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Liste der Kulturdenkmale in Eilenburg

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Stadtwappen

Die Liste der Kulturdenkmale in Eilenburg enthält die Kulturdenkmale in Eilenburg.[Anm. 1]

Der zweite Teil der Liste beinhaltet die vom Landesamt angegebenen Kulturdenkmale, die abgebrochen oder aus einem anderen Grund aus der Denkmalliste gestrichen wurden. Diese Liste ist nicht vollständig, da es auch Teilabrisse gab, die hier nicht berücksichtigt werden.

Die Stadt wird bei dieser Auflistung aufgegliedert in das Kernstadtgebiet Eilenburg und die Ortsteile Behlitz, Hainichen, Kospa, Pressen, Wedelwitz und Zschettgau.

Diese Liste ist eine Teilliste der Liste der Kulturdenkmale in Sachsen.

Inhaltsverzeichnis

LegendeBearbeiten

  • Bild: zeigt ein Bild des Kulturdenkmals und gegebenenfalls einen Link zu weiteren Fotos des Kulturdenkmals
  • Bezeichnung: Name, Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals
  • Lage: Straßenname und wenn vorhanden Hausnummer des Kulturdenkmals; Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link Karte führt zu verschiedenen Kartendarstellungen und nennt die Koordinaten des Kulturdenkmals.
  • Datierung: gibt das Jahr der Fertigstellung beziehungsweise das Datum der Erstnennung oder den Zeitraum der Errichtung an
  • Beschreibung: bauliche und geschichtliche Einzelheiten des Kulturdenkmals, vorzugsweise die Denkmaleigenschaften
  • ID: Die ID wird vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen vergeben.

EilenburgBearbeiten

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
 
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Mietvilla Am Anger 3
(Karte)
um 1910 Putzbau mit Fachwerkelementen, architektonisch anspruchsvolles Gebäude in repräsentativer Lage, baugeschichtlich von Bedeutung

eingeschossiges Gebäude in Mischbauweise und mit ausgebautem Dachgeschoss, Sockelzone in roten Klinkern, Erdgeschoss verputzt, Dachobergeschoss mit ornamentiertem Zierfachwerk gestaltet, besonders im Giebel, Erker und Wintergarten, Straßenfront mit fünfseitigem Standerker, Giebelzwickel und Dachseiten teilweise verschiefert (Dachpappenschiefer), originales Vordach mit Schriftzug Geh ein, geh aus, bleib Freund dem Haus, kleine Freitreppe, rückseitig Balkon in Holzkonstruktion, teilweise noch originale Holzfenster

08973294
 


 
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Wohnhaus in offener Bebauung Am Anger 13 um 1930 für Eilenburg seltenes Beispiel im Stil der Bauhausarchitektur, somit von besonderer baugeschichtlicher und kunstgeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau mit Flachdach und auskragender Traufe, Klinkersockel, nüchtern-sachliche Gliederung durch Wechsel von großen querrechteckigen Fenstern im Erdgeschoss und langen, schmalen liegenden Fenstern im Obergeschoss, teilweise über Eck, seitlicher Eingang mit Freitreppe, Treppenaufgang von Okuli und hohem Rechteckfenster beleuchtet, Südecke mit großer Terrasse und flachem Balkonaustritt im Obergeschoss, Putz vermutlich noch original

08973295
 


 
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Wohnhaus in offener Bebauung und seitliche Einfriedung Am Anger 15
(Karte)
um 1910 in besonders markanter Lage gelegenes Gebäude, Reformstil-Architektur, von baugeschichtlicher und platzbildprägender Bedeutung
  • zweigeschossiger Putzbau mit Walmdach (Biberschwanzkronendeckung), hohe Hechtgaupe, Sockel mit Putznutung, Gartenseite mit Eckarkaden und Terrasse, Südseite mit geschossübergreifendem Standerker, Fassadengliederung im Obergeschoss mit Fenstern in Rücklagen zwischen Pilastern mit Jugendstilkapitellen, im Erdgeschoss durch Putzgewände mit gerader Verdachung und tiefer gesetzten Brüstungsfeldern, eine Seite in Drillingsform und mit geschmiedeten Gittern in der Brüstung, an der Nordseite seitlich zum Obergeschoss führende Außentreppe
  • Einfriedung: mit originalem schmalem Eisengitter im Tor, südlich große Toranlage mit von Vasen bekrönten Pfeilern in Ziegelmauerwerk und Putznutung, Torgitter und seitlich ovales Gitter in originaler Schmiedearbeit
08973296
 


 
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Doppelwohnhaus in offener Bebauung Am Anger 20; 21
(Karte)
um 1915 zeittypischer Bau in straßenbildprägender Lage, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau, mehrfach gebrochenes Mansardwalmdach in Biberschwanzdeckung, Sockel teilweise in polygonalen Granitsteinen und Putz, Seitenrisalit mit Zwerchhaus und Balkon im Obergeschoss, Drillingsfenster am Eingangsbereich und im Obergeschoss, Einrahmung mittels gefaster Pfeiler und gerader Verdachung, Eckbetonung durch geputzte Quaderung, an der Südwestseite ebenfalls Mittelrisalit und Zwerchhaus, saniert (Sockelbereich nicht gut gelöst); 1908–1933 Freimaurerloge

08973298
 


 
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Wohnhaus in offener Bebauung Am Anger 24
(Karte)
um 1900 Putz-Klinker-Fassade, Zeugnis der gründerzeitlichen Wohnbebauung in weitgehend authentischer Erscheinung, baugeschichtliche Bedeutung

zweigeschossig, in Klinkermischbauweise, Mansarddach mit Biberschwanzdeckung (war ursprünglich vermutlich höher), Sockel: polygonaler Bruchstein und Putzfaschen um die Kellerfenster, Erdgeschoss verputzt, Putznutungen, Fenstersohlbänke mit Konsolen, gestufte Fensterverdachungen, Obergeschoss in roten Klinkern, geputzte, schräg angeschnittene Faschen, Sohlbänke mit Konsolen, Spiegelmotive in Fensterbrüstung, oberhalb der Fenster florale Motive und Muschelornament, darüber Segmentbögen in Klinker, Deutsches Band als Auflockerung der Fassaden, kräftig profiliertes Gurtgesims, Seitenrisalit mit Zwerchhaus und Okulus, Südwestfassade mit Mittelrisalit und Zwerchhaus, neue Fenster

08973297
 


 
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Bürgermeisterhaus (Villa) Am Anger 29
(Karte)
1916 große repräsentative Stadtvilla in markanter Lage, im Reformstil, Schenkung des Mühlenbesitzers Wilhelm Grune, von ortshistorischer und baugeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau mit ausgebautem Mansardwalmdach und weitauskragender Traufe, risalitförmig betonter Eingangsbereich mit erdgeschosshoher Pilasterrahmung, ionischen Doppelsäulen und Architrav mit Zahnschnitt, Sockelgeschoss mit Putznutung Fassade mit Jugendstildekorationen geschmückt, rückseitige Parkfront mit Standerker und Balkonen, Zustand neu saniert, Inschriften: Bürgermeisterhaus und Wilhelm-Grune-Schenkung. Das Haus sollte dem jeweiligen Ersten Bürgermeister als Wohnsitz zur Verfügung stehen. Einziger hier residierender Bürgermeister blieb – bis zur Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten 1933 – Alfred Belian, der selbst an der Gestaltung mitgewirkt hatte.

08973293
 


 
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Mietvilla Am Anger 30
(Karte)
um 1910 repräsentatives Gebäude im zeittypischen Reformstil, markante Lage, baugeschichtliche Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau mit Mansarddach (Biberschwanzdeckung), Vorderseite mit eingezogenem Balkon im Dachbereich, Sockel in rotem Klinker, überdachter Eingangsbereich mit Balkon, Obergeschoss mit Eckerker, umlaufendes Hauptgesimsband, Putzkartusche (Obstkorb mit Vögeln), Fenster mit geteiltem Oberlicht, saniert, Seitenrisalit mit eingezogenen Pilastern, rückseitig Standerker

08973300
 


 
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Villa Laaser (Villa, mit Garten, Einfriedung und Toreinfahrt) Am Anger 31
(Karte)
1911 straßenbildprägendes Gebäude direkt am Stadtpark gelegen, qualitätvolle Gestaltung, Reformstil-Architektur, erbaut für den Arzt Ernst Laaser (1863–1922), ortsgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung
  • zweigeschossiger Putzbau, geschwungenes Mansarddach (Biberschwanzdeckung), Westseite mit Ochsenauge im Zwerchhaus, Rundbogendachgauben, Frontseite mit Mittelrisalit (geschwungenes Pyramidendach), Ostseite hohes Zwerchhaus, rückseitig im Erdgeschoss geschlossene Veranda, im Obergeschoss als offener Balkon, Westseite Obergeschoss mit Bleiglasfenstern, rückseitig Treppenaufgang mit Pergola, Eingangsbereich portikusartig mit Rundbogenverdachung, im Sockelbereich des Gebäudes Putznutung, Gurtgesims, im Erdgeschoss des Mittelrisalits vertikale Schmuckbänder mit Spiegel-, Tier- und Pflanzenmotiven, Obergeschoss mit Fensterläden, Fenster mit geteiltem Oberlicht
  • Einfriedung: Putzpfeiler mit Kleinplastiken (Eule und Schlange haltende Putti), schmiedeeisernes Gitter und neuer roter Klinkersockel, erbaut für den Arzt Ernst Laaser (1863–1922)
08973299
 


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Bergfriedhof: Friedhofskapelle (mit Ausstattung), Friedhofsportal und Einfriedung eines Friedhofes (siehe auch Sachgesamtheit 09304867, Am Ehrenfriedhof) Am Ehrenfriedhof
(Karte)
bez. 1934 Kapelle auf dem Ehrenfriedhof mit einer qualitätvollen Architektur im expressionistischen Stil, von ortshistorischer Bedeutung
  • Friedhofskapelle, bezeichnet 1934 (Türschild): roter Klinkerbau mit Walmdach, rechteckförmiger Grundriss mit seitlichen Nebenräumen, längsseits je vier schmale, hohe Rechteckfenster in spitzbogenförmiger Umrahmung, Portal in abgestuftem hohem Spitzbogengewände aus dunkelroten Klinkern, im Zwickel (Bogenfeld) schlankes Kreuz in Klinker gemauert, dreistufige Freitreppe, Tür aus Holz im Fischgrätenmotiv, originale Türschilder mit Inschrift (Jahr / 1934), Nebenräume jeweils mit separatem Eingang und Portal, innen originale Ausstattung in qualitätvoller Klinkerarchitektur: Aufbahrungspodest vor einem vom Saal durch hohen Spitzbogen abgetrennten Raum, an der Stirnwand Altar mit neogotischem Spitzbogenfries in Klinkerformsteinen, Gebäude in originalem Zustand, leicht baufällig
  • Einfriedung: verputztes Ziegelmauerwerk mit bossierten Sandsteinpfeilern, hohes Spitzbogentor mit neuem schmiedeeisernem Gitter, Mauer, von Klinkersteinen abgedeckt, führt um das gesamte Friedhofsareal, Ziegelmauer, verputzt, mit spitz zulaufendem Abschluss
08973320
 


Sachgesamtheit Bergfriedhof, mit folgenden Einzeldenkmalen: Friedhofskapelle (mit Ausstattung), sowie Friedhofsportal und Einfriedung eines Friedhofes (siehe Einzeldenkmale 08973320, Am Ehrenfriedhof) sowie Friedhofsanlage (Gartendenkmal) mit separatem Ehrenfriedhof für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges Am Ehrenfriedhof
(Karte)
1902 Kapelle auf dem Ehrenfriedhof mit einer qualitätvollen Architektur im expressionistischen Stil, von ortshistorischer Bedeutung
  • Friedhofskapelle (bezeichnet 1934, Türschild Kapelle): roter Klinkerbau mit Walmdach, rechteckförmiger Grundriss mit seitlichen Nebenräumen, längsseits je vier schmale, hohe Rechteckfenster in spitzbogenförmiger Umrahmung, Portal in abgestuftem hohem Spitzbogengewände aus dunkelroten Klinkern, im Zwickel (Bogenfeld) schlankes Kreuz in Klinker gemauert, dreistufige Freitreppe, Tür aus Holz im Fischgrätenmotiv, originale Türschilder mit Inschrift (Jahr / 1934), Nebenräume jeweils mit separatem Eingang und Portal, innen originale Ausstattung in qualitätvoller Klinkerarchitektur: Aufbahrungspodest vor einem vom Saal durch hohen Spitzbogen abgetrennten Raum, an der Stirnwand Altar mit neogotischem Spitzbogenfries in Klinkerformsteinen, Gebäude in originalem Zustand, leicht baufällig
  • Einfriedung: verputztes Ziegelmauerwerk mit bossierten Sandsteinpfeilern, hohes Spitzbogentor mit neuem schmiedeeisernem Gitter, Mauer, von Klinkersteinen abgedeckt, führt um das gesamte Friedhofsareal, Ziegelmauer, verputzt, mit spitz zulaufendem Abschluss
09304867
 


 
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Gartenhaus Am Mühlgraben 16 (neben)
(Karte)
1806 barockes Gebäude (vermutlich Bestandteil einer ehemaligen Gärtnerei), mit weitgehend originaler Struktur und Erscheinung, von baugeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossig, verputzt, Mansarddach (Biberschwanzdeckung), hohes und schmales Gebäude, Putzgliederung nur mit Fensterfaschen und Sockelband, mehrfach profiliertes Traufgesims, Zustand saniert (Fenster und Tür neu), zur ehemaligen Gärtnerei Vörckel gehörend

08973263
 


 
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Fabrikanlage mit Verwaltungsgebäude (Anschrift: Ziegelstraße 2), Kohlenturm (Schlauchturm) mit Toranlage, Anbau (Sozialgebäude) sowie Wasserturm (Anschrift: Am Wasserturm 1) Am Wasserturm 1
(Karte)
um 1915 und später ortsbildprägende Anlage von technikgeschichtlicher und baugeschichtlicher Bedeutung. Als einer der frühesten Stahlbetonbauten in Sachsen ist der Wasserturm von hoher technik- und baugeschichtlicher Bedeutung. Er ist darüber hinaus ein wichtiges Zeugnis des ehemaligen Chemieproduktionsstandortes Eilenburg und ein bemerkenswertes ingenieurtechnisches Dokument des Bauens während des Ersten Weltkrieges.

Der Wasserturm auf dem Gelände der ehemaligen Celluloidfabrik in Eilenburg entstand in den Jahren 1915/16, als das Werk aufgrund der kriegsbedingt steigenden Produktion von Schießbaumwolle vergrößert wurde und diesbezüglich der Bedarf an Wasser zu Herstellungszwecken und als Feuerlöschreserve stieg. Er wurde nach einem Entwurf des Eilenburger Architekten Otto Lemke von der renommierten Stahlbetonbaufirma Dyckerhoff & Widmann gebaut und war zur damaligen Zeit einer der ersten und mit einer Höhe von 60 Metern auch größten in Eisenbeton gefertigten Türme. Über kreisrundem Grundriss (Durchmesser 14 Meter) bildet zunächst eine zweigeschossige, reich durchfensterte Sockelzone den Unterbau des Turmes, auf dem der Schaft aus acht Eisenbetonstützen aufragt, dessen nichttragende Wandfelder leicht zurückgesetzt sind und unterhalb des auskragenden Behältergeschosses in Segmentbögen abschließen. Das schmucklose Behältergeschoss wird im oberen Bereich von profilierten Gesimsen akzentuiert und von einem Kegeldach mit Laterne abgeschlossen. Die bemerkenswerte technische Ausstattung – zwei übereinander angeordnete Hochbehälter der Bauart Intze (Fassungsvermögen 1000 Kubikmeter und 500 Kubikmeter) – sowie weitere, nachträglich ergänzte Wasserbehälter wurden bei der Sanierung 2002/03 entfernt. Lediglich der im Sockelgeschoss angeordnete Tiefbehälter (500 Kubikmeter) wird noch als Löschwasserreservoir genutzt. Im Inneren führen bis unterhalb der ehemaligen Behälter Betontreppen, danach eine schmale, gußeiserne Wendeltreppe nach oben. Heute ist der Turm eines der letzten Zeugnisse der ehemaligen Celluloidfabrik und weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt Eilenburg. Er beherbergt Nisthilfen für Vögel und dient als Telekommunikationsstandort.

  • Verwaltungsgebäude: dreigeschossiger Putzbau, Walmdach (Kronendeckung) mit Dach- und Fledermausgauben, vorder- und rückseitig fünfachsiges Zwerchhaus, vorderseitig über einen Mittelrisalit, Erdgeschoss mit Putznutung, Eingangsbereich mit Vorbau (darüber Balkon), Fassade ist gegliedert durch Putzspiegel und Lisenen, rückwärtige Flügel schlichter gehalten, Fenster original, Türen teilweise neu, Innen: Eingangshalle im Stil der 1970er Jahre, original erhalten mit Wandverkleidung und Windfangtüren und Pförtnerloge, originales Treppenhaus mit Geländer (Holz), Stufen (Granit) und kräftiger, schwerer Kassettendecke (mit Stuckdekorationen), Kunststeinputz, Glasfenster mit Bleiglasdekorationen, Terrazzofußboden und Winfangtüren, Konferenzraum im zweiten Obergeschoss mit Holzpaneelen
  • Turbinenhalle: Putzbau, Gliederung durch Gurtgesims und abgetrepptes Traufgesims, Bogendach, an der Giebelseite fünfachsiges langgestrecktes Fensterfeld, das sich im Giebel in Segmentbogenform fortsetzt, originale Eingangstür mit schmiedeeisernen floralen Gittern, Innen: original eisernes Treppengeländer, Fliesen in der Halle erhalten, original Terrazzofußboden im Treppenhaus
  • Wasserturm: Putzbau, zweistufiger Sockelbereich mit Fenstern, Abtrennung durch Gurtgesimse, darüber zwischen Strebepfeilern langgestreckte Blindfelder mit Segmentbogenabschluss, anschließend Wasserbehälter, Abschluss mit Kegeldach und kleiner Laterne, in Nutzung (seit Sanierung 2002/03 nur noch Feuerlöschreservoir im unteren Bereich), Ausstattung später (zwischendurch Alkoholdestillation)
  • Kulturhaus/Sozialgebäude: zweigeschossiger Putzbau bestehend aus mehreren Gebäudeteilen, Satteldächer mit Kronendeckung, westlicher Anbau am Torbogen mit Walmdach, Hauptgebäude mit hohem Satteldach, das von der Straße zwei Achsen zurückgesetzt ist und dem zwei kleinere seitliche Satteldächer zur Fassade vorgelagert sind, Putzgliederung durch Pilaster, Putzspiegel, Gurtgesimse, überstehende Traufe, rückseitig repräsentativer, mit Rundbogen überdachter Eingang und Freitreppe, teilweise originale Fenster, leerstehend, innen im Saal viel umgebaut
  • Schlauchturm: Putzbau über fast quadratischem Grundriss, unterer zweigeschosshoher Gebäudeteil mit schmalen hochrechteckigen Fenstern, abschließender eingeschosshoher Gebäudeteil ruht auf Konsolen, Gliederung durch Pilaster, Pyramidendach (Kronendeckung) neu gedeckt, früher als Kohlenturm genutzt
  • Torbogen: ca. eine Achse tiefe Korbbogendurchfahrt, verputzt, im Inneren mit Pförtnerfenster, Satteldach mit Kronendeckung neu
  • Schrankenwärterhäuschen: Putzbau, Obergeschoss mit fast geschlossen umlaufender Fensterfront, kräftige Sohlbank, Pyramidendach mit Kugel als Abschluss

Kulturhaus, Turbinenhalle und Schrankenwärterhäuschen 2007 abgebrochen

08973374
 


 
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Wohnhaus in halboffener Bebauung August-Fritzsche-Straße 4
(Karte)
16. Jh. eines der ältesten Gebäude im Stadtkern, mit Sitznischenportal der Renaissancezeit, von baugeschichtlicher und städtebaulicher Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau mit Satteldach (Biberschwanzdeckung), Sitznischenportal mit profilierter Archivolte, Fensteröffnung original, abgestufte Traufe, neu verputzt

08973354
 


 
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Mietshaus in halboffener Bebauung und in Ecklage (Anschrift: Bahnhofstraße 6 und Schreckerstraße 1a) Bahnhofstraße 6
(Karte)
um 1955 anspruchsvolles Beispiel der Nachkriegsbebauung in markanter Ecklage, im Stil der Nationalen Bautradition, baugeschichtlich von Bedeutung

in Reihenhausbebauung dreigeschossiger Putzbau mit flachem, einseitigem Walmdach, Gliederung mittels risalitartiger Treppeneingangsbereiche mit zusammengefassten gerahmten Zwillingstreppenfenstern, Eckquaderungen und abgesetzten, hervortretenden Gewänden der Fenster und Türen, Obergeschoss mit Putzgliederung zwischen den Fenstern, Fenster und Türen neu, Zustand saniert

