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Michael Hutchence

australischer Sänger der Rockband INXS
Michael Hutchence (1986)

Michael Kelland John Hutchence (* 22. Januar 1960 in Sydney, Australien; † 22. November 1997 ebenda) war ein Sänger der australischen Rockband INXS.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Als Michael vier Jahre alt war, zog er mit seinen Eltern Kelland und Patricia Hutchence, seinem damals zwei Jahre alten Bruder Rhett und der damals 15-jährigen Halbschwester Tina nach Hongkong. Anlass war, dass Kelland Hutchence dort eine Stelle bei einer großen australischen Handelsgesellschaft angenommen hatte.[1]

Die Eltern von Michael Hutchence wurden 1976 geschieden und lebte Michael danach zeitweise mit seiner Mutter und der Halbschwester Tina in Kalifornien, USA. 1977 zogen Patricia und Michael wieder zurück nach Sydney.[1]

Im Jahre 1968, als die Familie Hutchence noch in Hongkong lebte, suchte ein Spielzeughersteller nach der Stimme eines kleinen Jungen für das Tonband eines seiner Spielzeuge. Die Wahl fiel auf Michael Hutchence, der anschließend seinen ersten Song aufnahm und dessen Gesangskarriere damit im Alter von acht Jahren begann.[1]

Nachdem die Familie Hutchence 1972 von Hongkong nach Sydney zurückgekehrt war, gründete Michael Hutchence zusammen mit Andrew Farriss (Keyboard/Gitarre), Tim Farriss (Gitarre), Jon Farriss (Schlagzeug), Kirk Pengilly (Gitarre/Saxophon) und Garry Gary Beers (Bass) am 16. August 1977 – dem Todestag von Elvis Presley – die Band The Farriss Brothers, welche sich 1979 in INXS umbenannte.

Unter dem neuen Bandnamen spielte INXS erstmals am 1. September 1979 im australischen Toukley.[1]

Neben den musikalischen Erfolgen mit INXS seit Mitte der 1980er Jahre trat Hutchence auch in einigen kleineren Filmrollen auf.

Von 1989 bis 1991 war Hutchence mit der australischen Pop-Sängerin Kylie Minogue liiert, von 1991 bis 1994 lebte er mit dem dänischen Model Helena Christensen zusammen. Mit der Exfrau des irischen Musikers Bob Geldof, Paula Yates, hatte er ab 1995 eine Beziehung. Aus dieser Verbindung ging die Tochter Heavenly Hiraani Tiger Lily (* 22. Juli 1996) hervor; Bob Geldof erhielt für sie erst das Sorgerecht und adoptierte später das Mädchen.

Michael Hutchence wurde am 22. November 1997, kurz nach Veröffentlichung des INXS-Albums Elegantly Wasted, erhängt in einem Hotelzimmer im Ritz-Carlton in Sydney aufgefunden. Laut Aussage eines Gerichtsmediziners starb er durch Suizid.[2] Paula Yates widersprach jedoch dieser Darstellung.[3] Das auf 10 bis 20 Mio. AUD geschätzte Vermögen von Hutchence soll laut unbestätigten Pressemitteilungen nach dessen Tod spurlos verschwunden sein.[4]

Sein Suizid wurde von der Band U2, deren Leadsänger Bono mit ihm eng befreundet war, im Lied Stuck in a Moment You Can’t Get Out Of verarbeitet.

Michael Hutchence erinnert an den Doors-Leadsänger Jim Morrison, worüber Jacqueline Murray ein Buch geschrieben hat: „A Tale of Two Brothers: Jim Morrison & Michael Hutchence“. Siehe auch: „From Iggy Pop to Michael Hutchence: The rock stars influenced by Doors frontman Jim Morrison“.[5]

DiskografieBearbeiten

Solo
  • 1989: Max Q (mit Ollie Olsen)
  • 2000: Michael Hutchence (posthum)
mit INXS
  • 1980: INXS
  • 1981: Underneath the Colours
  • 1983: Shabooh Shoobah
  • 1984: The Swing
  • 1985: Listen Like Thieves
  • 1987: Kick
  • 1990: X
  • 1991: Live Baby Live
  • 1992: Welcome to Wherever You Are
  • 1993: Full Moon, Dirty Hearts
  • 1997: Elegantly Wasted

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

A Tale of Two Brothers: Jim Morrison & Michael Hutchence, Volume One and Two by Jacqueline Murray (englisch). First published by Author House, Bloomington/IN, USA, 4/5/2008, ISBN 978-1-43437-288-8

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Martina Uckermann: Michael Hutchence – „IN eXceSs“ bis in den Tod. Kölner News Journal, 8. Juli 2017, abgerufen am 1. September 2018.
  2. Ermittler enthüllen die letzten Stunden von Michael Hutchence. In: www.abendzeitung-muenchen.de. 16. Februar 2014, abgerufen am 24. August 2016.
  3. Tödliche Selbstbefriedigung - bis zu 100 Fälle pro Jahr. In: Spiegel Online. 7. Februar 2018, abgerufen am 9. Juni 2018.
  4. Hutchence millions kiss dirt, leaving family with zilch, in Sydney Morning Herald, 20. August 2005. (englisch)
  5. Johnny Sharp: From Iggy Pop to Michael Hutchence: The rock stars influenced by Doors frontman Jim Morrison. Daily Mirror, 8. Dezember 2013, abgerufen am 18. September 2018 (englisch).