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Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik

Die Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik  e. V. (DSS) wurde im Jahr 1990 als freiwillige Vereinigung von Sozial-, Technik- und Militärwissenschaftlern der Militärakademie „Friedrich Engels“ in Dresden gegründet,[1] und wirkte als parteipolitisch und weltanschaulich unabhängiges, wissenschaftliches Institut der Friedensforschung.

Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik
(DSS)
Zweck Wissenschaftliche und publizistische Institutstätigkeit, (Hrsg.) DSS-Arbeitspapiere
Vorsitz: Rolf Lehmann, Wolfgang Scheler (ab 2005)
Gründungsdatum: 16. Oktober 1990 in Dresden
Auflösungsdatum: 29. Oktober 2015
Mitgliederzahl: 33 (1990)
Sitz: Dresden

Mit der wissenschaftlichen und publizistischen Tätigkeit war das Ziel beabsichtigt, meinungsbildend zu wirken im Sinne einer Außen- und Sicherheitspolitik, die gemäß der UN-Charta einen Frieden ohne Anwendung oder Androhung militärischer Gewalt ermöglicht.[2]

AufgabeBearbeiten

Die Studiengemeinschaft betrachtete es als ihre Aufgabe,

  • Forschungsergebnisse auf sicherheitspolitischem und theoretischem Gebiet, vor allem aus dem letzten Jahrzehnt der Existenz der DDR und der Militärakademie, zu bewahren und weiter nutzbar zu machen;
  • Forschungspotenzial der Vereinsmitglieder zu erhalten und zu fördern, indem die institutionelle, materiell-redaktionelle und personell-kommunikative Basis gemeinschaftlich gesichert wurde;
  • Beiträge zur Forschung und Bildung auf sicherheitspolitischem Gebiet zu leisten;
  • durch die Erarbeitung und Publizierung von sicherheitspolitischen Analysen und Konzeptionen meinungsbildend und politikberatend tätig zu werden;
  • die wissenschaftliche Kommunikation und den Meinungsstreit auf sicherheitspolitischem Gebiet durch Beratungen, Publikationen und andere Initiativen zu fördern.

GeschichteBearbeiten

VorgeschichteBearbeiten

Seit Anfang der 1980er Jahre erfuhr das militärtheoretische Denken in der DDR in seinen methodologischen und weltanschaulichen Grundlagen eine fundamentale Umwälzung. Sie gründete sich auf Einsichten, dass eine militärische Systemauseinandersetzung zur Vernichtung der Menschheit führt und dieser Krieg kein Mittel der Politik mehr sein kann.

An der Militärakademie „Friedrich Engels“ in Dresden wuchs, beginnend im Lehrstuhl Philosophie, schrittweise neues sicherheitspolitisches Denken über Krieg, Frieden und Streitkräfte. Das ging von der Annahme aus, dass infolge der übersteigerten Waffenwirkungen ein „großer“ Krieg keine politischen Ziele mehr durchsetzen könne; er bedeute im Nuklearzeitalter das Ende der Politik.

Der im Februar 1987 im Format Professorengespräche gestartete interdisziplinäre Gesprächskreis von Professoren, Mitgliedern der Akademieführung und Gästen von außerhalb widmete sich der offenen wissenschaftlichen Diskussion zu nahezu allen Fragen der Sicherheitspolitik, ohne bindende Vorgaben. Die Protagonisten des Neuen Denkens an der Militärakademie wurden zu gefragten Partnern des Wissenschaftlichen Rates für Friedensforschung (WRFF) an der Akademie der Wissenschaften der DDR, der im Oktober 1987 gegründet wurde.[3] In dieses Gremium wurde von der Militärakademie Dresden Generalmajor Rolf Lehmann berufen.[4] Wissenschaftler der Militärakademie in Uniform waren während Manöverbeobachtungen, internationalen Konferenzen, wissenschaftlichen Tagungen am deutsch-deutschen Dialog von Soldaten beteiligt.[5] Die Friedensforschung, Kooperative Sicherheit, Abrüstung und Konversion erhielten erst in der beginnenden Militärreform und in der fortschreitenden Staatskrise der DDR eine militärakademische Chance.

