Steinmetzzeichen

Ein Steinmetzzeichen ist eine im Mittelalter übliche Markierung, die Steinmetzen auf ihrer Arbeit anbrachten.

Ein Steinmetzzeichen ist eine im Mittelalter übliche Markierung, die Steinmetzen auf ihrer Arbeit anbrachten. Die Steinmetzzeichen gehören ebenso wie Meisterpunze, zu den Zeichen, mit denen Handwerker ein Objekt als ihr Werk kennzeichneten. Das Zunftzeichen steht für einen Berufszweig. An vielen alten Bauten, vor allem an Kirchen, sind heute noch die Steinmetzzeichen zu erkennen, auch aus der Antike sind ähnliche Zeichen bekannt.

Steinmetzzeichen in Frankreich an der Burg Coucy.
Spanische Steinmetzzeichen in Samachona (Kantabrien)
Steinmetzzeichen aus England (Fountains Abbey)
Gipsabdrücke arabischer Steinmetzzeichen in der Mezquita de Córdoba.

AllgemeinesBearbeiten

Die wahrscheinlichste Erklärung für Steinmetzzeichen ist, dass durch das Zeichen ein behauener Stein als das Werk eines bestimmten Steinmetzen (oder auch einer bestimmten Familie, Sippe oder Werkstatt) erkennbar war und dies die Abrechnung für die gelieferten Werksteine erleichterte. Eine Erklärung für den Zweck der Steinmetzzeichen anhand einer „Stapel-Theorie“, die von Karl Friederich stammt, ist bis heute in der Forschung gültig und die Bedeutung der Steinmetzzeichen wird im praktischen Bereich der Organisation der jeweiligen Baustelle selbst gesehen: „Der Steinmetz stapelte die gefertigten Quader in der Nähe seines Arbeitsplatzes auf und bei der Steinaufnahme am Zahltagsabschluß erhielten einzelne Steine, vielleicht die ganze oberste Schicht, das Zeichen.“[1] Die heutige Steinmetzzeichenforschung stimmt überein, dass diese meist geometrischen, auch monogrammartigen Zeichen als Gütezeichen zu Abrechnungszwecken Verwendung fanden. Ein nicht geklärter Widerspruch verbleibt, denn an manchen Werksteinen sind mehrere Steinmetzzeichen angebracht.
Die Steinmetzzeichen sind für moderne Archäologen eine wichtige Orientierungshilfe. Sie lassen Rückschlüsse auf die Baugeschichte und die Organisation auf einer historischen Baustelle zu.

Steinmetz- und MeisterzeichenBearbeiten

 
Typisches gotisches Steinmetzzeichen an einem Profil

Werkmeister-, Baumeister- oder Meisterzeichen wurden an betonten Stellen in Wappenschilden oder an Baumeisterbildnissen selbst angebracht. Der Beginn der Entwicklung des Steinmetzzeichen wird als „Künstlersignatur“ bereits im 12. Jahrhundert angesehen: Funde an der Kathedrale von Lyon aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zeigen charakteristische Profile der Steinmetzen. Die erste bekannte „Künstlersignatur“ des Gislebertus taucht als Inschrift zwischen 1130 und 1140 am Westportal der Kathedrale von Autun auf. Meisterzeichen der Gotik sind teilweise von einem Wappenschild umschlossen.

Versatzzeichen bzw. VersetzzeichenBearbeiten

Persönlich gebundene Steinmetzzeichen sind von ähnlich aussehenden, seit der Antike verwendeten „Versetz-“ oder „Versatzzeichen“, „Setzmarken“ oder „Versatzmarken“ und im Speziellen von den „Höhenschichtenzeichen“ zu unterscheiden. Sie erfüllten eine rein bautechnisch bedingte Aufgabe. Meist wurden sie aus Zahlen, Buchstaben und einfachsten geometrischen Formen gebildet, die mit der Reihenfolge beim Versetzen der Steine zu tun hatten und sich in Gestalt und Systematik grundlegend von den Steinmetzzeichen unterschieden. Der heutigen Forschungsstand kann abschließend nicht klären, ob Steinmetzzeichen formal von Versatzzeichen zu unterscheiden sind und ob eine sichtbare oder im Steinverband verborgene Anbringung zu einer Unterscheidung beiträgt.

SteinbruchmarkenBearbeiten

Steinbruch-, Bruch-, oder Lieferantenmarken“ wurden als „Herkunftszeichen der Steinbrüche“ verwendet. Die Abgrenzung von (echten) Steinmetzzeichen, die während des eigentlichen Bauprozesses angebracht wurden, ist in der Praxis oft schwierig. Markierungen auf Werksteinen der Antike werden häufig als solche Steinbruchmarken interpretiert. Die wissenschaftliche Debatte, ob zumindest ein Teil dieser Zeichen auch in der Antike bereits als Werkstättenmarkierungen (und damit den Steinmetzzeichen des mittelalterlichen Europa vergleichbar) anzusehen ist, dauert jedoch nach wie vor an. Ausgrabungen an alten Steinbrüchen zeigen, dass Quader sowohl in der Antike als auch im Mittelalter bereits am Steinbruch von professionellen Steinmetzen bearbeitet worden waren. Markierungen aus diesem halbfertigen Zustand der Blöcke wurden oft im Laufe späterer Bearbeitungsschritte weggemeißelt, können bei bestimmten Arbeitstechniken (z.B. Bossenwerk) jedoch auch auf dem vermauerten Block erhalten bleiben.

