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München Mord: Die Hölle bin ich

Film von Michael Gutmann (2014)

Die Hölle bin ich ist ein deutscher Fernsehfilm von Michael Gutmann aus dem Jahr 2014. Es handelt sich um die zweite Folge der Krimireihe München Mord mit Bernadette Heerwagen, Alexander Held und Marcus Mittermeier in den Hauptrollen.

Folge der Reihe München Mord
OriginaltitelDie Hölle bin ich
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Länge91 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
EinordnungFolge 2 (Liste)
Erstausstrahlung22. November 2014 auf ORF 2
Stab
RegieMichael Gutmann
DrehbuchAlexander Adolph
Eva Wehrum
ProduktionAndreas Schneppe
Sven Burgemeister
MusikStephan Massimo
KameraJan Fehse
SchnittMax Fey
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

In München wird die Immobilienmaklerin Julika Amsel in ihrer Eigentumswohnung tot aufgefunden. Es sieht zunächst alles nach einem unglücklichen Haushaltsunfall aus, weshalb das Team von Ludwig Schaller verständigt wurde. Dort angekommen treffen die Ermittler Neuhauser und Flierl auf den Bruder des Opfers, der fest davon überzeugt ist, dass seine Schwester ermordet wurde. Nach Prüfung der Sachlage hegen auch die Ermittler Zweifel an einem Unfall. Die Lebensumstände der jungen Frau geben Rätsel auf, denn niemand scheint sie in den vierzehn Tagen seit ihrem Ableben vermisst zu haben. Ihren Festnetzanschluss hatte sie abgemeldet, Fotos von Freunden existieren nicht und auch ihr Maklerbüro wirkt ähnlich steril. Für Schaller ist auffällig, dass Julika Amsel sich die Wohnung im luxuriösen Glockenbachviertel Münchens so einfach leisten konnte. Er ist davon überzeugt, dass derjenige, der ihr das Geld für den Kauf gegeben hat, auch für ihren Tod verantwortlich ist.

Janosch Amsel geht die Suche nach dem vermeintlichen Mörder seiner Schwester zu langsam und so nimmt er die Sache in die eigenen Hände. Dabei geht er unzimperlich mit den Leuten um, von denen er meint, etwas erfahren zu können. Einer dieser Männer stirbt an den Folgen der Misshandlungen.

Die Ermittler folgen indessen einer Spur zu einem Pornolokal, wo Julika Amsel vor ihrer Zeit als Maklerin gearbeitet hatte und welches vor einigen Jahren abgebrannt ist. Der Besitzer war seinerzeit Johannes Dengler, von dem sie auch ihre Wohnung gekauft hatte. Die Kommissare bemerken schnell, dass Janosch Amsel dabei ist, den Rächer zu spielen. Nach ihren Recherchen ist er unheilbar an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt und hat somit nichts mehr zu verlieren. Beim Versuch Amsel zu stoppen, muss Neuhauser feststellen, dass bereits jemand Amsel in dessen Wohnung auflauert. In Notwehr muss der Kommissar auf den Unbekannten schießen und trifft ihn tödlich.

Angelika Flierl hat herausgefunden, dass Johannes Dengler von Julika Amsel erpresst wurde, weil sie von der Brandstiftung an seinem Lokal wusste. Er hatte deshalb einen Killer auf sie angesetzt, so wie anschließend auch auf ihren unbequemen Bruder. Da Dengler kurz davor ist, sich ins Ausland abzusetzen, versucht sie ihn aufzuhalten und fährt zu seinem Haus. Dort erscheint plötzlich Janosch Amsel und droht Dengler und seine Frau zu erschießen, wenn sie nicht den Mord an seiner Schwester gestehen. Gerade als Flierls Kollegen zu ihrer Verstärkung eintreffen, gelingt es ihr, Amsel zu überwältigen. Ein Geständnis hat sie nun zwar nicht erhalten, aber sie ist davon überzeugt, dass bei intensiver Recherche genug Belastungsmaterial gegen Dengler gefunden werden wird.

RezeptionBearbeiten

EinschaltquotenBearbeiten

Im Vergleich zur ersten Folge musste das ZDF deutliche Verluste hinnehmen. Bei der Erstausstrahlung im ZDF am 29. November 2014 schalteten nur 5,12 Millionen Zuschauer ein, was einen Marktanteil von 16,9 Prozent entspricht. Von den 14- bis 49-Jährigen schauten 0,88 Millionen Menschen, also etwa 8,6 Prozent, die Folge.[2]

KritikenBearbeiten

Rainer Tittelbach von tittelbach.tv zieht folgendes Urteil zu dieser Folge: „Ein rachsüchtiger Krimineller übernimmt die Arbeit der Polizei. Die Charaktere machen ihrem bisherigen Image als Kommissarin ohne Selbstvertrauen, als Casanova-Cop und als ‚Psycho‘ alle Ehre, die Handlung ist noch ein bisschen dringlicher und die Inszenierung packender als bei ‚Wir sind die Neuen‘. Das Ernsthafte mit dem Lächerlichen kurzzuschließen, das Thema Angst mit spaßigen Momenten stimmig zu kombinieren […], gehört zu den großen Stärken der Reihe.“[3]

Kino.de wertete ähnlich: „Schon der Auftaktfilm […] der ZDF-Reihe […] war im Frühjahr 2014 durch den humorigen Grundton und das ausgesprochen unkonventionelle Ermittler-Trio angenehm aufgefallen. Der Nachfolgefilm setzt noch eins drauf. […] Der spannende Fall um eine dubiose Bruder-Schwester-Beziehung ist verpackt in eine veritable Krimi-Groteske zwischen Lachen und Schauder und mit jeder Menge Lokalkolorit.“[4]

Auszeichnungen und NominierungenBearbeiten

Alexander Held war im Rahmen der Bambi-Verleihung 2014 in der Kategorie Schauspieler National für seine Darstellung nominiert.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freigabebescheinigung für München Mord: Die Hölle bin ich. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Dezember 2014 (PDF; Prüf­nummer: 148 663 V).
  2. Primetime-Check: Samstag, 29. November 2014. Quotenmeter.de, 30. März 2017, abgerufen am 20. Oktober 2017.
  3. München Mord – Die Hölle bin ich - Kritik zum Film. tittelbach.tv, abgerufen am 21. Oktober 2017.
  4. Filmkritik bei kino.de, abgerufen am 14. November 2017.