Ab dem Spätherbst 1989 waren in die Erarbeitung der Militärpolitischen Leitsätze der DDR[6] mehrere Wissenschaftler der Akademie führend einbezogen. Im Februar 1990 bildeten sie den Kern im nichtstrukturmäßigen Interdisziplinären Wissenschaftsbereich Sicherheit (IWBS) der Militärakademie, der zunächst mit 24 Offizieren die Arbeit aufnahm, mit der Perspektive der Institutsgründung. Konsequent wissenschaftliches Herangehen an alle Fragen der sich permanent verändernden innen- und außenpolitischen Entwicklung, mit Untersuchung aller denkbaren – auch unerwünschter – Varianten fand Niederschlag in den Arbeitspapieren des IWBS, die ab Anfang Mai 1990 erschienen.[7]

Im Juli/August 1990 war die Existenz einer eigenständigen DDR illusorisch geworden. Arbeitskontakte zwischen Ost und West, gewachsen im Ringen um gewaltfreie Zukunftslösungen, wurden zunehmend abgebaut. Mit dem Beschluss der Volkskammer der DDR über den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland bereits am 3. Oktober 1990 schien für die Militärakademie, den IWBS und für deren Wissenschaftler im nicht mehr geteilten Deutschland so gut wie nichts Bestand zu haben. Ende September 1990 wollten, sollten oder mussten auf Veranlassung der Noch-DDR-Regierung die meisten IWBS-Wissenschaftler das Dienstverhältnis beenden. Die materielle, institutionelle und personelle Basis des IWBS war somit verloren gegangen. Bis Jahresende 1990 wurden alle übrigen Wissenschaftler der Militärakademie entlassen.

Unter diesen Rahmenbedingungen war eigenständiger Erhalt der bestehenden interdisziplinären Arbeitsfähigkeit der interessierten Wissenschaftler des IWBS in einem wissenschaftlichen Folgeinstitut eine gewagte und mutige Entscheidung, die jedoch nur über einen eingetragenen Verein auf Basis des Bürgerlichen Gesetzbuches noch im September 1990 vorbereitet werden konnte.

Gründung und StatusBearbeiten

 
DSS e. V. Gründungsurkunde 1990 (Auszug, mit amtl. Vermerk, 1991).

Die Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik (DSS) e. V. wurde:

  • am 16. Oktober 1990 errichtet, von 33 Gründungsmitgliedern, in Dresden;
  • am 4. Februar 1991 eingetragen, unter VR 877 in das Vereinsregister beim Kreisgericht Dresden;
  • am 21. Februar 1991 amtlich bekanntgemacht, in der Sächsischen Zeitung, Dresden.
  • Gemeinnützigkeit zuerkannt.

Die Satzung erläutert die Herkunft der Studiengemeinschaft in Absatz 3: „Die DSS e. V. knüpft in ihrer Tätigkeit an die wissenschaftliche Tätigkeit von Sozialwissenschaftlern, Militärwissenschaftlern und Technikwissenschaftlern an, die diese im Rahmen des IWBS der Militärakademie `Friedrich Engels` bis zu deren Auflösung leisteten.“[8]

Die Satzung bestimmte, dass die DSS e. V. als wissenschaftlicher (ideeller) Verein ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke verfolgt.

Mitgliedschaft und LeitungBearbeiten

Die Mitgliedschaft in diesem Institutsunikat ehemaliger Wissenschaftler als Verein verlangte von natürlichen Personen den Befähigungsnachweis zur wissenschaftlichen Arbeit auf sicherheitspolitischem Gebiet.

