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Rafik Zoheir Djebbour (arabisch رفيق جبور, DMG Rafīq Ǧabbūr; * 8. März 1984 in Grenoble) ist ein algerischer Fußballspieler. Der in Frankreich geborene Stürmer ist seit Sommer 2017 beim französischen Drittligisten GS Consolat aktiv. Er ist zudem aktueller algerischer A-Nationalspieler.

Rafik Djebbour
Rafik Djebbour'13.JPG
Rafik Djebbour im Trikot von Sivasspor (2013)
Personalia
Name Rafik Zoheir Djebbour
Geburtstag 8. März 1984
Geburtsort GrenobleFrankreich
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
1998–2003 AJ Auxerre
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2003–2004 AJ Auxerre B 8 0(3)
2004–2005 R.A.A. La Louvière 21 0(3)
2005–2006 Ethnikos Asteras 21 (11)
2006–2007 Atromitos Athen 14 0(6)
2007–2008 Panionios Athen 41 (18)
2008–2011 AEK Athen 58 (19)
2011–2014 Olympiakos Piräus 56 (39)
2013 → Sivasspor (Leihe) 10 0(2)
2014 Nottingham Forest 7 0(1)
2014–2015 APOEL Nikosia 26 (14)
2015–2016 AEK Athen 18 0(2)
2016–2017 Aris Thessaloniki 5 0(0)
2017– GS Consolat 0 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2006– Algerien 32 0(5)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 17. November 2017

2 Stand: 15. Juni 2017

Inhaltsverzeichnis

Sportlicher WerdegangBearbeiten

Djebbour, dessen Eltern der algerischen Mittelmeerprovinz Chlef entstammten, wuchs im Südosten Frankreichs auf und fiel den Talentscouts von AJ Auxerre auf, als er unweit von Grenoble für einen Klub in Fontanil auflief. Das renommierte Jugendinternat von „AJA“ bildete den jungen Stürmer fünf Jahre lang aus und nicht selten steuerte Djebbour als Torjäger weit mehr als 20 Treffer pro Spielzeit bei. Der Sprung in die „erste Mannschaft“ blieb ihm anschließend jedoch verwehrt und so kam er in der Saison 2003/04 lediglich in acht Ligapartien der B-Mannschaft zum Zuge.

Stéphane Pauwels, der bereits im Team von Georges Leekens und später von Robert Waseige für die algerische Nationalmannschaft gearbeitet hatte, überzeugte Djebbour anschließend von einem Wechsel zum belgischen Erstligisten R.A.A. La Louvière, für den er mittlerweile als Sportdirektor arbeitete. Nach längeren Verhandlungen mit dem damals in Auxerre verantwortlichen Guy Roux ließ dieser seinen ehemaligen Schützling ablösefrei ins nördliche Nachbarland ziehen. Die Erwartungen erfüllte Djebbour in Belgien aber nicht und in einer erfolgreichen Mannschaft, die am Ende den siebten Platz belegte, kam Djebbour häufig nur als Ersatzspieler zum Zuge.[1] Der Vertrag wurde aufgelöst und mit dem griechischen Zweitligisten Ethnikos Asteras fand sich im Juli 2005 ein neuer Arbeitgeber.

Im östlich von Athen gelegenen Vorort Kesariani gelang dem „kopfballstarken, mit guter Schnelligkeit und einem ordentlichen Abschluss ausgestatteten“ Stürmer[2] der sportliche Durchbruch. In weniger als einem halben Jahr schoss er elf Tore in 16 Ligapartien und empfahl sich damit nachhaltig für die höchste griechische Spielklasse. Hier ging er zunächst ab Januar 2006 für Atromitos Athen auf Torejagd, bevor es ihn ein Jahr später zu dem damals von Ewald Lienen betreuten Klub Panionios Athen verschlug. Vor allem beim zuletzt genannten Klub etablierte sich Djebbour in der griechischen Eliteklasse. Dazu bestritt er im UEFA-Pokal erstmals sechs Partien in einem europäischen Vereinswettbewerb, schoss dort zwei Tore und war am Ende der Saison 2007/08 mit 14 Treffern viertbester Torjäger der höchsten griechischen Spielklasse.[3] Mit dem Wechsel zum AEK Athen gegen eine Transferablösesumme in Höhe von 2,9 Millionen Euro folgte im Sommer 2008 der nächste und logische Entwicklungsschritt.

In der neuen Umgebung tat sich aber Djebbour schwer. Sowohl Verletzungsprobleme, ein mannschaftsinterner Konflikt mit dem Argentinier Ignacio Scocco und ein „verlängerter Urlaub“ im September 2009 sorgten dafür, dass Djebbour bei Trainer Dušan Bajević in Ungnade fiel. Zu Beginn der Saison 2009/10 stellte er sich bei einer Reihe von Klubs zum Probetraining vor, wozu in Schottland Celtic Glasgow[4], in England die Blackburn Rovers[5] und in Deutschland Eintracht Frankfurt zählten. Alle anvisierten Transfergelegenheiten scheiterten und im Januar 2010 nahm AEK Athen den „verlorenen Sohn“ wieder auf, wo dieser in der ausgehenden Saison 2009/10 noch 14 Ligapartien sowie fünf Play-off-Spiele bestritt.

Am 21. Januar 2011 wechselte Djebbour zu Olympiakos Piräus. Sein zunächst auf sechs Monate befristeter Vertrag wurde zum Ende der Saison 2010/11 um weitere zwei Jahre verlängert. In der Saison 2012/13 wurde er mit 20 Treffern in 25 Spielen Torschützenkönig der griechischen Super League.

Nach einem zwischenzeitlichen Wechsel auf Leihbasis zum türkischen Erstligisten Sivasspor, unterschrieb er im Januar 2014 einen bis Sommer 2016 gültigen Vertrag beim englischen Zweitligisten Nottingham Forest.[6]

Am 9. September 2016 um Mitternacht unterzeichnet Djebbour einen drei Jahre Vertrag beim griechischen Verein Aris Thessaloniki. Aris Thessaloniki spielt diese Saison in der griechischen Football League. Djebbour war Vereinslos und hatte daher kein Problem seinen neuen Vertrag zu unterzeichnen.[7]

Algerische NationalmannschaftBearbeiten

Am 15. August 2006 debütierte Djebbour für die algerische A-Nationalmannschaft als Einwechselspieler für Noureddine Daham in der 68. Minute in einem Freundschaftsspiel gegen Gabun (0:2). Es dauerte jedoch über 1½ Jahre bis zur nächsten Bewährungsprobe gegen die DR Kongo (1:1). Anschließend bestritt er neun Qualifikationsspiele für die WM 2010, blieb dann aber in der entscheidenden zweiten Runde und dem Entscheidungsspiel gegen Ägypten außen vor. Auch eine Nominierung für die zwischenzeitliche Afrikameisterschaft 2010 blieb von Seiten des Trainers Rabah Saâdane aus – speziell aufgrund Djebbours vakanter Vereinssituation in Athen. Als „vierten Stürmer“ hinter Abdelkader Ghezzal, Rafik Saïfi und Karim Matmour nominierte ihn Saâdane dann aber in den 23-Mann-Kader für das WM-Endrundenturnier in Südafrika.

ErfolgeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rafik Djebbour – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. La Louvière 2004/05 (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sport.be (Sport.be)
  2. „Kopfballstarker und schneller Stürmer“ (op-online.de)
  3. „Superleague Greece, Season 2007 – 2008“ (Memento des Originals vom 25. Oktober 2007 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.galanissportsdata.com (Galanis Sports Data)
  4. „Bhoys consider striker“ (SkySports.com)
  5. Rovers look at Djebbour (Memento2des Originals vom 19. Juli 2012 im Webarchiv archive.is)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/msnsport.skysports.com (SkySports.com)
  6. Nottingham Forest sign Rafik Djebbour (BBC Sport)
  7. Pressaris: "Djebbour macht sein erstes Interview." (Nicht mehr online verfügbar.) Pressaris, 9. September 2016, ehemals im Original; abgerufen am 9. September 2016 (griechisch).@1@2Vorlage:Toter Link/www.pressaris.gr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.