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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Lebusa führt kein Wappen
Lebusa
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lebusa hervorgehoben
Koordinaten: 51° 48′ N, 13° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Amt: Schlieben
Höhe: 102 m ü. NHN
Fläche: 33,79 km2
Einwohner: 782 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km2
Postleitzahl: 04936
Vorwahl: 035364
Kfz-Kennzeichen: EE, FI, LIB
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 289
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Herzberger Straße 7
04936 Schlieben
Bürgermeister: Marcus Klee
Lage der Gemeinde Lebusa im Landkreis Elbe-Elster
Bad LiebenwerdaCrinitzDoberlug-KirchhainElsterwerdaFalkenbergFichtwaldFinsterwaldeGorden-StaupitzGroßthiemigGrödenHeidelandHerzbergHirschfeldHohenbuckoHohenleipischKremitzaueLebusaLichterfeld-SchacksdorfMassen-NiederlausitzMerzdorfMühlberg/ElbePlessaRöderlandRückersdorfSallgastSchildaSchliebenSchönbornSchönewaldeSchradenSonnewaldeTröbitzUebigau-WahrenbrückBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Lebusa (niedersorbisch Lubuš[2]) ist eine im Norden des Landkreises Elbe-Elster gelegene Gemeinde in Brandenburg. Sie gehört dem Amt Schlieben mit Sitz in der Stadt Schlieben an.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Lebusa liegt mit seinen Ortsteilen in den südlichen Ausläufern des Niederen Fläming, welche die Landschaft maßgeblich prägen.

GemeindegliederungBearbeiten

Ortsteile der Gemeinde sind Freileben, Körba und Lebusa. Hinzu kommen die Wohnplätze Striesa, Vorwerk und Weidmannsruh.[3]

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1346 erstmals urkundlich in der Meißener Bistumsmatrikel als Lebbusse erwähnt.

Lange Zeit vermuteten Historiker, die Burg Liubusua, welche Thietmar von Merseburg in seiner Chronik erwähnt, sei mit Lebusa identisch. Die moderne Archäologie konnte jedoch bisher keinerlei Nachweis für die Identität von Liubusua, dem Hauptsitz des Slawenstammes der Lusici, und Lebusa finden. Die These, Liubusua hätte in der Nähe von Löbsal bei Meißen gelegen, konnte jedoch durch archäologische Funde untermauert werden und ist derzeit gültige Lehrmeinung.

Lebusa gehörte seit 1816 zum preußischen Landkreis Schweinitz in der Provinz Sachsen (nach 1945 Land Brandenburg), ab 1950 zum Kreis Herzberg (Land Brandenburg, seit 1952 DDR-Bezirk Cottbus). Seit 1993 ist die Gemeinde Teil des Landkreises Elbe-Elster.

Zwischen Lebusa und Dahme wurde zu DDR-Zeiten vom „VEB Kraftverkehr Leipzig“ ein Kinderferienlager errichtet und unterhalten, das nach 1990 dem Verfall preisgegeben wurde.[4]

Eingemeindungen

Am 15. Dezember 2001 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Freileben und Körba eingegliedert.[5]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1875 480
1890 480
1910 480
1925 488
1933 433
1939 424
1946 858
1950 684
Jahr Einwohner
1964 545
1971 485
1981 467
1985 460
1989 471
1990 477
1991 472
1992 461
1993 463
1994 476
Jahr Einwohner
1995 476
1996 468
1997 454
1998 444
1999 437
2000 415
2001 935
2002 956
2003 933
2004 928
Jahr Einwohner
2005 911
2006 893
2007 875
2008 866
2009 852
2010 832
2011 823
2012 799
2013 789
2014 786
Jahr Einwohner
2015 789
2016 789
2017 782

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[6][7][8]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung von Lebusa besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[9]

  • Wählergruppe Bürger für die Gemeinde 7 Sitze
  • Die Linke 1 Sitz

BürgermeisterBearbeiten

  • 1998–: Frank Romanus (FDP)[10]
  • 2003–2014: Friedhelm Brockel[11]
  • seit 2014: Marcus Klee

Klee wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 15. Juni 2014 mit 68,2 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[12] gewählt.[13]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Baudenkmale in Lebusa und in der Liste der Bodendenkmale in Lebusa stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

KircheBearbeiten

Die evangelische Kirche wurde 1725 bis 1727 nach einem Entwurf des sächsischen Baumeisters Matthäus Daniel Pöppelmann erbaut. Es handelt sich um eine Stiftung des Kavallerie-Generals Moritz Friedrich von Milkau, einem Gesandten des polnischen Königs und Kurfürsten von Sachsen, August dem Starken. Das Barock-Bauwerk ist ein einschiffiger Saalbau.[14]

In der Kirche befinden sich kunsthistorisch bedeutsame barocke Ausstattungsgegenstände, unter anderem die Patronatsloge, der Kanzelaltar mit Kanzelsanduhr und der Taufstein, allesamt aus dem 18. Jahrhundert. Von besonderer Bedeutung ist die von Gottfried Silbermann erbaute, weitgehend original erhaltene Orgel.

BockwindmühleBearbeiten

Südlich des Ortes steht eine restaurierte Bockwindmühle, die besichtigt werden kann. Ein Naherholungsgebiet mit Ferienunterkünften und Campingplatz liegt am Körbaer Teich im Ortsteil Körba.

NaturdenkmaleBearbeiten

Südlich von Lebusa steht im Wald die Dicke Eiche mit einem Brusthöhenumfang von 7,20 m (2016).[15]

VerkehrBearbeiten

Lebusa liegt an der Landesstraße L 70 zwischen Dahme/Mark und Doberlug-Kirchhain.

Der Haltepunkt Hohenbucko-Lebusa lag an der Bahnstrecke Falkenberg/Elster–Beeskow, die 1995 stillgelegt wurde.

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2017 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Sorbischer Name: Lubuš (früher Lebuse, Amt Schlieben, Provinz Sachsen)
    Arnošt Muka: Niedersorbische Namen der Städte und Dörfer; 1911–1928, Sorbisches Institut.
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Lebusa
  4. Facebook-Eintrag
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Elbe-Elster. S. 18–21
  7. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  8. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  9. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  10. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Elbe-Elster (Memento des Originals vom 21. April 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wahlen.brandenburg.de
  11. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 24
  12. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  13. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 15. Juni 2014
  14. Informationen zur Kirche (Memento des Originals vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.angelis-partner.de; vgl. auch die Informationen des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg.
  15. Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen. Abgerufen am 10. Januar 2017

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lebusa – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien