Die Miles M.13 Hobby war ein Rennflugzeug der britischen Herstellers Miles Aircraft.

M.13 Hobby
Hobby flying.png
Typ: experimentelles Rennflugzeug
Entwurfsland:

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

Hersteller:

Miles Aircraft

Erstflug:

4. September 1937

Stückzahl:

1

Entwicklung und KonstruktionBearbeiten

Die Hobby (dt.: Baumfalke),[1][2][3] die wie viele andere Flugzeuge des Konstrukteurs Frederick George Miles nach einem Raubvogel benannt wurde, war ein freitragender Tiefdecker, der von einem de Havilland Gipsy Major 2 mit einer Nennleistung von 145 PS (107 kW) und einem zweiblättrigen Verstellpropeller angetrieben wurde.[1] Die Maschine wurde zum einen als Rennflugzeug und zum anderen als Testflugzeug zur Erforschung der Aerodynamik entwickelt. Sie bestand vollständig aus Holz. Der Rahmen war aus Fichtenholz gefertigt und mit Birkenholz beplankt. Zusätzlich war die Oberfläche mit Stoff bespannt.[2] Besonders für einen Eindecker war es ungewöhnlich, dass die Spannweite geringer war als die Rumpflänge.[3] Lediglich das Seitenleitwerk war mit einem Hornausgleich versehen. Das Cockpit war hinter der Tragflächenhinterkante positioniert und verfügte über eine Windschutzscheibe und eine Haube aus Perspex.[3] Die Hobby war mit hydraulischen Landeklappen und hydraulischem Einziehfahrwerk ausgerüstet.[2] Die Hauptfahrwerksbeine waren fast mittig unter der jeweiligen Tragfläche angebracht und verliehen der Hobby ein große Spurweite. Im eingefahrenen Zustand wurde das Fahrwerk vollständig von an den Fahrwerksbeinen angebrachten Verkleidungen und zusätzlichen Verkleidungen an der Tragfläche abgedeckt. Am Heck war ein Sporn angebracht.

Dokumente der britischen Civil Aviation Authority zeigen, dass die Hobby am 26. April 1937 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen G-AFAW registriert wurde.[4] Sie wurde jedoch erst Anfang September desselben Jahres von Frederick Miles vom Flugplatz in Woodley aus geflogen.[1] Dieser Jungfernflug fand nur einige Tage vor der dem King’s Cup Race statt. Probleme mit dem neuartigen Einziehmechanismus des Fahrwerks führten dazu, dass die Maschine nicht rechtzeitig für die Qualifikationsrennen am 10. September einsatzbereit war. Sie konnte jedoch bei einem Vorführungsflug in Hatfield zum Finalrennen am 11. September gezeigt werden.[1] Nichtsdestotrotz wurde die Hobby von Miles Aircraft bis zum folgenden Frühjahr als Forschungsflugzeug eingesetzt. Im April 1938 wurde sie aus dem Register der CAA gelöscht und an das Royal Aircraft Establishment verkauft. Dort wurde das Flugzeug für Windkanaltests eingesetzt, da es aufgrund seiner geringen Spannweite gut in den Kanal passte.[2] So konnten die Messwerte der Flugtests mit denen der Windkanaltests direkt verglichen werden.

Technische DatenBearbeiten

 
Dreiseitenansicht
Kenngröße Daten
Besatzung 1
Länge 22,67 ft (6,91 m)
Spannweite 21,42 ft (6,53 m)
Höhe 8,42 ft (2,57 m)
Flügelfläche 78 ft² (7,25 )
Leermasse 1.140 lb (517 kg)
max. Startmasse 1.527 lb (693 kg)
Höchstgeschwindigkeit über 200 mph (322 km/h)
Triebwerke 1 × de Havilland Gipsy Major 2 mit 145 PS (107 kW)

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • A. J. Jackson: British Civil Aircraft 1919-59. Band 2. Putnam Publishing, London 1960 (englisch).
  • A. H. Lukins: The Book of Miles aircraft. Harborough, Leicester (englisch).

WeblinksBearbeiten

Commons: Miles Hobby – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d A. J. Jackson: British Civil Aircraft 1919-59. Band 2. Putnam Publishing, London 1960, S. 385 (englisch).
  2. a b c d A. H. Lukins: The Book of Miles aircraft. Harborough, Leicester, S. 48,49 (englisch).
  3. a b c A Proportional Departure. In: Flight International. Reed Business Information, 9. September 1937, S. 260 (englisch, archive.org).
  4. Registration Certificate G-AFAW. Civil Aviation Authority, 26. April 1937, abgerufen am 4. Mai 2020 (englisch).