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Liste der Seenotrettungseinheiten der DGzRS

Wikimedia-Liste
Rettungseinheiten der DGzRS in Niedersachsen und Bremen

Dot-yellow.svg Seenotrettungskreuzer der 46-Meter- und 36,5-Meter-Klasse
Green pog.svg Seenotrettungskreuzer der 28-Meter- und 27,5-Meter-Klasse
Red pog.svg Seenotrettungskreuzer der 23,3-Meter- bis 20-Meter-Klassen

Blue pog.svg Seenotrettungsboote
Rettungseinheiten der DGzRS in Schleswig-Holstein
Rettungseinheiten der DGzRS in Mecklenburg-Vorpommern

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) unterhält auf 54 Stationen in Nord- und Ostsee zurzeit 60 Rettungseinheiten, davon 20 Seenotrettungskreuzer (SRK/SK) und 40 Seenotrettungsboote (SRB). Da Bremen mit der DGzRS-Zentrale Heimathafen der Flotte ist, tragen alle Einheiten die Bremer Flagge als Gösch am Bug.

Der Begriff Seenotkreuzer bezeichnet die größeren Einheiten der 20- bis 46-Meter-Klasse. Alle diese Einheiten haben trotz unterschiedlicher Größe gemeinsame Merkmale. Am auffälligsten ist das in einer Heckwanne mitgeführte Tochterboot. Auch sind mit Ausnahme der Seenotrettungskreuzer der 20-Meter-Klasse alle Kreuzer so konstruiert, dass die Mannschaft während der 14-tägigen Wache an Bord leben und schlafen kann. Ferner existiert ein oberer Fahrstand, der einen möglichst guten Rundumblick gewähren soll. Die Schiffe können im Einsatzfall mehrere Tage lang autark auf See operieren. Die Seenotrettungskreuzer sind mit hauptberuflichen Seenotrettern besetzt, die Seenotrettungsboote hingegen werden von ehrenamtlichen Besatzungen gefahren. Boote dieser Klassen sind zwischen 6,8 und 10 Meter lang und verfügen an Bord über keinerlei Aufenthalts- oder Wohnbereiche. Zur Unterstützung der Seenotkreuzer oder bei kleineren Einsätzen kommen die kleinen und wendigeren Seenotrettungsboote zum Einsatz. Ihr typisches Revier sind die küstennahen Bereiche sowie das Wattenmeer und die Boddengebiete.

Inhaltsverzeichnis

Aktuelle FlotteBearbeiten

 
SK Hermann Marwede, einziger Kreuzer der 46-m-Klasse
 
SK Harro Koebke, einziger Kreuzer der 36,5-m-Klasse
 
SK Ernst Meier-Hedde, Typschiff der 28-m-Klasse
 
SK Arkona, Kreuzer der 27,5-m-Klasse
 
SK Vormann Jantzen, ein Kreuzer der 23,3-m-Klasse
 
SK Theo Fischer, ein Kreuzer der 23,1-m-Klasse
 
SK Eiswette, Typschiff der 20-m-Klasse
 
SRB Neuharlingersiel, ein Seenotrettungsboot der 9,50-m-Klasse
 
SRB 76, Prototyp der 8,9-m-Klasse
 
SRB Günther Schöps, ein Rettungsboot der 8,5-m-Klasse
 
SRB Hecht, ein Boddenboot
 
Festrumpfschlauchboot Dora

Zurzeit unterhält die DGzRS Einheiten aus elf verschiedenen Typen, davon sieben Kreuzertypen und vier Bootstypen.

SeenotkreuzerBearbeiten

Diese Einheiten sind dauernd besetzt und rund um die Uhr sofort einsatzbereit. In den Karten oben sind sie mit gelben, grünen und roten Punkten eingezeichnet.

Seenotrettungskreuzer der 46-m-Klasse
Hermann Marwede
Station Helgoland
Seenotrettungskreuzer der 36,5-m-Klasse
Harro Koebke
Station Sassnitz
Seenotrettungskreuzer der 28-m-Klasse
Ernst Meier-Hedde
Station Amrum
Berlin
Station Laboe
Anneliese Kramer
Station Cuxhaven
Seenotrettungskreuzer der 27,5-m-Klasse
Alfried Krupp
Station Borkum
Arkona*
Station Warnemünde
Bremen*
Station Großenbrode

* Abweichende Länge: 28,2 Meter

Seenotrettungskreuzer der 23,3-m-Klasse
Nis Randers
Station Maasholm
Vormann Jantzen
Reservekreuzer
Hannes Glogner
Reservekreuzer
Seenotrettungskreuzer der 23,1-m-Klasse
Hermann Rudolf Meyer
Station Bremerhaven
Hans Hackmack
Station Grömitz
Theo Fischer
Station Darßer Ort
Bernhard Gruben
Station Hooksiel
Seenotrettungskreuzer der 20-m-Klasse
Eiswette
Station Nordstrand
Eugen
Station Norderney
Theodor Storm
Station Büsum
Pidder Lüng
Station List/Sylt
Berthold Beitz
Station Greifswalder Oie
SK 39
im Bau für Station Olpenitz

SeenotrettungsbooteBearbeiten

Diese Einheiten werden im Alarmierungsfall von freiwilligen Besatzungen aus der Umgebung bemannt. Die Stationen sind in den Karten mit blauen Punkten markiert.

Seenotrettungsboote der 9,5/10,1-m-Klasse
Hans Ingwersen
Station Travemünde
Emil Zimmermann
Station Puttgarden
Neuharlingersiel
Station Neuharlingersiel
Heiligenhafen
Station Heiligenhafen
Casper Otten
Station Lauterbach
Gillis Gullbransson
Station Brunsbüttel
Wilma Sikorski
Station Norddeich
Werner Kuntze
Station Langballigau
Heinz Orth
Station Freest
Horst Heiner Kneten*
Station Hörnum
Konrad-Otto*
Station Kühlungsborn
Hertha Jeep
Station Stralsund
Kurt Hoffmann*
Station Glowe
Nausikaa*
Station Vitte/Hiddensee
Paul Neisse*
Station Eiderdamm
Eckernförde
Station Eckernförde
Elli Hoffmann-Röser
Station Baltrum
Woltera
Station Lippe
Walter Rose
Station Schilksee
Henrich Wuppesahl*
Station Neustadt
Hans Dittmer*
Station Juist
Secretarius*
Station Langeoog
Fritz Thieme*
Station Wangerooge
Nimanoa*
Station Damp
Wolfgang Wiese*
Station Timmendorf/Poel
SRB 71*
im Bau
SRB 72*
im Bau für SAR-Schule Neustadt
SRB 73*
im Bau für Kiel/Schilksee
SRB 74*
im Bau

* 10,1 Meter Länge

Seenotrettungsboote der 8,9-m-Klasse
SRB 76
Station Maasholm
Seenotrettungsboote der 8,5-m-Klasse
Gerhard ten Doornkaat
Station Ueckermünde
Dornbusch
Station Breege
Otto Behr
Station Wilhelmshaven
Stralsund
Station Prerow/Wieck
Hermann Onken
Station Fedderwardersiel
Jens Füerschipp
Station Gelting
Walter Merz
Station Schleswig
Crempe
Reserve
Baltrum
Station Horumersiel
Boddenboote der 7-m-Klasse
Zander
Station Zingst
Hecht
Station Zinnowitz
Barsch
Station Wustrow
Festrumpfschlauchboot der 6,8-m-Klasse
Dora
Station Ueckermünde

Ausgemusterte SeenotkreuzerBearbeiten

Die folgenden Seenotkreuzer wurden ausgemustert und einer anderen Verwendung zugeführt. Die Tabelle zeigt den letzten bekannten Verbleib.

 
John T. Essberger auf dem Weg ins Museum
 
H. H. Meier als Theodor Heuss im Deutschen Museum
Klasse Name Letzte Station Ausmusterung Verbleib
27,5 m Vormann Steffens Hooksiel Dezember 2017 Rostock
27,5 m Hermann Helms Cuxhaven Juni 2017 Wilhelmshaven
27,5 m Berlin Laboe Februar 2017 Schweden
23,3 m Vormann Leiss Amrum (Wittdün) Mai 2015 Norwegen
23,3 m Minden List auf Sylt November 2013 Wilhelmshaven
44 m Wilhelm Kaisen Sassnitz Mai 2012 im Mai 2017 in Mumbai verschrottet[1]
44 m John T. Essberger Großenbrode / Seeposition Fehmarn Mai 2011 Technik-Museum Speyer
23,3 m Fritz Behrens Reservekreuzer März 2009 Versorgungsschiff, Duisburg
23,3 m Eiswette Amrum November 2008 Kamerun, Thibaud 1[2]
17 m Paul Denker SAR-Schule Neustadt in Holstein Juni 2005 Focke-Museum Bremen
19 m H.-J. Kratschke Eiderdamm Oktober 2003 DGzRS-Zentrale Bremen
19 m Hans Lüken Reservekreuzer Juli 2002 Deutsches Schifffahrtsmuseum Bremerhaven
19 m Otto Schülke Norderney April 1997 2017 Norwegen[3]
19 m G. Kuchenbecker Darßer Ort April 1997 Copenhagen Suborbitals, M/V Vostok[4], Dänemark (2015)
26 m Arwed Emminghaus Grömitz Januar 1993 2013 Museumsschiff Burgstaaken[5]
26 m Adolph Bermpohl List auf Sylt Mai 1989 2001 verschrottet
44 m Hermann Ritter Seeposition Deutsche Bucht November 1988 2005 verschrottet
26 m Georg Breusing Borkum Juli 1988 Museumsschiff Emden
23 m H. H. Meier Reservekreuzer März 1987 Deutsches Museum, München
23 m Hamburg Grömitz Oktober 1985 2017: Niederlande
23 m Theodor Heuss Laboe Juni 1985 2013 privat, Kiel, THeuss
23 m Ruhr-Stahl Amrum Mai 1985 Uruguay
Hermann Apelt Helgoland Oktober 1965 privat, Holland
Bremen Amrum Mai 1965 Hafenmuseum SpeicherXI, Museumshafen Vegesack

LiteraturBearbeiten

  Wikisource: Deutsche Rettungsstationen – H. v. C., mit Illustration, in Die Gartenlaube (1867), Heft 17, S. 268–270.
  Wikisource: Ein deutsches Normal-Rettungsboot – in Die Gartenlaube (1868), Heft 32, S. 501–512.
  Wikisource: Das Rettungswesen an der deutschen Küste – von Ferdinand Lindner, in Die Gartenlaube (1880), Heft 4, S. 60–64.
  • Anne-Katrin Wehrmann: Lebensretter planen Notfall-Leitstelle für Unfälle in Offshore-Windparks. In: Hansa Heft 3/2012, S. 96/98, Schiffahrts-Verlag Hansa, Hamburg 2012, ISSN 0017-7504.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten