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Sicherheitspolitik

umfasst alle Überlegungen, Planungen und vertraglichen Regelungen, die dem Frieden dienen
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Die Sicherheitspolitik als ein Teilgebiet der Politik umfasst alle Überlegungen, Planungen und vertraglichen bzw. legislativen Gestaltungsprozesse von organisatorischen Einheiten auf (in Ausnahmefällen substaatlicher,) staatlicher und konföderativer Ebene bezüglich der interessengeleiteten Friedenserhaltung, Konfliktverhütung, Krisenbewältigung und Kriegsführung zwischen und gegenüber staatlichen, staatsähnlichen und nichtstaatlichen Akteuren.

Sie ist ein direkter Ausfluss der Außenpolitik, und damit interdependent zur Außenwirtschaftspolitik und den internationalen Kulturbeziehungen.

AbgrenzungBearbeiten

Sicherheitspolitik im eigentlichen Sinn umfasst regelmäßig nicht innenpolitische Fragen, kann sich auf Letztere im Rahmen eines erweiterten Sicherheitsbegriffs im Hinblick auf die sogenannte Vernetzte Sicherheit jedoch auswirken.

Nicht zu verwechseln ist der deutsche Begriff der Sicherheitspolitik mit folgenden Begriffen:

  • Der fachliche Terminus aus der wörtlichen Übersetzung des englischsprachigen Begriffes security policy lautet Sicherheitsrichtlinie und bezieht sich auf kodifizierte und standardisierte Handlungs- oder Verhaltensanweisungen einer organisatorischen Entität bezüglich der Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität ihr zugeordneter Systeme und Prozesse.
  • Der aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum übernommene und im Deutschen ebenfalls gebräuchliche Begriff der Security policy bezieht sich auf technische und inhaltliche Methoden der Prävention und Abwehr von Bedrohungen und Schäden der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Datenverarbeitungssystemen (siehe Informationssicherheit).
  • Der insbesondere in den Vereinigten Staaten von Amerika verwendete Begriff der Grand strategy benennt fokussierend die sicherheitspolitischen Aspekte der Außenpolitik von Nationen und Staatenbünden speziell im Hinblick auf die Vorbereitbarkeit, Ziel-Operationalisierung und Führbarkeit von Krieg.
  • Ebenso beschreiben die englischen Begriffe Military policy (vgl. dt. Verteidigungspolitik) bzw. Military strategy (dt. Militärstrategie) von jeweils noch stärker eingrenzenden Standpunkten aus, nämlich der militärisch planenden und exekutiven Perspektive, nur noch einzelne, abgeleitete Aspekte der Sicherheitspolitik.

ÄhnlichkeitenBearbeiten

Am ehesten kann das US-amerikanische Konzept der National security mit dem Begriff der Sicherheitspolitik verglichen werden, wenn sich auch die konkreten Ausprägungen des Ersteren enger damit verbinden, als dies bei dem deutschsprachigen Begriff der Fall ist.

InstitutionalisierungBearbeiten

Die Sicherheitspolitik ist ein Themengebiet des tagespolitischen Geschehens; sie ist Gegenstand der medialen Berichterstattung, des politischen Diskurses, der Forschung und der Bildung.

Als Betrachtungsstoff der Wissenschaft ist es besonderes in dem Sachgebiet der Internationalen Beziehungen, in der Friedens- und Konfliktforschung, in den Strategischen Studien und im Völkerrecht von Bedeutung. Der aktive Diskurs zum Thema findet traditionell in Fach-Printpublikationen, aber auch auf entsprechenden Plattformen des Internets statt.

Als allgemeinbildender Bildungsinhalt werden v. a. in der Sekundarstufe in den Fächern Gemeinschaftskunde, Geografie, Geschichte und Politik Aspekte der Sicherheitspolitik thematisiert. Im Bereich der Erwachsenenbildung wird sicherheitspolitisches Wissen über themenaffine Verbände und Vereine sowie staatliche Stellen weitergegeben.

Siehe auchBearbeiten

QuellenBearbeiten

BücherBearbeiten

ZeitschriftenBearbeiten

  • Herfried Münkler: Elemente einer neuen Sicherheitsarchitektur. In: IP – Internationale Politik. Heft 5/2007, S. 6–14. Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V., Berlin, 2007. ISSN 1430-175X

WeblinksBearbeiten

Nationales:

Übersichten und Forschung: