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Nationalpark Butrint

Nationalpark in Albanien

Der Nationalpark Butrint (albanisch Parku Kombëtar Butrinti) ist ein Nationalpark in Südalbanien ungefähr 25 Kilometer südlich von Saranda. Das 9424,4 Hektar[1] große Gelände umfasst die Hügel am südlichen Ende der Halbinsel zwischen Butrintsee und Ionischen Meer, Uferbereiche und den südlichen Teil des Butrintsees, den kleinen angrenzenden Bufisee mit Umland, Meeresküste sowie Ebenen und Feuchtgebiete südlich des Vivar-Kanals zwischen See und Küste.[2]

Parku Kombëtar Butrinti
Theater von Butrint und Feuchtgebiete südlich des Vivar-Kanals
Theater von Butrint und Feuchtgebiete südlich des Vivar-Kanals
Nationalpark Butrint (Albanien)
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Koordinaten: 39° 44′ 51″ N, 20° 1′ 13″ O
Lage: Qark Vlora, Albanien
Besonderheit: Archäologische Stätten, See, Feuchtgebiete
Nächste Stadt: Saranda
Fläche: 9424,4 ha
Gründung: 2000 (erweitert 2005)
Ebene und Feuchtgebiete jenseits des Kanals
Ebene und Feuchtgebiete jenseits des Kanals
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Das Zentrum des Parks und seine wichtigste Attraktion bildet die antiken Stätte Butrint, die zum UNESCO-Welterbe zählt und zahlreiche Touristen anzieht. Weitere Überreste aus der Antike – römische Villen und Tempel und die bronzezeitliche Anlage Kalivo – sowie venezianische und osmanische Festungen wie die Festung des Ali Pascha gehören Ebenfalls zum Nationalpark. Das Gelände mit seinen vielen Wasserflächen und Feuchtgebieten ist vor allem auch ein bedeutendes Rückzugsgebiet für Wildtiere.[3]

Der Butrintsee und die ihn umgebenden Feuchtgebiete sind seit 2003 Ramsar-Schutzgebiet. Dessen Kernzonen liegen innerhalb des Nationalparks. Die Feuchtgebiete sind Lebensraum von 14 gefährdeten Tierarten, und nirgends sonst in Albanien wurden so viele Vogel- (246), Reptilien- (25) und Amphibien-Arten (10) gefunden. Daneben wurden 105 Fischarten und 39 Säugetierarten nachgewiesen. Nur in diesen Gebieten sind innerhalb Albaniens der Epirus-Wasserfrosch (Rana epeirotica), die Breitrandschildkröte (Testudo marginata), die Westliche Sandboa (Eryx jaculus) und die Taurische Eidechse (Podarcis taurica jonica) beheimatet. See und Umgebung sind zudem ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel wie Haubentaucher, Zwergtaucher, Schellente, Blässhuhn und Tafelente. Auch seltene Meeresbewohner wie die gefährdete Unechte Karettschildkröte und vielleicht die stark gefährdete Mittelmeer-Mönchsrobbe sowie Greifvögel wie Kornweihe, Rohrweihe und Seeadler sind im respektive um den See anzutreffen.[4][5][3]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Butrint – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Rrjeti i zonave të mrojtura në Shqipëri. (PDF) In: Ministria e Mjedisit. März 2014, abgerufen am 15. Januar 2015 (albanisch).
  2. Beyond Butrint and the environment. In: Butrint Nationalpark/Butrint Foundation. Archiviert vom Original am 15. Oktober 2014; abgerufen am 25. Juli 2012 (englisch).
  3. a b Butrint National Park Walking Trails Leaflet. In: Slideshare. Butrint Nationalpark/Butrint Foundation, abgerufen am 2. Februar 2016 (englisch).
  4. Information Sheet on Ramsar Wetlands – Butrint. (PDF; 220 kB) In: ramsar.org. 20. März 2003, abgerufen am 12. Januar 2016 (englisch).
  5. Butrint Foundation, Butrint National Park (Hrsg.): Butrint National Park – A guide to the Environment and Walking Trails