Antike SteinmetzzeichenBearbeiten

Ägyptische SteinmetzzeichenBearbeiten

Die ältesten Steinmetzzeichen finden sich in Ägypten. Besonders gut dokumentiert sind dabei die Zeichen an verschiedenen Pyramiden und Tempeln in Abusir. Am Sonnenheiligtum des Userkaf werden diese Zeichen vor allem als Teammarken interpretiert,[2] an den Pyramidenkomplexen des Sahure sowie des Neferirkare hingegen eher mit einer administrativen Qualitätskontrolle in Verbindung gebracht.[3][4] Sehr ähnliche Zeichen werden an der benachbarten Mastaba des Ptahschepses jedoch, entgegen den Auffassungen Borchardts, ebenfalls als Teammarken interpretiert.[5] Auch im ägyptischen Neuen Reich sind Steinmetzzeichen geläufig. Gut dokumentiert sind diese z.B. an den Bankett- und Terrassenmauern des Tempels Thutmosis III. in Deir el Bahri. Da die Zeichen hier sowohl auf Sand- als auch Kalksteinblöcken vorkommen, scheidet eine Interpretation als Steinbruch- oder Liefermarken aus, vermutet wird auch hier eher ein System der Arbeitserfassung und Qualitätskontrolle.[6]

Die weitaus meisten Steinmetzzeichen in Ägypten stammen jedoch aus der ptolemäischen und römischen Zeit, gehen vermutlich auf hellenistische Vorbilder zurück und stehen kaum in der Tradition der Steinmetzzeichen der pharaonischen Epoche (s.u.).

Steinmetzzeichen im phönizischen und israelitischen KulturraumBearbeiten

Phönizische Steinmetzzeichen sind aus Sidon,[7] Baalbek und Damaskus bekannt. Die Belege aus Baalbek stammen jedoch sehr wahrscheinlich erst aus der römischen Epoche und finden sich am dortigen Bacchus-Tempel sowie den nahe gelegenen Steinbrüchen.[8]

Auch an mehreren alt-israelitischen Bauten wurden Steinmetzzeichen dokumentiert, vor allem in Hazor, Gezer und Dor. Diese Zeichen wurden von einigen Forschern aus der karischen Schrift hergeleitet,[9] was jedoch zu einigen chronologischen Schwierigkeiten führen würde und in jüngerer Zeit in Zweifel gezogen wird.[10]

Persische SteinmetzzeichenBearbeiten

Steinmetzzeichen waren auch im persischen Reich verbreitet. Die frühesten Belege stammen aus der Zeit Kurosch des Großen aus Pasargadae,[11] und ähneln älteren Ziegelstempeln aus Ekbatana.[12] Weitaus mehr Steinmetzzeichen sind aus dem Palast von Persepolis belegt.[13]

Steinmetzzeichen in MesopotamienBearbeiten

In der mesopotamischen Architektur war die Verwendung von Steinblöcken selten. Weitaus häufiger wurden Lehmziegel verwendet, so dass hier eher Ziegelstempel und Pechmarken anstatt von Steinmetzzeichen anzutreffen sind. Zwischen beiden Kategorien von Markierungen besteht jedoch häufig ein formaler Zusammenhang.

Steinmetzzeichen der Griechischen und Römischen AntikeBearbeiten

Griechische Zeichen, die aus dem Zeichenvorrat des griechischen Alphabets entlehnt sind, sind im klassisch-griechischen wie auch hellenistischen Bauwesen weit verbreitet. Zwischen Steinmetzzeichen, Steinbruchmarken und Versatzmarken kann dabei nicht immer klar unterschieden werden.[14] Besonders umfassend dokumentiert sind die hellenistischen Steinmetzzeichen aus Pergamon und von der Festung Karasis.[15]

Auch in römischer Zeit sind Steinmetzzeichen häufig belegt. Forschungsgeschichtlich sind hierbei insbesondere die Zeichen der stadtrömischen Befestigungsanlagen aus republikanischer Zeit sowie aus Pompeji von Interesse, da diese besonders früh systematisch dokumentiert worden sind.[16]

Auch in den römischen Provinzen sind diverse Steinmetzzeichen belegt, z.B. an der Porta Nigra in Trier (2. Jahrhundert n. Chr.).

Besonders zahlreich sind Steinmetzzeichen im ptolemäischen und römischen Ägypten belegt. Besonders gut dokumentiert wurden sie in Elephantine,[17] Deir el-Schelwit[18] und Edfu.[19] Teilweise wurden diese Steinmetzzeichen als Steinbruchmarken interpretiert,[20] jüngere Untersuchungen gehen jedoch von echten Steinmetzzeichen im Rahmen der Baustellenorganisation aus.[21]

Afrikanische SteinmetzzeichenBearbeiten

Eng mit den Steinmetzzeichen des griechisch-römischen Ägypten verbunden sind die Steinmetzzeichen der napatanischen und meroitischen Zeit im heutigen Sudan. Bereits in der napatanischen Zeit sind hier Steinmetzzeichen belegt, z.B. aus El Kurru.[22] Die bei weitem größte Ansammlung von Steinmetzzeichen findet sich in Musawwarat es Sufra, einem der größten zusammenhängenden Steinmetzzeichen-Corpora der antiken Welt.[23] Diese Zeichen werden als Teammarken von Bauhütten interpretiert.

Gänzlich anders strukturiert sind die Steinmetzzeichen des axumitischen Kulturraums. Diese werden zwar ebenfalls als Teammarken gedeutet,[24] stammen jedoch aus der alt-südarabischen Tradition und zeigen kaum Ähnlichkeiten mit den Zeichen der benachbarten Meroitischen Kultur.

Frühes ChristentumBearbeiten

Aus altchristlich-byzantinischer Zeit (4. bis 7. Jahrhundert n. Chr.) wurden Steinmetzzeichen u. a. an der Zisterne von Birbindirek (550 n. Chr.) und an der Hagia Sophia (532 bis 537 n. Chr.) entdeckt. Diese Zeichen waren wohl Namensabkürzungen, die die Grundlage zur Abrechnung bildeten.

Steinmetzzeichen in der Vorromanik und RomanikBearbeiten

Mit dem eigentlichen Beginn der abendländischen Architektur, als sich die Vorromanik in karolingischer Zeit durchsetzte, tauchen auch die Steinmetzzeichen im deutschen Reich auf. Es sind Kirchenbauten und keine Burgen gewesen, an denen die ersten Zeichen angeschlagen wurden[25]

Anhand der Steinmetzzeichenfunde ist an der Klosterkirche Murbach, der Klosterkirche Knechtsteden, der Klosterkirche Maulbronn und am Dom zu Gurk ein fast gleichzeitiges Auftreten im staufischen Herrschaftsgebiet gegen Mitte des 12. Jahrhunderts feststellbar.

In Frankreich traten Steinmetzzeichen bereits im zweiten Viertel des 12. Jahrhunderts auf. Im irischen Raum sind sie nach 1167 in Zusammenhang mit der Anglo-Normannischen Invasion zu beobachten.

Für Spanien berichtete George Edmund Street von frühen Steinmetzzeichen unter anderem an den Kathedralen von Salamanca (um 1178 vollendet) und Lugo (1129–1177).[26]

Gotische SteinmetzzeichenBearbeiten

 
Architekt Leopold Oelenheinz in gotisierter Darstellung (ca. 1900) in der Marienkirche Königsberg (Bayern) mit Steinmetzzeichen (links unten)

Schriftliche Regelungen über Steinmetzzeichen in den HüttenordnungenBearbeiten

Einzig die Rochlitzer Ordnung von 1462 setzte sich als Abschrift der Hauptordnung im Art. 69 detaillierter damit auseinander und weist auf den Missbrauch der Steinmetzzeichen hin: „Welcher geselle nicht hulffe bithet, seinen stein auss oder ein zuwenden, brengen oder umbzuwenden, wen es not ist, oder sein zeichen auschlecht ob er recht gemacht sey, aber es soll geschehen, ehe man dem den stein besihet, das er in das leger komet ungefraget oder vordiget ungefinget (!), der sol geben zu busse ein halb pfund wachs.“ In der Strassburger Hauptordnung, die als die zentrale Hüttenordnung der Gotik gilt, wurden die Steinmetzzeichen nicht erwähnt.

Das Steinmetzzeichen entwickelte sich scheinbar im Laufe der Zeit auch zu einem „Ehrenzeichen“.

Darauf, ob Zeichen ausschließlich von ausgelernten Steinmetzen angeschlagen wurden, bezieht sich Art. 30 der Rochlitzer Ordnung. Er räumte die Erlaubnis ein, einem Lehrling noch vor Beendigung seiner Lehrzeit ein Zeichen zu verleihen, damit dieser auf Wanderschaft gehen konnte. Dies deutet wiederum darauf hin, dass man sehr wohl Wert darauf legte, ein Zeichen zu besitzen, welches allerdings kein Beweis für eine absolvierte Lehrzeit war.

Meister- oder Gesellenstücke dürften nicht als Grundlage für die Zeichenverleihung gedient haben.

Steinmetzzeichen in gotischen HüttenbüchernBearbeiten

Das Admonter Hüttenbuch in der Steiermark vermerkt die jeweiligen Steinmetz- oder Meisterzeichen. Für das österreichische Gebiet sind weiters das Tiroler Bruderschaftsbuch, die Gründungsurkunde und ein Nekrolog einer Kärntner Bruderschaft, die Thanner und Klagenfurter Ordnung, das Tamsweger Bruderschaftsverzeichnis sowie weitere Abschriften erhalten geblieben. Überall sind die Meister und Gesellen jedoch nur namentlich vermerkt.

Steinmetz- oder Versatzzeichen auf gotischen BauzeichnungenBearbeiten

Nicht selten finden sich „Steinmetzzeichen“ auch auf alten Bauzeichnungen eingetragen, so auf den Rissen der Bauhütte des Ulmer Münsters und dem Skizzenbuch von Villard de Honnecourt (1220/1230). Neuere Forschungen, die u. a. H. Deneux an der Kathedrale von Reims anstellte, lassen jedoch vermuten, dass es sich hier um Versatzzeichen gehandelt haben muss. Alois Kieslinger wiederum verglich die Werkzeichnung der Kanzel des Wiener Stephansdomes, an der die unterschiedlichen Segmente durch Versatzzeichen nummeriert wurden, mit den tatsächlichen Kanzelbauteilen, an denen sich heute jedoch richtige Steinmetzzeichen befinden. Dafür konnte Kieslinger keine befriedigende Erklärung finden.[27]

Teilweise wurden Architekturzeichnungen sogar mit Steinmetz- oder Meisterzeichen „signiert“. Peter Pause mahnte bei mit Monogrammen, Namen, Steinmetzzeichen und Jahreszahlen versehenen Zeichnungen zu Vorsicht bei der Interpretation, da nicht vorausgesetzt werden kann, dass diese vom Zeichner selbst stammen.[27]

Steinmetzzeichen an Siegeln, in Verträgen und Urkunden in der Zeit der GotikBearbeiten

 
Porträt von Peter Parler

Meisterzeichen wurden auch im Siegel geführt und zur Unterfertigung von Verträgen verwendet. In Strassburg fand man elf Spruchbriefe (1402–1418) mit dem Siegel des Ulrich von Ensingen. Louis Francis Salzman publizierte einen Kaufvertrag zwischen „Thomas Maude off Maydston“ und „Rychard Young off Bowton“ von 1536, in dem Vertragssumme und Ausmaß einer Steinlieferung festgesetzt wurden. Dieser wurde nicht – wie sonst üblich – mit Siegeln oder Namen der Vertragspartner, sondern mit deren Steinmetzzeichen unterfertigt.[28]

In diesem Zusammenhang berichtete Clemens Pfau von einem silbernen Daumenring aus dem frühen 16. Jahrhundert, der ein Meisterzeichen mit zwei flankierenden Buchstaben zeigt, die für Vor- und Nachnamen des Besitzers stehen könnten.[29] Scheinbar wurde der Ring vom Vater an den Sohn weitervererbt, da der Buchstabe des Vornamens ausgebessert wurde, während das Zeichen selbst sowie der zweite Buchstabe unverändert blieben.

Ebenso bezugnehmend auf die Ableitungstheorie der Steinmetzzeichen sei an dieser Stelle vermerkt, dass das gemeinsame Meister- und Steinmetzzeichen der gesamten [!] Familie Parler, der Kantenpfahl – das doppelt gewinkelte Maßbrett des Parliers –, als „Familien-Zeichen“ sowohl für Bau- und Bildwerke als auch auf Siegeln Anwendung fand.

Steinmetz- und Werkmeisterzeichen an gotischen BaumeisterbildnissenBearbeiten

Gleichzeitig mit der angesehenen persönlichen Stellung der Werkmeister wurden im gotischen Zeitalter Meisterbildnisse oft an statisch wichtigen und symbolträchtigen Positionen der Bauwerke angebracht. So trägt der Meister Hans Bock heute noch stellvertretend die Last des Kirchengewölbes der zwischen 1514 und 1516 durch ihn erbauten St. Galluskirche in Frickenhausen. Die eigentliche Geschichte der Baumeisterbildnisse setzte jedoch zur selben Zeit in Südwestdeutschland am Münsterbau in Basel mit einem der später für die Gotik typischen Bildnispaare ein: Das Denkmal zeigt zwei Männer, den Bau- und Werkmeister, und wurde im Inneren des Georgsturmes eingelassen.

Hervorzuheben ist natürlich die selbstbewusste Darstellung Peter Parlers (1330–1399), der sich gemeinsam mit dem Baumeister Matthias von Arras (gest. um 1358) bereits um 1380 gleichberechtigt neben den Büsten des Kaisers und dessen Familie, den Erzbischöfen und Baurektoren im Triforium des Prager Domes verewigte.

Zudem wurde die Wertschätzung des Werkmeisters seit dem 13. Jahrhundert durch die Ideenlehre des Thomas von Aquin gesteigert, der zufolge der Meister bei der Konstruktion einer Kathedrale wie der Schöpfergott bei der Konstruktion des Kosmos vorging und dabei geometrisch-mathematischen Grundsätzen folgte.

Kein anderer als Ulrich von Ensingen hat sich jemals „in so großartiger Form immer wieder ein monumentales Denkmal gesetzt“: Er brachte sein Zeichen im Meisterschild viermal in und am genialen Strassburger Münsterturmaufsatz an sowie an der Innenseite der Balustrade an exakt die Stelle, wo seine Bildnisfigur zur Turmspitze emporblickend kniet.

Meisterzeichen sind aber außer an Konsol- und Schlusssteinen auch im direkten Verbund mit anderen architektonischen Bauteilen zu beobachten: Eine derartige Ausführung in monumentaler Form findet sich am Helm des Münsterturmes St. Theobald zu Thann, wo im Gegensatz zu erwähntem Beispiel des Strassburger Münsters das Meisterzeichen ohne Schild [!], direkt und in plastischer Ausführung in eine Krabbenkonstruktion gesetzt wurde.

Steinmetz- und Werkmeisterzeichen an gotischen EpitaphienBearbeiten

Einhergehend mit der steigenden sozialen Stellung der Werkmeister hinterließen diese – nördlich der Alpen ab der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts – Inschriften am Bauwerk selbst.

Häufig wurden solche Grabsteine und Epitaphien an der Außen- oder Innenwand von Kirchen angebracht um den Baumeister, dessen die Nachwelt gedenken soll, zu rühmen. Bloßen Grabinschriften wurden auch oft Bildnisse, Werkzeugdarstellungen und Steinmetz- oder Meisterzeichen hinzugefügt. Letztere sollten auf den Beruf des Verstorbenen verweisen.

Als Beispiel eines Grabsteines, auf dem ein Meisterzeichen verewigt wurde, soll u. a. der von Matthäus Ensinger (1463, Ulmer Münster) genannt sein. Auch das Bildnis des Epitaphs von Moritz Ensinger (1492, Ulmer Münster) bildet dessen Meisterzeichen ab.