  • Gründungsmitglieder (Okt. 1990): 33 Wissenschaftler der ehem. Militärakademie Dresden.
  • Mitgliederentwicklung: 39 (1991), 26 (1996), 22 (2001), 25 (2006), 27 (2011), 23 (2016).

Die DSS-Gründungsmitglieder aus der Militärakademie Dresden erhielten in der Folgezeit eine Ergänzung aus anderen Wissenschaftsdisziplinen und -standorten in ganz Deutschland. Mitglieder der DSS e. V. wirkten vordem in folgenden Einrichtungen: Militärpolitische Hochschule (MPHS), Berlin-Grünau; Militärgeschichtliches Institut (MGI) / Militärgeschichtliches Forschungsamt (MGFA), Potsdam; Kommando der Volksmarine (Kdo. VM), Rostock; Führung des Militärbezirkes (MB V), Neubrandenburg; Offiziershochschule (OHS) LSK/LV, Kamenz; Offiziershochschule der Grenztruppen der DDR, Suhl; Verkehrshochschule Dresden; Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw), Hamburg.

Die Mitgliederversammlung tagte einmal jährlich im Dezember und ohne Gäste. Der Vorstand wurde von ihr für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Der Vorstand wählte aus seinen Reihen den Vorsitzenden, dessen zwei Stellvertreter und den Schatzmeister.

  • Vorstandsvorsitz: Rolf Lehmann (1990–2005), Wolfgang Scheler (ab 2005);
  • Schatzmeister: Werner Scholz, (ab 1992) Eberhardt Sturm, (ab 1997) Eberhard Haueis.

Die Mitgliederversammlung wählte drei Finanzrevisoren, die einmal jährlich über die Buch- und Kassenprüfung berichteten (im Dezember) sowie zusätzlich nach dem Kolloquium 2009 und zum Abschluss der Vereinstätigkeit und der Liquidation.

Hauptgegenstand der DSS-Studien und ÖffentlichkeitsarbeitBearbeiten

Im Zentrum der kritischen Auseinandersetzung standen folgende Gegenstände:[9]

  • die Militarisierung der Außen- und Sicherheitspolitik Deutschlands und der Europäischen Union (EU);
  • die Neuausrichtung der Bundeswehr auf Kampfeinsätze;
  • die neuen Weltordnungskriege der USA und der NATO;
  • das Kriegsgeschehen in bedeutenden Krisenregionen.

Einen wichtigen Studienbereich bildete:

  • die Analyse und Bewertung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik Russlands sowie
  • die Übersetzungstätigkeit für sicherheits- und militärpolitische Originaldokumente aus dem Russischen, um ein fachwissenschaftlich adäquates, deutschsprachiges Lese- und Studienmaterial bereitzustellen.

Immer wieder aufgegriffener Gegenstand von Studien war

  • die Theorie über Frieden, Krieg und Streitkräfte. Sie wurde als Erkenntnismittel für das Verstehen der sicherheitspolitischen Probleme in der Weltlage fruchtbar gemacht.

Eine Reihe von Studien sind veröffentlicht worden

  • zur historisch-kritischen Analyse und Bewertung des sicherheitspolitischen Denkens in der DDR und seines Umbruchs, vornehmlich an der Militärakademie der Nationalen Volksarmee.

Die Studien der DSS e. V. waren stets mit Aktivitäten in der Friedensbewegung verbunden, z. B.:

  • Gestaltung des jährlichen Dresdner Friedenssymposiums;
  • Moderation des jährlichen Podiums zum Weltfriedenstag;
  • Gestaltung und Organisation des Dresdner Symposiums Globale Friedensordnung;
  • Gestaltung des wissenschaftlichen Kolloquiums in den Jahren 2005 und 2009.

Abschluss der Vereinstätigkeit, wissenschaftlicher NachlassBearbeiten

Zeitgleich mit dem 25-jährigen Jubiläum der DSS e. V. ist die Tätigkeit des eingetragenen Vereins, mit amtlicher Bekanntmachung der Löschung im Bundesanzeiger vom 27. Januar 2017, beendet worden.

Im Verlauf und nach der Liquidation wurden für das Fortwirken mittels wissenschaftlicher Diskussion und für die fortdauernde Nutzung der wissenschaftlichen Arbeitsergebnisse folgende Möglichkeiten gesichert.

Die Schriftenreihe DSS-Arbeitspapiere (ISSN 1436-6010), Heft 4 bis 115 sowie 10 Hefte Teil-/Sonderausgaben (d. h. 120 Hefte in 25 Jahren) ist:

a) bereitgestellt als (Pflicht-)Druckexemplar:

b) gelistet in einem Blog online abrufbar, als Titelübersicht, mit Inhaltsverzeichnis;[10]

c) bereitgestellt, kostenfrei online abrufbar, für ausgewählte Hefte als E-Book im Sächsischen Dokumentenserver Qucosa (EFRE-Projekt bei der SLUB Dresden);[11]

d) angeboten als E-Book-on-demand, im WeltTrends – Shop, Wissenschaftsverlag Potsdam.[12]

Die Pflege des wissenschaftlichen Nachlasses der DSS e. V. ist Gegenstand der monatlichen Diskussionsforen, zu denen sich interessierte Wissenschaftler in der GbR Dresdener Gesprächskreis Sicherheitspolitik (DGKSP) seit Januar 2016 neunmal im Jahr treffen.

Für ehemalige DSS-Mitglieder, die weiterhin publizistisch aktiv sind, ermöglicht die Schriftenreihe DGKSP-Diskussionspapiere (ISSN 2627-3470) das Veröffentlichen als E-Book. Diese Publikationen sind kostenfrei online abrufbar im Sächsischen Dokumentenserver Qucosa (EFRE-Projekt bei der SLUB Dresden).[13]

Schriftenreihe DSS-ArbeitspapiereBearbeiten

Das Hauptaugenmerk war bereits zum Gründungszeitpunkt auf die Sicherstellung der publizistischen Tätigkeit der Mitglieder gerichtet. In Kontinuität zu den IWBS-Arbeitspapieren gelang schon ab Dezember 1990 die Herausgabe der DSS-Arbeitspapiere.

An den Publikationen der Schriftenreihe DSS-Arbeitspapiere (ISSN 1436-6010) haben rund 150 Autoren mitgewirkt.[14]

Die wissenschaftliche und sprachliche Redaktion sowie Druckvorbereitung, die Finanzierung, der postalische Vertrieb zu den individuellen und institutionellen Abnehmern geschahen in Eigenregie. Ein geringes Druckkostenentgelt und Versandkosten wurden eingefordert.

Zu den Beziehern der Schriftenreihe DSS-Arbeitspapiere gehörten:

In den zehn Jahren von 2005 bis 2015 wurden etwa 5.200 Exemplare versandt.

Kolloquium 2005 und 2009 im Rathaus DresdenBearbeiten

Kolloquium Philosophisches Denken über Krieg und FriedenBearbeiten

Das Kolloquium am 13. September 2005 im Rathaus Dresden (etwa 40 Teilnehmer) widmete sich dem Thema, das den Geist der Studiengemeinschaft bestimmte und mit dem der Jubilar Wolfgang Scheler in besonderer Weise verbunden war.

  • Thema: Philosophisches Denken über Krieg und Frieden. Umwälzende Einsichten an der Militärakademie und ihr Fortwirken in der Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik.
 
Tagungsort: Rathaus Dresden.
  • Veranstaltungsort: Ratssaal im Rathaus Dresden.
  • Autorenbeiträge: 9 Referenten der DSS, publiziert in: DSS-Arbeitspapiere, H. 76/2005.

Kolloquium Militärakademie „Friedrich EngelsBearbeiten

Das Kolloquium am 10. Januar 2009, zum 50. Gründungstag der Militärakademie, gestaltete sich zu einem Höhepunkt im kritischen Rückblick auf ihre wissenschaftlichen Leistungen. Dies war die größte und aufwändigste DSS-Veranstaltung.