08973256
 


 
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Bahnhof mit Empfangsgebäude (Anschrift: Bahnhofstraße 21), weiterhin mit zwei Wassertürmen (Wasserturm West, Anschrift: Sydowstraße 6), zwei Stellwerken und zwei Brückenköpfe auf dem Bahngelände Bahnhofstraße 21
(Karte)
1870–1871 wichtige, im Ensemble erhaltene Zeugnisse der Verkehrsentwicklung der Stadt in qualitätvoller Architektur des Historismus an den Eisenbahnlinien Halle (Saale) Hbf – Torgau– [Falkenberg (Elster)–Guben] (Streckennummer 6345), von baugeschichtlicher und verkehrsgeschichtlicher Bedeutung
  • Zu den Wassertürmen: Die Wassertürme sind Teil des Eilenburger Bahnhofs und als solche Zeugnisse der Entwicklung Eilenburgs zum Verkehrsknotenpunkt zwischen Leipzig, Torgau, Wurzen und Pretzsch Ende des 19. Jahrhunderts. Ihnen kommt damit eine eisenbahngeschichtliche und technikgeschichtliche Bedeutung zu.
    • Der Wasserturm West wurde 1870/71 in Zusammenhang mit dem Bau des Bahnhofs Eilenburg an der Strecke Halle-Cottbus für die Wasserversorgung der Dampflokomotiven errichtet und dient heute als Wohnhaus. Es handelt sich um einen oktogonalen, roten Klinkerbau mit Natursteinsockel und Pyramidendach. Die Fassade wird von geschossübergreifenden Rücklagen, die von hohen Segmentbogenfenstern im Erdgeschoss und kleinen Segmentbogenzwillingsfenstern im Obergeschoss durchlichtet sind, gegliedert. Ein rautenförmiges Muster aus dunklen Klinkern ziert die Zone zwischen Erd- und Obergeschoss. Der obere Teil, der ehemals den stählernen Hängebodenbehälter für die Wasserversorgung enthielt, kragt leicht aus und ist mit dunklen Platten verkleidet. Insgesamt 16 schmucklose, hochrechteckige Fenster sorgen für eine gleichmäßige Belichtung.
    • Der Wasserturm Ost ist ebenfalls ein oktogonaler Klinkerbau. Sein zweigeschossiger Turmschaft wurde aus roten Klinkern gemauert, das Behältergeschoss oberhalb eines schmalen, leicht auskragenden Gesimses dagegen aus gelben Klinkern. Alle Wandflächen sind jeweils leicht zurückgesetzt, sodass der Eindruck einer Lisenengliederung entsteht. Das Dach ist als flaches Kegeldach ausgebildet.
  • Bahnhof Eilenburg, Wasserturm Ost, Wasserturm West, Fahrdienstleiter-Stellwerk Eilenburg West, Stellwerk Eilenburg Ost.
    • Empfangsgebäude: langgestrecktes Bahnhofsgebäude mit mehreren versetzten Gebäudeteilen in unterschiedlicher Traufhöhe, rote Klinkerbauweise mit flachem Walmdach im Schweizer Stil, Gliederung hauptsächlich mit hohen Segmentbogenfenstern im Erdgeschoss, Gurtgesims mit Deutschem Band, mit gelbem Klinkerformsteingesims abgesetzte, verputzte Traufzone, kleiner Risalit (Eingangsbereich) mit Rundbogenfenstern im Obergeschoss und neuem Vordach, großer Risalit mit drei hohen Rundbogenfenstern und vorgelagertem, auf kräftigen Konsolen liegendem Balkon im Obergeschoss und kleinen Rundbogenfenstern im Giebelgesims, östlicher, campanileartiger Turm mit schmalen, hohen Rundbogenfenstern in gemeinsamer Rücklage im 2. Obergeschoss, östlich davon Vorbau mit Wintergarten in Fachwerkkonstruktion, Innen: originale Holzdecke
    • Bahnsteigüberdachung: mit gusseisernen Säulen und Fachwerkkonstruktion
    • Brückenkopf: westlich im Bahnbetriebsgelände als Zyklopenmauerwerk in Granit mit Sandsteineckquaderung, einziger Pfeiler als Abschluss erhalten
    • Wasserturm West (Sydowstraße): roter Klinkerbau, Pyramidendach im Schweizer Stil und mit Kugelbekrönung, oktogonaler Grundriss, polygonaler Bruchsteinsockel, in den Seiten geschossübergreifende Rücklagen mit kleinen, blinden Segmentbogenzwillingsfenstern auf gemeinsamer, abgeschrägter Sohlbank im ersten Obergeschoss, Erdgeschoss mit hohen Segmentbogenfenstern, gegliedert mit Deutschem Band als Stockwerkgesims, Ornamentierung mit schwarzroten Klinkern im Rautenmotiv, der Abschnitt des eigentliche Wasserbehälter befindet sich auf kräftigem Klinkerkonsolgurtgesims und ist hervorgehoben mit kleinen Fenstern, ansonsten schmucklose Wandgestaltung, Tür original, Wasserstandsanzeiger außen original
    • Wasserturm Ost: einfache Klinkerarchitektur mit zweigeschossigem rotem Klinkersockel und eingeschossigem gelbem Klinkeraufbau, flaches Kegeldach im Schweizer Stil, Gliederung mit Ecklisenen und abgesetzten Kolossalblendarkaden, im Obergeschoss flach abgestuftes gerades Gesims
    • Fahrdienstleiter-Stellwerk Eilenburg West (Aw): qualitätvoller Klinkerbau, schmaler dreigeschossiger Hauptbau mit Flachdach auf breitem vorgelagertem Erdgeschossbau, auf Stahlträgern sitzender, über die Gleise geführter Riegel mit schmaler, umlaufender Fensterfront, von kräftig abgesetztem Kunststeingewände gerahmt, Fenster original, Hauptgebäude mit scharfkantig geschnittenen Rundbogenfenstern auf flacher abgesetzter Sohlbank, Drempel mit umlaufendem Zickzackfries, seitlicher Treppenaufgang mit rippenförmig abgesetztem Blendfeld aus glasierten Klinkersteinen, Fenster teilweise original, Schornsteinbau später
    • Stellwerk Eilenburg Ost: zweigeschossiger gelber Klinkerbau mit Kopfbau, Erker und Walmdach (Biberschwanzdeckung) im Schweizer Stil, Erdgeschoss massiv Klinker, Obergeschoss Fachwerk mit Klinkerausfachung, Gliederung mit roten Klinkern in Sockel, Bändern, Deutschem Band und Sohlbänken, Tür original, Fenster neu, teilweise neue Mauerflächen und zugesetzte Fenster
08973253
 


 
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Hotel Parkschloss (ehem.): Wohn- und Geschäftshaus in offener Bebauung, ehemaliges Hotel Bahnhofstraße 24
(Karte)
1895 historisierendes Klinkergebäude in städtebaulich markanter Lage, ortsentwicklungsgeschichtlich und baugeschichtlich bedeutsam

dreigeschossig, in Klinkermischbauweise, Mansarddach (Biberschwanzdeckung) mit oktogonalen Ecktürmchen (Pyramidendach) und segmentbogenförmigen hölzernen Dachgauben, Sockel teilweise Bruchstein, Erdgeschoss mit Putznutung, Eingangsbereich in Ädikulaform, stilisierte Löwenköpfe tragen als Konsolen den darüber befindlichen Erker (Vorhangbogenabschluss), Eckerker verputzt mit Vorhangbogenfenstern, zweites Obergeschoss Segmentbogenfenster, originale Fenster und Haustür, Ladeneinbau original, heute Asia Palast

08973230
 


 
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Wohnhaus in geschlossener Bebauung Bergstraße 9
(Karte)
um 1900, im Kern älter zur Vorstadtbebauung und älteren Ortsstruktur gehörend und somit erhaltenswert, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau, Mansarddach (Biberschwanzdeckung) mit Dachgauben (Holzgewände) und Zwerchhaus (ausgebautes Dachgeschoss), Sohlbankgesims im ersten Obergeschoss, weitauskragende Traufe, Sockel mit Keramikfliesen verblendet, alte Haustür, teilweise alte Fenster

08973311
 


 
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Wohnhaus in geschlossener Bebauung Bergstraße 10
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. schlichter Putzbau mit steilem Satteldach, aufgrund der Zugehörigkeit zu einem der letzten bewahrten, älteren Straßenzüge und seiner typischen Bauweise erhaltenswert, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossig, steiles Satteldach (Biberschwanzdeckung), Gebäude verputzt, profilierte Fenster- und Türgewände, Sohlbankgesims, saniert, Ladeneinbau vermutlich später

08973308
 


 
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Wohnhaus in geschlossener Bebauung Bergstraße 11
(Karte)
19. Jh. zur alten erhaltenen Vorstadtbebauung zählendes Gebäude mit authentischer Erscheinung, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau mit Satteldach, originale Fensteröffnungen zwischen verputztem Gurt- und Traufgesims, Fenster mit profilierten Gewänden, originale Holztür mit Oberlicht, kassettierte Türfelder und profilierte Gewände, Ladeneinbau erneuert, profilierte verputzte Rahmung, Eingangsstufen original aus Sandstein

08973314
 


 
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Wohnhaus in geschlossener Bebauung Bergstraße 12
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. typische Vorstadtbebauung und Bestandteil der älteren Ortsstruktur, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau mit Satteldach, originale Fensteröffnungen, neue Fenster und Tür, Sockel mit Keramikfliesen verblendet

08973315
 


 
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Wohnhaus in halboffener Bebauung Bergstraße 13
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. zum älteren Bestand zählendes Gebäude mit weitgehend originaler Bausubstanz, in typischer Bauweise der Vorstadt, ortsbildprägende und baugeschichtliche Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau mit einseitigem Krüppelwalmdach, traufständig, original sind profilierte Holztraufe, Holzgurtgesims und Fenstergewände aus Holz im ersten Obergeschoss, im Erdgeschoss Putzfaschen, Sohlbänke mit Schmuckfries

08973313
 


 
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Wohnhaus in halboffener Bebauung Bergstraße 18
(Karte)
Ende 19. Jh. straßenbildprägende zeittypische historisierende Putzfassade, von baugeschichtlicher Bedeutung

Mietshaus: zweigeschossiger Putzbau mit Satteldach, vierachsiger, leicht vorgesetzter Mittelrisalit mit Dreieckgiebel, Erdgeschoss mit Putznutung, Rundbogenfenster, im ersten Obergeschoss mit gerader Verdachung und profilierten Putzgewänden, Okulus im Giebel, seitlich kleine Mezzaninfenster (Zustand baufällig)

08973723
 


 
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Villa Anna (Mietvilla und Einfriedung) Bergstraße 19
(Karte)
Anfang 20. Jh. historisierende Klinkerfassade, qualitätvolles Gebäude mit straßenbildprägender Wirkung, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung
  • Mietvilla: dreigeschossig, Bruchsteinerdgeschoss, roter Klinkerbau, Satteldach, zwei Seitenrisalite mit Satteldach und Dreiecksgiebel, Eckbetonung in Form von geputzten Bossen, Fenster mit Pilasterrahmung und Dreiecksverdachung, Risalite sind durch Balkone verbunden, neue Holzfenster
  • Einfriedung: rote Klinkerpfeiler, schmiedeeiserner Zaun
08973731
 


 
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Gasthof Zum Rautenkranz (ehem.) (Wohnhaus in Ecklage und in offener Bebauung, ehemaliger Gasthof) Bergstraße 28
(Karte)
bez. 1743 barocker Putzbau, ortshistorisch bedeutsames Gebäude als ehemalige Ausspanne und Gasthof, zugleich baugeschichtlich interessant und ortsbildprägend

zweigeschossiger Putzbau mit Krüppelwalmdach und Fledermausgaupen, neu saniert, über der Tür bezeichnet 1743 im reliefierten Kranz mit Drapierung und Schriftband

08973316
 


 
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Wohnhaus in ursprünglich offener Bebauung Bergstraße 29
(Karte)
bez. 1903 mit Laden, anspruchsvolle Architekturfassade der spätgründerzeitlichen Wohnbebauung, baugeschichtlich von Bedeutung

bezeichnet 1903 in der Giebelspitze, zweigeschossiger Klinkerbau auf Granitsockel mit Satteldach, breiter Mittelrisalit mit ausgebautem Dachgeschoss, Gliederung mit Eckquaderung, profilierten Gesimsen, Konsoltraufgesims, stark plastisch gestaltete Fenstergewände mit geraden Dreieckgiebelverdachungen (darin Engelsköpfe), saniert

08973317
 


 
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Wohnhaus Brauereibesitzer Landsperger (ehem.) (Mietshaus in offener Bebauung) Bergstraße 72
(Karte)
um 1895 typischer Gründerzeitbau mit qualitätvoller Fassadengestaltung, Ausdruck des wirtschaftlichen Aufschwungs vor der Jahrhundertwende des Eilenburger Brauereiunternehmens Landsperger vor 1900, von straßenbildprägender Bedeutung

dreigeschossiger Ziegelbau mit Satteldach, verputzt, auf Granitsteinsockel, Erdgeschoss mit Putzquaderung, Obergeschosse mit Glattputz, reiche plastische Gliederung mit Zahnschnittgurtgesims und Konsoltraufgesims mit floralem Fries (Palmetten und Akanthus), Fensterrahmungen mit gerader profilierter Verdachung, im ersten Obergeschoss mit Pilastern und profilierten Gewänden, im zweiten Obergeschoss unterhalb der Verdachung mit floralem Fries (Palmettenfries), originales Türportal mit korinthischen Pilastern und auskragender gerader Verdachung, Westseite und Hofseite neu saniert (verputzt), Fassade unsaniert, Fenster neu, im Erdgeschoss verkleinert

08973301
 


 
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Mietshaus in geschlossener Bebauung Bergstraße 77
(Karte)
Ende 19. Jh. zeittypische Klinkerfassade, Gründerzeitbau mit straßenbildprägender Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung

dreigeschossiger Klinkerbau mit Satteldach, (Gaupen neu), Granitsteinsockel, Gewände von Fenstern und Türen aus Betonstein (mehrfach profiliert), Dreieckgiebelverdachungen in den Obergeschossen, Brüstungsfelder im ersten Obergeschoss, Tür original (außer Oberlicht), Fenster neu, saniert

08973305
 


 
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Portal (mit Tür) eines Wohnhauses Bergstraße 79
(Karte)
Mitte 19. Jh. Holzportal in originaler Erscheinung, von baugeschichtlicher Bedeutung

Portal: originales Holzportal mit leicht profiliertem Gewände, geteiltem Oberlicht, kräftiger Kämpferleiste und profilierten Rahmungen der Kassettenfelder, Beschlag und Griff neu

08973724
 


Wohnhaus in halboffener Bebauung Bergstraße 81
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. als Geburtshaus des Naturwissenschaftlers Karl August Möbius (1825–1908) von ortsgeschichtlicher Relevanz

zweigeschossiger Putzbau, Satteldach (Biberschwanzdeckung) neu, Sohlbankgesims im ersten Obergeschoss, profilierte Fensterfaschen im 1. Obergeschoss, hölzerne abgetreppte Traufe (neu), neue Haustür, neue Fenster (mit Sprossung), Gebäude ist saniert

08973309
 


Gasthof Brauner Bär (ehem.) (Ehemaliger Gasthof (zwei Anschriften: Bergstraße 82 und Maxim-Gorki-Platz 8)) Bergstraße 82
(Karte)
wohl Anfang 16. Jh. im Kern architektonisch anspruchsvolles Gebäude, im 16. Jahrhundert angeblich Unterkunft Martin Luthers, von ortshistorischer und baugeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau mit Walmdach auf winkelförmigem Grundriss, teilweise Granitsockel, breite verschieferte Kastengaupen, im Erdgeschoss tiefer eingestellte Eingangsportale, mittleres Portal mit Korbbogenabschluss, seitliches mit geradem Sturz und einschwingenden Gewänden, beide mit kassettierten Türfeldern und Oberlicht, große querrechteckige Fenster original, im Obergeschoss hohe rechteckige Fenster, profilierte Gewände und Gesimsband bilden architektonische Gliederung, an der Ostseite langgestreckte Kastengaupe mit vier querrechteckigen Fenstern (original), Zustand sanierungsbedürftig (leerstehend), angeblich Unterkunft Luthers gewesen, jetziger Gasthof soll auf Gasthof von 1518 zurückgehen

08973306
 


 
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Mietshaus in Ecklage und in geschlossener Bebauung Bernhardistraße 11
(Karte)
um 1905 mit Laden, Putz-Klinker-Fassade mit Erkern, in markanter Ecklage befindlicher, historisierende Fassade mit Jugendstildekor, von städtebaulicher und baugeschichtlicher Bedeutung

viergeschossig, in Mischbauweise, mittlere Felder mit Klinker, ansonsten Kastenerker an der Ecke und seitlich polygonale Erker, geschwungene Giebel, Fensterumrahmungen mit aufwendigen Jugendstildekorationen gestaltet, neu saniert

08973268
 


 
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Mietshaus in halboffener Bebauung Bernhardistraße 11a
(Karte)
um 1905 historisierende Putz-Klinker-Fassade mit Jugendstildekor, von baugeschichtlicher Bedeutung

viergeschossig, Mischbauweise, Fensterumrahmungen teilweise mit aufwendigen Jugendstilputzdekorationen gestaltet, Fassade leicht verändert in der Gliederung (Seitenrisalitgiebel und Mittelachse), (Zustand saniert, Türen unpassend neu), Rückseite stark vereinfacht

08973269
 


 
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Wohnhaus in halboffener Bebauung Bernhardistraße 12
(Karte)
um 1905 historisierender Putzbau mit reichem, plastischem Jugendstilschmuck, von baugeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossig, verputzt, Satteldach, Zwerchhaus, Mittelrisalit mit geschweiftem Giebel, Eckerker oktogonal, (Kieselraunputz), Gliederungsgesimse (stark herauskragendes Gurtgesims) und reiche plastische Dekorationen im Mittelrisalit und in den Fensterumrahmungen aus rotem Kunststeinputz, teilweise rot angestrichen

08973266
 


Kath. Pfarrkirche St. Franziskus Xaverius: Kath. Kirche, daran angebautes Pfarrhaus mit Garagen-Zwischenbau und Einfriedung Bernhardistraße 21
(Karte)
1947–1950, in Teilen älter Saalkirche mit Westturm, im traditionalistischen Stil, von baugeschichtlicher und ortshistorischer Bedeutung
  • Saalkirche mit Westquerturm und nördlich anschließendem Garagenbau und Pfarrhaus, Hauptbau (Saal) mit Satteldach, Pfarrhaus und Turm mit geschultertem Walmdach, Gliederung des Baukörpers mittels hoher schmaler Rundbogenfenster im Schiff und kleineren im Turm, gerader Chorabschluss mit seitlichen hohen Rundbogenarkaden, Portal mit geschweiftem Giebel und stilisierter Quaderung, zwei Lampen rekonstruiert, Sockel aus Porphyrgranit neu verputzt
  • Pfarrhaus, verputzt, mit Walmdach und Gaupe, mittig Eingangsportal und Freitreppe, flankiert von Okuli, originale Bleiglasfenster
  • Einfriedung in Kniehöhe aus Porphyrgranitsteinen und Platten (Zustand neu saniert, Fenster, Putz und Granitstufen vor Eingang neu)

Der Turm stammt in Teilen noch von 1936. Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört (Kirchenbau von 1853/1854). Während vom Turm noch nennenswerte Teile standen, war vom Schiff lediglich eine Außenwand erhalten geblieben. Das heutige Gotteshaus geht in seinem Erscheinungsbild also auf den Wiederaufbau zwischen 1947 und 1949 nach Entwürfen von Johannes Reuter zurück. Die katholische Kirche St. Franz Xaver wurde 1950 geweiht.

08973264
 


 
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Emilienstift (ehem.) (Reihenhaus (mit vier Hausnummern) in offener Bebauung, mit zwei Inschrifttafeln) Degenkolbstraße 1; 1a; 1b; 1c
(Karte)
1862 als Armenhaus errichtet, sogenannte Emilien-Versorgungs-Anstalt, bedeutsames Gebäude von ortshistorischem und sozialgeschichtlichem Interesse

eingeschossiger verputzter Ziegelbau mit Satteldach, Mezzaningeschoss, Fenster und Tür nach originalem Vorbild erneuert, sanierter Zustand, ehem. für bedürftige Arbeiter der Firma Degenkolb errichtet, Inschrifttafel an östlicher Giebelseite mit Text: Emilien-Versorgungs-Anstalt, gegründet und dotiert vom Herrn Commerzienrath Degenkolb im Jahre 1848, schlechte Sanierung

08973270
 


 
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Bürgerschule (ehem.): Schule und Reste der Einfriedung an der Breitscheidstraße Dorotheenstraße 4
(Karte)
1887 Klinkerbau in typischer Gestaltung im Stil des Historismus, von baugeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung

dreigeschossig und Mezzanin, Klinkerbauweise, fünfachsiger Mittelrisalit mit seitlichen Eingängen und originalen Türen, Seitenrisalite mit Nischen und Rahmenfeldern, hohe Rundbogenfenster im zweiten Obergeschoss im Mittelteil, ansonsten Segmentbogenfenster, Gliederung mit Weißenfelser Sandstein in Eckrustika, Trauf- und Gurtgesims und in der Portalgestaltung, Innen: auf Konsolen aufsitzende Kreuzgratgewölbe fast durchgehend in Fluren und Treppenhaus, originale Treppenanlage mit Granitstufen und Eisengeländer, in der Aula originale Bleiglasfenster der 1950er Jahre mit bildlichen Darstellungen von Hans Sachs, Johann Wolfgang von Goethe, Pflug (Auferstanden aus Ruinen), Friedrich Schiller, Heinrich Heine, Türen ebenfalls aus dieser Zeit, Holzbalkendecke original aus der Entstehungszeit (saniert), eröffnet am 1887, 14. April oder am 1897, 14. April; Friedrich-Tschanter-Mittelschule

08973265
 


Infanterie-Kaserne Eilenburg (ehem.); heute Hort der Schule am Bürgergarten Dr.-Belian-Straße 1
(Karte)
1914–1915 (Kaserne) zeittypischer Putzbau, Gebäude mit enormer ortshistorischer und städtebaulicher Bedeutung

dreigeschossig, verputzt, Walmdach

09305650
 


 
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Infanterie-Kaserne Eilenburg (ehem.); heute Schule am Bürgergarten Dr.-Belian-Straße 2
(Karte)
1914–1915 (Kaserne) repräsentatives Gebäude mit enormer ortshistorischer und städtebaulicher Bedeutung

dreigeschossig, verputzt, Walmdach mit Schleppgauben, Biberschwanzdeckung, Seitenflügel mit einseitigem Satteldach, Putzgliederung durch stark genutete Lisenen, hofseitig Betonung der Seitenflügel durch Putzspiegel, zwischen 1. und 2. Obergeschoss verkröpftes Gurtgesims, Giebel der Seitenflügel mit profiliertem Traufgesims, Eingänge der Seitenflügel mit Pilasterrahmung und kräftiger Verdachung, rückseitig ausgebautes Dachgeschoss mit Zwerchhäusern und leicht abgesetztem Mittelrisalit, Eingangsbereich im rückseitigen Mittelrisalit eingefügt, Fassadengliederung durch farbig abgesetzte Lisenen (altrosa, champagnerfarbene Fassade), saniert, neue Fenster und Türen, rückseitig Eingangsbereich im Mittelrisalit eingefügt; Förderschule Schule am Bürgergarten im Block II der ehemaligen Kaserne (bis 1991). Architekt war der Stadtbaurat Otto Lemke.

