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Laimbach (Weilmünster)

Ortsteil von Weilmünster

GeografieBearbeiten

Der Ort liegt in einem Seitental der Weil im östlichen Hintertaunus, umgeben von Wald. Er ist der nördlichste Ortsteil der Gemeinde und befindet sich zwischen den Ortschaften Bermbach im Norden und Ernsthausen im Süden. Höchster Punkt bei Laimbach ist der Hollandskopf mit 339 Metern (über NN).

GeschichteBearbeiten

Eine Ersterwähnung erfolgte 1299. Ein Dietrich von Leynbach bezeugte damals eine Schenkungsurkunde. Der Lehnsherr von Laimbach wechselte mehrmals, im 14. und 15. Jahrhundert war beispielsweise das Kloster Worms Besitzer des Dorfes. Im Ort und der Umgebung wurde von den Bewohnern Erz gefördert und zu Eisen verhüttet, so bestanden im Spätmittelalter mehrere Eisenerzbergwerke. Urkundlich wird dies 1565 durch Graf Albrecht von Nassau-Weilburg und Saarbrücken bestätigt. Spätestens ab 1771 hatte Laimbach einen eigenen Schultheiß und ab 1852 einen Bürgermeister.

Nach der Machtergreifung Hitlers am 30. Januar 1933, fanden in Laimbach am 12. März die letzten freien Bürgermeisterwahlen im Ort statt. Es gewann Julius Stroh (SPD), dessen Wahl für gültig erklärt wurde. Anfang April 1933 wurde er von SA-Truppen gewaltsam abgesetzt und August Löw als neuer Bürgermeister eingesetzt.

GebietsreformBearbeiten

Im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen unterzeichneten am 7. Dezember 1970 der Bürgermeister Erwin Rosenauer und der 1. Beigeordnete Kurt Heil von Laimbach den Grenzänderungsvertrag, der zur Folge die Eingemeindung in die Großgemeinde Weilmünster hatte. Der Vertrag trat am 31. Dezember 1970 in Kraft. Des Weiteren wurde der bisherige Marktflecken Weilmünster im Oberlahnkreis am 31. Dezember 1970 mit den bisher selbständigen Gemeinden Aulenhausen, Dietenhausen, Ernsthausen, Langenbach, Laubuseschbach, Lützendorf, Möttau, Rohnstadt und Wolfenhausen zur neuen Großgemeinde Weilmünster zusammengeschlossen.[2]

Territorialgeschichte und VerwaltungBearbeiten

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Laimbach lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[3][4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Belegte Einwohnerzahlen sind:[5]

• 1630: 8 Haushaltungen
Laimbach: Einwohnerzahlen von 1825 bis 2010
Jahr  Einwohner
1825
  
98
1834
  
112
1840
  
132
1846
  
136
1852
  
143
1858
  
156
1864
  
176
1871
  
185
1875
  
162
1885
  
166
1895
  
181
1905
  
187
1910
  
153
1925
  
180
1939
  
194
1946
  
293
1950
  
277
1956
  
238
1967
  
243
1970
  
230
1987
  
227
1993
  
307
1996
  
323
2001
  
316
2005
  
289
2010
  
254
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [3][5]

ReligionszugehörigkeitBearbeiten

 Quelle: Historisches Ortslexikon[3]

• 1885: 166 evangelische (= 100,00 %), keine katholischen Einwohner
• 1961: 187 evangelische (= 82,02 %), 33 katholische (= 14,47 %) Einwohner

PolitikBearbeiten

Ortsbeirat

Der Ortsbeirat von Laimbach besteht aus fünf stimmberechtigte Mitgliedern. Nach den Kommunalwahlen in Hessen 2016 ist der Ortsvorsteher Klaus Gelbert.[6]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

Für die Kulturdenkmäler des Ortes siehe die Liste der Kulturdenkmäler in Laimbach.

VereineBearbeiten

  • Freiwillige Feuerwehr Laimbach e. V., gegründet 1934 (seit 1. Juli 1988 mit Jugendfeuerwehr)
  • Fußballclub Laimbach
  • Gesangverein „Liederglocke“ e. V. Laimbach

InfrastrukturBearbeiten

Einrichtungen:

Freizeitmöglichkeiten:

  • Dorfgemeinschaftshaus mit Jugendraum in der Grauensteinstraße
  • Sportplatz
  • Kinderspielplatz
  • Wanderwege

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Entwicklung der Einwohnerzahl im Marktflecken Weilmünster im Internetauftritt der Gemeinde Weilmünster, abgerufen im Mai 2019
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 373.
  3. a b c Laimbach, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. a b Gemeinde Weilmünster: Laimbach, abgerufen im Januar 2017.
  6. Gemeinde Weilmünster: Ortsbeirat Laimbach, abgerufen im Januar 2017.