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Meißner (Gemeinde)

hessische Gemeinde im Werra-Meißner-Kreis
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Meißner
Meißner (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Meißner hervorgehoben
Koordinaten: 51° 12′ N, 9° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 44,81 km2
Einwohner: 2998 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37290
Vorwahl: 05657
Kfz-Kennzeichen: ESW, WIZ
Gemeindeschlüssel: 06 6 36 008
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hinterweg 4
37290 Meißner
Website: www.gemeinde-meissner.de
Bürgermeister: Friedhelm Junghans (SPD)
Lage der Gemeinde Meißner im Werra-Meißner-Kreis
Werra-Meißner-KreisHessenSontraWaldkappelHessisch LichtenauGutsbezirk Kaufunger WaldGroßalmerodeBerkatalMeißnerNeu-EichenbergWitzenhausenHerleshausenRinggauWehretalWeißenbornEschwegeWanfriedMeinhardBad Sooden-AllendorfNiedersachsenThüringenLandkreis Hersfeld-RotenburgSchwalm-Eder-KreisLandkreis KasselKarte
Über dieses Bild

Meißner ist eine Gemeinde im Werra-Meißner-Kreis in Hessen.

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Meißner liegt am Krösselberg zwischen dem Hohen Meißner und dem Tal der Werra im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land (Werratal.Meißner.Kaufunger Wald), etwa 40 km südöstlich von Kassel. Im Gemeindegebiet befindet sich der überregional bekannte Frau-Holle-Teich.

NachbargemeindenBearbeiten

Meißner grenzt im Norden an die Gemeinde Berkatal, im Osten an die Stadt Eschwege, im Süden an die Gemeinde Wehretal und die Stadt Waldkappel, sowie im Westen an die Stadt Hessisch Lichtenau (alle im Werra-Meißner-Kreis).

GliederungBearbeiten

Die Gemeinde besteht aus den sieben Ortsteilen Abterode (Sitz der Gemeindeverwaltung), Alberode, Germerode, Vockerode, Weidenhausen, Wellingerode und Wolfterode.

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde Meißner entstand am 31. Dezember 1971 im Zuge der im Zuge der Gebietsreform in Hessen, durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Abterode, Alberode, Germerode, Vockerode, Weidenhausen und Wellingerode. Die Gemeinde Wolfterode kam am 1. Januar 1974 kraft Landesgesetz hinzu.[2][3]

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Der Bürgermeister wird in direkter Wahl für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt. Seit 2002 ist Friedhelm Junghans (SPD) Bürgermeister von Meißner.

GemeindevertretungBearbeiten

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Insgesamt 23 Sitze
  • SPD: 13
  • CDU: 6
  • ÜWG: 4
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 56,5 13 56,1 13 50,0 12 50,0 12
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 24,6 6 23,4 5 22,8 5 25,5 6
ÜWG Überparteiliche Wählergemeinschaft Meißner 18,9 4 20,5 5 27,2 6 24,5 5
Gesamt 100,0 23 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 67,0 67,9 69,5 72,8

WappenBearbeiten

Die Verwendung des derzeitigen Gemeindewappens hat die Gemeindevertretung der Gemeinde Meißner am 3. November 1997 beschlossen. Das Wappen wurde in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Staatsarchiv Marburg erarbeitet und hat folgende Bedeutung:

Da alle Ortsteile von Meißner einst zur Grafschaft Bilstein gehörten und das von den Grafen von Bilstein gestiftete Prämonstratenserinnenkloster Germerode dort über reichen Besitz verfügte, wurde ein Wappenentwurf gewählt, der diesen historischen Tatsachen Rechnung trägt. Das Wappen der Grafen von Bilstein ist durch Siegel aus dem 13. Jahrhundert bekannt. Es zeigt drei aufgerichtete Beile 2:1, wobei die beiden oberen Beile voneinander abgekehrt sind. Die Wappenfarben sind nicht überliefert. Ein Wappen des Prämonstratenserinnenklosters Germerode konnte nicht ermittelt werden. Da die Siegel des Klosters im 13. und 14. Jahrhundert stets die Heilige Jungfrau Maria als Schutzpatronin zeigen, wurde dieses heraldisch durch eine Lilie als Zeichen der Jungfräulichkeit mit einer Krone darüber als Symbol der Himmelskönigin wiedergegeben. Als Anspielung auf den Berg Meißner, der der Kommune auch den Namen gegeben hat, wurde in den Schildfuß des Wappens ein Dreiberg aufgenommen.


Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Jährlich am Wochenende nach Fronleichnam findet ein Country-Festival in dem Ortsteil Abterode statt. Am ersten Advent findet jedes Jahr um die Kirche herum der Weihnachtsmarkt statt.

LiteraturBearbeiten

  • Erich Hildebrand (Bearb.): Land an Werra und Meißner – Ein Heimatbuch. Bing-Verlag, Korbach 1983, mit Aufsätzen von 40 Autoren, 384 S., zahlr. Abb.
  • Udo Bernhardt, Dagmar Kluthe: Menschen zwischen Werra und Meißner. [großformatiger Bild- und Textband, 110 S.] Eschwege 1997

WeblinksBearbeiten

  Commons: Meißner (Gemeinde) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerungsstand am 31.12.2018 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Eschwege und Witzenhausen (GVBl. II 330-21) vom 28. September 1973. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 353, § 6 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,3 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 388–389.
  4. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006