 
Steinmetzzeichen des Wiener Barock-Dombaumeisters Johann Georg Haresleben
 
Steinmetzzeichen an der Martinikirche in Braunschweig

Steinmetzzeichen in der Renaissance, im Barock und RokokoBearbeiten

Im Gegensatz zu der gut erforschten Zeit der Romanik und der Gotik, sind die Forschungen über Steinmetzzeichen in der Renaissance, im Barock und Rokoko sehr mäßig. Einen Hinweis gibt Alfred Schottner:„Auch im Verlauf der Renaissance treten Steinmetzzeichen, die denen der Gotik sehr ähneln, in Fülle auf. Im Zeitalter des Barocks (...) nimmt der Zahl merklich zu, ohne sich in Form und Größe zu ändern. Bauwerke aus der Zeit des Rokoko (...) sind nur ausnahmsweise mit Steinmetzzeichen versehen.[30]

Klassizismus und HistorismusBearbeiten

 
Wappen des Architekten Friedrich von Schmidt mit Steinmetzzeichen, 1886.

Ab 1770 begann die Zeit des Klassizismus, die 1820 in den Historismus überging.

Nach Elisabeth Schatz ist festzuhalten: „Im Zuge der in der ersten Hälfte des 19. Jh.s aufkommenden Mittelalterbegeisterung begann man sich bereits in der Romantik mit mittelalterlichen Bauwerken und ihren Steinmetzzeichen zu beschäftigen. Erste unwissenschaftliche Betrachtungen der deutschen Steinmetzbruderschaft entstanden aus dem Interesse der Freimaurer an der Legitimation ihrer eigenen Geschichte. Man rekonstruierte Wurzeln zurück bis hin zur mittelalterlichen „deutschen Bauhütte“ und behauptete, die „Gebrüderung“ der heutigen Freimaurer hätte bereits damals stattgefunden. Als Beweis wurde in den Schriften von F. Heldmann, K.C.F. Krause, G. Kloß und F.A. Fallou auf den Wortzusammenhang „Freimaurer“ und die Verknüpfung freimaurerischer Symbolik mit dem mittelalterlichen Bauwesen verwiesen. Man sah die Bauhütten als konspirative Zellen der Freimaurerei und führte im Logo den Steinmetzzeichen verwandte Signets“.[31] Des Weiteren stellte Schatz fest: „In der älteren, zum Teil durch die Freimaurerei geprägten Literatur, fanden sich Begriffe wie „Corporations-, Hütten- oder Bundeszeichen“, „Geschäfts- und Ehrenzeichen“ und in Zusammenhang mit dem „gerechten Steinmetzgrund“ und den „Konstruktionsgeheimnissen“ der Bauhütten auch der Begriff „Handgemal“ wieder. Steinmetzzeichen wurden damals neben „Merkzeichen“ und „Monogramm“ auch als „Garantiemarke“ bezeichnet, die der „Controlle der Güte und Quantität des Gefertigten, somit auch dessen, was der Einzelne verdient hat“ dienten.“[31]

Im späten 19. Jh. verstärkte sich die wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema, was sich in diversen Veröffentlichungen niederschlug. Insbesondere das Werk von Franz von Ržiha, in dem Steinmetzzeichen an historischen Bauwerken dokumentiert wurden, fand weitgehende Beachtung.[32] Ržiha postulierte 14 so genannte 'Generalschlüssel', die seiner Meinung nach bereits in der Antike vorkommen und auf deren Grundlage alle Steinmetzzeichen des europäischen Mittelalters konstruiert seien. Er vertritt daher die Auffassung einer ungebrochenen Traditionslinie innerhalb des Steinhauerwesens über die Zeitepochen hinweg. Diese Auffassung wirkt bis heute bei zahlreichen Steinwerkern nach, ist jedoch wissenschaftlich nicht haltbar.

Inwieweit in der Zeit des Klassizismus und Historismus die aktive Vergabe von Steinmetzzeichen noch verbreitet war, ist nicht exakt erforscht. Dennoch so ist anzunehmen, dass das Wissen und die Vergabe der Steinmetzzeichen vereinzelt erfolgte.

20. JahrhundertBearbeiten

 
Zeichen des Reichsverbandes der Steinmetzen und Steinbildhauer
 
Steinmetzzeichen von 1968 am Dom St. Stephan in Passau

Erst mit dem Werk des Ulmer Münsterbaumeisters Karl Friederich, das 1929 veröffentlicht wurde, erfolgte eine systematische Erklärung der Steinmetzzeichen und über die Anordnung der Steinmetzzeichen an den Bauwerken.[33]

Nach der Machtergreifung der Nazis 1933 war im Dezember 1934 in den neuen Richtlinien für die Gesellen- und Meisterprüfung im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk des „Reichsfachverbandes des deutschen Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks“ vom Dezember 1934 folgendes festgeschrieben worden: „Hat der Lehrling die Prüfung bestanden, so soll er in feierlicher Weise zum Gesellen losgesprochen werden. Er wird bei dieser Gelegenheit vom Obermeister der Innung auf Handwerks-Brauch und Gewohnheit verpflichtet und erhält dabei ein Ehrenzeichen (Steinmetz-Zeichen) zugeteilt, das er für sein ganzes Leben führen und wo es angebracht und erlaubt ist, in seine Arbeiten einhauen soll“.

Ein weiteres starkes Wiederaufleben der Steinmetzzeichen ist auf eine Anordnung des Reichsinnungsmeisters, Albert Wacker, vom 1. Oktober 1937 zurückzuführen, als die Nationalsozialisten alle regionalen Innungsverbände über den Reichsinnungsverband des Bildhauer- und Steinmetzhandwerksgleichschalteten“. In der Anordnung heißt es: „Der Obermeister verleiht in meinem Namen das Steinmetzzeichen seiner Innung allen Meistern, Lehrberechtigten und – nach bestandener Gesellenprüfung – allen Gesellen seiner Innung, soweit sie nicht im Besitze eines Steinmetzzeichens auf Grund dieser Anordnung sind“[34]. Als Gestaltungsgrundlage dieser Steinmetzzeichen diente einer der vier Generalschlüssel, der sogenannte Vierpass, von Ržiha. Die Basis dieser Überlegungen zur Wiedereinführung bildete die von den Nazis verbreitete Geschichtsklitterung über die Germanen mit ihren mythischen Thingplätzen und Runen. Die damaligen Initiative führte zweifelsfrei zu einer Vermehrung der Steinmetzzeichen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Steinmetzzeichen normalerweise nicht mehr vergeben. Allerdings verliehen und verleihen einzelne traditionell orientierte Steinmetzinnungen diese auch noch heute bei Abschlussfreisprechungen von Steinmetz- und Steinbildhauerlehrlingen. Der Deutsche Bundesinnungsverband des Steinmetz-, Steinbild- und Holzbildhauerhandwerks und seine Landesinnungsverbände führen ein abgewandeltes Steinmetzzeichen aus dem Jahre 1927, das auf einen Steinmetzmeister, Josef Aschenbrenner aus München, zurückgeht, der lange Jahre nach dem Ersten Weltkrieg 1. Vorsitzender der „Süddeutschen Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Steinmetzmeister und Steinbildhauer“ war. Dieses Zeichen hat 1934 der Reichsinnungsverband als Verbandszeichen übernommen. Es ist heute beim Deutschen Patentamt mit der Nummer 850045 als geschütztes Steinmetzzeichen (Warenzeichen) eingetragen und darf nur von Innungsmitgliedern verwendet werden. Der Steinmetz- und Steinbildhauerinnungsverband der Schweiz führt ein ähnliches Zeichen, dessen obere Hälfte lediglich spiegelverkehrt zum deutschen Zeichen ist.

 
Signatur mit Steinmetzzeichen von Leopold Grausam bei einem 1985 geschaffenen Denkmal auf dem Morzinplatz in Wien

Ein weiterer Versuch des Wiederauflebens der Steinmetzzeichen aus dem Jahre 1960, stammt vom Wiener Landesinnungsmeister, Josef Aufhauser, der die Wiedereinführung eines „Ehrenzeichens auf historischer Grundlage“ vorschlug, die einstimmig von der Landesinnung Wien für Meister, Poliere und Gesellen beschlossen wurde. Man lehnte sich an die Studie von Otto Erwin Plettenbacher aus dem Jahre 1961 über Steinmetzzeichen an.

Des Weiteren führen Berufsschulen, die sogenannten Steinmetzschulen, beispielsweise in Demitz-Thumitz und Königslutter, Steinmetzzeichen als Logo, die aus den sogenannten Generalschlüsseln entwickelt sind. Einzelne Steinmetz- und Steinbildhauerbetrieben führen auch heute als Logos Steinmetzzeichen, die teilweise modernisiert wurden. Inwieweit Steinmetzzeichen in den heutigen Steinmetzbetrieben neu einführt werden, gilt abzuwarten.

Steinmetzzeichen und heutige BauforschungBearbeiten

Heute ist der baugeschichtliche Wert der Steinmetzzeichen unumstritten, denn der Verwendungszweck und die Verteilung der Steinmetzzeichen sind für die Datierung und Baugeschichte eines steinernen Bauwerks von größter Bedeutung. Da sich an den historischen Gebäuden aufgrund der Umweltfaktoren die Steinkorrosion beschleunigt, ist die Sicherung von Steinmetzzeichen von großer Bedeutung. Neuerdings gibt es eine Software (siehe Weblinks weiter unten) zur gezielten und systematischen Archivierung und Dokumentation von Steinmetzzeichen an Bauwerken.[35] Mit Hilfe dieser EDV-gestützten Systeme konnten aus Steinmetzzeichen Lebensläufe und berufliche Persönlichkeitsentwicklungen nachvollzogen werden. Hinter den anonymen Steinmetzzeichen verbargen sich Personen, die nach ihrer Zeit als Lehrling immer hochwertigere Aufgaben zugeteilt bekamen, manche waren Spezialisten und andere Alleskönner.

Aktuelle Initiativen zur Bauforschung über SteinmetzzeichenBearbeiten

Eine interessante europäische Initiative zur systematischen Erforschung der Steinmetzzeichen findet seit 2000 über eine Datenbank „Stonemarks Database“ im Internet statt (siehe Weblinks). Des Weiteren gibt es eine europäische Initiative des „Wiener Dombauvereins“ über Steinmetzzeichen über Ländergrenzen hinweg.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