  • Thema: Militärakademie „Friedrich Engels“, Historisch-kritische Nachbetrachtung zum 50. Jahrestag ihrer Gründung.
  • Veranstaltungsort: Großer Festsaal im Rathaus Dresden.
  • Teilnehmer: mehr als 240 angemeldete Teilnehmer und geladene Gäste. Jedem Teilnehmer wurde die Dokumentation Militärakademie „Friedrich Engels“,1959–1990 (Demmer/Haueis)[16] (siehe Abb. unten, 2. v. re.) überreicht.
  • Organisationskomitee: in Dresden ansässige ehem. Offiziere; Leitung: Generalmajor Egon Gleau.
  • Inhaltliche Gestaltung: DSS e. V.; Moderation: Ernst Woit.
  • Referat und Korreferat: Militärhistoriker Paul Heider (DSS e. V.) und Rüdiger Wenzke (MGFA).
  • Diskussion: 7 DSS-Mitglieder, 2 Gäste, 1 Auslandsgast sowie 13 eingereichte Beiträge.
  • Publikationen: Dokumentation MAFE, 2008 (Demmer/Haueis, s. o.) sowie der Konferenzband DSS-Arbeitspapiere, H. 95, mit Geleitwort von Admiral Theodor Hoffmann.

DSS-VeranstaltungsjahrBearbeiten

DSS-Diskussionsforen – im Januar, März, April, Mai, OktoberBearbeiten

In den vier Monaten (Januar, März, April, Mai, Oktober) sind Diskussionsforen zu halbjährlich geplanten, breitgefächerten außen- und sicherheitspolitischen Themen durchgeführt, über eigene Publikationen debattiert sowie Streitgespräche im Rückblick auf die eigene Entwicklungsgeschichte geführt worden. Ein vorbereitetes Impulsreferat leitete die Diskussionsrunde ein. Ein Monat war der freien Themenwahl zu aktuellen politischen Ereignissen vorbehalten. Weiterführende thematische Erläuterungen sind in chronologischer Folge in den DSS-Arbeitspapiern, Heft 115/2015 zu finden.[17] Daneben wurden Fragen des Vereinslebens besprochen.

Veranstaltungsorte: Dresden, Gebäudekomplex August-Bebel-Straße, Untergeschoss Block A; Militärhistorisches Museum in Dresden; Haus am Wasaplatz, Dresden; Gästehaus der TU Dresden, Weberplatz.

Die Impulsbeiträge von diesen etwa 100 Veranstaltungen (1990–2016) gestalteten zur Hälfte die eingeladenen prominenten Gäste. Darunter waren (alphabetisch geordnet):

Dresdner Friedenssymposium – im FebruarBearbeiten

 
Tagungsort: Dresdner Volkshaus

Gemeinsam mit der Sächsischen Friedensinitiative Dresden e. V. gestaltete die DSS e. V. inhaltlich achtzehnmal das jährliche öffentliche Dresdner Friedenssymposium (1992 bis 2010) zu Themen der Friedensbewegung.

  • Veranstaltungsort: Großer Saal, Haus der Gewerkschaften (Dresdner Volkshaus).
  • Autorenbeiträge: 7 Referenten der DSS, 10 Gastreferenten (Berlin, Bremen, Hamburg, Kassel, München, Prag, Wien).
  • Die Gesamtdokumentation ist in 15 Heften der DSS-Arbeitspapiere publiziert.

Podium zum Weltfriedenstag – im SeptemberBearbeiten

 
Dreikönigskirche Dresden, Seiteneingang.

Gemeinsam mit der Sächsischen Friedensinitiative Dresden e. V. organisierte die DSS e. V. einundzwanzigmal das jährliche öffentliche Podiumsgespräch (1993 bis 2013) zu aktuellen Themen der Friedensbewegung.

  • Veranstaltungsort: Räume im Haus der Kirche (Dreikönigskirche), Dresden.
  • Moderatoren der DSS e. V.: Erich Hocke, Wolfgang Scheler, Rolf Lehmann;(ab 1997) Ernst Woit; (ab 2006) Wilfried Schreiber; (ab 2008) Horst Sylla.
  • Podiumsgäste: 1 MdEP, 4 MdB, 1 Botschafter a. D., 10 Stabsoffiziere und 2 Offiziere der Bundeswehr, 1 Militärdekan, 1 Pfarrer, 4 Wissenschaftler.

Einige Beiträge sind in den DSS-Arbeitspapieren publiziert.

 
Tagungsort: Kulturakademie Dresden, Bamberger Straße.

Dresdner Symposium Globale Friedensordnung – im NovemberBearbeiten

Die Projektgruppe „Globale Friedensordnung“, von Prof. Volker Bialas (München) gegründet, ist auf Initiative von Ernst Woit durch die DSS e. V. als 1. bis 18. Symposium „Für eine Globale Friedensordnung“ (1997–2014) weitergeführt worden.

  • Veranstaltungsort: Räume in der Kulturakademie Dresden, Bamberger Straße.
  • Themen waren:
    • Gesellschaftliches Naturverhältnis, Frage Krieg – Frieden;
    • Völkerrecht und Rechtsbewusstsein für eine globale Friedensordnung;
    • „Pax Americana“ oder gerechter Frieden;
    • Europäische Integration und der Frieden;
    • Militarismus und Antimilitarismus heute;
    • Die Weltwirtschaftskrise und der Frieden;
    • Der Aufstieg Chinas zur Weltmacht und die Chancen für eine globale Friedensordnung.
  • Autorenbeiträge: 9 Referenten der DSS, 12 Gastreferenten (Berlin, Bremen, Budapest, Greifswald, Leibnitz-Sozietät, Leipzig, München, Potsdam, Waltersdorf).
  • Die Gesamtdokumentation ist in 19 Heften der DSS-Arbeitspapiere publiziert.

Weitere Kontakte zur ÖffentlichkeitBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • DSS – Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik, Liste der Arbeitspapiere von 1990–2015, mit Inhaltsübersichten, in blog: Zeit – Gedanken.[18]
  • Für Entmilitarisierung der Sicherheit, 10, 20, 25 Jahre Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e.V., Sammelbände, in: DSS-Arbeitspapiere, H. 50/2001, 100/2010, 115/2015. Abrufbar URN: urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-209278
  • Wolfgang Scheler: Das Wirken der Studiengemeinschaft für einen Frieden in gemeinsamer Sicherheit, in: Entmilitarisierung der Sicherheit, 25 Jahre Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e. V., DSS-Arbeitspapiere, H. 115, Dresden 2015, S. 6–91. Abrufbar URN: urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-321465.
  • Friedensdenken und Friedensbewegung in Symbiose, Abschlussveranstaltung, Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik, Oktober 2015, DSS-Arbeitspapiere, H. [116], Dresden 2016, 46 S. Abrufbar URN: urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-327023

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik (Hrsg.): Gründungsbekanntmachung DSS e. V. Sächsische Zeitung. Dresden 21. Februar 1991.
  2. Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik (DSS) e. V.: Satzung (vom 16. Oktober 1990). DSS-Arbeitspapiere, Nr. 50, 2001, ISSN 1436-6010, S. 61 f. und Anlage 22.
  3. Max Schmidt: Friedensforschung in Zusammenarbeit mit der Militärakademie „Friedrich Engels“. In: Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e. V. (Hrsg.): Militärakademie „Friedrich Engels“, Historisch-kritische Nachbetrachtung zum 50. Jahrestag ihrer Gründung. DSS-Arbeitspapiere, Nr. 95, 2009, ISSN 1436-6010, S. 98 bis 116.
  4. Wolfgang Demmer, Eberhard Haueis: Militärakademie „Friedrich Engels“, 1959–1990. Eine Dokumentation. DSS-Arbeitspapiere, 95 (Sonderausgabe). Dresden 2008, S. 87.
  5. Wolfgang Scheler: Die Militärakademie in der demokratischen Revolution und Militärreform. In: Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e. V. (Hrsg.): Die Militärakademie in der demokratischen Revolution 1989/90, Aufbruch und Ende. DSS-Arbeitspapiere, Nr. 114, 2015, ISSN 1436-6010, S. 10–30.
  6. Militärpolitische Leitsätze der DDR (v. 28.02.1990). In: Entmilitarisierung der Sicherheit. 10 Jahre DSS e. V. DSS-Arbeitspapiere, Nr. 50, 2001, ISSN 1436-6010, S. 174 ff., Anlage 9.
  7. Rolf Lehmann: Wissenschaftler in Uniform vor neuen Herausforderungen. Erinnerungen an eine bewegte Zeit. In: Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e. V. (Hrsg.): Für Entmilitarisierung der Sicherheit. DSS-Arbeitspapiere, Nr. 100, 2010, ISSN 1436-6010, S. 20 ff.
  8. Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e. V. (Hrsg.): Satzung vom 16. Oktober 1990, geändert am 11. Dezember 2007. DSS-Arbeitspapiere, Nr. 100, 2010, ISSN 1436-6010, S. 267, Anlage 6.
  9. Wolfgang Scheler: Vorwort zur ersten Ausgabe von multipolar. In: WeltTrends e. V. / Freundeskreis der Zeitschrift multipolar (Hrsg.): multipolar – Zeitschrift für kritische Sicherheitsforschung. Nr. 1. WeltTrends – Potsdamer Wissenschaftsverlag, 2017, ISBN 978-3-945878-46-0, ISSN 2511-6363, S. 2.
  10. DSS – Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik. Liste der Publikationen von 1990 bis Gegenwart. In: Zeit – Gedanken blog. (zeitgedanken.blog).
  11. Schriftenreihe DSS-Arbeitspapiere. In: Katalog der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), in: EFRE-Projekt Sächsischer Dokumentenserver, Quality Content of Saxony (Qucosa). ISSN 1436-6010, urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-209278.
  12. WeltTrends Shop. In: DSS-Arbeitspapiere. Abgerufen am 17. Januar 2019.
  13. Schriftenreihe DGKSP-Diskussionspapiere. In: Katalog der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), in: EFRE-Projekt Sächsischer Dokumentenserver, Quality Content of Saxony (Qucosa). ISSN 2627-3470, urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-325519.
  14. Autoren der DSS-Arbeitspapiere. In: Entmilitarisierung der Sicherheit, 25 Jahre Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e. V. DSS-Arbeitspapiere, Nr. 115, 2015, ISSN 1436-6010, S. 241 ff., Anlage 4.
  15. Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e. V. (Hrsg.): Ständige Bezieher der DSS-Arbeitspapiere. DSS-Arbeitspapiere, Nr. 115, 2015, ISSN 1436-6010, S. 245, Anlage 5.
  16. Wolfgang Demmer, Eberhard Haueis: Militärakademie „Friedrich Engels“, 1959–1990. Eine Dokumentation. Hrsg.: Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e. V. DSS-Arbeitspapiere, 95 (Sonderausgabe), 2008, ISSN 1436-6010.
  17. Wolfgang Scheler: Das Wirken der Studiengemeinschaft für einen Frieden in gemeinsamer Sicherheit. In: Entmilitarisierung der Sicherheit, 25 Jahre Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik e. V. DSS-Arbeitspapiere, Nr. 115, 2015, ISSN 1436-6010, S. 6 bis 91.
  18. Dresdener Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik – Liste der Arbeitspapiere 1990–2015. In: Zeit – Gedanken. Abgerufen am 17. Januar 2019.