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Monika Knoche geb. Runne (* 24. September 1954 in Kirrlach) ist eine ehemalige deutsche Politikerin (Die Linke).

Sie war von 2005 bis 2009 stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Deutschen Bundestag.

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Leben und BerufBearbeiten

Nach der Mittleren Reife trat Monika Knoche in den mittleren Fernmeldedienst der Deutschen Bundespost ein und war hier lange Jahre als Verwaltungsangestellte tätig. Von 2002 bis 2011 war sie Gewerkschaftssekretärin beim Bundesvorstand von ver.di. Monika Knoche ist geschieden und hat zwei erwachsene Söhne.

Politische AktivitätBearbeiten

1979 gehörte Monika Knoche zu den Mitbegründern der Partei Die Grünen und war ab 1991 Mitglied des Länderrates. Von 1985 bis 1994 war sie Stadträtin und von 1990 bis 1994 Fraktionsvorsitzende der "Grünen" in Karlsruhe. Von 1994 bis 2002 war sie Mitglied des Bundestags und als Gesundheitsexpertin und drogenpolitische Sprecherin der Grünen Angehörige des Gesundheitsausschusses. Bei der Abstimmung über den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, die der Bundeskanzler Schröder mit der Vertrauensfrage verbunden hatte, stimmte sie 2001 noch mit "Ja".[1] Nach dem Eintritt der Bundesregierung aus SPD und mit ihr der Grünen in den NATO-Krieg in Jugoslawien verließ sie jedoch die Partei aufgrund ihrer Kritik an der "rot-grünen Kriegspolitik". Ein zweiter Kritikpunkt war die "neoliberale Agenda" von Bündnis 90/Die Grünen. Noch im Jahr dieses Austritts trat sie der Partei Die Linke bei, für die sie erneut in den Bundestag gewählt wurde. Von 2007 bis 2009 war sie deren Stellvertretende Fraktionsvorsitzende.[2]

Journalistische Tagesbeiträge von Monika Knoche sind insbesondere in der linksliberalen taz und der linken jungen Welt anzutreffen.

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Rot-Grün: Selbstmord auf Raten, Focus Online vom 19. November 2001.
  2. Alle Angaben nach: Monika Knoche, Zwang ist keine Lösung, in: junge Welt, 13. August 2019.