Untermais

Ortsteil der Stadt Meran in Südtirol (Italien)
St. Vigil, erstmals 1271 erwähnt

Untermais (italienisch Maia Bassa) ist ein Ortsteil der Stadt Meran.

LageBearbeiten

Untermais liegt südlich der Passer, im Osten bildet der Winkelweg die Grenze zu Obermais, im Westen grenzt Untermais an die Etsch, im Süden liegt der Meraner Ortsteil Sinich.

GeschichteBearbeiten

Der Name Mais stammt von der römischen Zollstation Statio Maiensis, die im 3. Jahrhundert in der Nähe der Passermündung in die Etsch bestand.[1]

Untermais wurde schon 1089/96 als „villa Mays“ urkundlich erwähnt.[2] Zur Ausstattung des 1273 begründeten Zisterzienserstiftes Stams gehörten umfassende Besitzungen in Untermais; Stams übt hier bis in die Gegenwart pfarrlich-seelsorgliche Funktionen aus.[3]

Mit dem schnellen Wachstum Merans als Kurort nach 1860 wuchs auch Untermais, bis zum Ersten Weltkrieg wurden hier zahlreiche Hotels und Pensionen errichtet. Ein neues Rathaus entstand 1906.

Per Dekret vom 24. September 1923 wurde Untermais (wie auch Obermais und Gratsch) 1924 nach Meran eingemeindet.

In Untermais hat der Dichter, Schriftsteller und Übersetzer Christian Morgenstern (1871–1914) einige Jahre lang gelebt und ist hier verstorben.

WeblinksBearbeiten

 Commons: Untermais – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Richard Heuberger: Das Burggrafenamt im Altertum, Schlern-Schriften Nr. 28, Innsbruck 1935, S. 69.
  2. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 234, Nr. 266.
  3. Martin Laimer, Eugen Mattersberger, Pius Pircher: 500 Jahre Stamser in Mais – Geschichte, Kunst, Architektur und Seelsorge. Lana: Tappeiner 1994. ISBN 88-7073-183-9

Koordinaten: 46° 40′ N, 11° 10′ O