Hauptmenü öffnen

Richard Wolf (Autor)

deutscher Schriftsteller, Präsident des Goethe-Instituts München

Richard Wolf (* 14. Juli 1900 in Bad Landeck, Provinz Schlesien; † 13. November 1995 in Rottach-Egern) war deutscher Lehrer und Schriftsteller und Leiter des Goethe-Instituts in München.

LebenBearbeiten

Richard Wolf studierte in Leipzig Musik und Erziehungswissenschaften. 1924 ging er als Lehrer nach Sofia und 1926 nach Warna als Gründer und Leiter einer Deutschen Schule. Bis 1945 war er Lektor für deutsche Sprache an Hochschulen und Instituten in China und Jugoslawien. Von Changsha führte ihn 1936 eine Schiffsreise über Japan, Indonesien, Singapore und Indien. Auf dieser Reise entstand sein Buch „Der östliche Bogen“, das 1943 in Berlin erschien. Als Anerkennung für seine Arbeit im Ausland erhielt er 1937 als erster Lektor von der Deutschen Akademie die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft in Silber. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Wolf nach Deutschland zurück und trat in Bad Liebenzell in den innerdeutschen Schuldienst ein, schrieb weitere Bücher und war für verschiedene Rundfunkanstalten tätig. 1956 wurde er Leiter des Goethe-Instituts in München. Hierfür erhielt er als Anerkennung das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Die Goethe-Medaille in Gold wurde ihm 1965 für hervorragende Verdienste um die deutsche Sprache im Ausland verliehen. Die vielen Auslandsaufenthalte spielen in seinem literarischen Werk eine große Rolle. Er wurde 1988 mit dem Eichendorff-Literaturpreis geehrt.

SchriftenBearbeiten

  • Steine sammeln - Steine zerstreuen. Unterwegs ins Damals. Wolf & Fuchs, Murnau 1997. ISBN 3-931247-01-5
  • Der östliche Bogen. Luken & Luken, Berlin 1943.
  • Die Brunnenkammer, Roman, 1968

WeblinksBearbeiten