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Obermais

Ortsteil von Meran, Südtirol, Italien
Villa Mathilde in Obermais

Obermais (italienisch Maia Alta) ist ein Ortsteil der Stadt Meran in Südtirol mit ungefähr 3600 Einwohnern. Obermais ist vor allem als Villenviertel von Meran bekannt, welches sich überdies durch zahlreiche Ansitze und Schlösser auszeichnet.

LageBearbeiten

Obermais liegt auf dem Murkegel des Naifbaches östlich der Passer, im Süden bildet der Winkelweg die Grenze zu Untermais, im Norden grenzt Obermais an Schenna, im Osten an Labers. Es liegt 374 Meter über dem Meeresspiegel. Das Obermaiser Zentrum liegt rund um den Brunnenplatz und am Anfang der Dantestraße.

GeschichteBearbeiten

Der Name Mais leitet sich von der römischen Zollstation Statio Maiensis ab. Sie bestand im 3. Jahrhundert in der Nähe der Passermündung in die Etsch.[1] Im Jahr 1383 ist mit „Jaeklinus dictus Dorfmaister de Superiori Mais“ (Jäcklin genannt Dorfmeister von Obermais) ein Bewohner der damaligen Dorfgemeinde namentlich bezeugt.[2] Per Dekret vom 24. September 1923 wurde Obermais (wie auch Untermais und Gratsch) 1924 nach Meran eingemeindet.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schloss Winkel

FC ObermaisBearbeiten

Eine lange Tradition hat der lokale Amateurfußballverein, welcher 1972 gegründet wurde. Bekannt ist er vor allem für die loyale Fangemeinde (Curva Sud), die seit 2005 besteht. Ab 2000 verbuchte der Verein eine stetige Leistungssteigerung, welche dazu führte, dass der FC Obermais zweimal in Folge aufstieg und somit in der höchsten regionalen Amateurspielklasse spielte. Dort hielt sich die Mannschaft für sechs Jahre, ehe sie in der Saison 2012/13 wieder in die Landesliga absteigen musste. Der Fußballplatz, auf dem der Verein seine Heimspiele austrägt, wird Lahn genannt.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Obermais – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Richard Heuberger: Das Burggrafenamt im Altertum. Schlern-Schriften Nr. 28. Wagner: Innsbruck 1935.
  2. Hannes Obermair: Bozen Süd – Bolzano Nord. Schriftlichkeit und urkundliche Überlieferung der Stadt Bozen bis 1500. Band 1. Stadtgemeinde Bozen, Bozen 2005, ISBN 88-901870-0-X, S. 401, Nr. 847.

Koordinaten: 46° 40′ N, 11° 10′ O