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Panos Aravantinos

griechisch-deutscher Bühnenbildner

Panos Aravantinos (griechisch Πάνος Αραβαντινός, * 7. September 1884 auf Korfu; † 1. Dezember 1930 in Paris) war ein griechisch-deutscher Bühnenbildner.

LebenBearbeiten

 
Detail eines Bühnenbilds von 1928

Aravantinos wurde auf Korfu geboren und besuchte in Athen Zeichenkurse am Polytechnikum. Anschließend studierte er in Berlin an der Akademie und nach Abschluss in Paris. In Paris traf er den Maler Dimitrios Galanis, der ihn als Illustrator an Zeitschriften vermittelte. Ab 1908 lebte er in Athen, wo ihn der Komponist Spyros Samaras mit Bühnenbildarbeiten beauftragte.

Aufgrund des Ersten Weltkriegs konnte sich Aravantinos nicht in Deutschland niederlassen und arbeitete vorerst in der Schweiz, 1917 kam er wieder nach Deutschland, wo er sich mit seinen Entwürfen in München bewarb. Bei einer Bewerbung für Bühnenbilder für Richard Strauss an der Oper München setzte er sich gegen sechs Mitbewerber durch, zog jedoch nach Abschluss der Arbeiten nach Berlin, wo er von 1919 bis 1939 an der Staatsoper arbeitete. Neben Emil Pirchan arbeitete er als Bühnenbildner in einer Zeit als der Beruf in Deutschland noch nicht etabliert war.

Aravantinos war auch für Hugo von Hofmannsthal tätig. Für das Hamburger Stadt-Theater entwarf er 1926 eine moderne Ausstattung zu Wagners »Ring«, diese wurde nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten jedoch entstellt.[1] Kriegsbedingt verließ er Deutschland und ließ sich in Athen nieder.

Dem Werk von Aravantinos ist das Panos Aravantinos Decor Museum in Piräus gewidmet.

LiteraturBearbeiten

  • Constantin Chelmis: Der Bühnenbildner Panos Aravantinos und seine Tätigkeit an der Staatsoper Berlin (1919–1930), Dissertation, Freie Universität Berlin, Berlin 1977.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.hamburgische-staatsoper.de/de/2_spielplan/index.php?tmpl=performance&event=500339