Aktuelle Veröffentlichung
  • Elisabeth Schatz: Über Steinmetzzeichen. Zur Bedeutung und Dokumentation eines mittelalterlichen „Markenzeichens“ am Fallbeispiel der „Doppelwendeltreppe“ der Grazer Burg. Graz 2005 (Graz, Universität, Diplom-Arbeit, 2005).
  • Thom Frühwirth: The Computer Art of Mason's Mark Design with VanDeGraphGenerator. BoD, Norderstedt 2018, ISBN 9783752842975.
  • Alexander von Kienlin: Zu Interpretation und Herkunft antiker Versatzmarken, in: Ulrike Wulf-Rheidt: 12. Diskussionen zur Archäologischen Bauforschung: Werkspuren – Materialverarbeitung und handwerkliches Wissen im antiken Bauwesen, 2016, S. 27–34
Standard-Literatur
  • Franz von Ržiha: Studien über Steinmetz-Zeichen. Kaiserlich-Königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1883 (Nachdruck. Bauverlag, Wiesbaden u. a. 1989, ISBN 3-7625-2670-2).
  • Louis Schwarz: Die deutschen Bauhütten des Mittelalters und die Erklärung der Steinmetzzeichen. Vortrag auf dem Delegiertentag des Innungs-Verbandes Deutscher Baugewerksmeister in Berlin am 21. Oktober 1925. Verlag des Innungs-Verbandes Deutscher Baugewerksmeister, Berlin, 1926.
  • Karl Friederich: Die Steinbearbeitung in ihrer Entwicklung vom 11. bis zum 18. Jahrhundert. Filser, Augsburg 1932 (Teilweise zugleich: Karlsruhe, Technische Hochschule, Dissertation, 1929), (Nachdruck. Aegis, Ulm 1988, ISBN 3-924756-02-3).
  • Alfred Zappe: Steinmetzzeichen. Ihre geschichtliche Entwicklung und Bedeutung unter besonderer Berücksichtigung der Bauhütten. In: Archiv für Sippenforschung und alle verwandten Gebiete. Bd. 29, Nr. 9, 1963, ISSN 0003-9403, S. 22–27.
  • Alfred Schottner: Das Brauchtum der Steinmetzen in den spätmittelalterlichen Bauhütten und dessen Fortleben und Wandel bis zur heutigen Zeit (= Volkskunde. Bd. 6). Lit, Münster 1992, ISBN 3-89473-248-2 (Zugleich: Münster, Universität, phil. Dissertation, 1991).
  • Günther Binding: Baubetrieb im Mittelalter. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1993, ISBN 3-534-10908-2.
Speziellere Literatur
  • Alfred Klemm: Württembergische Baumeister und Bildhauer bis ums Jahr 1750. W. Kohlhammer, Stuttgart 1882.
  • Clemens Pfau: Das gotische Steinmetzzeichen (= Beiträge zur Kunstgeschichte. NF Bd. 22, ZDB-ID 508967-0). Seemann, Leipzig 1895.
  • Otto Erwin Plettenbacher: Vom alten und vom neuen Steinmetzzeichen. (Was jeder Steinmetz von seinem Ehrenzeichen wissen muß). Landesinnung Wien der Steinmetzmeister, Wien 1961.
  • Hans Koppelt: Steinmetzzeichen in Ost-Unterfranken. Ein Beitrag zur Handwerks- und Baugeschichte (= Deutsche Steinkreuzforschung. 1977, ZDB-ID 960193-4). Festgabe der Handwerkskammer für Unterfranken zum Deutschen Handwerkstag 13./14. Juni 1977 in Würzburg. Handwerkskammer für Unterfranken u. a., Würzburg 1977.
  • Michael Werling: Die Baugeschichte der ehemaligen Abteikirche Otterberg unter besonderer Berücksichtigung ihrer Steinmetzzeichen (= Beiträge zur pfälzischen Volkskunde. Bd. 3, ISSN 0936-7632). Heimatstelle Pfalz, Kaiserslautern 1986 (Zugleich: Kaiserslautern, Universität, Dissertation, 1986).
  • Horst Masuch: Steinmetzzeichen. Eine Einführung zu einer systematischen Erfassung. In: Christiane Segers-Glocke (Hrsg.): Berichte über die Tätigkeit der Bau- und Kunstdenkmalpflege in den Jahren 1989–1990 (= Niedersächsische Denkmalpflege. Bd. 14). Niemeyer, Hameln 1992, ISBN 3-87585-314-8, S. 83–95.
  • Hans Dietl: Steinmetzzeichen im Bottwartal. In: Geschichtsblätter aus dem Bottwartal. Bd. 11, 2008, ISSN 0948-1532, S. 88–113.

