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Die Partido Trabalhista Português (PTP), zu Deutsch „Portugiesische Arbeiterpartei“, ist eine 2009 gegründete sozialdemokratische, portugiesische Kleinpartei. Die Partei trat seit ihrer Gründung bei allen Wahlen an, konnte jedoch nur bei den Regionalwahlen auf der Insel Madeira drei Mandate erringen. Vorsitzender der Partei ist Amândio Cerdeira Madaleno, Generalsekretär Joaquim de Jesus Magalhães Fonseca, die Partei hat ihren Sitz in Lissabon.

In der Geschichte Portugal ist dies bereits die vierte Partei mit diesem Namen.

GeschichteBearbeiten

Die Partei gründete sich im Juni 2009, das portugiesische Verfassungsgericht, das für die Anerkennung von politischen Parteien in Portugal zuständig ist, erkannte die Partei am 1. Juli 2009 an.[1]

Die PTP, die mit dem Spruch „Justiça, Segurança, Saúde, Emprego“ (zu Deutsch „Gerechtigkeit, Sicherheit, Gesundheit, Arbeit“) wirbt, definiert sich selbst als Partei der linken Mitte zugehörig und den Werten der Sozialdemokratie verpflichtet. Sie sieht sich selbst als „moderaterer Bloco de Esquerda, weniger grimmig und dafür ausgeglichener“.[2] Die PTP hatte auch den Sozialisten Manuel Alegre eingeladen Mitglied zu werden, dieser lehnte jedoch ab.[2]

Seit ihrer Gründung trat die Partei bei allen Wahlen in Portugal an, blieb jedoch nahezu immer unter einem Prozent. Bei den Wahlen zum Regionalparlament von Madeira errang die Partei 6,86 Prozent der Stimmen und gewann damit ihre ersten drei Mandate.

In der PTP-Fraktion im Regionalparlament Madeira gab es zahlreiche Streitigkeiten, insbesondere da der Fraktionsvorsitzende und ehemalige PND-Anhänger José Manuel Coelho, mehrmals seitens des Parlaments gerügt wurde. Daraufhin schlossen die beiden anderen Abgeordneten Coelho aus, die PTP verlor damit ihren Fraktionsstatus im Parlament.[3] 2013 wurde Coelho wegen Rufmordes am Präsidenten und Vizepräsidenten der Region Madeira zu 18 Monaten Haft verurteilt.[4] Dennoch nominierte die Partei Coelho für die Europawahlen 2014, Coelho selbst lehnte jedoch seine Nominierung ab. Daraufhin kandidierte Parteivorsitzender Amândio Madaleno als Spitzenkandidat.[5]

WahlergebnisseBearbeiten

  • Parlamentswahlen 2009: 4.789 Stimmen, 0,09 Prozent (0 Mandate)[6]
  • Lokalwahlen 2009: 732 Stimmen, 0,01 Prozent (0 Mandate)[7]
  • Parlamentswahlen 2011: 16.895 Stimmen, 0,3 Prozent (0 Mandate)[8]
  • Regionalwahlen auf Madeira 2011: 10.112 Stimmen, 6,86 Prozent (3 Mandate)[9]
  • Lokalwahlen 2013: 8.552 Stimmen, 0,17 Prozent (0 Mandate)
  • Europawahlen 2014: 22.531 Stimmen, 0,69 Prozent (0 Mandate)[10]
  • Europawahl in Portugal 2019: 8.640 Stimmen, 0,26 Prozent (0 Mandate)[11]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vítor Gomes: ACÓRDÃO N.º 326/2009. Tribunal Constitucional de Portugal, 1. Juli 2009, abgerufen am 20. Juni 2014 (portugiesisch).
  2. a b Partido Trabalhista e Portugal Pro Vida aceites no tribunal. In: Jornal i. 11. August 2009, abgerufen am 20. Juni 2014 (portugiesisch).
  3. Lusa: Partido Trabalhista retira apoio a José Manuel Coelho. In: Diário de Notícias. 28. April 2012, abgerufen am 20. Juni 2014 (portugiesisch).
  4. Lusa: José Manuel Coelho condenado a 18 meses de prisão com pena suspensa. In: Jornal i. 17. Januar 2013, abgerufen am 20. Juni 2014 (portugiesisch).
  5. Melissa Lopes und Tolentino de Nóbrega: Afinal, o candidato do Partido Trabalhista Português às europeias é Amândio Madaleno. In: Público. 28. Februar 2014, abgerufen am 20. Juni 2016 (portugiesisch).
  6. Resultados Eleitorais: Eleições à Assembleia de República 2009. Commissão Nacional de Eleições, 27. September 2009, abgerufen am 20. Juni 2014.
  7. Resultados Eleitorais: Eleições autárquicas. Commissão Nacional de Eleições, 11. Oktober 2009, abgerufen am 20. Juni 2014.
  8. Resultados Eleitorais: Eleições à Assembleia de República 2011. Commissão Nacional de Eleições, 6. Mai 2011, abgerufen am 20. Juni 2014.
  9. Resultados Eleitorais: Eleições à Assembleia Legislativa Regional. Commissão Nacional de Eleições, 9. Oktober 2011, abgerufen am 20. Juni 2014.
  10. Offizielles Wahlergebnis 2014 (port.)
  11. Offizielles Wahlergebnis 2019 (port.)

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