Schweindorf (Neresheim)

Stadtteil von Neresheim, Baden-Württemberg, Deutschland

Schweindorf ist ein Stadtteil von Neresheim im baden-württembergischen Ostalbkreis. Der einst selbständige Ort wurde im Jahr 1971 nach Neresheim eingemeindet. Zu Schweindorf gehört der Weiler Mörtingen.

Schweindorf
Stadt Neresheim
Wappen von Schweindorf
Koordinaten: 48° 47′ 6″ N, 10° 24′ 53″ O
Höhe: 615 m
Fläche: 13,15 km²
Einwohner: 247 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1971
Postleitzahl: 73450
Vorwahl: 07326
Schweindorf (Baden-Württemberg)
Schweindorf

Lage von Schweindorf in Baden-Württemberg

Lage und VerkehrsanbindungBearbeiten

 
Schweindorf von Osten

Schweindorf liegt nordöstlich des Stadtkerns von Neresheim auf dem Härtsfeld, unweit der östlich verlaufenden Landesgrenze zu Bayern an den Kreisstraßen K 3303 und K 3314. Nördlich und westlich verläuft die B 466.

GeschichteBearbeiten

Im Museum im Seelhaus, dem Städtischen Museum von Bopfingen, ist die Bronzezeit durch Grabkeramik der Hügelgräber von Schweindorf vertreten.

Urkundlich wird Schweindorf 1297 als „Swaindorf“ erstmals erwähnt. Der Ortsname wird auf das Wort „swain“ („Knecht, junger Bursche“), als Personenname aus der Zeit der Landnahme („Siedlung des Sweino“), nach überkommener Lesart von „sweinen“ („roden“)[2] zurückgeführt.

Der Ort war zunächst im Besitz der Herren von Hürnheim zu Katzenstein und derer von Westerstetten und kam 1359 und 1501/07 an Nördlinger Bürger und das Heilig-Geist-Spital.

Im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses fiel Schweindorf 1802 an Bayern. 1810 wurde der Ort Teil des Königreich Württembergs, wo er dem Oberamt Neresheim zugeordnet war. Am 1. Januar 1971 erfolgte die Eingemeindung nach Neresheim.[3]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Gold ein grüner Eichenzweig.“

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Aufgrund seiner früheren Zugehörigkeit zur Reichsstadt Nördlingen ist Schweindorf die einzige evangelisch geprägte Ortschaft auf dem sonst traditionell katholischen Härtsfeld.[4]

Die vermutlich dem heiligen Stefan geweihte evangelische Kirche besitzt einen romanischen Chorturm und wurde 1380 erstmals erwähnt. Der Chorraum ist mit einem Rippenkreuzgewölbe ausgestattet. 1507 kam die Kirche von den Herren von Katzenstein zum Nördlinger Spital.

Söhne und TöchterBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Commons: Schweindorf (Neresheim) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jahresbericht 2019 der Stadt Neresheim
  2. Theo Müller (Red.): Albuch, Härtsfeld, Ries. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart/Aalen 1988, ISBN 3-8062-0553-1, S. 153.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 445.
  4. Evangelische Kirchengemeinde Neresheim (Memento des Originals vom 24. Februar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/evangelische-kirchengemeinde-neresheim.de (PDF)