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Michael Kokott

deutscher Chorleiter, Musikschullehrer und Kirchenmusiker
Michael Kokott 2017

Michael Kokott (* 15. Juni 1960 Duisburg[1]) ist ein deutscher Chorleiter, Musikschullehrer und Kirchenmusiker. Neben dem bekannten Kölner Jugendchor St. Stephan leitet er insgesamt rund zehn Chöre aller Generationen.[2]

LebenBearbeiten

Kokott ist das zweite von drei Kindern einer katholischen Familie und verbrachte seine Kindheit in Köln.[1] Seit seinem 10. Lebensjahr sang er im Kölner Kinderchor, mit dem er 1973[3] u. a. bei den Aufnahmen zum Titelsong der Sesamstraße, Der, die, das aufnahm.[4] Er erlernte Orgel- und Klavierspiel zunächst autodidaktisch und nahm erst seit seinem 15. Lebensjahr Musikunterricht, um sich auf eine Bewerbung an der Musikhochschule vorzubereiten.[1]

Er studierte zunächst neun Semester Schulmusik, schloss jedoch nach dem Staatsexamen ein Studium der Kirchenmusik an, weil ihm nach eigener Aussage die Chorleitung mehr ansprach als das Lehramt.[1] Bereits während seines ersten Studiums hatte er einen Jugendchor in Köln-Sülz geleitet. Danach sammelte er Erfahrungen in Chören unterschiedlicher Kirchengemeinden in Köln.

Als Kantor und Organist begann er seine Tätigkeit in der Pfarrei St. Stephan in Köln-Lindenthal. Seit 1985 leitete er den Kölner Jugendchor Sankt Stephan, der sich mit ihm und einem gemischten Repertoire zu einem der größten und erfolgreichsten Jugendchöre in Deutschland entwickelte[2]. Einen ersten Erfolg erzielte der Chor 1987 bei einem Auftritt anlässlich des Besuches von Johannes Paul II. bei der „Papstmesse“ im Müngersdorfer Stadion.[1] 1997 begann eine Zusammenarbeit mit den Bläck Fööss, die in über 100 gemeinsamen Auftritten im In- und Ausland mündete und das Repertoire auch um mundartliche Stücke erweiterte. An einem der bekanntesten Stücke der Band, dem Kölschen Stammbaum, waren sie ebenfalls beteiligt.[1]

Seit 1998 arbeitet er für die Rheinische Musikschule und gründete dort den Kinderchor Lucky Kids und den Seniorenchor SPÄTlese. Darüber hinaus leitet er einen Männerchor, den i-Chor der Rheinischen Musikschule Köln für Menschen mit und ohne Behinderung sowie seit 2016 den Jugendchor Grenzenlos, in dem u. a. Geflüchtete mitsingen.

Mit seinen Chören hatte er zahlreiche Auftritte im deutschen Fernsehen. Mit dem Kölner Jugendchor St. Stephan trug er einen Teil zur musikalischen Gestaltung des Weltjugendtags 2005 bei. Als musikalischer Leiter wirkt er bei Deutschlands größter Mitsingveranstaltung „Loss mer Weihnachtsleeder singe“ (32.000 Zuschauer bei der Premiere 2015, 44.000 Zuschauer 2016, 2017 und 2018) im Rheinenergiestadion Köln mit. Seit 1998 gibt er mit seinen Chören Konzerte in der Lanxess-Arena, Kölner Philharmonie, Oper Köln und im Musical Dome.

Zu den Charterfolgen von Unheilig So wie du warst (2012), Geboren um zu leben (2010) und Winter (2010), dem Chart-Hit Spinner (2010) der Hamburger Band Revolverheld, dem Chart-Hit Rennen+Stolpern (2013) der Band Jupiter Jones, der Köln-Hymne Liebe deine Stadt (2016) von Lukas Podolski und Liebe gewinnt (2017) von Brings steuerte er mit seinen Kölner Chören die Chorgesänge bei.

Kokott ist verheiratet und hat drei Töchter.[5]

AuftritteBearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f Michael Kokott. Radiobeitrag zur Person (59:21). In: domradio.de. domradio.de, 19. Mai 2015, abgerufen am 28. Mai 2017.
  2. a b Michael Kokott leitet Deutschlands wohl erfolgreichsten Jugendchor. In: nmz.de. 24. Januar 2009, abgerufen am 28. Juni 2017.
  3. Axel Hill: Leiter des Jugendchors St. Stephan: Vom Opa bekam ich die erste Orgel. In: express.de. DuMont Mediengruppe, 13. Juni 2010, abgerufen am 29. Juni 2017.
  4. Ulrike Süsser: Chor „Lucky Kids“ Ein Sänger-Casting der netten Art. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 29. Juni 2011, abgerufen am 28. Juni 2017.
  5. EXPRESSO Die Köln Kolumne: Gleich zweistimmig! Jugendchor-Chef ist Papa. In: Express. Köln 11. Dezember 2017, S. 25.