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Techniker Beach Tour

deutsche Turnierserie im Beachvolleyball
(Weitergeleitet von Smart Beach Tour)
Austragungsorte 2019

Die Techniker Beach Tour ist die ranghöchste und seit 2006 einzige nationale Turnierserie des Deutschen Volleyball-Verbandes im Beachvolleyball. Bis zum Sommer 2017 hieß sie wegen des damaligen Hauptsponsors Smart Beach Tour.[1] Das Finale um die deutsche Meisterschaft wird seit 1993 im Timmendorfer Strand ausgetragen, wo seit 2003 jedes Jahr zur Durchführung des Turniers die Ahmann-Hager-Arena an der Seebrücke aufgebaut wird.

Inhaltsverzeichnis

AblaufBearbeiten

Die jährlich von etwa Juni bis August ausgetragene Turnierserie besteht aus acht Turnieren, von denen einige auf zentralen Plätzen in Großstädten und einigen an den Stränden der Nordsee und Ostsee stattfinden. Jedes der Turniere beginnt bei Männern und Frauen gleichermaßen an einem Freitag mit den Qualifikationsspielen. Die vier Sieger der Qualifikation bilden mit zwölf gesetzten Teams, die ihren Platz durch eine hohe Punktzahl in der DVV-Rangliste oder eine Wildcard erhalten, das Hauptfeld. Dort wird am Samstag und Sonntag im K.-o.-System weitergespielt. Im Anschluss folgt die Siegerehrung der drei besten Frauen- und Männerteams auf dem Center Court. Die Teilnahme ist für deutsche wie für ausländische Teams gleichermaßen möglich. Letztere können eine Wildcard erhalten. Die Turniere werden auf jeweils drei bis vier Spielfeldern ausgetragen. Der Eintritt zu den Spielen der Turnierserie ist kostenlos. Sitzplatzreservierungen können kostenpflichtig vorgenommen werden.

Medien und VermarktungBearbeiten

2018 wurde die Turnierserie erstmals selbst vom DVV und seiner Vermarktungsagentur DVS organisiert.

Seit der Techniker Beach Tour 2018 werden die Spiele auf dem Center Court im kostenlosen Livestream im Internet gezeigt. Außerdem gibt es bei einigen Turnieren Übertragungen im Free-TV beim Sender ProSieben Maxx.

Übersicht der TurniereBearbeiten

Jahr Austragungsorte
2003 München Leipzig Hamburg Tegernsee Norderney Essen Berlin Mannheim Warnemünde Dresden Binz Zinnowitz Dortmund Kühlungsborn Konstanz Sankt Peter-Ording Frankfurt Wangerooge Burg Bonn
2004 München Hamburg Norderney Leipzig Hannover Dresden Zinnowitz Burg Binz Sankt Peter-Ording Konstanz Kühlungsborn Essen Wangerooge Wyk auf Föhr Frankfurt Bonn
2005 Bonn Norderney Erfurt Hamburg München Essen Leipzig Bremen Dresden Binz Sankt Peter-Ording Köln Konstanz Wyk Wangerooge Frankfurt Burg
2006 Bonn Leipzig Essen Dresden Binz Sankt Peter-Ording Fehmarn Köln München
2007 Dresden Erfurt Essen Kühlungsborn Sankt Peter-Ording Fehmarn München Norderney Bonn
2008 Norderney Leipzig Essen Fehmarn Binz Sankt Peter-Ording München Bonn
2009 Essen Norderney Dresden München Usedom Sankt Peter-Ording Fehmarn Bonn
2010 Frankfurt Norderney Hamburg Münster Fehmarn Bonn Leipzig Sankt Peter-Ording
2011 Münster Hamburg Norderney Heidelberg Leipzig Sankt Peter-Ording Köln Essen
2012 Münster Norderney Frankfurt Hamburg Heidelberg Leipzig Sankt Peter-Ording Bonn
2013 Norderney Hamburg Münster Mannheim Köln Binz Sankt Peter-Ording Kühlungsborn
2014 Münster Hamburg Binz Köln Sankt Peter-Ording Dresden Kühlungsborn Nürnberg
2015 Münster Hamburg Jena Dresden Binz Sankt Peter-Ording Nürnberg Kühlungsborn
2016 Münster Hamburg Dresden Jena Duisburg Binz Sankt Peter-Ording Kühlungsborn
2017 Münster Nürnberg Dresden Kühlungsborn Duisburg Binz Sankt Peter-Ording Hamburg
2018 Münster Dresden Düsseldorf Nürnberg Kühlungsborn Sankt Peter-Ording Leipzig Zinnowitz
2019 Münster Düsseldorf Nürnberg Dresden Sankt Peter-Ording Fehmarn Zinnowitz Kühlungsborn
MastersSupercup

GeschichteBearbeiten

Die erste nationale Turnierserie im deutschen Beachvolleyball fand 1992 statt, vier Jahre vor der olympischen Premiere der Sportart.[2] Die erste deutsche Meisterschaft wurde im selben Jahr in Damp ausgetragen.[3] 1993 übernahm Frank Mackerodt mit seiner Agentur MNP die Organisation und richtete eine Masters-Serie ein.[4] Er hatte bei einem Turnier in Los Angeles sein Interesse entdeckt.[4] Timmendorfer Strand wurde zum Austragungsort der deutschen Meisterschaft und blieb es bis heute. Jörg Ahmann und Axel Hager gewannen dort den Titel und sorgten mit ihrer Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2000 für eine verstärkte Euphorie in Deutschland.[3] Seit 2003 heißt die Spielstätte in Timmendorfer Strand Ahmann-Hager-Arena. In den Jahren rund um die Jahrtausendwende wurden auch die größten Preisgelder gezahlt, zwischen 300.000 und 400.000 €.[5] Die deutsche Turnierserie galt damals neben der FIVB World Tour und der amerikanischen AVP-Tour als eine der größten Veranstaltungen dieser Art.[4]

2003 musste Mackerodt jedoch Insolvenz anmelden und die Tour wurde mit Renault als neuem Hauptsponsor neu gestaltet.[4] Drei Jahre später begann die Zeit der Smart Beach Tour. Die Masters wurden abgeschafft. Stattdessen wurden von 2008 bis 2017 einige der Turniere als Supercups ausgetragen. Nach einem Rechtsstreit um die TV- und Marketingrechte trennten sich im Dezember 2012 die Wege des DVV sowie der Münchner Agentur sportsandevents, die über zehn Jahre die deutsche Beachvolleyball Tour organisiert hatte.[6] Zur Saison 2018 wurde die Turnierserie erneut neu aufgestellt.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Techniker und 7Sports neue Partner für Beach-Serie. beach-volleyball.de, 21. September 2017, abgerufen am 28. November 2017.
  2. Geschichte der Sportart Beach-Volleyball. beach-volleyball.de, abgerufen am 1. Juli 2018.
  3. a b Ein Wiedersehen mit Axel Hager. beach-volleyball.de, 14. Oktober 2008, abgerufen am 1. Juli 2018.
  4. a b c d Ein Wiedersehen mit Frank Mackerodt. beach-volleyball.de, abgerufen am 1. Juli 2018.
  5. Ist-Situation Beach-Volleyball in Deutschland. (PDF) DVV, abgerufen am 1. Juli 2018.
  6. Rechtestreit um deutsche Tour. beach-volleyball.de, 11. Dezember 2012, abgerufen am 1. Juli 2018.