08973234
 


 
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Infanterie-Kaserne Eilenburg (ehem.); heute Landratsamt Dr.-Belian-Straße 4
(Karte)
1914–1915 (Kaserne) repräsentatives Gebäude mit enormer städtebaulicher und ortsbildprägender Bedeutung

dreigeschossig, verputzt, Walmdach (Schleppgauben), Seitenflügel mit Satteldach (Biberschwanzdeckung), Putzgliederung durch stark genutete Lisenen, Betonung der Seitenflügel durch Putzspiegel, umlaufendes Gurtgesims, Giebel der Seitenflügel mit profiliertem Traufgesims, Eingänge in den Seitenflügeln mit Pilasterrahmung und kräftiger Verdachung, rückseitig ausgebautes Dachgeschoss mit Zwerchhäusern und leicht abgesetztem Mittelrisalit, Fassadengliederung durch farbig abgesetzte Lisenen (oliv, hellgrüne Fassade), saniert, neue Fenster und Türen; Landratsamt Nordsachsen im Block IV der ehemaligen Kaserne (bis 1991). Architekt war der Stadtbaurat Otto Lemke

08973233
 


 
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Franz-Abt-Denkmal Dr.-Külz-Ring
(Karte)
1913 zur Erinnerung an den in Eilenburg geborenen Komponisten Franz Abt (1819–1885), von ortshistorischer Bedeutung

Muschelkalkstele mit aufgesetzter Kupferplatte (Darstellung einer jungen Frau, eine Schriftrolle haltend, darüber Schriftzug Franz Abt) auf zweistufigem Kunststeinsockel mit eingravierten Lebensdaten (1819–1885), darüber Bronzebüste von Franz Abt von Victor Seifert

08973360
 


 
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Mietshaus in halboffener Bebauung Dr.-Külz-Ring 6
(Karte)
um 1900 typisches Beispiel der Bebauung der Jahrhundertwende um 1900 in Historismusformen, baugeschichtlich von Bedeutung

dreigeschossiger Putzbau mit Satteldach, nur eine Gaupe, Frontseite Mittelrisalit mit hohem geschwungenem Giebel, Gliederung durch Putzbänder, Gesimse (auskragend und profiliert), gerade profilierte Verdachungen und Fenstergewände aus Kunststein, Fenstergewände im Erdgeschoss geohrt und profiliert aus Betonstein, Ecke im Obergeschoss eingezogen

08973257
 


 
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Real-Gymnasium (ehem.) (Schule, Einfriedung und Kleinarchitektur (Blumenschale) vor der Schule) Dr.-Külz-Ring 9
(Karte)
1904–1906 Klinkerbau mit bewegter Dachlandschaft, bedeutendes Gebäude im Reform- und Jugendstil, Aula mit wertvollem Wandbild, stadtbildprägend, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung
  • Frei stehender, mächtiger Jugendstilbau mit historistischen Elementen auf abgewinkeltem Grundriss, Backsteinbau mit Risaliten und Schweifgiebeln gegliedert, Eckbetonung mit oktogonalem Turmgeschoss und hohem Dachreiter (Uhrturm), Giebelfläche verputzt und mit lisenenartiger Klinkergliederung gestaltet, Innen: Stuckdekoration erhalten (unterhalb der Treppe), originale Türen und originales Treppengeländer; Architekt war Stadtbaurat Otto Lemke
  • Aula: Wandbild von Schleibitz (Berliner Maler), 1907, Bittgottesdienst Martin Rinckarts darstellend und ein weiteres Gemälde mit Eilenburger Landschaft von Schleibitz, Holzbalkendecke original, Kleindenkmal auf Platz südlich vor Gymnasium, dreistufiger Aufbau einer Blumenschale in Betongussstein, mit dekorativen Elementen verziert (um 1910)
  • Einfriedung mit niedriger Klinkermauer und Torpfeilern mit Sandsteinbekrönungen

erbaut als Realgymnasium, seit 1960 Erweiterte Oberschule, 1979–1990 EOS Friedrich Engels, seit 1992 Martin-Rinckart-Gymnasium bis 2012, dann Volkshochschule

08973325
 


 
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Mietvilla und Einfriedung Dr.-Külz-Ring 10
(Karte)
um 1900 Klinkerfassade mit Fachwerk-Elementen, markanter und qualitätvoller Bau, von baugeschichtlicher Bedeutung

dreigeschossig, Klinkermischbauweise auf Granitsteinsockel, Krüppelwalmdach mit Zwerchhäusern im Schweizer Stil und Gaupen, rote Klinkerwandfläche, verputzte Gebäudeteile (Kastenerker, Treppenaufgang und Giebel) und Gliederungselemente (Eckquaderung und Gewände der Rundbogen- und Segmentbogenfenster), Drempel, Zwerchgiebel und Giebelseiten mit Zierfachwerk, Fensterumrahmungen reich plastisch gestaltet mit Bossen, Bändern, Ohrungen u. a., Zustand neu saniert

08973358
 


Mietshaus in halboffener Bebauung und Einfriedung Dr.-Külz-Ring 12
(Karte)
um 1910 architektonisch anspruchsvolles Gebäude in straßenbildprägender Lage, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung
  • Mietshaus: dreigeschossig mit hohem Mansardwalmdach (Biberschwanzdeckung) und ausgebautem Dachgeschoss, Gebäude verputzt, an der Giebelseite Seitenrisalit mit Lisenen bis Giebelhöhe und Girlandenschmuck unter ovalem Giebelfenster, Eingang im Seitenrisalit mit Vordach, straßenseitig Mittelrisalit, Zwerchhaus im Obergeschoss, Dachausbauten mit Zierfachwerk, ab ersten Obergeschoss Mittelrisalit in abgerundeter Form, dazwischen Kaffgesims, Fensterverdachungen des Mansardgeschosses teilweise von Konsolen getragen, original Treppengeländer zum Eingang, Balkongitter, Bleiglasfenster im Treppenhaus, innen: originale Holzgeländer und Terrazzofußboden, Haustür original
  • Einfriedung: Klinkerpfeiler mit Biberschwanzabdeckung, schmiedeeisernes Gitter
08973335
 


 
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Polizeiwache (Polizeigebäude in offener Bebauung) Dr.-Külz-Ring 17
(Karte)
um 1935 zeittypisches Gebäude in straßenbildprägender Lage, mit baugeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossig, einseitiges Krüppelwalmdach (Biberschwanzdeckung) mit Schleppgauben (in Fachwerk), Gebäude verputzt, Fensterfaschen vermutlich überstrichener Kunststein, neue Fenster in Kunststoff (historisierende Form), Eingangsbereiche (Türgewände mit Oberlicht) original

08973336
 


 
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Mietshaus in halboffener Bebauung Dr.-Külz-Ring 33
(Karte)
um 1900 Klinkerfassade, typisches Beispiel der einstigen Straßenbebauung in Form des Historismus, baugeschichtlich von Bedeutung

dreigeschossig, Satteldach, Mischbauweise, Erdgeschoss verputzt, roter Klinker, ersten Obergeschoss mit Dreieckgiebelverdachungen aus Betonstein, Gewände architektonisch hervortretend, originales Portal mit Oberlicht

08973254
 


 
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Mietshaus in geschlossener Bebauung Dr.-Külz-Ring 34
(Karte)
um 1900 Putz-Klinker-Fassade, architektonisch qualitätvolle Fassadengestaltung der Gründerzeitbebauung, baugeschichtlich von Bedeutung

dreigeschossig, Mischbauweise, Satteldach mit Gaupe, erstes Obergeschoss Rechteckfenster mit gemeinsamer gerader Verdachung, zweites Obergeschoss Rundbogenfenster, Traufe in Knickgiebel übergehend, Lisenen, Bänder und teilweise Gewände in roten Klinkern, Fenster neu, sanierter Zustand

08973255
 


 
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Mietshaus in geschlossener Bebauung Dr.-Külz-Ring 35
(Karte)
bez. 1906 Klinker-Putz-Fassade mit Erker, eines der wenigen erhaltenen Beispiele der Jugendstilarchitektur in qualitätvoller Gestaltung, baugeschichtlich von Bedeutung

dreigeschossig, Klinkermischbauweise auf bossiertem Sockelgeschoss, Erdgeschoss verputzt, mittig großer breiter Kastenerker mit einseitigem Balkon (original schmiedeeisernes Gitter) auf geschwungenen Konsolen, nach oben offener Balkon, Dachabschluss mit großem, um den Giebel geschwungenem Traufgesims, Gewände, Verdachungen und Brüstungsfelder reich plastisch dekoriert mit floralen Motiven, Satteldach neu, große seitliche Toreinfahrt mit hölzernen Türflügeln später

08973251
 


 
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Mietshaus in geschlossener Bebauung Dr.-Külz-Ring 36
(Karte)
um 1905 aufwendige und seltene Fassadengestaltung des frühen 20. Jahrhunderts, mit den Nachbarhäusern zu den wenigen erhaltenen Gründerzeithäusern der Innenstadt gehörend, baugeschichtlich von Bedeutung

dreigeschossig, Mischbauweise, Erdgeschoss Klinkermauerwerk, über beide Obergeschosse führender, fast fassadenbreiter Kastenerker, reicher plastischer Dekor in einer Mischung aus Rokoko und Jugendstil, Dach mit angeschleppter Kastengaupe, Portaltür neu, unsanierter Zustand

08973252
 


Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Wiederaufbaugebiet Stadtzentrum: Mehrfamilienhäuser, Siedlungsteil Eckartstraße (siehe auch Sachgesamtheit 09304861, Leipziger Straße 57–67) Eckartstraße 4; 5; 24; 25; 26; 27
(Karte)
1953–1956 geschlossene Bebauung in Block- und Zeilenbauweise der Nachkriegszeit im Stadtzentrum, im Stil der Nationalen Bautradition der 1950er Jahre, von besonderer städtebaulicher Bedeutung; siehe dazu Architektur der 1950er Jahre in Eilenburg

dreigeschossige Putzbauten mit Walmdach, Gliederung mit Kastenerkern, betonten Gewänden (scharriert, abstehend) und tief eingestellten Eingängen (vorraumbildend) mit Schlusssteinen aus Kunststein, Erker mit Flächengestaltung, Gestaltung in Form von Pflanzenornamenten in Reliefarbeit (eingeschnitten in Putz), original sind teilweise noch Türen, Fenster, Fenstergitter, Putz und Granitstufen, Zustand teilweise neu saniert

08973339
 


 
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Mietshaus in geschlossener Bebauung Eckartstraße 6
(Karte)
um 1910 mit originaler Putzstruktur und weitgehend originaler Bausubstanz, Reformstil-Architektur, von baugeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossig, Mansarddach (Biberschwanzdeckung) mit Dacherkern (Dreieckgiebel) und ausgebautem Dachgeschoss, Giebel verputzt, Sockel in roten Klinkern, Erdgeschoss mit Putznutung und Tordurchfahrt, Mittelrisalit mit zweiachsigem Erker, Putzspiegeln und Fruchtmotiven, Kaffgesims über zweiten Obergeschoss, Zwerchgiebel mit geschwungenem Abschluss, im Erdgeschoss fassen Korbbogenverdachungen auf floralen Konsolen jeweils zwei Fenster zusammen, innerhalb der Verdachungen Fruchtmotive, Kaffgesims zwischen erstem und zweitem Obergeschoss, darüber Pilaster mit Fruchtkapitellen, vermutlich originaler Putz, teilweise originale Fenster mit geteiltem Oberlicht, unsaniert, rückseitig ein originales Bleiglasfenster im Treppenhaus, originale Haustür, Klinker unverputzt (Balkone später)

08973334
 


 
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Lehrerseminar (ehem.); heute Dr.-Belian-Schule (Schulgebäude) Gustav-Raute-Straße 1; 2
(Karte)
1909–1911 ehemaliges Königliches Lehrerseminar, später Lyzeum, zwischen Reformstil und Späthistorismus, von baugeschichtlicher, sozialgeschichtlicher und ortshistorischer Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau mit Mansardwalmdach auf Sockel in Bossenmauerwerk, großes breites Zwerchhaus betont die Mitte mit fünf Achsen, zwei seitliche Eingänge mit originalen Rundbogenportalen in aufwendiger Gestaltung in Form von Sitznischen, mit liegendem ovalem Oberlicht, Schlussstein mit Kopfplastik, Archivolte mit verschiedenen Friesen, mittig in Fassade große Wappenkartusche aus Sandstein (Eilenburger Stadtwappen), Innen: viele originale Details, Fußbodenfliesen, Windfangtür, Treppengeländer, Waschbeckeneinfassung und ionische Pilastergliederung im Eingangsbereich, Abbruch der Turnhalle 2003

08973323
 


 
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Mietshaus in geschlossener Bebauung Gustav-Raute-Straße 3
(Karte)
um 1910 in weitgehend originaler Bausubstanz und in zeittypischem Reformstil, baugeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossig, Mansardgeschoss (Biberschwanzdeckung) mit Zwerchhäusern, Klinkermischbauweise, Erdgeschoss in roten Klinkern, Obergeschoss verputzt mit Putzgliederung (teilweise Fensterfaschen, Putzspiegel, geometrisierende Elemente), zwei Risalite mit Knick- und Rundbogengiebel, Eingang von ovalem Ochsenauge mit floralen Ornamenten bekrönt, originale Fenster, teilweise mit Rautenmotiv, Haustür neu, saniert (Dach, Putz)

08973258
 


 
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Mietshaus in geschlossener Bebauung und in Ecklage Gustav-Raute-Straße 5
(Karte)
um 1910 mit Gaststätte, repräsentative und gestalterisch ansprechende Fassade mit straßenbildprägender Wirkung, Reformstil-Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

dreigeschossig mit Mansarddach (Biberschwanzdeckung), verputzt, Erdgeschoss geometrisierende Putznutung, originaler Ladeneinbau (Tür neu, größere Lokalfenster neu, innere Fenster alt), im ersten und zweiten Obergeschoss Erker, Putzgliederung (Lisenen, Kartuschen), im Zwerchhaus Pilaster mit Zopfmotiven, teilweise geputzte Masken, Eckbetonung durch eingezogenen Eingang, originale Fenster und originale Haustür erhalten, original: hölzernes Treppengeländer und Wohnungstüren

08973259
 


 
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Villa Gustav-Raute-Straße 6
(Karte)
um 1910 Putzbau von künstlerischer Qualität und mit aufwendiger zeittypischer Dekoration, baugeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau (Putz original) mit Souterraingeschoss, Walmdach mit Zwillingsgaupe, Seitenrisalit als Treppenaufgang mit Freitreppe und Vordach, im Erdgeschoss der Fassade flache Kastenerker, mit geschwungenem Balkon verbunden, seitlich im Obergeschoss tiefeingesetzte Bay-Windows, gegliedert mit Gurtgesims, umlaufendem Traufband und auskragender Traufe, Putzdekorationen mit Blumengirlanden, ionischen Pilastern, Zahnschnittfries und Reliefmedaillons

08973278
 


Wohnhaus in offener Bebauung Hallesche Straße 17
(Karte)
1720 Dendro mittlerweile selten gewordener Lehmwellerbau, erste archivalische Erwähnung 1843, neben den Wänden mindestens eine Lehmwickeldecke in der herkömmlichen Technik erhalten, baugeschichtlich bedeutend 09306382
 


 
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Bergschule Hallesche Straße 28
(Karte)
1904 straßen- und platzbildprägender, lang gestreckter Klinkerbau in historisierender Gestaltung und weitgehend erhaltenem Originalzustand, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossig, Walmdach (Biberschwanzdeckung), Klinker rot, Mittelrisalit mit Zwerchhaus und hohen Rundbogendrillingsfenstern im Erdgeschoss und niedrigeren im Obergeschoss, Zwerchhaus mit Lisenengliederung und Bogenabschluss, flankierende Achsen mit Stufengiebel und jeweils Jungen- und Mädcheneingang (im Schlussstein als Kunststeinplastik dargestellt), originale Türen mit geteilten Oberlichtern, Fassade durch Pilaster gegliedert, gekehlte Traufe, Schmuckelemente in Betonstein (Schlusssteine, Bänder), im Souterrain neue Fenster, Dachgauben später, rückseitig: Fenster erneuert (Rundbögenabschlusse zugesetzt), Fenster des Mittelrisalits teilweise zugesetzt und mit Glasbausteinen versehen, neue Türen, Innen: Treppengeländer mit Handläufen und Türen original

08973274
 


Villa und Einfriedungsmauer Hartmannstraße 11
(Karte)
um 1925 repräsentatives Gebäude in straßenbildprägender Lage, im traditionalistischen Stil der 1920er/1930er Jahre, baugeschichtlich von Bedeutung
  • Villa: zweigeschossiger Putzbau, Walmdach (an beiden Giebelseiten ein Geschoss herabgezogen, auf abgetreppten mächtigen Konsolen ruhend), Biberschwanzdeckung mit rückseitigen Fledermausgauben, straßenseitig mit Krempziegeln, Bruchsteinsockel, Fensterformate teilweise vergrößert, Segmentbogenfenster im Obergeschoss teilweise mit Fensterläden erhalten, leerstehend
  • Einfriedungsmauer mit Tordurchgang
  • Ausstattung: original schönes Treppenhaus erhalten, ebenso Holzausstattung des Gartensaals
08973367
 


Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Wiederaufbaugebiet Stadtzentrum: Mehrfamilienhäuser, Siedlungsteil Karlstraße (siehe auch Sachgesamtheit 09304861, Leipziger Straße 57–67) Karlstraße 1; 2; 3; 4
(Karte)
1957 geschlossene Bebauung in Block- und Zeilenbauweise der Nachkriegszeit im Stadtzentrum, im Stil der Nationalen Bautradition der 1950er Jahre, von besonderer städtebaulicher Bedeutung; siehe dazu Architektur der 1950er Jahre in Eilenburg

dreigeschossige Putzbauten mit Walmdach, Gliederung mit Kastenerkern, betonten Gewänden (scharriert, abstehend) und tief eingestellten Eingängen (vorraumbildend) mit Schlusssteinen aus Kunststein, Erker mit Flächengestaltung, Gestaltung in Form von Pflanzenornamenten in Reliefarbeit (eingeschnitten in Putz), original sind teilweise noch Türen, Fenster, Fenstergitter, Putz und Granitstufen, Zustand teilweise neu saniert

08973241
 


Stellwerk Kastanienallee
(Karte)
1935 mit zeittypischem Baudekor versehenes Gebäude, baugeschichtliche und technikgeschichtliche Bedeutung

Stellwerk: zweigeschossig, Walmdach (Kronendeckung), weiter Dachüberstand, Klinkermischbauweise, Erdgeschoss in rotem Klinker, Eckbetonung durch angedeutete Pilaster, dreieckförmige Fensterverdachungen, Obergeschoss verputzt mit Erker (Walmdach), Fenster vermutlich erneuert, Wärterstellwerk Aw, ehemals mechanisch, in der Bauform Einheit, jetzt elektrifiziert

08973730
 


Ehemaliges Betriebsgebäude, später Arbeiterwohnhaus in offener Bebauung und Hydrant Kastanienallee 3; 4
(Karte)
um 1915 (Wohnhaus); 1925/1930 (Hydrant) weitgehend originale Bausubstanz in zeittypischem Stil, mit ortsentwicklungsgeschichtlicher Bedeutung 08973370
 


Eilenburger Bergkeller (Kelleranlage) Kellerstraße
(Karte)
15. Jh. im Kern (Kelleranlagen) von ortshistorischer und baugeschichtlicher Bedeutung 08974086
 


 
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Mietshaus in geschlossener Bebauung Kellerstraße 1
(Karte)
um 1895 (Mietshaus) Beispiel des Wohnhausbaues der Gründerzeit mit typischer Fassadengestaltung, baugeschichtlich von Bedeutung 08973302
 


 
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Bechers Windmühle (Windmühle mit Einfriedung) Leipziger Landstraße 12
(Karte)
bez. 1863 (Mühle) Turmholländer, ortsbildprägender und landschaftstypischer Baukörper, von technikgeschichtlicher Bedeutung
  • Turmwindmühle (Wetterfahne bezeichnet 1863): neu verputzt, Turmkopf mit Holzverkleidung, Rutenfelder, Kegeldach mit Pappe gedeckt, Fenster neu
  • Einfriedung: in Polygonalmauerwerk aus Granit im Sockelbereich, Pfeiler, Zufahrtsbrücke und einschwingende Mauerteile, zwischen den Pfeilern Holzlattenzaun (neu), in der Mauerfläche Granittafel mit Schriftzug (neu): Bechers Mühle Eilenburg beidseitig
08973429
 


Umspannwerk mit Wohnhaus-Anbau Leipziger Landstraße 13
(Karte)
1920 und später mit weitgehend originaler Bausubstanz, von baugeschichtlicher, technikgeschichtlicher und ortsbildprägender Bedeutung
  • Umspannwerk: dreigeschossiger Putzbau mit Walmdach und weit auskragender Traufe auf rechteckigem Grundriss, Sockel mit Klinkern verblendet, mehrere Abgänge an allen Seiten, im Drempel kleine Rundbogenfenster, Vorderseite mit Runderker und schmalen hochrechteckigen Fenstern, Rückseite mit originaler Blechtür und hohem Rundbogentreppenfenster
  • Wohnhausanbau mit Mansardwalmdach, zweigeschossig, verputzt, Fenster im Obergeschoss vermutlich später, im Erdgeschoss original, westliche Anbauten für Trafos aus dem Ende der 1930er Jahre
  • neben Gebäude stehender originaler Mast in Eisenkonstruktion, Strommast vor 2014 abgebrochen
08973431
 


 
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Kursächsische Postmeilensäulen (Sachgesamtheit): Postmeilensäule Leipziger Straße 28 (bei)
(Karte)
bez. 1724 Kopie Kopie einer Distanzsäule, verkehrsgeschichtlich von Bedeutung

Kopie einer Kursächsischen Distanzsäule bezeichnet 1724, aus Sandstein, in der typischen Form eines Obelisken auf Sockel, mit Wappenstück sowie AR-Monogramm und Posthornzeichen. Die Säule ist eine Nachbildung der Torsäule vom Leipziger Tor mit der Inschrift „L.Th.“ auf zwei Seiten. Im Jahre 1722 begann man im Kurfürstentum Sachsen mit der Aufstellung der Kursächsischen Postmeilensäulen. Kurfürst Friedrich August I. wollte hierdurch ein zeitgemäßes Verkehrs- und Transportleitsystem im Kurfürstentum aufbauen, um Handel und Wirtschaft zu fördern. Er beauftragte mit Generalvollmacht Magister Adam Friedrich Zürner (1679–1742) mit der Durchführung. Das System der Postmeilensäulen umfasste Distanzsäulen, Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen. Die Distanzsäulen sollten in den Städten vor den Stadttoren, später nur auf den Marktplätzen aufgestellt werden. Entlang der Poststraßen wurden Viertelmeilensteine, Halb- und Ganzmeilensäulen aufgestellt. Sie erhielten eine fortlaufende Nummerierung (Reihennummer), beginnend vom Anfang der Vermessung. Die Ganzmeilensäulen wurden außerhalb der Städte an den Poststraßen im Abstand von 1 Meile (= 9,062 km) aufgestellt. Die Distanzsäulen waren mit dem Monogramm „AR“ für „Augustus Rex“, dem kursächsisch und polnisch-litauischen Doppelwappen sowie der polnischen Königskrone gekennzeichnet. Die Ganzmeilen-, Halbmeilensäulen und Viertelmeilensteine waren alle ähnlich beschriftet, alle trugen kein Wappen, aber das Monogramm „AR“. Die Entfernungsangaben erfolgten in Wegestunden (1 Stunde= ½ Postmeile = 4,531 km). Dieses Meilensystem war das erste europäische Verkehrsleitsystem. Der hier betrachteten Säule kommt als Teil des überregional bedeutenden Postwegesystems eine hohe verkehrsgeschichtliche Bedeutung zu.

09304915
 


 
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Sachgesamtheit Wiederaufbaugebiet Stadtzentrum, mit den Einzeldenkmalen: Mehrfamilienhäuser, Siedlungsteil Eckartstraße (Nr. 4, 5, 24–27, siehe Einzeldenkmal 08973339), Siedlungsteil Karlstraße (Nr. 1–4, siehe Einzeldenkmal 08973241), Siedlungsteil Leipziger Straße (Nr. 57–67, siehe Einzeldenkmal 08973941), Siedlungsteil Rinckartstraße (Nr. 1, 7, 8, 9a, siehe Einzeldenkmal 08974319) und Siedlungsteil Rollenstraße (Nr. 1, 2, 23, siehe Einzeldenkmal 08974320) und mit den Sachgesamtheitsteilen: Pergola an der Eckartstraße, Vorgärten sowie Wohngrün in den Höfen Leipziger Straße 57; 58; 59; 60; 61; 62; 63; 64; 65; 66; 67
(Karte)
1953–1958, bez. 1957 Wohnhäuser zum Teil mit Geschäftsbereichen, geschlossene Bebauung in Block- und Zeilenbauweise der Nachkriegszeit im Stadtzentrum, im Stil der Nationalen Bautradition der 1950er Jahre, von besonderer städtebaulicher Bedeutung; siehe dazu auch Architektur der 1950er Jahre in Eilenburg 09304861
 


 
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Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Wiederaufbaugebiet Stadtzentrum: Mehrfamilienhäuser, Siedlungsteil Leipziger Straße (siehe auch Sachgesamtheit 09304861, Leipziger Straße 57–67) Leipziger Straße 57; 58; 59; 60; 61; 62; 63; 64; 65; 66; 67
(Karte)
1954–1956 (Nr. 57–62, Mehrfamilienwohnhaus) geschlossene Bebauung in Block- und Zeilenbauweise der Nachkriegszeit im Stadtzentrum, im Stil der Nationalen Bautradition der 1950er Jahre, von besonderer städtebaulicher Bedeutung; siehe dazu auch Architektur der 1950er Jahre in Eilenburg

dreigeschossige Putzbauten mit Walmdach, Gliederung mit Kastenerkern, betonten Gewänden (scharriert, abstehend) und tief eingestellten Eingängen (vorraumbildend) mit Schlusssteinen aus Kunststein, Erker mit Flächengestaltung, Gestaltung in Form von Pflanzenornamenten in Reliefarbeit (eingeschnitten in Putz), original sind teilweise noch Türen, Fenster, Fenstergitter, Putz und Granitstufen, Zustand teilweise neu saniert

08973941
 


 
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Friedhof Mansberg (Neuer Friedhof): Friedhofskapelle (mit Ausstattung) und Toreinfriedung eines Friedhofes Mansberg 16
(Karte)
1958 ein Beispiel der Friedhofsarchitektur der späten 1950er Jahre, von baugeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung

auf winkelförmigem Grundriss langgestreckter, eingeschossiger Putzbau mit hohem Querhaus, Kapellenanbau mit Dachreiter über dem Eingang auf Giebelspitze (Giebelreiter vermutlich als Glockenhäuschen), Satteldach, Frontseite mit Arkaden (drei Bogenöffnungen) und drei hohen schmalen Fenstern im Giebel, Längsseite mit drei hochrechteckigen Segmentbogenfenstern, stark hervortretende Gewände aus Kunststein, originale Bleiglasfenster, Vorderseite des Seitentraktes mit durchgehendem Säulengang und zurückgesetzter Fensterfront, Ausstattung der Feierhalle mit originalen Beleuchtungskörpern und gestalteter Wandfläche mit Lisenen und Mauervertiefung für flachen Altar, Toreinfriedung mit hoher Mauer nur im Eingangsbereich um die Toreinfahrt

08973247
 


 
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Sternwarte Eilenburg: Sternwarte und Planetarium (mit Ausstattung), Juri-Gagarin-Büste und Anlage mit Gedenkstein Mansberg 18
(Karte)
1964–1965 (Sternwarte) als eines der seltenen Baukörper der 1960er Jahre in architektonischer und künstlerisch qualitätvoller Gestaltung von baugeschichtlicher Bedeutung, Büste ortshistorisch bedeutsam
  • Beobachtungsstation: auf einzelner Betonsäule stehend, flankiert von zwei Wangenstützen, Kuppel (Zinkblechdeckung neu), innen: originale Holzverkleidung, historisches Fernrohr, eingeschossige Hauptgebäude mit Foyer und amphitheatralisch angelegtem Hörsaal: originale Innenausstattung mit Lampen, Windfangtür, Steinplattenfußboden, Vitrinen und Heizungsverkleidung, Planetarium mit originalem Gerät, Beobachtungsplattform KEIN DENKMAL,
  • Büste Juri Gagarin in Bronze auf einem Meter hohem Postament mit Schriftzug Juri Gagarin, 1934-1968, von Wacholderbüschen umgeben, kleinerer Gedenkstein in Form einer Blumenschale auf Postament in Betonstein, allseitig rote Tafeln mit Schriftzügen und Bilddarstellung (Weltkugel)
08973417
 


Villa und Einfriedung Marienstraße 8a
(Karte)
um 1890 in städtebaulich markanter Lage gelegenes Gebäude, Klinkerfassade mit qualitätvoller Gründerzeitgliederung, baugeschichtlich von Bedeutung

eingeschossiger Klinkerbau mit stark hervortretendem Seitenrisalit, Satteldach, Bruchsteinsockel, Gliederungselemente geputzt, mit Eckquaderung, Dreieckgiebel über dem Seitenrisalit, kräftige Fensterumrahmungen mit Verdachungen, Fenster original, Vorhaus original – Tür neu, Einfriedung mit Klinkerpfeilern auf Bruchsteinsockel und originalem schmiedeeisernem Zaun und Torflügeln, Zustand neu saniert

08973273
 


 
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Rathaus (mit Ausstattung) und Anbauten Marktplatz 1
(Karte)
im Kern bez. 1545 im Kern Renaissancegebäude, historisierender Wiederaufbau nach Kriegszerstörung, originale Innenausstattung der Nachkriegszeit, von städtebaulicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung

Renaissancebau, ehem. zweigeschossig, heute dreigeschossiger verputzter Ziegelbau mit Satteldach, Ziergiebeln, Erkern, Gesimsen und Pilastergliederung, Innen: vermutlich ältere kreuzrippengewölbte Räume und gewölbte Kellerräume, Ausstattung der Nachkriegszeit: Treppenhaus und Foyer original

08973430
 


 
Kattundruckerei Danneberg & Sohn (ehem.) (Verwaltungsgebäude einer Textilfabrik) Maxim-Gorki-Platz 1
(Karte)
um 1812 zeittypisch gestaltetes Gebäude mit übergiebeltem Mittelrisalit, von baugeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau, Krüppelwalmdach mit Fledermausgaupen, Mittelrisalit und Dreieckgiebel, auf stilisierten kräftigen Lisenen ruhend, Dreieckgiebel mit ovalem Fenster, großes Rundbogenportal, Erdgeschoss mit Putznutung, Gurtgesimsband, profilierte Traufe, Produktionsgebäude zwischen 2000 und 2010 abgebrochen

08973307
 


Ehemaliger Gasthof (zwei Anschriften: Bergstraße 82 und Maxim-Gorki-Platz 8) Maxim-Gorki-Platz 8
(Karte)
wohl Anfang 16. Jh. im Kern architektonisch anspruchsvolles Gebäude, im 16. Jahrhundert angeblich Unterkunft Martin Luthers, von ortshistorischer und baugeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau mit Walmdach auf winkelförmigem Grundriss, teilweise Granitsockel, breite verschieferte Kastengaupen, im Erdgeschoss tiefer eingestellte Eingangsportale, mittleres Portal mit Korbbogenabschluss, seitliches mit geradem Sturz und einschwingenden Gewänden, beide mit kassettierten Türfeldern und Oberlicht, große querrechteckige Fenster original, im Obergeschoss hohe rechteckige Fenster, profilierte Gewände und Gesimsband bilden architektonische Gliederung, an der Ostseite langgestreckte Kastengaupe mit vier querrechteckigen Fenstern (original), Zustand sanierungsbedürftig (leerstehend), angeblich Unterkunft Luthers gewesen, jetziger Gasthof soll auf Gasthof von 1518 zurückgehen

08973306
 


 
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Wohnhaus in halboffener Bebauung Mühlplatz 2
(Karte)
bez. 1806 Gebäude mit authentischer Kubatur und straßenraumprägendem hohem Walmdach, vermutlich ehemaliges Mühlengebäude, ortsgeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossig, hohes Walmdach (Biberschwanzdeckung), Fachwerkobergeschoss, abgetrepptes Traufgesims, verputzt (Kellenwurfputz vermutlich 1930er Jahre), Tür original (Oberlicht später), Schlussstein (bezeichnet 1806)

08973227
 


 
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Wohnhaus in geschlossener Bebauung Mühlplatz 4
(Karte)
um 1860 aufgrund der Zugehörigkeit zum alten Mühlengelände und der ungewöhnlichen Dachkonstruktion erhaltenswert, ortsgeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossig, Tonnendach (Krempziegel) mit neuerem Dachausbau, Bruchsteinsockel, Ziegelbau, verputzt, Gurtgesims, Fenstersohlbank, genutete Fensterfaschen, teilweise originale Fenster, originales Tor (Oberlicht später), Fenster im Erdgeschoss vergrößert

08973228
 


 
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Speicher in halboffener Bebauung Mühlplatz 6
(Karte)
Ende 19. Jh. Teil der alten Mühle, von ortshistorischer, technikgeschichtlicher und baugeschichtlicher Bedeutung

roter Klinkerbau, dreigeschossig mit kleinen Segmentbogenfenstern und Türabschlüssen, Speicherluke, schöner Treppengiebel von der Leipziger Straße sichtbar, offene Giebelseite spitz zulaufend, innen: originale Balkendecken

08973229
 


 
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Fabrikhalle und Schornstein Mühlstraße 5
(Karte)
um 1895 Tischlerei, schönes Beispiel der Industrialisierung mit qualitätvoller Klinkerfassade und markantem Schornstein, ortsgeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossiges rotes Klinkergebäude mit Querbau auf Bruchsteinsockel, Satteldach, im Erdgeschoss große Segmentbogenfenster, im Obergeschoss große Rundbogenfenster mit original profilierter kleinteiliger Holzsprossung, gelbe Klinker zur Gestaltung der mit Lisenen gegliederten Fassade – besonders im Konsoltraufgesims, Segmentbogen und Sohlbänke, Giebel mit Stufenfries und Bekrönungspodesten, Schornstein aus roten Klinkern mit Armierungsbändern

08973237
 


 
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Kattun-Manufaktur Bodemer & Co. (ehem.): Fabrikantenvilla und Manufakturgebäude sowie Nebengebäude einer Textilfabrik, mit Pavillon, Pferdestall und Taubenhaus, dazu alter Baumbestand (Gartendenkmal) Mühlstraße 5b; 5d; 5e; 5f
(Karte)
Anfang 19. Jh. und später noch weitgehend original erhaltener Fabrikantensitz mit umfangreichen Anlagenteilen, sehr gutes Beispiel der späten Manufakturperiode in Eilenburg von baugeschichtlicher, sozialgeschichtlicher, ortsgeschichtlicher und kulturgeschichtlicher Bedeutung

Zustand der Gebäude sehr baufällig, originale Pflasterung (Zufahrt) und Baumbestand vor dem Gebäude; Seitengebäude Nummer 5c (zwischen 5b und 5 d) – kein Denkmal

  • Gebäude: dreigeschossiger verputzter Ziegelbau auf winkelförmigem Grundriss mit Krüppelwalmdach (Biberschwanzdeckung), Obergeschoss in Fachwerk mit Ziegelausfachung, Putzgliederung durch Bänder (im rückwärtigen Giebel originale Reste), Fassadengliederung mit vorgeblendeten hölzernen Gurt- und Sohlbankgesimsen, Traufgesims profiliert und auskragend, Obergeschosse mit originalen Holzgewänden (zweites Obergeschoss zusätzlich mit Verdachung), Portal original mit neogotischen Formen im Oberlicht (rechter Türflügel fehlt), Innen: originale Werkstatträume mit Holz- und Gusseisensäulen,
  • Seitengebäude (um 1860): dreigeschossiger verputzter Ziegelsteinbau mit Segmentbogenfenstern und Gliederung mit Gesimsen, originales Portal und Pflaster
  • Pferdestall: Mittelteil zweigeschossig mit geschwungenem Giebel, flaches Satteldach, Seitenflügel eingeschossig mit Drempel, roter Klinkerbau, Klinkerfelder wahrscheinlich später verputzt, Fassadengliederung durch Lisenen, Konsolgesimse, Segmentbogentüren und -fenster, originale Türen fast allesamt erhalten, teilweise originale Fenster, im rechten Flügel große Rolltore erhalten, im Obergeschoss des Mittelteils vermutlich Veränderungen im Fensterbereich (Drillingsfenster teilweise zugesetzt), in der Giebelseite spätere Türvergrößerung
  • Taubenhaus: zweigeschossiger Ziegelbau, verputzt, Segmentbogenfenster, Gurtgesims, Eckpilaster, seitlich kleine Segmentbogentür, Pyramidendach, abgestuftes Traufgesims, Segmentbogenfenster in den Giebelseiten im Obergeschoss blind, im Türbereich Mauerdurchbruch zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss
  • Pavillon: auf oktogonalem Grundriss mit Pyramidendach, Ziegelbau, hervorragende architektonische Gliederung mit Eckpilastern, Segmentbogengewände mit Putzfaschen (profiliert), Fenster und Tür in originaler Profilierung, originale Dekorleisten, Holztraufe, originale Holztäfelung nur in Resten erhalten (teilweise rausgerissen), Deckenmalerei in gutem Zustand (original)
08973235
 


 
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Nikolaikirche (Kirche, Inschrifttafel, Gedenktafel für Martin Rinckart und Steinkreuz an der Kirche) Nikolaiplatz 1
(Karte)
1444–1545 spätgotische Saalkirche mit eingezogenem Chor und Westturm, Backsteinbau, zentrales städtebauliches Bauwerk, Gedenktafel zur Erinnerung den Pfarrer und Kirchenmusiker Martin Rinckart (1586–1649), mit ortsgeschichtlicher und baugeschichtlicher Bedeutung
  • Spätgotische Saalkirche mit spätgotischer Kirchenvorhalle, an der Westseite mit spätgotischem Portal, barocker Anbau mit Dreieckgiebel, Sandsteingewänden, mittlere Fenster mit Kartusche bekrönt, in Kartusche Eilenburger Stadtwappen
  • Steinkreuz in der Westseite neben Portal und Vorhalle in Mauer eingesetzt
  • Martin-Rinckart-Gedenktafel: Relief in Bronzeguss von Max Alfred Brumme 1936, Inschrift
08973340
 


 
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Mietshaus in geschlossener Bebauung Nikolaiplatz 2 um 1905 qualitätvolles Gebäude in städtebaulich wichtiger Lage im Stadtkern, baugeschichtlich von Bedeutung

dreigeschossig, Klinkermischbauweise, Mansarddach (Biberschwanzdeckung) mit Fledermausgauben (vermutlich neu) und Dachgauben, Erdgeschoss Riemchengliederung mit Putzquaderung, geputzte Fensterfaschen mit Schlussstein, seitliche konvexe Standerker mit Putzspiegeln (Wappenmotive), großes Zwerchhaus mit geschwungenem Giebel, saniert, neue Fenster mit geteilten Oberlichten (Holz), rückseitig flachsaniert

08973330
 


 
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Pfarrhaus und Kirchgemeindehaus in halboffener Bebauung und in Ecklage, mit Einfriedung zum Hof Nikolaiplatz 3; 4
(Karte)
1906–1907 Putzfassade mit Ziegelgliederung, in neogotischem Stil, von ortshistorischer, baugeschichtlicher und städtebaulicher Bedeutung
  • zweigeschossiger Putzbau auf winkelförmigem Grundriss mit Satteldach, Kastengaupen mit neogotischem Holzfries, Gliederung mit Risaliten, Eckquaderung, Verdachungen, Portal in rotem Klinker, Putz gelb abgefärbt, Eckerker, Fenster: wechselnd Spitzbogenfenster und Segmentbogenfenster mit Verstrebungen im Gewände, Giebel abschließend vereinfacht ersetzt, Portal original, Innen: Treppengeländer, Stufen und Vorraum mit Windfangtür original, Türen und Terrazzofußboden original, Rückseite: vereinfacht sanierte Fassade
  • Einfriedung: Klinkerpfeiler und -mauer, dazwischen Eisentor
08973357
 


Mietshaus in ehemals halboffener Bebauung Nordring 23
(Karte)
um 1905 Putzfassade mit Stuckdekor, stadtentwicklungsgeschichtlich und baugeschichtliche Bedeutung

dreigeschossig, Putzfassade mit Stuckdekor, Erdgeschoss genutet, Betonung der Fassadenmitte durch Lisenen und hohen Dreieckgiebel

09303417
 


Mietshaus in halboffener Bebauung, mit seitlicher Einfriedung und Pforte Nordring 24
(Karte)
Ende 19. Jh. gründerzeitliche Klinkerfassade mit qualitätvoller Architektur, baugeschichtlich von Bedeutung

dreigeschossig, mit Krüppelwalmdach und seitlichen Zwerchhäusern, Krempziegeldeckung, Klinker-Mischbauweise, Sockel in polygonalen Porphyrgranitsteinen und Backstein, Erdgeschoss starke Putznutung, Geschosse in roten Klinkern, Gliederung mit gegossenem Betonstein in Kopfplastiken, Dreiecksverdachungen und plastisch hervortretenden architektonischen Gliederungselementen in den einzelnen Fensterumrahmungen und Ädikulen, hölzerner Hauptsims mit Zahnschnittfries, stark profiliert und weit auskragend, Tür mit schmiedeeisernem Gitter reich dekoriert, Mauerbogen und Torpfeiler in verputzter Ziegelbauweise, Zustand sanierungsbedürftig, Fenster neu, Rückseite Glattputz, Giebelseite mit Blendfenstern und zwei originalen Fenstern im Giebel

08973285
 


 
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Dr.-Bernhardi-Haus (Wohnhaus in offener Bebauung und in Ecklage, mit Toreinfahrt) Nordring 40; 41
(Karte)
1847–1848 im Kern in markanter straßenbildprägender Lage, ehemaliges Wohnhaus des Arztes Dr. Anton Bernhardi (1813–1889), ortshistorisch relevant und städtebaulich markante Lage
  • Wohn- und Geschäftshaus: dreigeschossig, auf winkelförmigen Grundriss, Satteldach, verputzt (Edelsteinputz in grüner Farbe), mittig Dreieckgiebel, turmartige Eckbetonung (Dachabschluss zerstört – provisorisch abgedeckt) mit vorspringendem Unterbau und auf Stützen befindlichen Balkon, Gliederung mit Gesimsen, Lisenen und Faschen, Fenster und Putz original, Torsäulen und Torgitter original, Zustand baufällig (Dach teilweise provisorisch mit Wellblech abgedeckt), vorspringendes Gesims mit Keramikplatten abgedeckt (original), im Sockelbereich Mittelteil und Portalumfassung hervorgesetzt, seitlich halbrunder Treppenaufgang mit Rundbogenfenster
  • Einfriedung: verputzte Pfeiler mit Klinkerabschluss, schmiedeeisernes Tor
08973267
 


 
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Wohnhaus in offener Bebauung Nordring 47
(Karte)
um 1925 im traditionalistischen Stil, beachtenswerte Innenausstattung, baugeschichtliche Bedeutung

über hohem Sockelgeschoss zwei Vollgeschosse, Putzbau, Walmdach, Dreieckgiebel, straßenseitig leicht vorspringender Standerker, im Inneren Eingangsbereich und Treppenhaus beachtenswert

09302520
 


 
Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Wiederaufbaugebiet Stadtzentrum: Mehrfamilienhäuser, Siedlungsteil Rinckartstraße (siehe auch Sachgesamtheit 09304861, Leipziger Straße 57–67) Rinckartstraße 1; 7; 8; 9a
(Karte)
1957 (Nr. 7–9a, Mehrfamilienwohnhaus) geschlossene Bebauung in Block- und Zeilenbauweise der Nachkriegszeit im Stadtzentrum, im Stil der Nationalen Bautradition der 1950er Jahre, von besonderer städtebaulicher Bedeutung; siehe dazu auch Architektur der 1950er Jahre in Eilenburg

dreigeschossige Putzbauten mit Walmdach, Gliederung mit Kastenerkern, betonten Gewänden (scharriert, abstehend) und tief eingestellten Eingängen (vorraumbildend) mit Schlusssteinen aus Kunststein, Erker mit Flächengestaltung, Gestaltung in Form von Pflanzenornamenten in Reliefarbeit (eingeschnitten in Putz), original sind teilweise noch Türen, Fenster, Fenstergitter, Putz und Granitstufen, Zustand teilweise neu saniert

08974319
 


 
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Mietshaus in geschlossener Bebauung Röberstraße 1a
(Karte)
um 1910 Baukörper mit gestalterisch ansprechender Fassadengliederung, baugeschichtlich von Bedeutung

dreigeschossig, Klinkersockel, verputzt, Satteldach mit Gauben (neu), dreiachsiger Mittelrisalit mit Erker (Walmdach) und mit hohem Zwerchhaus (im Giebelfeld ovales Ochsenauge und florale Putzgestaltung), Sockel mit Putznutung und Gurtgesims, Fassade durch genutete Lisenen und Putzspiegel gliedert, originale Haustür und Toreinfahrt, fälschlicherweise erfasst unter der Anschrift Röberstraße 7a

08973261
 


 
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Mietshaus in geschlossener Bebauung und in Ecklage Röberstraße 3
(Karte)
Ende 19. Jh. Putz-Klinker-Fassade, Teil der gründerzeitlichen Bebauung Eilenburgs in straßenbildprägender Ecklage, baugeschichtlich von Bedeutung

dreigeschossig, aufgestocktes ausgebautes Dachgeschoss, Klinkermischbauweise, Erdgeschoss Putznutung, Eckgestaltung hervorgehoben durch geputzten Risalit, Wandflächen: Klinker rot mit verschieden gestalteten geputzten Gewänden und Fensterverdachungen, Eingang in Ecklage, Eingangsbereich (Treppe, Haustür) erneuert, ebenfalls Treppenanlage, Fenster neu (historisierend), saniert

08973231
 


 
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Reichsbank (ehem.) (Bankgebäude in offener Bebauung) Röberstraße 11
(Karte)
um 1930 als Reichsbank-Nebenstelle eröffnet, repräsentatives Gebäude mit zeittypischer Fassadengliederung, straßenbildprägende und baugeschichtliche Bedeutung

zweigeschossig, verputzt, hohes Walmdach (Biberschwanzdeckung), liegende, große, querrechteckige Fenster mit seitlich abgeschrägten Gewänden, weit auskragende Traufe, Vorhaus mit überdachter Treppenanlage verändert (später), Eingangstür neu, Fenster neu, Sanierung 1996

08973362
 


Kindergarten in offener Bebauung Röberstraße 12
(Karte)
1955–1956 zeittypisches und qualitätvolles Gebäude mit aufwendiger Gestaltung der Eingangssituation, baugeschichtlich und straßenbildprägende Bedeutung

zweigeschossig, polygonaler Bruchsteinsockel, verputzt, Walmdächer, geputzte Fensterfaschen, Eingangsbereich durch Risalit und Vorbau mit darüber befindlichem Balkon hervorgehoben, Bereich in rötlichem Kunststein gestaltet, ebenso Fenstergewände der Balkontüren, Fenstergewände der Nordseite geschossübergreifend (Edelputz), Eingangstür neu, vor dem Eingang Bärenplastik aus Muschelkalk, Treppenanlage aus Granit, innen originale Treppenanlage mit Handläufen aus Holz und Granitstufen, Südseite neue Türen und Fenster und neue Außentreppenanlage; Kindergarten Bärchen

08973361
 


 
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Offizierskasino: Mietvilla (erbaut als Offizierskasino, später Sparkassengebäude) Röberstraße 14
(Karte)
1916 in städtebaulich markanter Ecklage, qualitätvolles Gebäude, Reformstil-Architektur, von baugeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossig, Putzbau, Mittelrisalit mit Dreieckgiebel und Rundbogenfenster, dreiachsig, Sockel als Souterraingeschoss, einseitig Dach zum ersten Geschoss angeschleppt, rückseitig Kastenerker und Balkon, Gliederung mit Lisenen, Traufband und Rücklagen, Portal original mit zeittypischer Dekoration des Art Déco wie in Ädikula, Innen: originales Treppengeländer, heute (2014) AWO-Begegnungsstätte

08973324
 


Landes-Erziehungsheim (ehem.): Kinderheim-Anlage mit Pförtnerhaus, Schule, Direktorenhaus, Wohnhäusern sowie Lehr- und Verwaltungsgebäude Rödgener Landstraße 16
(Karte)
1928 (Kinderheim) umfangreiche, gestalterisch ansprechende Anlage mit origineller Fassadengliederung, bauhistorische und sozialhistorische Bedeutung

Putzbauten auf Klinkersockel mit Walmdächern (Biberschwanzdeckung), teilweise Dachaufbauten mit Zierfachwerk

  • Schule: auf hakenförmigem Grundriss, Turnhallentrakt mit Strebepfeilern gegliedert auf denen Kugelbekrönungen sitzen, Glockenturm verschiefert mit Laterne,
  • Anbau eines Wohnhauses, eingeschossig mit Dachhaus und Gauben, originale Fenster, asymmetrisch angelegter Torbogen
  • Pförtnerhaus: eingeschossig, originale Fenster, Dachgauben
  • saniertes Lehrgebäude: neue Dachgauben, Fenster und Putz, denkmalgerechte Sanierung
  • Lehr- und Verwaltungsgebäude (achsensymmetrisch): unsaniert, zweigeschossig mit ausgebautem Dachgeschoss (Schleppgauben), Mittelteil niedriger, Treppenhäuser durch Drillingsfenster mit Dreiecküberdachung betont, originale Fenster und Tür, Saaleinbau im Verwaltungsgebäude, Fensterachsen mit halben Segmentbogenfenstern fortgesetzt
  • vier Wohnhäuser (zwei mittlere Wohnhäuser in der Flucht zurückgestellt), zweigeschossig mit eingezogenem umlaufendem Dachgeschoss mit Zierfachwerk (darüber Fledermausgaube), Kronendeckung (teilweise neu, mittlere Bauten saniert), Eingangsbereich mit wuchtiger Verdachung, Treppenhaus mit großem, rundem Fenster (Rosette), seitliche Achsen im Erdgeschoss als Rücklagen, Obergeschoss sitzt auf Konsolen, Verbindung der Gebäude durch DDR-Bauten (KEIN DENKMAL), gleicher Typ südöstlich des Verwaltungstraktes, weiter Dachüberstand (alle)
  • abschließendes Gebäude der Süd-Ost Achse: zweigeschossig, Satteldach mit Schleppgaube (Holz), auf Balkonen geometrisches Zickzackmotiv, vorgezogene Eingangsbereiche (Standerker mit Balkon, originale Türen und Fenster), davor Pappeln und kleine Weidenallee
  • Turnhalle: Bleiglasfenster,
  • Anlage: Wechsel von Rasenflächen und Gehwegen

Kinderheim und private Förderschule, um 1925 als Landeserziehungsheim für Mädchen von Diakonie Magdeburg errichtet, 1928 eingeweiht

08973353
 


 
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Wohnhaus in halboffener Bebauung Rödgener Straße 10
(Karte)
um 1900 historisierende Putzfassade, zeittypisches gründerzeitliches Gebäude, baugeschichtliche Bedeutung

Wohnhaus: zweigeschossig, Satteldach (Biberschwanzdeckung), verputzt, Mittelrisalit mit Zwerchhaus (geschwungener Giebel mit Ochsenauge), im Erdgeschoss Segmentbogenfenster (Mittelrisalit mit Korbbogenfenster), Obergeschoss mit Vorhangbogenfenstern (wuchtige Verdachungen), Gurtgesims

08973368
 


Einzeldenkmal der Sachgesamtheit Wiederaufbaugebiet Stadtzentrum: Mehrfamilienhäuser, Siedlungsteil Rollenstraße (siehe auch Sachgesamtheit 09304861, Leipziger Straße 57–67) Rollenstraße 1; 2; 23
(Karte)
1954–1956 (Nr. 1/2, Mehrfamilienwohnhaus) geschlossene Bebauung in Block- und Zeilenbauweise der Nachkriegszeit im Stadtzentrum, im Stil der Nationalen Bautradition der 1950er Jahre, von besonderer städtebaulicher Bedeutung; siehe dazu auch Architektur der 1950er Jahre in Eilenburg

dreigeschossige Putzbauten mit Walmdach, Gliederung mit Kastenerkern, betonten Gewänden (scharriert, abstehend) und tief eingestellten Eingängen (vorraumbildend) mit Schlusssteinen aus Kunststein, Erker mit Flächengestaltung, Gestaltung in Form von Pflanzenornamenten in Reliefarbeit (eingeschnitten in Putz), original sind teilweise noch Türen, Fenster, Fenstergitter, Putz und Granitstufen, Zustand teilweise neu saniert, Nummer 24/25 im Jahr 2007 abgebrochen.

08974320
 


 
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Mietshaus in offener Bebauung Samuelisdamm 1
(Karte)
um 1910 historisierender Putzbau in straßenbildprägender Lage, von baugeschichtlicher Bedeutung

dreigeschossig, Putzbau mit Zwerchhäusern und geschossweit heruntergezogenem Dach an der Frontseite, über zwei Geschosse gehender Kastenerker mit verglasten Rundbogenarkaden, darüber stilisierte Pfeiler, die einen Balkonaustritt tragen, Souterraingeschoss mit Putznutung, Gliederung mit Lisenen, dekorative Verdachungen und Gesimse weiß von gelber Wandfarbe abgesetzt, Zustand saniert, Giebelfenster verbreitert

08973281
 


 
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Mietshaus in halboffener Bebauung Samuelisdamm 2
(Karte)
um 1905 abwechslungsreich gestaltete historisierende Putzfassade, straßenbildprägend, von baugeschichtlicher Bedeutung

dreigeschossig, mit Satteldach und Zwerchhäusern, Putzbau auf geklinkertem Sockel, Souterraingeschoss, Gliederung mit Kastenstanderker, Gesimsen, floralen Reliefs unterhalb der Verdachung im ersten Obergeschoss und Kielbogenverdachung im zweiten Obergeschoss, vermutlich bauliche Veränderungen im Dachbereich, Balkon über Kastenerkern hochgemauert, sanierter Zustand

08973282
 


 
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Bürgerasyl Röberstift: (Ehemaliges Bürgerasyl (Armenhaus) in offener Bebauung, heute Wohnhaus) Samuelisdamm 10
(Karte)
1907 (Stiftung) in städtebaulich bedeutender Lage gegenüber dem Gymnasium, Domizil der Röber-Stiftung, Tagungsstätte der Stadtverordneten und Bürgerasyl, von ortshistorischem Interesse

viergeschossiger Putzbau mit Klinkern im Erdgeschoss verkleidet, Walmdach und Zwerchhäuser, Seitenrisalit mit Satteldach, Mittelachse: zwei große hohe Fenster mit Bleiglasscheiben, Eingänge seitlich original mit ovalem Oberlicht und Buntglasfenster im Treppenhaus, Rückseite mit Seitenrisalit, niedriger Mittelrisalit enthält drei Rundbogenfenster (von sakralem Charakter), zweites Obergeschoss mit Sichtfachwerk, Balkone im ersten Obergeschoss besitzen noch originale, geschmiedete Gitter, 80 % der Fenster original erhalten, Putz vermutlich neu, Zustand sanierungsbedürftig, Innen: Türen weitestgehend erhalten, Treppenanlage original, Stadtarchiv (ehem.), heute (2014) Wohnhaus; Architekt war Stadtbaurat Otto Lemke

08973359
 


Dr.-Belian-Gedenkstein, Wilhelm-Grune-Gedenkstein und Gedenkstein eines Unbekannten Schloßaue 1 (neben)
(Karte)
bez. 1946 (Belian-Gedenkstein) zur Erinnerung an den Bürgermeister Alfred Belian (1873–1946) und den Eilenburger Mühlenbesitzer Grune, von ortshistorischer Bedeutung
  • Dr.-Belian-Gedenkstein: Inschrift: Dr. Alfred Belian, Ehrenbürger von Eilenburg, Granit stelenförmig, Bekrönung fehlt, (Dr. Belian: Bürgermeister von Eilenburg von 1904 bis 1933, gest. 1946), Stein um 1930 aufgestellt, Schrift später ergänzt
  • Wilhelm-Grune-Gedenkstein: gleiche Stelenform und gleiches Material, Bekrönung fehlt, Inschrift: Wilhelm Grune, ... weiteres unleserlich,
  • Gedenkstein (bis jetzt unbekannt): unregelmäßiger Steinblock aus Granit, Vorderseite mit flacher Einlage für Tafel (fehlt), in eine erhobene Steinanlage gestellt, von Efeu bewachsen
08973428
 


Wohnhaus in halboffener Bebauung Schloßberg 3
(Karte)
um 1800 eingeschossiger Putzbau, Satteldach mit Dachhäuschen, unmittelbar am Burgtor gelegen, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung 09305649
 


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Sachgesamtheit Burg Eilenburg, mit folgenden Einzeldenkmalen: Sorbenturm, Bergfried, Amtshaus (Nr. 8), ehemaligem Gefängnisbau (Nr. 7), Toranlage und Befestigungsmauern (siehe Einzeldenkmale 08973427), mit folgenden Sachgesamtheitsteilen: weitere Gebäude (Nr. 4, 5, 6, 9) und Befestigungsanlagen sowie Straßenpflaster der Zufahrt [Störelement: Neubau Schloßberg 5] Schloßberg 4; 5; 6; 7; 8; 9
(Karte)
2. Hälfte 12. Jh. (Sorbenturm) aufgrund der Lage von besonders stadtbildprägender Wirkung, mittelalterliches und barockes Ensemble, von baugeschichtlicher, siedlungsgeschichtlicher sowie landesgeschichtlicher Bedeutung

Burgareal zum Teil bebaut mit Miets- und Wohnhäusern, teilweise Kleingartenanlage, vor dem Sorbenturm Wiese und dichter Pappelwald (jung) und andere Bäume

  • Burgtor: roter Ziegel, Spitzbogen mit darüber angesetztem vorgezogenem Rundbogen, kräftige Strebepfeiler, Reste der Umfassungsmauer (um 1450)
  • Amtshaus (um 1700) (Schlossberg 8): zweigeschossiger Putzbau, Fenster- und -türgewände in Sandstein (in der Mittelachse profiliert), Türgewände mit Schlussstein und darüber befindlicher Supraporte mit großen Wappendarstellungen (Eilenburg/Sachsen) (bezeichnet 1786), teilweise originale Fenster, mehrfach profilierte verputzte Traufe, Dach 1993 abgebrannt, (Notdach), leerstehend
  • ehem. Gefängnis (Ende 18. Jh.) (Schlossberg 7): eingeschossig, Krüppelwalmdach (Krempziegel), geputzte, mehrfach abgestufte Traufe, Putzbau, neue Fenster und Tür, seitlicher Anbau KEIN DENKMAL, alte Kellergewölben aus Ziegelmauerwerk, teilweise meterstark, schmale tiefliegende Lichtschächte
  • Befestigungsanlage: alte Mauerreste der Burgbefestigung (ruinös) in Teilen das Burgareal begrenzend, aus Backstein im Klosterformat,
  • Bergfried (14. Jh.): roter Ziegel, quadratischer Grundriss mit oktogonalem Aufsatz und Zeltdach (1. Hälfte 16. Jh.)
  • Sorbenturm (2. Hälfte 12. Jahrhundert): dreigeschossig mit Pultdach aus Ziegelmauerwerk auf quadratischem Grundriss und auf altem Fundament, obere Geschosse jeweils nach innen zurückgesetzt, mit Rundbogenfenstern, im zweiten Obergeschoss gepaart als Zwillingsrundbogenfenster
  • alte Pflasterung der Zufahrt zum Burgberg (Tor) von Beginn Abzweig Marienstraße an der Kirche vorbei
09304970
 


 
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Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Burg Eilenburg: Sorbenturm, Bergfried, Amtshaus (Nr. 8), ehemaliger Gefängnisbau (Nr. 7), Toranlage und Befestigungsmauern (siehe auch Sachgesamtheit 09304970) Schloßberg 7; 8
(Karte)
um 1450 (Burgtor) aufgrund der Lage von besonders stadtbildprägender Wirkung, mittelalterliches und barockes Ensemble, von baugeschichtlicher, siedlungsgeschichtlicher sowie landesgeschichtlicher Bedeutung

Burgareal zum Teil bebaut mit Miets- und Wohnhäusern, teilweise Kleingartenanlage, vor dem Sorbenturm Wiese und dichter Pappelwald (jung) und andere Bäume

  • Burgtor: roter Ziegel, Spitzbogen mit darüber angesetztem vorgezogenem Rundbogen, kräftige Strebepfeiler, Reste der Umfassungsmauer (um 1450)
  • Amtshaus (um 1700) (Schlossberg 8): zweigeschossiger Putzbau, Fenster- und -türgewände in Sandstein (in der Mittelachse profiliert), Türgewände mit Schlussstein und darüber befindlicher Supraporte mit großen Wappendarstellungen (Eilenburg/Sachsen) (bezeichnet 1786), teilweise originale Fenster, mehrfach profilierte verputzte Traufe, Dach 1993 abgebrannt, (Notdach), leerstehend
  • ehem. Gefängnis (Ende 18. Jh.) (Schlossberg 7): eingeschossig, Krüppelwalmdach (Krempziegel), geputzte, mehrfach abgestufte Traufe, Putzbau, neue Fenster und Tür, seitlicher Anbau KEIN DENKMAL, alte Kellergewölben aus Ziegelmauerwerk, teilweise meterstark, schmale tiefliegende Lichtschächte
  • Befestigungsanlage: alte Mauerreste der Burgbefestigung (ruinös) in Teilen das Burgareal begrenzend, aus Backstein im Klosterformat
  • Bergfried (14. Jh.): roter Ziegel, quadratischer Grundriss mit oktogonalem Aufsatz und Zeltdach (1. Hälfte 16. Jh.)
  • Sorbenturm (2. Hälfte 12. Jahrhundert): dreigeschossig mit Pultdach aus Ziegelmauerwerk auf quadratischem Grundriss und auf altem Fundament, obere Geschosse jeweils nach innen zurückgesetzt,

mit Rundbogenfenstern, im 2. Obergeschoss gepaart als Zwillingsrundbogenfenster

  • alte Pflasterung der Zufahrt zum Burgberg (Tor) von Beginn Abzweig Marienstraße an der Kirche vorbei
  • Hundertstüfchen: Treppenanlage mit Aussichtsplattform, Streichung 2008, kein Denkmal
08973427
 


Weitere Bilder Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Marienkirche und Kirchberg: Kirche (mit Ausstattung) und Grabmal auf dem Kirchhof (siehe auch Sachgesamtheit 09304971, Schloßberg 11–13); auch Bergkirche Schloßberg 11
(Karte)
1516–1522 spätgotischen Hallenkirche mit Westturm, ehemals romanischer Vorgängerbau, von baugeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung, qualitätvolle Grabmalgestaltung
  • ehem. romanischer Vorgängerbau zur spätgotischen Hallenkirche umgebaut, Backsteinbau, Langhaus verputzt, eingezogener Chor mit 5/8-Schluss und Strebepfeilern, Westturm mit Zeltdach und Laterne, im Norden Sakristei,
  • Grabmal: kräftiger Obelisk auf quadratischem Sockel, der mit umlaufenden Girlanden dekoriert ist, in Frontseite ädikulaförmig umrahmte Nische, darin Kelch unter Muschelkalotte, von ehem. Engelskopfgiebel bekrönt, Tafel auf Obelisk fehlt
08973239
 


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Weitere Bilder
Sachgesamtheit Marienkirche und Kirchberg, mit folgenden Einzeldenkmalen: Kirche (mit Ausstattung) und Grabmal auf dem Kirchhof (siehe Einzeldenkmale 08973239, Schloßberg 11) und Gedenktafel für Franz Abt an einem Wohnhaus (siehe Einzeldenkmale 08973238, Schloßberg 13) und als Sachgesamtheitsteil: Stütz- und Einfriedungsmauern sowie Wohnhaus (Schloßberg 13) [Pfarrhaus Schloßberg 12, Obj. 09300439, vor 2009 abgebrochen] Schloßberg 11; 12; 13
(Karte)
1516–1522 (Kirche) spätgotische Hallenkirche mit Westturm, ehemals romanischer Vorgängerbau, von baugeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung, qualitätvolle Grabmalgestaltung, die Bauten des Kirchberges bilden ein städtebaulich hervorgehobenes Ensemble 09304971
 


 
Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Marienkirche und Kirchberg: Gedenktafel für Franz Abt an einem Wohnhaus (siehe auch Sachgesamtheit 09304971, Schloßberg 11–13) Schloßberg 13
(Karte)
bez. 1887 den Geburtsort des Liedkomponisten Franz Abt (1819–1885) verdeutlichend, von ortshistorischem und musikgeschichtlichem Interesse (Wohnhaus: KEIN DENKMAL)
  • zweigeschossiger Putzbau neu saniert mit Satteldach, nur Fenster im Obergeschoss original erhalten, Architektur belanglos, Wohnhaus KEIN DENKMAL,
  • Tafel an der Ostseite im Giebel: Hier wurde der deutsche Liederkomponist Franz Abt am 22. Dezember 1819 geboren. Er starb zu Wiesbaden am 31. März 1885. Zum Andenken gewidmet von den Gesangsvereinen Liederhalle, Arion und Tischler-Verein zu Eilenburg am 31. März 1887. (Eisenklempnerei Erwinhof bezeichnet)
08973238
 


Mietshaus in halboffener Bebauung und in Ecklage (Anschrift: Bahnhofstraße 6 und Schreckerstraße 1a) Schreckerstraße 1a
(Karte)
um 1955 anspruchsvolles Beispiel der Nachkriegsbebauung in markanter Ecklage, im Stil der Nationalen Bautradition, baugeschichtlich von Bedeutung

in Reihenhausbebauung dreigeschossiger Putzbau mit flachem, einseitigem Walmdach, Gliederung mittels risalitartiger Treppeneingangsbereiche mit zusammengefassten gerahmten Zwillingstreppenfenstern, Eckquaderungen und abgesetzten, hervortretenden Gewänden der Fenster und Türen, Obergeschoss mit Putzgliederung zwischen den Fenstern, Fenster und Türen neu, Zustand saniert

08973256
 


Fabrikfassade Schreckerstraße 3
(Karte)
um 1900 Zeugnis der Industrialisierung in Eilenburg mit qualitätvoller Klinkerfassade, baugeschichtlich bedeutend, straßenbildprägend

eingeschossiger roter Klinkerbau mit gelber Klinkergliederung (Segmentbögen der Fenster, Rautenelemente im Brüstungsbereich und im Drempel), Pilastergliederung, Sohlbankgesims, Konsolgesims

08973366
 


Ehemalige Molkerei Schreckerstraße 5
(Karte)
um 1870 Gebäude mit singulärer Stellung im Ort, baugeschichtliche Bedeutung

zweigeschossig, Klinker gelb, Satteldach, große fünfachsige Zwerchhäuser vorder- und rückseitig mit Zwillingsfenstern in der Spitze, Deutsches Band aus rotem Klinker zwischen erstem und zweitem Obergeschoss und an der Traufe, Lisenen und Ecklisenen, Fenster mit Birnenstabgewänden, weiter Dachüberstand, vorderseitiger Anbau KEIN DENKMAL

08973363
 


Mietshaus in geschlossener Bebauung Schreckerstraße 9
(Karte)
um 1915 durch reichhaltige Putzdekoration der Fassade gestalterisch ansprechend, Reformstil-Architektur, baugeschichtliche Bedeutung

dreigeschossig, Satteldach (neu) mit Schleppgauben, verputzt, Fassadengliederung mit reicher Putzgestaltung (Vasenmotive im Giebel der Zwerchhäuser, Putzspiegel usw.), zwei Erker, die einen langgestreckten Balkon tragen, dreiachsige Zwerchhäuser, Fenster neu (historisierend), Haustür, Toreinfahrt und Treppengeländer original

08973260
 


 
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Wohnhaus in offener Bebauung Schreckerstraße 30
(Karte)
Ende 19. Jh. seltene neogotische Fassadengestaltung, von baugeschichtlicher Bedeutung

Mietshaus: zweigeschossiger roter Klinkerbau mit Satteldach und Gaube (neu), Seitenrisalit mit seitlichen hohen Spitzbogenportalen in weitgehend originalem Zustand ebenso Spitzbogenfenster, originaler Treppengiebel nur einseitig vorhanden, im rechten Risalit vereinfacht, mittig hohe Segmentbogenfenster mit linearer Segmentbogenverdachung, im Drempel Spitzbogenfries auf Konsolen, kräftige Gurt- und Sohlbankgesimse gliedern die Fassade horizontal, Giebelseiten neu verputzt

08973725
 


 
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Mietshaus in geschlossener Bebauung Schulstraße 17
(Karte)
Ende 19. Jh. mittenbetonte Klinkerfassade, gutes Zeugnis der gründerzeitlichen Wohnbebauung in weitgehend authentischer Erscheinung, baugeschichtlich von Bedeutung

viergeschossig, Satteldach (Krempziegel), Erdgeschoss verputzt mit Putzbändern, aufwendig gestalteter Eingangsbereich (Ädikula), Fassade Klinkermischbauweise (Klinker rot), Gurtgesimse, in der Mittelachse Zwillingsfenster, originale Haustür, Fenster neu

08973365
 


 
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Umspannwerk Schulstraße 20
(Karte)
1920er Jahre durch originelle Fassadengliederung gestalterisch ansprechendes Gebäude, singuläre Stellung im Ort, straßenraumprägend, von technikgeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossig, Sockel aus grobbehauenen Granitblöcken, Bogenwalmdach (Biberschwanzdeckung), Klinker rot, Segmentbogenfenster im Erdgeschoss, teilweise als Blindfelder mit kleineren hochrechteckigen Fenstern, Eingangsachse konvex vorgewölbt, weit auskragende Traufe, unter der Traufe Tafel mit gezackten Blitzen dargestellt, 2. Obergeschoss Verwalterwohnung, Klinkergliederung in Form von Pilastern und Spiegeln, teilweise originale Türen (Eingangstür, Stahltüren), originale Fenster (teilweise Stahlsprossung), Anbau später KEIN DENKMAL (1930er Jahre)

08973364
 


Wohnhaus mit Anbau Sorbenweg 2
(Karte)
um 1800 weitgehend authentisch erhaltenes Wohnhaus in ortsbildprägender Stellung, von baugeschichtlicher und sozialhistorischer Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau mit Satteldach, Erdgeschoss Ziegel, Obergeschoss Fachwerk, originaler Putz mit Resten früherer Bemalung, Fenster mit Fensterläden (Reste), Portal mit Holzgewände und Oberlicht original, baufälliger Zustand, mit terrassierter Gartenanlage

08973337
 


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Ostfriedhof: Friedhofskapelle, Einfriedung des Friedhofes, Denkmal für die Opfer des 2. Weltkrieges und sowjetisches Ehrenmal (siehe auch Sachgesamtheit 09304863, Sprottaer Landstraße 3) Sprottaer Landstraße 3
(Karte)
1907 ortshistorisch von Bedeutung und baugeschichtlich interessant
  • Friedhofskapelle: langgestreckter Saalbau mit anschließendem Querbau, verputzt, Walmdach (Biberschwanzdeckung) mit Dachreiter (Glockentürmchen) in Kupferdeckung, seitlich je drei Rundbogenfenster, Eingangsfront mit Mittelrisalit und hohem Bogenfeld, Gliederung mit kräftigen Pilastern, in den Kapitellen Girlandenschmuck, Traufe mit Wellenlinien, im Giebel des Mittelrisalit Zahnschnitt, neu saniert (Fenster und Tür neu)
  • Ehrenmal für russische Gefallene des 2. Weltkrieges (um 1970): Granitpfeiler mit Inschrifttafeln in Mauer eingelassen
  • Denkmal für die Opfer des 2. Weltkrieges: ältere Anlage neu gestaltet (1999), auf Wiese Plastik eines aufgeschlagenen Buches (in Kupfer) mit Inschrift auf Sandsteinsockel, liegende Bruchsteinplatten mit Namenszügen in Kupferplatten auf Wiese verteilt
  • OdF-Gedenkstätte, Friedhof Ost:
    • In vier Gemeinschaftsgräbern ruhen Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, und zwar: 21 Sowjetbürger, 2 CSR-Bürger, 20 Polen, 1 Holländer, 1 Österreicher, 11 Italiener, 1 Franzose und 13 Deutsche.
    • Hinter den Reihengräbern Gedenkmauer, dort Tafeln mit Namen der Toten soweit bekannt, in der Mitte etwas erhöht Mauer mit ehrender Inschrift, darüber Flammenschale.
    • Material: Mittelteil der Mauer – roter Sandstein, Höhe 300 cm; Seitenteile der Mauer – Kunststein, Höhe 250 cm; Gesamtlänge: 37 Meter
    • errichtet: 1975
08973344
 


Sachgesamtheit Ostfriedhof, mit folgenden Einzeldenkmalen: Friedhofskapelle, Einfriedung des Friedhofes, Denkmal für die Opfer des 2. Weltkrieges und sowjetisches Ehrenmal (siehe Einzeldenkmale 08973344, Sprottaer Landstraße 3) sowie der gärtnerischen Friedhofsgestaltung (Gartendenkmal) Sprottaer Landstraße 3
(Karte)
1907 ortshistorisch von Bedeutung und baugeschichtlich interessant
  • Friedhofskapelle: langgestreckter Saalbau mit anschließendem Querbau, verputzt, Walmdach (Biberschwanzdeckung) mit Dachreiter (Glockentürmchen) in Kupferdeckung, seitlich je drei Rundbogenfenster, Eingangsfront mit Mittelrisalit und hohem Bogenfeld, Gliederung mit kräftigen Pilastern, in den Kapitellen Girlandenschmuck, Traufe mit Wellenlinien, im Giebel des Mittelrisalit Zahnschnitt, neu saniert (Fenster und Tür neu)
  • Ehrenmal für russische Gefallene des 2. Weltkrieges (um 1970): Granitpfeiler mit Inschrifttafeln in Mauer eingelassen
  • Denkmal für die Opfer des 2. Weltkrieges: ältere Anlage neu gestaltet (1999), auf Wiese Plastik eines aufgeschlagenen Buches (in Kupfer) mit Inschrift auf Sandsteinsockel, liegende Bruchsteinplatten mit Namenszügen in Kupferplatten auf Wiese verteilt
  • OdF-Gedenkstätte, Friedhof Ost: In vier Gemeinschaftsgräbern ruhen Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, und zwar: 21 Sowjetbürger, 2 CSR-Bürger, 20 Polen, 1 Holländer, 1 Österreicher, 11 Italiener, 1 Franzose und 13 Deutsche.
    • Hinter den Reihengräbern Gedenkmauer, dort Tafeln mit Namen der Toten soweit bekannt, in der Mitte etwas erhöht Mauer mit ehrender Inschrift, darüber Flammenschale.
    • Material: Mittelteil der Mauer – roter Sandstein, Höhe 300 cm, Seitenteile der Mauer – Kunststein, Höhe 250 cm, Gesamtlänge: 37 Meter
    • errichtet: 1975
09304863
 


 
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Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Stadtpark Eilenburg: Gedenkstein für W. F. Mitscherlich, Plastik und Skulptur (siehe auch Sachgesamtheit 09304879) Stadtpark
(Karte)
1932–1933 (Mitscherlich-Gedenkstein) Gedenkstein zur Erinnerung an W. F. Mitscherlich (1826–1895), dem Begründer des Stadtparks, von städtebaulicher, kunstgeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung
  • Stadtpark: als große Grünfläche größtenteils im Stil eines englischen Landschaftsparkes gestaltet mit altem und hohem Baumbestand, inmitten findet sich ein Tierpark (kleiner Zoo), vor dem Bahnhof relativ symmetrisch gestaltete Freifläche mit Plastiken, Treppen, Mauerbegrenzung und Nischen für Bänke
  • Plastik: eine schwere Lorbeergirlande tragender, kleiner nackter Putto auf rechteckigem Sockel, Kunststein, leicht verwittert
  • Bronzeskulptur von Hans Förster (1970): auf quadratischen Betonsockel stehende lebensgroße Frau, ein Kind hochhaltend, mit einfacher Kleidung und Haarzopf, im Stil des soz. Realismus gearbeitet
  • Gedenkstein: Sandsteinobelisk auf quadratischem Sockel mit Grünanlage, Obelisk in der Mitte mit breiter Kehlung und Gesims gestaltet, Oberfläche unregelmäßig schariert, Inschrift in schwarzer Farbe: Dem Begründer des Stadtparkes Wilhelm Ferdinand Mitscherlich, geb. 1826 – gest. 1895
08973249
 


 
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Sachgesamtheit Stadtpark Eilenburg, mit folgenden Einzeldenkmalen: Gedenkstein für Wilhelm Ferdinand Mitscherlich, Plastik und Skulptur (siehe Einzeldenkmale 08973249) und mit der Parkanlage (Gartendenkmal) Stadtpark
(Karte)
2. Hälfte 19. Jh. Gedenkstein zur Erinnerung an W. F. Mitscherlich (1826–1895), dem Begründer des Stadtparks, von städtebaulicher, kunstgeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung
  • Stadtpark: als große Grünfläche größtenteils im Stil eines englischen Landschaftsparkes gestaltet mit altem und hohem Baumbestand, inmitten findet sich ein Tierpark (kleiner Zoo), vor dem Bahnhof relativ symmetrisch gestaltete Freifläche mit Plastiken, Treppen, Mauerbegrenzung und Nischen für Bänke
  • Plastik: eine schwere Lorbeergirlande tragender, kleiner nackter Putto auf rechteckigem Sockel, Kunststein, leicht verwittert
  • Bronzeskulptur von Hans Förster (1970): auf quadratischen Betonsockel stehende lebensgroße Frau, ein Kind hochhaltend, mit einfacher Kleidung und Haarzopf, im Stil des soz. Realismus gearbeitet
  • Gedenkstein: Sandsteinobelisk auf quadratischem Sockel mit Grünanlage, Obelisk in der Mitte mit breiter Kehlung und Gesims gestaltet, Oberfläche unregelmäßig schariert, Inschrift in schwarzer Farbe: Dem Begründer des Stadtparkes Wilhelm Ferdinand Mitscherlich, geb. 1826 – gest. 1895
09304879
 


 
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Mietshaus in halboffener Bebauung und in Ecklage Steinstraße 48
(Karte)
Ende 19. Jh. Gründerzeitbau in straßenbildprägender Lage mit gestalterisch ansprechender Fassade, baugeschichtlich von Bedeutung

dreigeschossiger Bau mit Satteldach und Gaupe, Mischbauweise, Quarzporphyrsockel, verputztes Erdgeschoss mit Nutung, Obergeschosse in rotem Klinker mit dunkelroten Klinkerbändern gegliedert, Fensterrahmungen in Betonstein, angestrichen, Mittelrisalit für Treppenhaus mit originalem Portal, denkmalgerechte Sanierung (Fenster)

08973356
 


Gaswerk Eilenburg (Gasometer) Sydowstraße 1
(Karte)
Ende 19. Jh. versorgungsgeschichtlich und technikgeschichtliche Bedeutung

Gasometer: runder roter Klinkerbau, Gliederung durch Lisenen und Bänder mit vertikal angeordneten Klinkern, teilweise originale Fenster erhalten, Gaswerk sehr stark verändert und teilweise abgerissen

08973732
 


 
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Bahnhof Eilenburg: Bahnhof mit Empfangsgebäude (Anschrift: Bahnhofstraße 21), weiterhin mit zwei Wassertürmen (Wasserturm West, Anschrift: Sydowstraße 6), zwei Stellwerken und zwei Brückenköpfe auf dem Bahngelände Sydowstraße 6
(Karte)
1870–1871 wichtige, im Ensemble erhaltene Zeugnisse der Verkehrsentwicklung der Stadt in qualitätvoller Architektur des Historismus an den Eisenbahnlinien Halle (Saale) Hbf – Torgau– [Falkenberg

(Elster)–Guben] (Streckennummer 6345), von baugeschichtlicher und verkehrsgeschichtlicher Bedeutung

  • Zu den Wassertürmen: Die Wassertürme sind Teil des Eilenburger Bahnhofs und als solche Zeugnisse der Entwicklung Eilenburgs zum Verkehrsknotenpunkt zwischen Leipzig, Torgau, Wurzen und Pretzsch Ende des 19. Jahrhunderts. Ihnen kommt damit eine eisenbahngeschichtliche und technikgeschichtliche Bedeutung zu.
    • Der Wasserturm West wurde 1870/71 in Zusammenhang mit dem Bau des Bahnhofs Eilenburg an der Strecke Halle-Cottbus für die Wasserversorgung der Dampflokomotiven errichtet und dient heute als Wohnhaus. Es handelt sich um einen oktogonalen, roten Klinkerbau mit Natursteinsockel und Pyramidendach. Die Fassade wird von geschossübergreifenden Rücklagen, die von hohen Segmentbogenfenstern im Erdgeschoss und kleinen Segmentbogenzwillingsfenstern im Obergeschoss durchlichtet sind, gegliedert. Ein rautenförmiges Muster aus dunklen Klinkern ziert die Zone zwischen Erd- und Obergeschoss. Der obere Teil, der ehemals den stählernen Hängebodenbehälter für die Wasserversorgung enthielt, kragt leicht aus und ist mit dunklen Platten verkleidet. Insgesamt 16 schmucklose, hochrechteckige Fenster sorgen für eine gleichmäßige Belichtung.
    • Der Wasserturm Ost ist ebenfalls ein oktogonaler Klinkerbau. Sein zweigeschossiger Turmschaft wurde aus roten Klinkern gemauert, das Behältergeschoss oberhalb eines schmalen, leicht auskragenden Gesimses dagegen aus gelben Klinkern. Alle Wandflächen sind jeweils leicht zurückgesetzt, sodass der Eindruck einer Lisenengliederung entsteht. Das Dach ist als flaches Kegeldach ausgebildet.
  • Bahnhof Eilenburg, Wasserturm Ost, Wasserturm West, Fahrdienstleiter-Stellwerk Eilenburg West, Stellwerk Eilenburg Ost
    • Empfangsgebäude: langgestrecktes Bahnhofsgebäude mit mehreren versetzten Gebäudeteilen in unterschiedlicher Traufhöhe, rote Klinkerbauweise mit flachem Walmdach im Schweizer Stil, Gliederung hauptsächlich mit hohen Segmentbogenfenstern im Erdgeschoss, Gurtgesims mit Deutschem Band, mit gelbem Klinkerformsteingesims abgesetzte, verputzte Traufzone, kleiner Risalit (Eingangsbereich) mit Rundbogenfenstern im Obergeschoss und neuem Vordach, großer Risalit mit drei hohen Rundbogenfenstern und vorgelagertem, auf kräftigen Konsolen liegendem Balkon im Obergeschoss und kleinen Rundbogenfenstern im Giebelgesims, östlicher, campanileartiger Turm mit schmalen, hohen Rundbogenfenstern in gemeinsamer Rücklage im zweiten Obergeschoss, östlich davon Vorbau mit Wintergarten in Fachwerkkonstruktion, Innen: originale Holzdecke
    • Bahnsteigüberdachung: mit gusseisernen Säulen und Fachwerkkonstruktion
    • Brückenkopf: westlich im Bahnbetriebsgelände als Zyklopenmauerwerk in Granit mit Sandsteineckquaderung, einziger Pfeiler als Abschluss erhalten
    • Wasserturm West (Sydowstraße): roter Klinkerbau, Pyramidendach im Schweizer Stil und mit Kugelbekrönung, oktogonaler Grundriss, polygonaler Bruchsteinsockel, in den Seiten geschossübergreifende Rücklagen mit kleinen, blinden Segmentbogenzwillingsfenstern auf gemeinsamer, abgeschrägter Sohlbank im ersten Obergeschoss, Erdgeschoss mit hohen Segmentbogenfenstern, gegliedert mit Deutschem Band als Stockwerkgesims, Ornamentierung mit schwarzroten Klinkern im Rautenmotiv, der Abschnitt des eigentliche Wasserbehälter befindet sich auf kräftigem Klinkerkonsolgurtgesims und ist hervorgehoben mit kleinen Fenstern, ansonsten schmucklose Wandgestaltung, Tür original, Wasserstandsanzeiger außen original
    • Wasserturm Ost: einfache Klinkerarchitektur mit zweigeschossigem rotem Klinkersockel und eingeschossigem gelbem Klinkeraufbau, flaches Kegeldach im Schweizer Stil, Gliederung mit Ecklisenen und abgesetzten Kolossalblendarkaden, im Obergeschoss flach abgestuftes gerades Gesims
    • Fahrdienstleiter-Stellwerk Eilenburg West (Aw): qualitätvoller Klinkerbau, schmaler dreigeschossiger Hauptbau mit Flachdach auf breitem vorgelagertem Erdgeschossbau, auf Stahlträgern sitzender, über die Gleise geführter Riegel mit schmaler, umlaufender Fensterfront, von kräftig abgesetztem Kunststeingewände gerahmt, Fenster original, Hauptgebäude mit scharfkantig geschnittenen Rundbogenfenstern auf flacher abgesetzter Sohlbank, Drempel mit umlaufendem Zickzackfries, seitlicher Treppenaufgang mit rippenförmig abgesetztem Blendfeld aus glasierten Klinkersteinen, Fenster teilweise original, Schornsteinbau später
    • Stellwerk Eilenburg Ost: zweigeschossiger gelber Klinkerbau mit Kopfbau, Erker und Walmdach (Biberschwanzdeckung) im Schweizer Stil, Erdgeschoss massiv Klinker, Obergeschoss Fachwerk mit Klinkerausfachung, Gliederung mit roten Klinkern in Sockel, Bändern, Deutschem Band und Sohlbänken, Tür original, Fenster neu, teilweise neue Mauerflächen und zugesetzte Fenster
08973253
 


 
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Zwei Plastiken in der Promenade Torgauer Straße
(Karte)
1930er Jahre figürliche Plastiken, originelle Zeugnisse zeittypischer Kleinkunst, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

Figuren flankieren Torgauer Straße zwischen Nordring und Kleiner Mauergasse bzw. Dr.-Külz-Ring

  • Figur 1: auf Quader sitzender, kleiner Junge, Ziehharmonika spielend, mit kleiner Jägermütze, Klinkersockel, mit Klinkerplatten abgedeckt, Figur ca. ein Meter hoch, aus Kunststein gegossen
  • Figur 2: Klinkersockel mit Klinkerplattenabdeckung, auf Stein sitzender kleiner Junge, Flöte spielend mit Art Jägermütze und umgehängter kleiner Tasche, ca. 1 m groß, Kunststein, teilweise scharriert
08973333
 


Wohnhaus in offener Bebauung und Einfriedungspfeiler Torgauer Straße 1a
(Karte)
um 1925 charakteristischer, architektonisch und künstlerisch hervorragender Bau der späten 1920er Jahre oder frühen 1930er Jahre von stadtbildprägender Bedeutung, in städtebaulich markanter Ecklage und originaler Bausubstanz

zweigeschossig, Klinkerbauweise, Walmdach, (Krempziegel), Portal original mit Freitreppen und Mauereinfassung, Geländer später, Gewände in stark herausgestelltem Dreikantprofil, seitliche Eckerker, Fenster neu, Gitter neu (vor Keller und Treppenhausfenstern), Einfriedungspfeiler original in Sichtklinker

08973284
 


 
Weitere Bilder
Portal und Inschrifttafel an einem Wohnhaus Torgauer Straße 23
(Karte)
1665 qualitätvolles Renaissanceportal, darüber Kartusche mit Inschrift, von baugeschichtlicher Bedeutung

Rundbogensitznischenportal mit Muschelkalotten, mit Konsol-, Eierstab- und Zahnschnittfries, Schlussstein mit Kartusche und Kinder-(Engels-)kopf, Inschrifttafel: Kartusche mit Rollwerk und Voluten, Gebäude 1961 neu errichtet

08973289
 


 
Weitere Bilder
Gasthof Roter Hirsch (Ehemaliger Gasthof (mit Ausstattung)) Torgauer Straße 40
(Karte)
17. Jh., später überformt Putzbau mit Satteldach, bemerkenswerter Renaissancebau mit wertvoller Innenausstattung, älteste Ausspanne der Stadt, ehemalige Poststation, von ortsgeschichtlicher und baugeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau mit Satteldach und Fledermausgaube, Fenster allgemein mit profilierten Gewänden und geraden Verdachungen im Erdgeschoss, großes Rundbogenportal, von Putzbossierung gerahmt und von Relieftafel (Hirsch über Kartusche) bekrönt, originale Tür mit Kassettenfeldern, Erdgeschoss mit horizontaler Putznutung, wird zur Zeit saniert, innen originale Holzbalkendecken, im Obergeschoss des Anbaus großer Saal mit Stuckdecke von 1890; älteste Ausspanne der Stadt, ehemalige Poststation, als Quartier unter anderem von August dem Starken und Friedrich III. und als Station des Leichenzugs von Gustav II. Adolf

08973291
 


 
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Wohnhaus in geschlossener Bebauung Torgauer Straße 42
(Karte)
Ende 19. Jh., im Kern älter mit Laden, historisierende Putzfassade, zu Eilenburgs größter Geschäftsstraße gehörendes Gebäude, ortsentwicklungsgeschichtliche Bedeutung

dreigeschossig, Putzbau, Satteldach (Biberschwanzdeckung) mit Dachgauben (Walmdach), in den Geschossen Sohlbankgesimse, im ersten Obergeschoss wuchtige Fensterverdachungen auf Konsolen, Dreieckgiebel in der Mittelachse, Sprossenfenster, Ladeneinbau verändert, zweites Obergeschoss Kielbogenfenster

08973331
 


 
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Wohn- und Geschäftshaus in geschlossener Bebauung Torgauer Straße 43
(Karte)
um 1925, im Kern älter als erstes städtisches Geschäftshaus im Art-Déco-Stil mit straßenbildprägender Giebelgestaltung, von bauhistorischer und ortshistorischer Bedeutung

dreigeschossiger Putzbau mit Mansarddach und hohem Zwerchhausgiebel, Erdgeschoss großflächige Schaufenstereinbauten, erstes Obergeschoss Bay-Windows-Fensterreihe, dazwischen Blendfelder, Gesimse gliedern die Fassade, auffallende Gestaltung mit Zickzackformen in Blendfeldern, lineare Verdachung der Bay-Windowsfenster und in den Giebel überführendes Traufgesims bildet optischen Akzent zu den anschließenden Fassadengestaltungen in der Straße, Fenster neu, sanierter Zustand

08973292
 


Wohnhaus in geschlossener Bebauung Torgauer Straße 46
(Karte)
Mitte 19. Jh., im Kern älter mit Ladeneinbau, zeittypisches Gebäude in städtebaulich zentraler Lage, zur ursprünglichen Stadtkernbebauung gehörend, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossig, Satteldach (Krempziegel), verputzt, Obergeschoss originale Fenster, Erdgeschoss verändert (Ladeneinbau, Türöffnung), Traufgesims abgetreppt, älterer Keller unter dem Gebäude

08973332
 


 
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Holzbalkendecke in einem Wohnhaus Torgauer Straße 47
(Karte)
Mitte 16. Jh. originale Holzbalkendecke der Renaissancezeit, mit singulärer Bedeutung, handwerklich-künstlerischer Wert

Holzbalkendecke: originale Holzbalkendecke des 16. Jahrhunderts in Neubau integriert, profilierte Unterzüge mit Schiffskehlung, Bretter in Fischgrätenmotiv angeordnet, einzelner Rest der originalen Bemalung erhalten

08973729
 


 
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Wohnhaus in geschlossener Bebauung Torgauer Straße 48
(Karte)
Anfang 19. Jh., im Kern älter mit Ladeneinbauten, Bürgerhaus mit gut erhaltenen Fassadengliederungen in städtebaulich zentraler Lage, zur ursprünglichen Stadtkernbebauung zählend, baugeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossig, Satteldach (Biberschwanzdeckung) mit Fledermausgaube (neu), Gebäude verputzt, im Erdgeschoss genutete Fenster- und Türgewände, alte Haustür, Gurtgesims, im Obergeschoss kräftige Fenstersohlbänke und mit Halbkugelmotiven gestaltete Fenstergewände, Konsoltraufgesims (abwechselnd größere und kleinere)

08973328
 


 
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Wohnhaus in geschlossener Bebauung Torgauer Straße 49
(Karte)
1536 Dendro mit Laden, Putzbau mit Satteldach, aufgrund seines hohen Alters wertvolles Zeugnis der Ortsentwicklung und der nordsächsischen Hauslandschaft, heimatgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossig, Satteldach (Kronendeckung), Putzbau, Fenster- und Türöffnungen erhalten, Sockel teilweise verkachelt

08973329
 


 
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Wohnhaus in geschlossener Bebauung Torgauer Straße 50
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh., später überformt mit Ladeneinbau, klassizistische Fassade mit Dreiecksgiebel, städtebaulich markante Lage, von baugeschichtlicher Bedeutung

dreigeschossig, hohes Satteldach (Biberschwanzdeckung) mit Dreiecksgiebel (mit sternenförmig gesprosstem Ochsenauge), Erdgeschoss: Ladeneinbau verändert, Obergeschoss mit Sohlbankgesims, mit Putznutung versehene Fensterfaschen, saniert, neue Fenster und Türen, weit auskragende Traufe (ebenso am Dreieckgiebel)

08973326
 


 
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Wohnhaus in geschlossener Bebauung Torgauer Straße 51
(Karte)
Mitte 19. Jh. mit Laden, zeittypisches Gebäude in städtebaulich markanter Lage, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossig und Mezzaningeschoss, Satteldach (Biberschwanzdeckung), Putzbau, Erdgeschoss verändert mit Ladeneinbauten und Keramikfliesensockel, Gurtgesims, Putzfaschen, kräftige Traufe, älterer Keller unter dem Gebäude

08973327
 


 
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Wohnhaus in geschlossener Bebauung Torgauer Straße 52
(Karte)
Mitte 19. Jh., im Kern älter mit späterem Ladeneinbau, zum älteren Bestand der Straßenbebauung gehörendes Gebäude, im Kern aus der Renaissancezeit, baugeschichtlich von Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau mit Satteldach, Fenstergewände im Erdgeschoss mehrfach profiliert, im Obergeschoss gefast, Gurt- und kräftiges Konsoltraufgesims gliedern die Fassade, Fenster, Tür und Ladeneinbau neu, saniert

08973290
 


 
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Wohnhaus in geschlossener Bebauung Torgauer Straße 53
(Karte)
Mitte 19. Jh., im Kern älter zum älteren Bestand der Straßenbebauung gehörendes Gebäude mit städtebaulicher Bedeutung

Mietshaus: zweigeschossiger Putzbau, Satteldach (Biberschwanzdeckung), Dachgauben, verputzt, leicht gekehlte Fenster- und Türgewände, Gurtgesims, alte Haustür, abgetrepptes Traufgesims

08973350
 


 
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Mietshaus in halboffener Bebauung Torgauer Straße 63
(Karte)
Ende 19. Jh. typischer Gründerzeitbau an der Hauptverkehrsstraße gelegen und somit straßenbildprägend, von baugeschichtlicher Bedeutung

dreigeschossig, Satteldach mit Dachgaupen, Klinkermischbauweise, Erdgeschoss mit Putznutung, roter Klinker, Obergeschoss mit Ädikula und Betonsteinrahmung, glasierte Ziegelbänder, neue Holztraufe (etwas unproportioniert), Dach, Gauben und Fenster neu, Zustand saniert, Fenster im Erdgeschoss nach unten verlängert, Haustür neu

08973288
 


Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Stadtfriedhof: drei Erbbegräbnisse (Mitscherlich, Müller, Holzweissig) und Grabmale von Ferdinand Röber und Ernst Träger (siehe auch Sachgesamtheit 09304865, Torgauer Straße 71) Torgauer Straße 71
(Karte)
Anfang 20. Jh. (Erbbegräbnis Mitscherlich) anspruchsvoll gestaltete Erbbegräbnisse an der Friedhofsmauer, von ortshistorischer Bedeutung und künstlerisch qualitätvoller Gestaltung
  • 1. Grabmal Müller: flache stilisierte Ädikularahmung in Muschelkalk, Mittelteil mit gepresster Reliefplatte und seitlicher Inschrifttafel aus Metall, Darstellung eines Engels mit Blumenkranz, Die Liebe höret nimmer auf Friedrich August Müller, 1907 und Anna Müller 1925
  • 2. Grabmal Holzweissig: Ehrenbürger, gest. 1916, Fabrikbesitzer, gest. 1937, roter Sandstein, oben Sanduhr im Giebel
  • 3. Grabmal Familie Mitscherlich: Engelsfigur vollplastisch freistehend, Galvanogusstechnik, auf Pfeiler vor stilisierter Ädikula mit Bogenfeld, Inschriftenplatte aus schwedischem Granit mit Goldschrift
  • 4. Grabmal Ferdinand Röber: auf rechteckförmigem hohem Sockel stehendes Kreuz (lateinisches Kreuz), Marmor, mit Inschrift im Sockel (Seinem Wohltäter das dankbare Eilenburg) und Kreuz, umgeben von Bepflanzung mit Wacholderbüschen und Kiefern
  • 5. Grabmal Ernst Träger: auf Säulenstumpf stehende Urne in antikisierender Vasenform aus Kunststein, Inschrift auf Säulenstumpf: Unserem Ernst 24. April 1890 gest. 23. Mai 1904
08973287
 


Sachgesamtheit Stadtfriedhof Eilenburg, mit den Einzeldenkmalen: drei Erbbegräbnisse (Mitscherlich, Müller, Holzweissig) und Grabmale von Ferdinand Röber und Ernst Träger (siehe Einzeldenkmale 08973287, Torgauer Straße 71) und gärtnerisch gestaltete Friedhofsanlage (Gartendenkmal) Torgauer Straße 71
(Karte)
nach 1920 anspruchsvoll gestaltete Erbbegräbnisse an der Friedhofsmauer, von ortshistorischer Bedeutung und künstlerisch qualitätvoller Gestaltung
  • 1. Grabmal Müller: flache stilisierte Ädikularahmung in Muschelkalk, Mittelteil mit gepresster Reliefplatte und seitlicher Inschrifttafel aus Metall, Darstellung eines Engels mit Blumenkranz, Die Liebe höret nimmer auf Friedrich August Müller, 1907 und Anna Müller 1925
  • 2. Grabmal Holzweissig: Ehrenbürger, gest. 1916, Fabrikbesitzer, gest. 1937, roter Sandstein, oben Sanduhr im Giebel
  • 3. Grabmal Familie Mitscherlich: Engelsfigur vollplastisch freistehend, Galvanogusstechnik, auf Pfeiler vor stilisierter Ädikula mit Bogenfeld, Inschriftenplatte aus schwedischem Granit mit Goldschrift,
  • 4. Grabmal Ferdinand Röber: auf rechteckförmigem hohem Sockel stehendes Kreuz (lateinisches Kreuz), Marmor, mit Inschrift im Sockel (Seinem Wohltäter das dankbare Eilenburg) und Kreuz, umgeben von

Bepflanzung mit Wacholderbüschen und Kiefern

  • 5. Grabmal Ernst Träger: auf Säulenstumpf stehende Urne in antikisierender Vasenform aus Kunststein, Inschrift auf Säulenstumpf: Unserem Ernst 24. April 1890 gest. 23. Mai 1904
09304865
 


Wohnhaus in halboffener Bebauung Weinbergstraße 1
(Karte)
um 1850 gut gegliederte Putzbau des 19. Jahrhunderts, von baugeschichtlicher und straßenbildprägender Bedeutung

Wohnhaus: zweigeschossiger Ziegelbau mit kleinen Mezzaninfenstern, verputzt, Satteldach, Gliederung mit breitem Gurtgesims, profilierte Fenstergewände, 2. Obergeschoss mit gerader Verdachung, originale Fenster, Tür und Eingangsstufen neu, im Giebel zwei segmentbogige Fenster und drei kleine quadratische Fenster, Abbruchgenehmigung 2008 erteilt, 2014 noch nicht abgebrochen – daher Abbruch noch nicht verzeichnet

08973304
 


 
Rittergut Friedrichshöhe: Herrenhaus eines ehemaligen Rittergutes, mit Einfriedung Weinbergstraße 8
(Karte)
um 1800 stattlicher Putzbau, ursprünglicher Bestandteil und Ausgangspunkt der Vorstadtstruktur in originaler Bausubstanz, ortsbildprägende Stellung, von ortsgeschichtlicher und landesgeschichtlicher Bedeutung
  • zweigeschossiger massiver Ziegelbau mit Krüppelwalmdach, verputzt, hohe schlanke Rechteckfenster, Giebelseite zusätzlich mit zwei kleinen Rundbogenfenstern, im Obergeschoss über Fenstern Rundbogenfelder als Rücklage, Gurtgesimsband teilweise noch erhalten, einige Fenster in Giebelseite zugesetzt, westseitig großes Rundbogenfenster mit originaler Sprossung, Portal erneuert, Fenster teilweise neu, sanierungsbedürftig
  • Einfriedung: Ziegelmauerwerk, teilweise Bruchstein, mit Pfeilern und Mauerfeld mit halbkreisförmigen Blindfeldern, einfacher Staketenzaun
08973303
 


 
Rittergut Berg (Herrenhaus und Einfriedung eines Rittergutes) Weinbergstraße 9
(Karte)
wohl 1894, im Kern vermutlich älter historisierende Putzfassade, zur ehemaligen Struktur des Gutshofes gehöriges, qualitätvolles Herrenhaus der Jahrhundertwende um 1900, von ortshistorischer Relevanz

zweigeschossiger Putzbau, Krüppelwalmdach (Krempziegel), an beiden Stirnseiten Mittelrisalite mit Walmdach, Bruchsteinsockel, profilierte Kunststeinfenstergewände, Rundbogenfenster, Gurtgesims, im Obergeschoss Kielbogengewände, Fenster original, auskragende Traufe, Hofseite stark verändert, neue Fenster, unsanierter Zustand, Einfriedung: verputzte Mauer mit Klinkerschicht, Betonsteinpfeilern und schmiedeeisernem Gitter in geschwungenen Formen

08973318
 


 
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Stadtkrankenhaus (Krankenhaus (Hauptgebäude)) Wilhelm-Grune-Straße 5
(Karte)
um 1870 rote Klinkerfassade, mit originaler Bausubstanz und in markanter Lage, von baugeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung

dreigeschossiger roter Klinkerbau mit Satteldach, Mittelrisalit und Wintergarten im ersten und zweiten Obergeschoss (rückseitig), Gliederung mit Gesimsen, Bändern, Segmentbogenfenstern (original) in dunkelbraungebranntem Klinker, Wintergarten in dekorativer Fachwerkkonstruktion mit originaler Fenstersprossung, im Mittelrisalit über Fenstern Bogenfelder mit dekorativen Ornamenten in Sandstein, Innen originale Türen mit alter Nummerierung auf Emailschildern

08973271
 


 
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Wohnhaus in offener Bebauung Wilhelm-Grune-Straße 22
(Karte)
nachträglich bez. 1598, später verändert Putzbau mit Satteldach, in unmittelbarer Nähe zum alten Rittergut Eulenfeld befindliches Gebäude in weitestgehend originaler Bausubstanz, baugeschichtliche Bedeutung

zweigeschossig, Satteldach (Biberschwanzdeckung), verklinkerter Sockel, Gebäude verputzt, im Obergeschoss originale Fensteröffnungen und alte Fenster erhalten, im Erdgeschoss etwas größere Fenster (vermutlich vergrößert), alte Haustür, alte Fenster

08973276
 


 
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Mietshaus in geschlossener Bebauung Wilhelm-Grune-Straße 24
(Karte)
um 1900 gründerzeitliches Gebäude mit straßenbildprägender geometrisierender Fassadengestaltung, baugeschichtlich von Bedeutung

dreigeschossig, ausgebautes Dachgeschoss, Mansarddach (Biberschwanzdeckung), Granit/Klinkersockel, Gebäude in Klinkermischbauweise (Klinker rot) mit Lisenen, Karomustern, Haustür mit Spitzbogen original

08973275
 


Wohnhaus in offener Bebauung und Einfriedung Wilhelm-Raabe-Straße 2
(Karte)
Anfang 20. Jh. Reformstil-Architektur, gehört zur städtebaulichen Erweiterung Anfang des 20. Jahrhunderts, von baugeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau (original) mit Walmdach, Fledermausgaupen und Hechtgauben, Gliederungselemente: seitlich halbrundförmige Erker, rückseitiger Kastenerker und Balkon, Eckpilaster, weites Traufgesims mit Putzband, Putzbogenfelder, Rahmenfelder, Portal (original) gestaltet im Palladiomotiv, Putzdekoration mit Medaillons und stilisierten Frucht-Blumenkränzen, Dach neu gedeckt, Fenster teilweise neu, Fensterläden nur vereinzelt vorhanden, Einfriedung mit verputzten Ziegelpfeilern und Ziegelmauer

08973277
 


Wohnhaus in offener Bebauung Wilhelm-Raabe-Straße 5
(Karte)
um 1925 baukünstlerisch hervorragende originelle Fassadengestaltung, von baugeschichtlicher Bedeutung und straßenbildprägender Wirkung

zweigeschossiger Putzbau mit ausgebautem Mansarddach (allseitig verschiefert) und Gauben, Gliederung mit Spitzbogenfenstern im Erdgeschoss, Giebelseite mit Putznutung und abgesetzten Halbsäulen, weit auskragende Traufe, hofseitig halbrundförmiger Standerker mit Portal (original) und Balkon, rückseitig Anbau mit großem Wintergarten über Traufzone, Mansarddachfenster insgesamt mit dreieckigen linearen Abschlüssen, neu sanierter Zustand

08973280
 


Wohnhaus in offener Bebauung und Einfriedung Wilhelm-Raabe-Straße 10
(Karte)
um 1920 weitgehend originale Bausubstanz, architektonisch anspruchsvolle Fassadengestaltung in Ecklage, von baugeschichtlicher Bedeutung und

zweigeschossiger Putzbau (Putz original) mit Souterraingeschoss, Walmdach (Biberschwanzdeckung), Gliederung mit Veranda (zweigeschossig, offen, einseitig verglast), erkerförmiger Fensterumrahmung, abgesetzten Putzbogenfeldern über Verdachungen, breitem Seitenrisalit, Kastengaupen, spärliche Dekorationen: seitlich Kartuschen, Portal (original) mit geometrischen Figuren, Fensterläden fast vollständig original erhalten, Einfriedung: einseitig (Wilhelm-Rabe-Straße) mit gelben Klinkerpfeilern und Staketenzaun

08973279
 


 
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Eilenburger Celluloidfabrik (ehem.); später Eilenburger Chemiewerke (ECW) (Fabrikanlage mit Verwaltungsgebäude (Anschrift: Ziegelstraße 2), Kohlenturm (Schlauchturm) mit Toranlage, Anbau (Sozialgebäude) sowie Wasserturm (Anschrift: Am Wasserturm 1)) Ziegelstraße 2
(Karte)
um 1915 und später ortsbildprägende Anlage von technikgeschichtlicher und baugeschichtlicher Bedeutung

Der Wasserturm auf dem Gelände der ehemaligen Celluloidfabrik in Eilenburg entstand in den Jahren 1915/16, als das Werk aufgrund der kriegsbedingt steigenden Produktion von Schießbaumwolle vergrößert wurde und diesbezüglich der Bedarf an Wasser zu Herstellungszwecken und als Feuerlöschreserve stieg. Er wurde nach einem Entwurf des Eilenburger Architekten Otto Lemke von der renommierten Stahlbetonbaufirma Dyckerhoff & Widmann gebaut und war zur damaligen Zeit einer der ersten und mit einer Höhe von 60 Metern auch größten in Eisenbeton gefertigten Türme. Über kreisrundem Grundriss (Durchmesser 14 Meter) bildet zunächst eine zweigeschossige, reich durchfensterte Sockelzone den Unterbau des Turmes, auf dem der Schaft aus acht Eisenbetonstützen aufragt, dessen nichttragende Wandfelder leicht zurückgesetzt sind und unterhalb des auskragenden Behältergeschosses in Segmentbögen abschließen. Das schmucklose Behältergeschoss wird im oberen Bereich von profilierten Gesimsen akzentuiert und von einem Kegeldach mit Laterne abgeschlossen. Die bemerkenswerte technische Ausstattung – zwei übereinander angeordnete Hochbehälter der Bauart Intze (Fassungsvermögen 1000 m³ und 500 m³) – sowie weitere, nachträglich ergänzte Wasserbehälter wurden bei der Sanierung 2002/03 entfernt. Lediglich der im Sockelgeschoss angeordnete Tiefbehälter (500 m³) wird noch als Löschwasserreservoir genutzt. Im Inneren führen bis unterhalb der ehemaligen Behälter Betontreppen, danach eine schmale, gußeiserne Wendeltreppe nach oben. Heute ist der Turm eines der letzten Zeugnisse der ehemaligen Celluloidfabrik und weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt Eilenburg. Er beherbergt Nisthilfen für Vögel und dient als Telekommunikationsstandort.

Als einer der frühesten Stahlbetonbauten in Sachsen ist der Wasserturm von hoher technik- und baugeschichtlicher Bedeutung. Er ist darüber hinaus ein wichtiges Zeugnis des ehemaligen Chemieproduktionsstandortes Eilenburg und ein bemerkenswertes ingenieurtechnisches Dokument des Bauens während des Ersten Weltkrieges.

  • Verwaltungsgebäude: dreigeschossiger Putzbau, Walmdach (Kronendeckung) mit Dach- und Fledermausgauben, vorder- und rückseitig fünfachsiges Zwerchhaus, vorderseitig über einen Mittelrisalit, Erdgeschoss mit Putznutung, Eingangsbereich mit Vorbau (darüber Balkon), Fassade ist gegliedert durch Putzspiegel und Lisenen, rückwärtige Flügel schlichter gehalten, Fenster original, Türen teilweise neu, Innen: Eingangshalle im Stil der 1970er Jahre, original erhalten mit Wandverkleidung und Windfangtüren und Pförtnerloge, originales Treppenhaus mit Geländer (Holz), Stufen (Granit) und kräftiger, schwerer Kassettendecke (mit Stuckdekorationen), Kunststeinputz, Glasfenster mit Bleiglasdekorationen, Terrazzofußboden und Winfangtüren, Konferenzraum im zweiten Obergeschoss mit Holzpaneelen
  • Turbinenhalle: Putzbau, Gliederung durch Gurtgesims und abgetrepptes Traufgesims, Bogendach, an der Giebelseite fünfachsiges langgestrecktes Fensterfeld, das sich im Giebel in Segmentbogenform fortsetzt,

originale Eingangstür mit schmiedeeisernen floralen Gittern, Innen: original eisernes Treppengeländer, Fliesen in der Halle erhalten, original Terrazzofußboden im Treppenhaus

  • Wasserturm: Putzbau, zweistufiger Sockelbereich mit Fenstern, Abtrennung durch Gurtgesimse, darüber zwischen Strebepfeilern langgestreckte Blindfelder mit Segmentbogenabschluss, anschließend Wasserbehälter, Abschluss mit Kegeldach und kleiner Laterne, in Nutzung (seit Sanierung 2002/03 nur noch Feuerlöschreservoir im unteren Bereich), Ausstattung später (zwischendurch Alkoholdestillation)
  • Kulturhaus/Sozialgebäude: zweigeschossiger Putzbau bestehend aus mehreren Gebäudeteilen, Satteldächer mit Kronendeckung, westlicher Anbau am Torbogen mit Walmdach, Hauptgebäude mit hohem Satteldach, das von der Straße zwei Achsen zurückgesetzt ist und dem zwei kleinere seitliche Satteldächer zur Fassade vorgelagert sind, Putzgliederung durch Pilaster, Putzspiegel, Gurtgesimse, überstehende Traufe, rückseitig repräsentativer, mit Rundbogen überdachter Eingang und Freitreppe, teilweise originale Fenster, leerstehend, innen im Saal viel umgebaut
  • Schlauchturm: Putzbau über fast quadratischem Grundriss, unterer zweigeschosshoher Gebäudeteil mit schmalen hochrechteckigen Fenstern, abschließender eingeschosshoher Gebäudeteil ruht auf Konsolen, Gliederung durch Pilaster, Pyramidendach (Kronendeckung) neu gedeckt, früher als Kohlenturm genutzt
  • Torbogen: ca. eine Achse tiefe Korbbogendurchfahrt, verputzt, im Inneren mit Pförtnerfenster, Satteldach mit Kronendeckung neu
  • Schrankenwärterhäuschen: Putzbau, Obergeschoss mit fast geschlossen umlaufender Fensterfront, kräftige Sohlbank, Pyramidendach mit Kugel als Abschluss

Kulturhaus, Turbinenhalle und Schrankenwärterhäuschen 2007 abgebrochen.

08973374
 

BehlitzBearbeiten

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
 
Südliches Seitengebäude eines Bauernhofes An den Fichten 2
(Karte)
Ende 19. Jh. Klinkerbau, architektonisch aufwendig gestaltetes Gebäude eines ehemaligen Hüfnergutes von ortsbildprägendem Charakter, baugeschichtlich von Bedeutung

Klinkerbau auf Porphyrgranitsteinsockel, Satteldach, Traufseite mit großen Segmentbogenfenstern und oberhalb mit schmalen Zwillingsrundbogenfenstern, Sägezahnfries und Konsoltraufgesims, Giebel besonders reich gestaltet mit Eckpfeilern, mittigem Rundbogendrillingsfenster, die äußeren als Blindfenster, und geometrischen X- und Zickzacklinien in gelben Klinkersteinen, zwei Inschrifttafeln (vermutlich nach historischem Vorbild nach 1999 erneuert): Hüfnergut im Weiler Behlitz – Besitz der Familie Krostitz seit 1897, Einer acht’s – Der ander betracht’s – Der dritte verlacht’s – was macht’s.

08973243
 


Dorfrichterstein Kirchbogen
(Karte)
18. Jh./19. Jh. Zeugnis des historischen Dorfgerichtswesens

einfacher, liegender findlingsartiger Stein mit relativ glatter, ebener Oberfläche

08974330
 


 
Weitere Bilder
Dorfkirche und Kirchhof Behlitz: Kirche (mit Ausstattung) sowie Kirchhof mit Einfriedung, Grabmal und Denkmal für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges in der Kirche und Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges an der Kirchhofsmauer Kirchbogen 2
(Karte)
im Kern um 1200 romanische Chorturmkirche, im Innern mit gotischer Sakramentsnische, von baugeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung
  • St. Katharina (ehem.): romanische Saalkirche mit Chorturm und Sakristei, Putzbau, 1703 verändert und erneuert
  • deutsch-französisches Kriegerdenkmal in der Kirche an der Südseite, kleine querrechteckige Tafel auf Ziegelsockel mit Inschrift, Grabplatte an der Südseite außen: hochrechteckige Platte mit ovaler gebauchter Inschriftfläche von Blattranken umwunden, Abschluss mit Krone, Inschrift unleserlich, schwer erkennbares Datum 1776, mit Sanierung der Kirche wurde die Grabplatte an der südlichen Kirchenwand vermutlich in das Innere verlegt
  • Kriegerdenkmal an der Friedhofsmauer aus Porphyrtuff: auf seitlich abgewinkeltem Grundriss stehende Mauer, mittig mit geschweiftem Giebel und lateinischem Kreuz bekrönt, in den Pilastern reliefartig eingearbeitete Schwerter, im Giebelfeld großer Adler, herausgearbeitete Platten mit Namensinschriften der Gemeinden Zschettgau, Pressen und Behlitz, Spruchband im Architrav: Ihren gefallenen Helden die dankbaren Gemeinden
  • Einfriedung: teilweise Klinkermauerwerk mit Pfeilern und Dachziegelabdeckung auf Porphyrgranitsteinsockel, teilweise Betonmauerwerk
08973242
 


Scheune eines Bauernhofes Kirchbogen 5
(Karte)
Mitte 19. Jh. typisches Zeugnis eines bäuerlichen Wirtschaftsgebäude in charakteristischer Lehmwellertechnik, baugeschichtlich von Bedeutung

Lehmscheune auf Porphyrgranitsteinsockel, mit Satteldach (Biberschwanzdeckung), zwei große Holztore mit Holzarchitrav, Mauer teilweise ausgebessert mit Ziegeln, Stall ebenfalls Lehm, verputzt, neuer Anstrich, mit Holztoren, teilweise mit Oberlichtern, Traufe teilweise neu verputzt, Seitengebäude (Stall, um 1860 erbaut) vor 2014 abgebrochen

08973351
 


Wohnhaus eines Bauernhofes Kirchbogen 7
(Karte)
bez. 1911 qualitätvoller Klinkerbau mit Tordurchfahrt, gut erhaltene Formsteingliederung in Jugendstilmotiven, baugeschichtlich von Bedeutung

trapezförmiger Grundriss, zweigeschossiger gelber Klinkerbau mit Satteldach (Biberschwanzdeckung, neu), im Obergeschoss reichhaltige Formsteine mit Jugendstilmotiven (Frauenkopf und florale Motive) in den Brüstungsfeldern und unter den Verdachungen, Tordurchfahrt und Tor original

08973372
 


Wohnhaus (Nr. 8) und Toranlage (Nr. 7) eines Bauernhofes Zum Erlengrund 7; 8
(Karte)
um 1915, im Kern vermutlich älter wohl zum ehemaligen Rittergut (Tauchnitz) gehörendes Gebäude, von baugeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau mit Walmdach (Biberschwanzdeckung), frontseitig großes Zwerchhaus mit Drillingsfenstern und profiliertem Dreieckgiebel mit Kartusche, Fassade gegliedert mit genuteten Lisenen und Faschen, seitliches Vorhaus ebenfalls mit Dreieckgiebel und dekorativer Kartusche im Frontispiz, Torpfeiler verputzt (neu) mit Ziegelabdeckung und Reliefplatten von 1938 mit figürlicher und ornamentaler Darstellung (Sämann und Sicheln mit Getreideähren)

08973240
 

HainichenBearbeiten

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
 
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Hof Kugelsberg (Wohnhaus, Scheune, Seitengebäude und Hofpflaster eines Vierseithofes) Dorfstraße 28
(Karte)
um 1800, im Kern älter Wohnhaus und Scheune mit Mansarddach, auf einer Anhöhe gelegener markanter und ortsbildprägender Hof mit ursprünglicher Struktur, als einer der ältesten Gutsanlagen des Ortes von historischem Interesse
  • Wohnhaus: zweigeschossiger Putzbau mit Mansardwalmdach (Biberschwanzdeckung), Erdgeschoss vermutlich Ziegelstein, Obergeschoss Fachwerk, einzelne originale Fenster (im Giebel), neue Fenster im Obergeschoss und Erdgeschoss (liegende), Sockel aus Bruchstein, Giebelseiten in Ziegel später, Holztraufe original, Reste ehem. Putzgliederung mit Bändern an der Giebelseite, Scheune: in Mischbauweise (Lehm und Ziegel) mit hohem Mansarddach (Biberschwanzdeckung), spätere Erweiterung im Osten, verputzt, drei große originale hölzerne Scheunentore mit Holzgewänden und Balkensturz, Mauerwerk teilweise in Lehmwellertechnik, teilweise mit Lehmziegeln, innen originale Holzbalkenkonstruktion
  • Seitengebäude (Ende 19. Jh.): in Ziegelmauerwerk, verputzt, Satteldach (Biberschwanzdeckung), mit Garageneinbau, Wohnteil und Scheune, Obergeschoss mit Segmentbogenfenstern (original), Gliederung mit Sohlbankgesims, Putzbändern und Putzfaschen
  • Hofpflasterung: original mit Feldsteinen
08973422
 


Transformatorenturm Dorfstraße 28 (bei)
(Karte)
um 1920/1925 zeittypischer Trafoturm in weitestgehend erhaltener Originalsubstanz, technikgeschichtlich und ortshistorisch von Interesse

roter Klinkersockel (und Türsturz), verputzt, im Putz abgesetzter Drempelbereich, Pyramidendach (Biberschwanzdeckung), originale Tür mit schmiedeeisernen Beschlägen in floralen Formen, unsaniert

08973423
 

KospaBearbeiten

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges Am Ring 11 (vor)
(Karte)
bez. 1921 von ortshistorischer Bedeutung

Großer monolithartiger Granitstein mit glatter Fläche in der Frontseite, darin Inschrift: Gedenkstein der im Weltkrieg 1914–1918 gefallenen Helden, Namensaufzählung, Gewidmet von der Gemeinde Cospa 1921, Stein in Anlage als stilisierter Steinhügel mit Beet, darin Stahlhelmplastik, Vase und seitliche Rundständer aus Kunstgussstein, Umgrenzung teils mit Betonstein, teils mit Bruchstein, ellipsenförmiger Grundriss der Anlage, flankiert wird die Anlage von einer großen Eiche und Tannen

08973472
 


Seitengebäude und Scheune eines Dreiseithofes Am Ring 22
(Karte)
Ende 19. Jh. landschaftstypische Ziegelbauten, charakteristisches Bauerngehöft mit baugeschichtlicher Bedeutung
  • Bauernhaus: zweigeschossiger massiver Lehmwellerbau mit steilem Satteldach (Biberschwanzdeckung), verputzt, Giebel in Fachwerk, später mit Ziegeln (19. Jh.) hochgemauert, (vermutlich war das Gebäude ursprünglich länger), Putzgliederung mit Bändern und Faschen, ursprünglich farbig abgesetzt, Fenster Mitte 19. Jh. (vermutlich im Zuge eines Umbaus), Tür neu; vor 2013 abgebrochen
  • Stall: Klinkerbau mit Satteldach auf Granitsteinsockel, Fenster und Türen mit Segmentbogenabschluss, im Drempel schmale Rundbogenfenster (teilweise gekoppelt, später einzelne zugesetzt), Deutsches Band als Gurtgesims im Auszugshaus zugeputzt, Traufgesims mit Zahnschnittfries, Vorbau später, rückseitig liegendes Fenster
  • Scheune: Klinkerbau mit Satteldach (Biberschwanzdeckung) und zwei großen hölzernen Rolltoren, mittig symmetrisch angeordnete Rechteckfenster, Tafel in Sandstein mit Bezeichnet 1939 erbaut
08973421
 


Wohnhaus, Auszugshaus, Scheune mit angebautem Seitengebäude und Toranlage eines Dreiseithofes Am Ring 29
(Karte)
um 1800 überwiegend Lehmbauten, Wohnhaus mit Fachwerk-Obergeschoss, als charakteristisches Mittelbauerngehöft von authentischer und originaler Erscheinung, aus alter Struktur überkommene Lage der weilerartigen Bebauung, baugeschichtliche Bedeutung
  • Bauernhaus: zweigeschossig mit Satteldach (Biberschwanzdeckung), Erdgeschoss Lehm, Obergeschoss Fachwerk, verputzt, Putzgliederung mit Bändern, Ecklisenen und Faschen (eingeritzt), originales Portal mit Holztür und Holzgewände (profiliert), Fenster original, Holztraufe, rückseitiger Anbau später
  • Auszugshaus: eingeschossiger Lehmbau mit Krüppelwalmdach (Biberschwanzdeckung) auf Bruchsteinsockel (teilweise später mit Ziegeln unterfahren), verputzt, originale Fenster- und Türgewände und Türflügel, giebelständig, Traufe in Lehm, in Giebelseite Rundbogenfenster
  • Stall 1 (Nordseite): Mischbauweise aus Lehm und Klinkern (Aufstockung und Erweiterungsbau), Satteldach (Biberschwanzdeckung), Segmentbogenabschluss der Türen, Zwillingsfenster und der Speicherluke, an Auszugshaus angebaut; vor 2013 zum Teil abgebrochen
  • Stall 2 (Südseite): Klinkerbau mit Satteldach (Biberschwanzdeckung), in adäquater Gestaltung wie Stall 1, an giebelständige kleine Scheune angebaut, Scheune: massiver Lehmwellerbau mit Satteldach (Biberschwanzdeckung), verputzt, Putzgliederung wie Bauernhaus, Holztraufe, Holzrolltore später, im Giebel große Speicherluke, halbhohe Segmentbogenfenster
  • Einfriedung: mit quadratischem Pfeiler in roten Klinkern und mit Holztoren
08973420
 


Transformatorenstation Gallener Landstraße
(Karte)
um 1920 von technik- und versorgungsgeschichtlicher Bedeutung

geschweiftes Pyramidendach (Biberschwanzdeckung) mit Kegelbekrönung und auskragender Holztraufe, sanierter Zustand (Putz, Tür und Sockel neu)

08973470
 

PressenBearbeiten

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Transformatorenstation Behlitzer Straße 3a (gegenüber)
(Karte)
um 1920 markant gelegener Baukörper, von technikgeschichtlicher Bedeutung Sockel verklinkert, Putzbau, Pyramidendach mit vorkragender Holztraufe und Lisenen, Schleppgaupe

(Biberschwanzdeckung), Metallbekrönung, Tür aus Eisenblech (geschmiedet) original

08973244
 


Scheune eines Bauernhofes Gartenstraße 4
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. eine der letzten Lehmscheunen im Ort, wissenschaftlich-dokumentarisch bedeutend

langgestreckter Lehmwellerbau mit drei großen Holztoren (Öffnung teilweise zugemauert) mit Holzbalkensturz, Satteldach (teilweise alte Biberschwanzdeckung, teilweise Krempziegel), Speicherluke, Lehmputz, Traufe mit Kammlochmuster (Zickzack), Giebel hochgeziegelt und verputzt, schlechter Bauzustand

08973245
 

WedelwitzBearbeiten

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
 
Weitere Bilder
Wedelwitzer Schule (Ehemalige Schule, heute Wohnhaus) Am Bach 8
(Karte)
bez. 1902 ungewöhnlich gestalteter, qualitätvoller Klinkerbau der Jahrhundertwende um 1900, von baugeschichtlicher und ortshistorischer Bedeutung

zweigeschossiger roter Klinkerbau mit Satteldach auf Sockel in Mischbauweise (Granit, Klinker und Sandstein), stilisiertes Konsoltraufgesims, Erdgeschoss mit jeweils in drei Gruppen zusammengefassten schmalen Fenstern, Gewände in Sandstein, ebenso Kaffgesims über dem Sockel, im Giebel schmiedeeiserner Zieranker, Zustand saniert, Anbau später, Dachgaupen eventuell auch, Fenster und Tür neu, bezeichnet 1902 (Tafel)

08973416
 
 
Weitere Bilder
Transformatorenstation mit technischer Ausrüstung Kurt-Bennewitz-Straße 17 (bei)
(Karte)
um 1915 Zeugnis der Elektrifizierung des Ortes, von technik- und versorgungsgeschichtlicher Bedeutung

Putzbau mit Pyramidendach auf Klinkersockel, originale Erscheinung mit Holztraufe, Holztür, Putz, Glassteinen über der Tür, Isolatoren und Kugelbekrönung aus Metall

08973414
 
 
Weitere Bilder
Wasserwerk Wedelwitz (Wohnhaus, Transformatorenstation und Werkstattgebäude eines Wasserwerkes) Kurt-Bennewitz-Straße 29
(Karte)
um 1910 Ziegelbauten, in landschaftlich schöner Lage, von technikgeschichtlicher und baugeschichtlicher Bedeutung
  • Wohnhaus: zweigeschossiger Klinkerbau mit Walmdach im Schweizer Stil und Gaupen, Segmentbogenfenster mit Fensterläden, Gliederung spärlich mit Gurtgesims und Bändern, denkmalgerecht saniert
  • Trafoturm: Klinkerbau mit Satteldach, Sockel mit Eckpfeilern, abgestuftes Gesims und Segmentbogentür (original), Segmentbogenfenster im Obergeschoss, originale Isolatoren
  • Wasserwerksgebäude: eingeschossiger Klinkerbau mit Satteldach im Schweizer Stil, Querbau ebenfalls mit Satteldach und hölzernem Dachreiter, Segmentbogenfenster mit teilweise originalen Holzfenstern und Holztüren, in Giebelflächen abgestufte Treppenfriese, kleinere Anbauten später, steht auf Gelände des heutigen Wasserwerkes
08973413
 


 
Weitere Bilder
Rittergut Wedelwitz: Herrenhaus eines Rittergutes Südstraße 8
(Karte)
um 1820 große markante Kubatur mit ortsbildprägendem Mansarddach, von baugeschichtlicher und ortsgeschichtlicher Bedeutung

zweigeschossiger Putzbau (saniert), Mansarddach mit Zwerchhaus, auskragende Holztraufe, im Giebel Halbrundfenster, originales Portal und originale Fensterformate, Fenster neu, großes Zwerchhaus mit Satteldach, später Großbauerngut Horschke (ehem.)

08973419
 

ZschettgauBearbeiten

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Transformatorenstation Am Käuzchenturm 25 (vor)
(Karte)
um 1920 von technikgeschichtlicher Bedeutung

Turm verputzt mit Pyramidendach (Biberschwanzdeckung, neu) und Kugelbekrönung auf Klinkersockel, weit auskragende Traufe, Eisenblechtür noch original

08973467
 


Wohnhaus, Seitengebäude und daran angebaute Scheune eines Bauernhofes Im Bauerndorf 21
(Karte)
Ende 19. Jh. im Ortskern gelegene, weitgehend authentische und ortsbildprägende Hofanlage mit stattlichem Gründerzeitwohnhaus, von baugeschichtlicher Bedeutung
  • Wohnhaus: zweigeschossiger Putzbau mit flachem Walmdach, Fenstergewände in Kunstgussstein in Neorenaissanceformen, Mittelrisalit straßenseitig mit Drillingsfenstern und Dreieckgiebelverdachungen, zwei neue liegende Fenster, Fenster hofseitig mit Kielbogengewänden, originale Tür, Innen: originales Treppengeländer und Fußbodenfliesen
  • Scheune: roter Klinkerbau, Satteldach (Biberschwanzdeckung) mit Giebeldachreiter, hofseitig zwei große originale hölzerne Rolltore, mittig Tafel mit Initialen W.N. 1939,
  • Stall: roter Klinkerbau auf Polygonalmauerwerksockel in Granitstein, Gliederung durch Segmentbogenabschlüsse der Türen und Fenster im Erdgeschoss, unter den Fenstern vertiefte Brüstungsfelder, teilweise veränderte Fenster (neu mit Betonsturz), im Drempel Rundbogenzwillingsfenster, Gesimse mit typischem Zahnschnittfries und Deutschem Band
08973466
 

Ehemalige BaudenkmaleBearbeiten

EilenburgBearbeiten

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
 
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Wohnhaus Am Anger 8 Mitte 19. Jh. und später Wohnhaus und Einfriedung in offener Bebauung; als gutes Beispiel der Stadterweiterung von baugeschichtlicher Bedeutung

Gestrichen 2014


 
 
Schützenhaus Bahnhofstraße 29/30 Mitte 19. Jh. Die ehemalige Gaststätte, später als Stadthalle und Kulturhaus genutzt, war als eines der größten Veranstaltungshäuser der Stadt von ortshistorischer und baugeschichtlicher Bedeutung. Das stadtbildprägende Gebäude befand sich in Ecklage zum Stadtpark.

Abbruch 2001


 
 
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Mietshaus Bergstraße 23 Ende 19. Jh. Mietshaus in geschlossener Bebauung; Gründerzeithaus mit straßenbildprägendem Charakter

Gestrichen 2014, Abbruch 2017


 
Wohnhaus Bergstraße 56 18. Jh. Wohnhaus in geschlossener Bebauung; charakteristisches traufständiges Gebäude als Beispiel der älteren kleinstädtischen Bebauung mit straßenbildprägendem Giebel, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

Abbruch 2000


 


Pavillon Clara-Zetkin-Straße 1 um 1880 einziges erhaltenes zur ehemaligen Fabrikantenvilla der Kattundruckerei gehörendes Gebäude; von außerordentlicher baukünstlerischer Qualität

Abbruch nach 2009


 
 
Weitere Bilder
Mietshaus Dorotheenstraße 1a Ende 19. Jh. Mietshaus in halboffener Bebauung; Zeugnis gründerzeitlicher Wohnbebauung, von straßenbildprägender Wirkung

Gestrichen 2014


 
 
Weitere Bilder
Mietshaus Hallesche Straße 16b Ende 19. Jh. Mietshaus in halboffener Bebauung; von architekturhistorischem Interesse und in weitestgehend originaler Bausubstanz (ehemals ID 08973338)

Gestrichen 2014


 
 
Weitere Bilder
Mietshaus Hügelstraße 3 19. Jh. Wohnhaus in offener Bebauung; Gebäude in authentischer Erscheinung und straßenbildprägender erhöhter Lage auf einem Hügel

Abbruch (tw.) vor 2012, 2014 gestrichen, Ruine 2019 noch vorhanden (ehemals ID 08973348)


 
 
Weitere Bilder
Mietshaus Hügelstraße 4 um 1850 Wohnhaus in halboffener Bebauung; weitgehend original erhaltenes Gebäude in straßenbildprägender Lage

Abbruch 2014 (ehemals ID 08973734)


 
Verwaltungsgebäude Kranoldstraße 25 Ende 19. Jh. Verwaltungsgebäude einer Fabrik; typisches Zeugnis der Industrialisierung und der späten Gründerzeit in städtebaulich markanter Lage und anspruchsvoller Architektur, ortsgeschichtlich von Bedeutung

Abbruch 2006/2007


 


Beimler-Denkmal Mansberg 26 1963 Denkmal für Hans Beimler; zur Erinnerung an den kommunistischen Politiker und Antifaschisten Hans Beimler (1895–1936), zum Fundus des Stadtmuseums zugehörig, von ortshistorischer Bedeutung

Gestrichen 2002, Verbleib unbekannt


 


Wohnhaus Marienstraße 7 1. Hälfte 19. Jh., um 1850 Wohnhaus in offener Bebauung; kleinbäuerliches Wohngebäude, eines der letzten erhalten gebliebenen Bauernhäuser in typischer Fachwerkbauweise (Obergeschoss Fachwerk verputzt) und ursprünglicher Erscheinung, ortsentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

Abbruch 1997


 
Stadtgut (Wohnhaus) Marienstraße 8 18. Jh. und später Das Wohnhaus eines ehemaligen Stadtgutes war als Bestandteil der älteren Siedlungsstruktur von ortshistorischer Bedeutung.

Abbruch 1999


 
 
Weitere Bilder
Wohnhaus in offener Bebauung Mühlstraße 5a
(Karte)
um 1905 Putzbau mit Mansarddach, ein weitgehend original erhaltenes Gebäude der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Verkaufsraum der ehemaligen Textilmanufaktur Bodemer von ortsgeschichtlichem Interesse zweigeschossiger Putzbau mit Mansarddach und Gaupen, die von einem geschwungenen Kleeblattgiebel bekrönt werden, mittiges Portal original, Fenster nur teilweise (besonders im Obergeschoss und im Giebel) original, Putzgliederung als kräftige Rahmung mit Ecklisenen und Drempelband, seitliche Gliederung original erhalten mit Putzspiegeln, stilisiertem Zahnschnittfries und scharierten Rücklagen, profiliertes Traufgesims original, Gebäude auf leichter Anhöhe gelegen, Zugang über einfache Freitreppe

Abbruch 2018

08973236
 
Stadtbad Marienbad Muldenstraße um 1928 Das alte Stadtbad mit Ausstattung und der qualitätvollen und künstlerisch wertvollen Klinkerfassade war von ortsgeschichtlicher Bedeutung.

Abbruch 1999


 
Wohnhaus Nordring 31 Ende 19. Jh. Wohnhaus in offener Bebauung und Einfriedung; villenartiges Wohnhaus der Gründerzeit mit aufwendiger Gestaltung, baugeschichtlich von Bedeutung

Abbruch 1998


 
Pfarrhaus Schloßberg 11/12 1688 Pfarrhaus Sankt Marien; geschichtliche und städtebauliche Bedeutung

Abbruch nach 2009


 
Villa Wurzener Landstraße 8 um 1925 repräsentative Villa mit Einfriedungsmauer in straßenbildprägender Lage

Gestrichen 2014


 
Brauerei Riebeck Wurzener Platz 1–3; 5–7 Ende 19. Jh. Das ehemalige Brauereigebäude ist heute Geschäftshaus. In auffälliger Gestaltung liegt es in ortsbildprägender Lage und besitzt eine ortsgeschichtliche Bedeutung.

Gestrichen 2014


 
 
Reihenwohnhäuser Ziegelstraße 4–8 um 1915 als geschlossene Bebauung ausgeführte und straßenbildprägende Arbeiterwohnhäuser, sozialhistorische Bedeutung als Werkswohnungen des Eilenburger Chemiewerkes

Abbruch 2009


 

BehlitzBearbeiten

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Häuslerhaus Kirchbogen 15 19. Jh. charakteristische Lehmbauweise mit typischer Erscheinung, von baugeschichtlicher und sozialhistorischer Bedeutung mit wissenschaftlich-dokumentarischem Wert

Abbruch 2003


 

KospaBearbeiten

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Bauernhaus Am Ring 7 1. Hälfte 19. Jh. Bauernhaus eines vermutlich ehemaligen Zweiseithofes; von baugeschichtlicher Bedeutung

Abbruch 2003/2013


 
Wohnhaus Am Ring 9 um 1890 Klinkerfassade, ortsbildprägendes Gründerzeitgebäude in zentraler Lage, von baugeschichtlicher Bedeutung

Abbruch 2000


 
Bauernhof Am Ring 10 19. Jh., um 1925 Bauernhof mit Auszugshaus, Seitengebäude und Scheune; aufgrund weitgehend originaler Bausubstanz und charakteristischer Struktur von baugeschichtlicher Bedeutung

Gestrichen 2001


 
Häuslerhaus Zur Mühle 2 um 1910 Häuslerhaus mit Vorgarten; eingeschossiger Klinkerbau, typisches und charakteristisches Häusleranwesen, von sozialgeschichtlicher Bedeutung

Gestrichen 2001


 

PressenBearbeiten

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Scheune Gartenstraße 10 19. Jh. Lehmscheune in halboffener Bebauung; wissenschaftlich-dokumentarisch von Belang, baugeschichtliche Bedeutung

Abbruch 2003/2013


 

WedelwitzBearbeiten

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Straßenbrücke Kurt-Bennewitz-Straße um 1925 Straßenbrücke über die Knatter (Wedelwitzer Graben); Steinbrücke von technikgeschichtlicher Bedeutung

Gestrichen 2002


 

ZschettgauBearbeiten

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Bauernhaus Im Bauerndorf 4 um 1910 Bauernhaus eines Dreiseithofes; strukturbestimmender und ortsbildprägender Baukörper in zentraler Lage mit zwei Lindenbäumen im Vorgarten
 


Auszugshaus Im Bauerndorf 18 19. Jh. Auszugshaus eines Zweiseithofes mit Hoftor und Vorgarten; von ursprünglicher Charakteristik und baugeschichtlicher Bedeutung
 

AnmerkungenBearbeiten

  1. Die Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Diese kann über die zuständigen Behörden eingesehen werden. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste nicht, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Eine verbindliche Auskunft erteilt das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kulturdenkmale in Eilenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien