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Mellach (Gemeinde Fernitz-Mellach)

ehemalige Gemeinde in Österreich

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Mellach liegt circa 15 km südlich der Landeshauptstadt Graz in der Oststeiermark an der Mur, im Grazer Becken.

OrtschaftsgliederungBearbeiten

Das Gebiet der Katastralgemeinde umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[3]):

  • Dillach (382) samt Aue, Dillachegg und Dillachhöhe
  • Enzelsdorf (294) samt Hölle und Vorstadt
  • Mellach (607) samt Enzelsberg, Mellachberg, Murberg und Vorstadt


GeschichteBearbeiten

Am 14. Februar 2006 wurde bei zwei aufgefundenen toten Schwänen der Erreger der Vogelgrippe H5N1, das Influenza-A-Virus H5N1, nachgewiesen, allerdings nicht in seiner für den Menschen gefährlichen Form.[4] Am 1. Jänner 2015 wurde Mellach mit der Gemeinde Fernitz zur neuen Gemeinde Fernitz-Mellach zusammengeschlossen.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 638
1880 626
1890 610
1900 600
1910 596
1923 672
1934 690
1939 638
1951 775
1961 695
1971 730
1981 779
1991 886
2001 1.004
2013 1.254

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Mellach liegt abseits der Hauptverkehrsstraßen. Da im Gemeindegebiet keine Brücken über die Mur vorhanden sind, führen Straßenverbindungen nur in die Nachbargemeinden Fernitz und Wildon. Die Pyhrn Autobahn (A 9) ist über die Anschlussstelle Kalsdorf (194) in etwa 8 km erreichbar, die Grazer Straße (B 67) Richtung Leibnitz über Wildon ebenfalls in circa 8 km.

Im Gebiet der Katastralgemeinde befindet sich kein Bahnhof. Der nächstgelegene Bahnhof in Kalsdorf ist circa 6 km entfernt und bietet Zugang zur Südbahn mit stündlichen Regionalzug-Verbindungen nach Graz und Leibnitz.

Der Flughafen Graz ist circa 8 Kilometer entfernt.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

 
Die Kraftwerke

Der Verbund betrieb im Gebiet von Mellach ein Öl/Gas-Kombikraftwerk, welches durch die integrierte Kraft-Wärme-Kopplung nicht nur Strom, sondern auch Wärme liefert und höchste ökologische Anforderungen erfüllt. 1996 wurde das Kraftwerk als sauberste und beste Anlage Europas mit dem Öko-Audit zertifiziert. 2007 wurde am selben Standort der Bau eines 850 MW starken Gas- und Dampfkraftwerk Mellach genehmigt, welches am 22. Juni 2012 offiziell vom Generalunternehmer Siemens an den Verbund übergeben wurde. Insgesamt werden damit rund 2 Millionen Tonnen CO2 emittiert, was den gesamten CO2-Ausstoß des Bundeslands Steiermark um rund 20 % erhöht.

Das Öl/Gas-Kraftwerk mit 175 m hohem, zweizügigem Schlot wurde im Sommer 2017 abgerissen, wofür in mehreren Wochen im Juli 2017 ein samt Ausgleichsgewichten 1000 t schwerer Raupenkran aufgebaut worden ist. Das nahe gelegene Steinkohlekraftwerk soll bis Ende 2020 stillgelegt werden. Das moderne Gasturbinen-Dampfturbinen-Kombikraftwerk wollte der Eigner Verbund verkaufen oder einmotten, hat jedoch im März 2017 entschieden es zu behalten und setzt es bedarfsflexibel untertags seit Mai 2017 ein.[5]

In der Nähe befindet sich außerdem das Mur-Wasserkraftwerk Mellach, ein Laufkraftwerk.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Letzter Bürgermeister der Gemeinde war bis zum 31. Dezember 2015 Johann Wagner von der ÖVP.

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat setzte sich nach den Wahlen von 2010 wie folgt zusammen:

Persönlichkeiten der ehemaligen GemeindeBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Maximilian Liebmann (* 1934), römisch-katholischer Theologe und Kirchenhistoriker, geboren im Ortsteil Dillach

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mellach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Land Steiermark: Endgültiger Bevölkerungsstand am 31.10.2013 (Memento des Originals vom 15. April 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.steiermark.at (Excel-Datei, 85 KB; abgerufen am 2. Mai 2015)
  2. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  4. http://www.salzburg.com/sn/nachrichten/artikel/1954644.html
  5. Manfred Neuper: Mellach spielt jetzt die Feuerwehr. Kleine Zeitung, Print 28. Juli 2017, S. 28 f.