konstant (gleich) über die Strecke

Eine Streckenlast ist eine Belastung durch nicht konzentriert (punktförmig), sondern über eine Strecke kontinuierlich verteilte Kräfte. Der Begriff findet sich in der technischen Mechanik, insbesondere der Statik.

Im Unterschied zur Flächenlast mit kontinuierlich über eine Fläche verteilten Kräften sind diese in Quer-Richtung konstant, oder ihre Quer-Veränderlichkeit kann vernachlässigt werden.

Eine Streckenlast resultiert aus

  • einer Volumenkraft (z. B. Eigengewicht), die in der zweiten Dimension (z. B. der Breite eines Balkens) konstant ist,
  • einem Oberflächendruck (z. B. Wasserhöhe), der in der zweiten Dimension (z. B. der Breite einer Kanalbrücke) konstant ist,

Eine Streckenlast wird üblicherweise mit dem Formelzeichen q angegeben und hat die Dimension Kraft pro Länge, zum Beispiel:

mit der Volumenkraft . Das Verhältnis ist differentiell formuliert, da die Streckenlast i. d. R. nicht konstant über der Strecke ist.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine StreckenlastenBearbeiten

 
Streckenlasten
 
verschiedene Belastungen

Eine allgemeine Streckenlast   ist eine beliebige Funktion, beispielsweise eine Fourierreihe. Eine Streckenlast als Fourierreihe kann Einzellasten oder Biegemomente beliebig genau ersetzen.

Eine Dreieckslast ist eine Streckenlast, die an einem Ende gegen einen Wert von   strebt und bis zum anderen Ende mit einer konstanten (evtl. negativen) Steigung steigt.

Eine Trapezlast ist eine Streckenlast, bei der gilt:  . Man kann sie zusammensetzen aus einer Gleichstrecken- und einer Dreieckslast.

GleichstreckenlastBearbeiten

Eine Gleichstreckenlast ist eine Streckenlast, welche über dem jeweiligen Stabachsenbereich einen konstanten Wert hat:

 
 
Lastmodell 71

Eine Gleichlast stellt manchmal zwar ein unrealistisches Belastungsbild dar, dient jedoch trotzdem einer realitätsnahen Bemessung. Ein Beispiel hierfür ist das Lastmodell 71 im Eisenbahnwesen, bei dem die Radlasten, die in guter Näherung Einzellasten darstellen, als Gleichlast modelliert werden. Mit diesem Lastmodell werden in guter Näherung die Lastumhüllenden aller üblichen Lasten mit zugehörigen Radabständen auf der sicheren Seite abgebildet.

SuperpositionBearbeiten

qges = q1⊕q2⊕q3⊕…⊕qn
darin bedeutet ⊕: "ist zu überlagern mit".

In der Theorie I. Ordnung oder bei linearen Problemen folgt somit:

 qges = ∑qi

BiegetheorieBearbeiten

Aus den Gleichgewichtsbedingungen mit Bezug auf die unverformten Lage, also in der Theorie I. Ordnung, folgt:

  •  [1]
  •  [1]
    • M(x)=[kN*m]...Biegemoment (Schnittgröße)
    • m(x)=[kN*m/m]...Moment pro Längeneinheit (Momentenbelastung pro Länge)

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: File:Streckenlast.png – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bernhard Pichler, Josef Eberhardsteiner: Baustatik VO – LVA-Nr. 202.065. Hrsg.: E202 Institut für Mechanik der Werkstoffe und Strukturen – Fakultät Bauingenieurwesen, TU Wien. SS 2016 Auflage. TU Verlag, Wien 2016, ISBN 978-3-903024-17-5, Drehwinkelverfahren (520 S., online – Erstausgabe: 2012). online (Memento des Originals vom 13. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/shop.tuverlag.at