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Bermbach ist ein Stadtteil von Weilburg im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg. Das Dorf ist der kleinste Stadtteil von Weilburg.

Bermbach
Stadt Weilburg
Koordinaten: 50° 28′ 56″ N, 8° 21′ 31″ O
Höhe: 285 (285–349) m ü. NHN
Fläche: 3 km²
Einwohner: 374 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 125 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 35781
Vorwahl: 06442

GeografieBearbeiten

Der Ort liegt im östlichen Hintertaunus, östlich der Weilburger Kernstadt und direkt an der Kreisgrenze zum Lahn-Dill-Kreis. Höchster Punkt bei Bermbach ist der Grauenstein mit 349 Metern (über NN).

Nachbarorte sind Laimbach (südwestlich), Hirschhausen (nordwestlich), Philippstein (nordöstlich) und Altenkirchen (östlich).

GeschichteBearbeiten

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort als Barenbach im Lorscher Codex einem Güterverzeichnis des Klosters Lorsch.[2] Eine weitere Erwähnung erfolgte 1253, als das Kloster Altenberg einen Hof zu Bereinbach von dem Wetzlarer Rudolf von Garbenheim erhält.

Bis zum Deutschen Krieg 1866 gehörte Bermbach zum Herzogtum Nassau. Nach der Annexion durch Preußen wurde Bermbach als eigenständige Gemeinde Teil des neugeschaffenen Oberlahnkreises in der preußischen Provinz Hessen-Nassau.

GebietsreformBearbeiten

Im Zuge der hessischen Gebietsreform wurde das Dorf am 31. Dezember 1970 ein Stadtteil von Weilburg.[3]

Territorialgeschichte und VerwaltungBearbeiten

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Bermbach lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[2][4]

BevölkerungBearbeiten

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Bermbach: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1970
Jahr  Einwohner
1834
  
131
1840
  
137
1846
  
150
1852
  
155
1858
  
160
1864
  
172
1871
  
191
1875
  
199
1885
  
229
1895
  
200
1905
  
202
1910
  
202
1925
  
214
1939
  
199
1946
  
315
1950
  
308
1956
  
306
1961
  
295
1967
  
296
1970
  
294
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [2]

ReligionszugehörigkeitBearbeiten

 Quelle: Historisches Ortslexikon[2]

• 1885: 229 evangelische (= 100 %) Einwohner
• 1961: 250 evangelische (= 84,75 %), 44 katholische (= 14,92 %) Einwohner

PolitikBearbeiten

Ortsvorsteher war bis Mitte 2016 Walter Frank (SPD). Das Amt wurde von Kai Schmidt (SPD) übernommen.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Auf Ortsebene bestehen die Vereine Gesangverein „Liederkranz“ Bermbach, Kur- und Verkehrsverein Bermbach, seit 1933 Freiwillige Feuerwehr Bermbach e. V. (einschl. Jugendfeuerwehr, seit 15. Mai 1976 und Kinderfeuerwehr seit 1. September 2003) und Rasensportverein Bermbach 1925 e.V.

InfrastrukturBearbeiten

Bermbach liegt unweit der Bundesstraße 456, die von Weilburg kommend nach Usingen führt und an der L 3451, die von Braunfels kommend nach Weinbach führt. Außerdem endet hier die K 428 aus Philippstein. Hauptstraße des Ortes ist die K 420, die in Bermbach als Zum Grauenstein geführt wird und bis nach Ernsthausen verläuft.

Im Dorf sorgt die 1933 gegründete Freiwilligen Feuerwehr Bermbach (seit 15. Mai 1976 mit Jugendfeuerwehr und seit 1. September 2003 mit Kinderfeuerwehr) für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe. Es existierten ein eigenes Bürgerhaus, auch ein kleines Freibad, das 1960 in Eigenarbeit errichtet wurde. Die Freiwillige Feuerwehr Bermbach wurde im September 2008 vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport als Feuerwehr des Monats ausgezeichnet.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stadt Weilburg: „Leben in der Stadt Weilburg – Zahlen, Daten, Fakten“, abgerufen am 12. März 2019.
  2. a b c d Bermbach, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. Der Hessische Minister des Innern: Zusammenschluß der Stadt Weilburg und der Gemeinden Ahausen, Bermbach, Drommershausen, Gaudernbach, Hasselbach, Hirschhausen, Kirschhofen, Odersbach und Waldhausen im Oberlahnkreis zur Stadt „Weilburg“ vom 5. Januar 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 3, S. 111, Punkt 120 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,5 MB]).
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).