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Das Otfried-von-Weißenburg-Gymnasium (OWG) ist eine Regelschule in der Stadt Dahn (Landkreis Südwestpfalz). Als Gymnasium im Bundesland Rheinland-Pfalz führt es in neun Jahren (Klassen 5–13) zum Abitur oder in sechs (5–10) zur mittleren Reife.

Otfried-von-Weißenburg-Gymnasium
Otfried von weissenburg gymnasium dahn logo.svg
Schulform Gymnasium
Gründung 1958
Adresse

Schlossstr. 19
66994 Dahn

Ort Dahn
Land Rheinland-Pfalz
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 9′ 9″ N, 7° 47′ 19″ OKoordinaten: 49° 9′ 9″ N, 7° 47′ 19″ O
Träger Stadt Dahn
Lehrkräfte etwa 50
Leitung Thomas M. Neuberger
Website www.owg-dahn.de

Inhaltsverzeichnis

EinzugsgebietBearbeiten

Das OWG ist das einzige Gymnasium im Landkreis Südwestpfalz und versorgt hauptsächlich dessen südöstlichen Teil, das Dahner Felsenland, aber zugleich auch den Westteil des Kreises Südliche Weinstraße. Zusammen mit der Realschule plus Dahn nutzt es seit 1976 ein gemeinsames Schulgebäude und Schulgelände, das Schulzentrum Dahn.[1]

Name und GeschichteBearbeiten

Namensgeber des Gymnasiums war Otfrid von Weißenburg (* ca. 800; † nach 870), dessen Name in der Literatur teilweise auch mit ie geschrieben wird. Er war der erste namentlich bekannte althochdeutsche Dichter und lebte als Mönch und Gelehrter im Kloster Weißenburg, das ca. 25 km südöstlich von Dahn, ebenfalls am Flüsschen Wieslauter, im elsässischen Wissembourg lag.

Um den Schülern aus dem Dahner Felsenland die weiten Schulwege nach Pirmasens oder Landau zu ersparen, wurde 1952 in Dahn zunächst ein Progymnasium eingerichtet. 1955 wurde ein Neubau bezogen, der schon 1962 erweitert werden musste. 1958 erhielt das Progymnasium den Status „Gymnasium“ und auch seinen heutigen Namen. In das Schulzentrum Dahn ist das OWG seit 1976 integriert.[1]

Das 1999 ausgewählte Schulmotto „Orientierung – Wissen – Gemeinschaft“ basiert auf den Initialen des Namensgebers wie auch des Schulnamens.[1]

BildungsangebotBearbeiten

FachbereicheBearbeiten

18 Fachbereiche
Bildende Kunst
Biologie
Chemie
Deutsch
Englisch
Erdkunde
Ethik
Französisch
Geschichte
Informatik
Latein
Mathematik
Musik
Physik
Religion
Sozialkunde
Spanisch
Sport

Mainzer Studienstufe (MSS)Bearbeiten

Am OWG gilt die Mainzer Studienstufe (MSS) als reformierte Oberstufe. Das Kurssystem der MSS weitet den Unterricht auch auf die Nachmittage aus, die Schüler können ihre Fächer in einem weiten Rahmen nach Leistungs- und Grundkursen festlegen.

VeranstaltungenBearbeiten

Dahner Jazztage – Seit 1994 führt das OWG gemeinsam mit der Stadt Dahn die Dahner Jazztage durch, die sich zu einem anerkannten kulturellen Ereignis entwickelt haben.[1]

Sponsored Walk – Jedes Jahr werden durch die Schüler des OWG Spenden „erlaufen“. Dabei zahlen „Sponsoren“ für jeden zurückgelegten Kilometer einen vereinbarten Betrag. Die bisherigen Spenden wurden folgenden Hilfsprojekten zugewendet:[1]

  • Togofreunde
  • Krebshilfe
  • Partnerschule des OWG in Ruanda

Theateraufführungen – Jedes Jahr seit 1998 finden in der Aula des OWG Theateraufführungen statt, z. B.:

Lehrer und SchülerBearbeiten

Aktuelle SituationBearbeiten

Die Schüler des Gymnasiums werden von etwa 50 Lehrern unterrichtet. Schulleiter ist seit 2003 Oberstudiendirektor Thomas M. Neuberger. Sein Vorgänger war Rolf Kilian.

Ehemalige Schülerinnen und SchülerBearbeiten

Name Abitur
Stefan Baron, Volkswirt und Chefredakteur der WirtschaftsWoche 1966
Theodor Kissel, Historiker 1981
Karl-Heinz Lorenz, Betriebswirt und Managementtrainer 1981
Ludwig Kuntz, Wirtschaftsmathematiker 1983
Christof Reichert, Politiker 1983
Peter Dincher, Politiker (CDU) 1985
Alexander Fuhr, Politiker (SPD) 1988
Joachim Eschenbach, Naturwissenschaftler 1989

JahrgangsarchivBearbeiten

Ehemalige Schüler können sich auf der Website des OWG in ein Jahrgangsarchiv eintragen, um mit der Schule und untereinander Kontakt zu pflegen.

Verein der Freunde und FördererBearbeiten

Der Verein der Freunde und Förderer des OWG hat sich zum Ziel gesetzt, Aufgaben zu übernehmen, welche der Schulträger finanziell nicht leisten kann. Über das Aufkommen an Beiträgen und Spenden hilft der Verein beim Erwerb von Lehrmitteln, wie z. B. PCs, Mikroskopen, Beamern oder Projektoren, und gewährt Beihilfen zu Klassenfahrten und Schulveranstaltungen.[1]

KooperationenBearbeiten

PartnerschulenBearbeiten

Beginn Schule Stadt Land
1987 Collège et Lycée Climatiques Argelès-Gazost (Département Hautes-Pyrénées) Frankreich
1990 Zespó Szkól Ekonomicznych Nowy Sącz (Woiwodschaft Kleinpolen) Polen
1996 Coláistre Mhuire (St. Mary College) Askeaton (County Limerick) Irland
1996 Coláistre na Trócaire (Mercy Community College) Rathkeale (County Limerick) Irland
1999 Ecole Secondaire de Kabirizi Kabirizi (vormals Mugesera) Rwanda
2002 Colexio Fingoi Lugo (Autonome Region Galicien) Spanien

Grenzüberschreitende ProjekteBearbeiten

1994/95 führte das OWG gemeinsam mit dem Collège Otfried aus Wissembourg ein Projekt durch, an dessen Ende eine Ausstellung zu Leben und Wirken des Mönchs Otfried von Weißenburg stand.[1]

LiteraturBearbeiten

  • Ulrich Ernst: Otfrid von Weißenburg. In: Lexikon des Mittelalters. Band 6, Sp. 1557 ff.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten