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Rothesütte (früher auch Rotesütte) ist ein Ortsteil der Stadt Ellrich im thüringischen Landkreis Nordhausen.

Stadt Ellrich
Koordinaten: 51° 37′ 56″ N, 10° 43′ 21″ O
Höhe: ca. 564 (550–575) m
Einwohner: 105 (31. Okt. 2015)[1]
Eingemeindung: 9. April 1994
Postleitzahl: 99755
Vorwahl: 036331
Rothesütte (Thüringen)
Rothesütte

Lage von Rothesütte in Thüringen

Blick auf Rothesütte von der Rothesütter Alm
Blick auf Rothesütte von der Rothesütter Alm
Harzer Rotes Höhenvieh auf einer Weide in Rothesütte

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Rothesütte liegt als nördlichste Ortschaft Thüringens im Südharz im Naturpark Südharz. Es befindet sich zwischen Benneckenstein im Norden (in Sachsen-Anhalt), Netzkater im Südosten, Ilfeld im Südsüdosten und Sülzhayn im Süden (alle in Thüringen) sowie Zorge im Westen und Hohegeiß im Nordwesten (beide in Niedersachsen). Etwa 1,8 km nordwestlich liegt das Dreiländereck Niedersachsen–Sachsen-Anhalt–Thüringen, wo der Drei-Länder-Stein steht. Durch das auf etwa 550 bis 575 m ü. NN[2] gelegene Dorf verläuft die Bundesstraße 4. Die höchste Erhebung der nahen Umgebung ist der Große Ehrenberg.

GeschichteBearbeiten

1733 wurde in Rothesütte eine Kirche errichtet. Erster Pfarrer wurde am 14. Januar 1734 der bisherige Lehrer Paul Christian Hesse. Wegen verschiedener Ausschweifungen wurde Hesse 1736 seines Amtes enthoben. Am 29. Mai 1736 erfolgte im benachbarten Sophienhof die Amtseinführung des neuen Pfarrers Andreas Cyriacus Breithaupt, der jedoch bereits 1742 nach Altenrode wechselte. Nachfolger wurden Johann Heinrich Hartmann (wurde 1747 Hofprediger in Castell-Rehweiler), Johann Anton Schumacher (wurde bereits 1748 Prediger in Straußfurt), Johann Marcus Gehrich (ging 1751 ebenfalls nach Straußfurt), Johann Tobias Lindemann (wurde 1755 Hospitalprediger in Wernigerode) und Johann Jacob Schultze. Auch in den folgenden Jahren blieben die Pfarrer meist nur kurze Zeit im Hohnsteinischen Forst. Die Kirche wurde wegen Baufälligkeit in der DDR-Zeit abgerissen. An ihrem Ort befindet sich ein Glockenträger mit der erhalten gebliebenen Glocke von 1888.

Im Juli 1929 hielten sich in Rothesütte die Schriftsteller W. H. Auden und Christopher Isherwood auf.[3]

Am 9. April 1994 wurde sie in die Stadt Ellrich eingemeindet.[4]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Einwohnerzahlen auf www.stadtellrich.de (Memento des Originals vom 7. November 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadtellrich.de
  2. Sachsen-Anhalt-Viewer, abgerufen am 22. Februar 2015.
  3. Christopher Isherwood: Christopher and His Kind. Vintage Random House, London 2012, ISBN 978-0-09-956107-1, S. 8 ff.
  4. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rothesütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien