Nationalpark Shebenik-Jablanica

Nationalpark in Albanien

Der Nationalpark Shebenik-Jablanica (albanisch Parku Kombëtar Shebenik-Jabllanicë) ist ein Nationalpark in Ostalbanien. Seine Fläche beträgt 340 Quadratkilometer. Er umfasst die Bergketten Jablanica und Shebenik an der nordmazedonischen Grenze nördlich des Ohridsees.

Parku Kombëtar Shebenik-Jabllanicë
Blick auf den Gebirgszug Jablanica
Blick auf den Gebirgszug Jablanica
Nationalpark Shebenik-Jablanica (Albanien)
(41° 10′ 0″ N, 20° 30′ 0″O)
Koordinaten: 41° 10′ 0″ N, 20° 30′ 0″ O
Lage: Qark Elbasan, Albanien
Nächste Stadt: Librazhd, Përrenjas
Fläche: 339 km²
Gründung: 2008
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Der Nationalpark mit dem Shebenik vom Gur i Zi auf der albanisch-nordmazedonischen Grenze gesehen

GeschichteBearbeiten

Der Nationalpark wurde 2008 als 14. Nationalparks Albaniens eingerichtet.[1] Damals war auf nordmazedonischer Seite ebenfalls ein Schutzgebiet geplant.[2]

2129,45 Hektar des Nationalparks im oberen Bushtricatal bei Rrajca-Skënderbej wurden 2017 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Hier hat sich ein großer Buchenurwald erhalten, der zusammen mit 66 anderen Wäldern in diversen Ländern das Welterbe Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas bildet. Das Welterbe dehnt sich von einer Höhe von rund 1200 Metern bis über 2000 Meter Höhe aus. Eine Pufferzone von 2569,75 Hektar umgibt das Schutzgebiet.[3]

Flora und FaunaBearbeiten

 
Schafherde auf einer Alp im Nationalpark Shebenik-Jablanica

Das unter Schutz stehende Grenzgebiet zählt zum Grünen Band Europa, das als Rückzugsraum für seltene Tier- und Pflanzenarten dient. Dazu zählen unter anderem Bären, Wölfe und der stark gefährdete Balkanluchs Lynx lynx balcanicus, eine in Nordmazedonien und Albanien lebende Unterart des Eurasischen Luchses, von dem es 2015 nur noch 30 bis 50 Exemplare gab.[4] Im Sommer 2012 konnte erstmals ein Balkanluchs im Park fotografiert werden. Rehe und Gämsen wurden auf albanischer Seite von Wilderern infolge des Lotterieaufstands fast komplett ausgerottet.[5][6]

In manchen Gebieten blieben bedeutende Wälder erhalten (siehe vorheriger Abschnitt).[3]

WeblinksBearbeiten

Commons: Shebenik-Jabllanica National Park – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vendim Nr. 640 (21. Mai 2008): Për shpalljen „Park kombëtar“ të ekosistemit natyror shebenik-Jabllanicë. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 10. Dezember 2014; abgerufen am 18. Januar 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mjedisi.gov.al
  2. European Green Belt Newsletter 2/2008. (PDF) Archiviert vom Original am 14. August 2010; abgerufen am 7. Juni 2009 (englisch).
  3. a b Hanns Kirchmeir, Anna Kovarovics (Hrsg.): “Primeval Beech Forests of the Carpathians and Other Regions of Europe” as extension to the existing Natural World Heritage Site “Primeval Beech Forests of the Carpathians and the Ancient Beech Forests of Germany” (1133bis). Nomination Dossier to the UNESCO for the Inscription on the World Heritage List. Klagenfurt/Wien Januar 2016, S. 22 (unesco.org [PDF; abgerufen am 8. August 2017]).
  4. Lynx lynx ssp. balcanicus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2015.4. Eingestellt von: D. Melovski, U. Breitenmoser, M. von Arx, C. Breitenmoser-Würsten, T. Lanz, 2015. Abgerufen am 20. November 2015.
  5. Balkanluchs – Überlebt hat er nur in Mazedonien. Abgerufen am 7. Juni 2009.
  6. Balkan Lynx presence proved in Shebenik-Jabllanica National Park. (PDF; 46 kB) In: Association for Protection and Preservation of Natural Environment in Albania. 14. August 2012, abgerufen am 16. August 2012 (englisch).