WeblinksBearbeiten

Commons: Steinmetzzeichen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Karl Friederich: Die Steinbearbeitung. 1932.
  2. Gerhard Haeny: Die Steinbruch- und Baumarken, in: Elmar Edel, Das Sonnenheiligtum des Königs Userkaf Bd. 2, Kairo 1969, S. 23-47
  3. Ludwig Borchardt: Das Grabdenkmal des Königs Sa'ḥu-Reʿ Bd. 1, Leipzig 1910, S. 86-91
  4. Ludwig Borchardt: Das Grabdenkmal des Königs Nefer-Ir-Ke-Re, Leipzig 1909, S. 45-53
  5. Miroslaw Verner: Baugraffiti der Ptahschepses-Mastaba, Abusir, Prag 1992, S. 171-172
  6. Jadwiga Lipińska: Deir el-Bahari Bd. 2 - The Temple of Tuthmosis III. Architecture, Warschau 1977, S. 25
  7. Rolf A. Stucky: Das Eschmun-Heiligtum von Sidon - Architektur und Inschriften, Basel 2005, S. 20
  8. Daniel Krencker, Theodor von Lüpke, Herrmann Winnefeld: Baalbek. Ergebnisse der Ausgrabungen und Untersuchungen in den Jahren 1898 bis 1905, Berlin/Leipzig 1923, S. 19 & S. 43
  9. Norma Franklin: Mason's Marks from the Ninth Century BCE Northern Kingdom of Israel. Evidence for the Nascent Carian Alphabet?, Kadmos. Zeitschrift für vor- und frühgriechische Epigraphik 40.2, 2001, S. 107-116
  10. Tim Karberg: Die Steinmetzzeichen der Großen Anlage von Musawwarat es Sufra (Sudan) im interkulturellen Vergleich, Münster 2017, S. 342-343
  11. David Stronach: Pasargadae. A Report on the Excavations Conducted by the British Institute of Persian Studies from 1961 to 1963, Oxford 1978. S. 21-23
  12. Marcel Dieulafoy: L'Art Antique de la Perse. Première Partie: Monuments de la Vallée du Polvar-Roud, Paris 1884, S. 12 Fig. 13
  13. Carl Nylander: Mason's marks in Persepolis - A Progress Report, in: Firouz Bagherzadeh (Hrsg.): Proceedings of the 2nd Annual Symposium on Archaeological Research in Iran, Teheran 1974, S. 216-222
  14. Ulf Weber: Versatzmarken im antiken griechischen Bauwesen, Philippika - Altertumskundliche Abhandlungen 58, Wiesbaden 2013
  15. Martin Bachmann: Hellenistische Steinmetzmarken im westlichen Kleinasien, in: Petra Andrássy, Julia Budka, Frank Kammerzell (Hrsg.), Non-Textual Marking Systems, Writing and Pseudo-Script from Prehistory to Modern Times, Lingua Aegyptia - Studia monographica 8, Göttingen 2009, S. 215-231
  16. Otto Richter: Über antike Steinmetzzeichen. Fünfundvierzigstes Programm zum Winckelmannsfeste der Archaeologischen Gesellschaft zu Berlin, Berlin 1885
  17. Horst Jaritz: Elephantine III. Die Terrassen vor den Tempeln des Chnum und der Satet. Architektur und Deutung, Archäologische Veröffentlichungen 32, Mainz 1980, S. 85-94
  18. Jean-Claude Golvin: Blocs marqués, remplois et détails de construction, in: Christiane M. Zivie, Michel Azim, Patrick Deleuze, Jean-Claude Golvin (Hrsg.): Le temple de Deir Chelouit IV. Étude architecturale, Kairo 1992, S. 75-85
  19. Ulrike Fauerbach: Der große Pylon von Edfu. Eine bauforscherische Untersuchung, Bamberg 2005, S. 213-219
  20. Horst Jaritz: Elephantine III. Die Terrassen vor den Tempeln des Chnum und der Satet. Architektur und Deutung, Archäologische Veröffentlichungen 32, Mainz 1980, S. 85-86
  21. Tim Karberg: The Old Stonemasons' Rightful Habit. Mason's marks and their semiotics at the Great Enclosure of Musawwarat es Sufra, Der antike Sudan. Mitteilungen der Sudanarchäologischen Gesellschaft zu Berlin e.V. Bd. 31, 2020
  22. Tim Karberg: Some Remarks on Stonemasons’ Marks in the Mortuary Temple, in: Geoff Emberling et al., In a Royal Cemetery of Kush: Archaeological Investigations at El-Kurru, Sudan & Nubia 19, 2015, S. 68-69
  23. Tim Karberg: Pictographic Mason's Marks from Musawwarat es Sufra and Their Internal Spatial Distribution Patterns, in: Rebecca Döhl, Julian J. van Rensburg (Hrsg.): Signs of Place. A Visual Interpretation of Landscape, Berlin Studies of the Ancient World 69, S. 65–95
  24. Pawel Wolf: Essay über den meroitischen Eklektizismus in Musawwarat es Sufra, oder: Woher stammt der meroitische Einraumtempel?, in: Angelika Lohwasser & Pawel Wolf (Hrsg.): Ein Forscherleben zwischen den Welten. Zum 80. Geburtstag von Steffen Wenig, Der Antike Sudan - Sonderheft 1, S. 381
  25. Karl List: Die Steinmetzzeichen von St. Cyriak in Sulzburg (Kr. Müllheim). In: Nachrichtenblatt der Denkmalpflege in Baden-Württemberg. Bd. 5, 1962, ISSN 0465-7519, S. 110–111.
  26. George Edmund Street: Some Account of Gothic Architecture in Spain. Edited by Georgiana Goddard King. 2 Bände. Dent u. a., London u. a. 1914.
  27. a b Alois Kieslinger: Die Steine von St. Stephan. Herold, Wien 1949.
  28. Louis Francis Salzman: Building in England down to 1540. A documentary History. Clarendon Press, Oxford 1992, ISBN 0-19-817158-7.
  29. Clemens Pfau Clemens: Das gotische Steinmetzzeichen. 1895.
  30. Alfred Schottner: Das Brauchtum. 1992, S. 217.
  31. a b Elisabeth Schatz: Über Steinmetzzeichen. 2005.
  32. Franz von Ržiha: Studien über Steinmetzzeichen. 1989.
  33. Karl Friederich: Die Steinbearbeitung. 1932.
  34. Alfred Schottner: Das Brauchtum. 1992, Anlage 18 u. 21.
  35. Thom Frühwirth: The Computer Art of Mason's Mark Design. 2018.