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Der Krefelder Zoo beherbergt auf einer Fläche von 14 Hektar ca. 1000 Tiere aus rund 170 verschiedenen Arten. Der überwiegend in kommunalem Eigentum befindliche Zoo legt seinen Schwerpunkt auf die Haltung von Menschenaffen, Großkatzen, afrikanischen Savannenbewohnern und tropischen Vögeln. 2017 besuchten ihn ca. 349.700 Menschen.

Krefelder Zoo
Vollständiger Name Zoo Krefeld
Ort Uerdinger Str. 377
47800 Krefeld
Fläche 14 Hektar
Eröffnung 22. Mai 1938
Tierarten 159 (1. Jan. 2018)
Individuen 1009 (ohne Wirbellose) (1. Jan. 2018)
Besucherzahlen 318.430 Tagesbesucher,
17.650 Jahreskarten (2018)[1]
Organisation
Leitung Wolfgang Dreßen (Geschäftsführer und zoologischer Leiter)
Trägerschaft Zoo Krefeld gGmbH (Stadt Krefeld und Zoofreunde Krefeld e. V.)
Förderorganisationen Zoofreunde Krefeld e. V.
Mitglied bei EAZA, WAZA, VdZ[2]
Krefelder Zoo Eingang.jpg

Eingangsbereich des Krefelder Zoos

http://www.zookrefeld.de/
Krefelder Zoo (Nordrhein-Westfalen)
Krefelder Zoo

Koordinaten: 51° 20′ 28″ N, 6° 36′ 3″ O

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

GründungszeitBearbeiten

Der Krefelder Zoo wurde am 22. Mai 1938 als Lehrstätte für die Jugend auf dem Gelände des Grotenburgparks eröffnet. Erster Zoodirektor wurde der damalige Erziehungsdirektor und Leiter des ehemaligen Naturkundlichen Museums, Heinrich Janßen. Damals umfasste das Tierparkgelände die Hälfte des Parks und es lebten um die hundert überwiegend einheimische Tierarten in vierzig Gehegen.

Entwicklung im 20. JahrhundertBearbeiten

Während des Zweiten Weltkriegs kam es von 1940 bis 1945 zu Luftangriffen auf Krefeld,[3] bei denen auch Teile des Zoos getroffen wurden. Hierbei kamen zwei Dachse und eine Hirschkuh um, die restlichen Tiere konnten durch die beschädigten Zäune flüchten. Die Wölfe mussten aufgrund dessen getötet werden. In den 1950er Jahren wurde das Grotenburgschlösschen im Park zu einem Café und Restaurant für die Tierparkbesucher umgebaut. 1959 übernahm Walter Encke die Leitung des Tierparks. Anliegen Enckes war es, sich besonders um solche Tiere zu kümmern, von denen wenig bekannt war, sowie durch Nachzuchten besonders das Aussterben südamerikanischer Tierarten zu verhindern. Ab 1963 entstanden Freigehege für Paviane, Pinguine und Seehunde sowie ein Haus für Löwen. 1971 wurde der „Tierpark“ in „Zoo“ umbenannt. In dieser Zeit wurden dort die ersten Elefanten, Nashörner und Orang-Utans gehalten.

Seit der Umwandlung in eine gGmbHBearbeiten

Am 1. Juli 2005 wurde der Zoo Krefeld in eine gemeinnützige GmbH gewandelt. Die Stadt Krefeld hält 74,9 % Gesellschaftsanteile, der Förderverein Zoofreunde Krefeld e. V. die restlichen 25,1 %.[4] Anfang 2018 hat der Zoo 65 Mitarbeiter. Hinzu kommen 21 Ehrenamtliche, die sich im Freiwilligenteam engagieren.[5]

Im Jahr 2012 wurden eine neue Anlage für Gorillas, 2014 eine für Pinguine und 2017 eine für Erdmännchen eröffnet; seit 2014 verfügt der Zoo über eine eigene Tierarztpraxis.[6]

DirektorenBearbeiten

  • 1938–1951: Heinrich Janßen
  • 1951–1959: Günter Voss
  • 1959–1996: Walter Encke
  • 1996–2003: Paul Vogt
  • seit 2003: Wolfgang Dreßen

SchwerpunkteBearbeiten

Der Schwerpunkt des Krefelder Zoos liegt in der Haltung von Menschenaffen, Großkatzen, afrikanischen Savannenbewohnern und tropischen Vogelarten. Für subtropische und tropische Arten stehen dem Zoo drei Warmhäuser zur Verfügung, das Affentropenhaus (seit 1975) mit Flachlandgorillas, Schimpansen und Orang-Utans, die Vogeltropenhalle (seit 1989) und das 1100 m² große Regenwaldhaus (seit 1998). Dementsprechend liegt ein weiterer Schwerpunkt des Zoos bei der südamerikanischen Tierwelt, aber auch der dortigen Pflanzenwelt. Im Regenwaldhaus findet sich ein südamerikanischer Regenwald mit über 400 verschiedenen Pflanzenarten. Dort leben Zweifinger-Faultiere, Weißgesicht-Sakis, Blumenfledermäuse, Basilisken, Leguane und zahlreiche tropische Schmetterlingsarten, von denen inzwischen viele in einem eigenen Schmetterlingshaus gehalten werden.

LebensräumeBearbeiten

AffentropenhausBearbeiten

 
Das Gehege der Schimpansen im Krefelder Affentropenhaus (2010)

Das Krefelder Affentropenhaus wurde im Jahr 1975 eröffnet. Die Grundfläche des Baus im Gewächshausstil liegt bei 2000 Quadratmetern. Finanziert wurde das erste Tropenhaus durch die Walter-Gehlen-Stiftung und die Zoofreunde Krefeld. Zuhause sind im Affentropenhaus Orang-Utans, Schimpansen, Gorillas, Krallenaffen, Epaulettenflughunde und Vögel. Durch eine Temperatur von 20 bis 26 °C wird hier ein tropisches, feucht-warmes Klima gewährleistet. Jeweils hinter einem Trockengraben leben die verschiedenen Affengruppen. Zur Zeit wird für die Außenanlage der Schimpansen ("SchimpansenWald") gesammelt. Die Außenanlage für die Orang-Utans ist geplant, ein Termin steht allerdings noch nicht fest.

GorillaGartenBearbeiten

Im Krefelder Zoo leben seit 2014 zwei Gruppen Flachlandgorillas, die sich allerdings nicht begegnen. Im 2012 eröffneten Gorillagarten kann man die Menschenaffen in einem Freigehege in Aktion beobachten. Das Gehege hat eine rund 1.200 m² umfassende Außenanlage mit einem angrenzenden 360 m² großen Gorillahaus. Bisher kamen folgende männliche Jungtiere dort zur Welt: Tambo (* 2. Juni 2013, Kidogo x Muna), Pepe (* 6. Mai 2005, Kidogo x Miliki) und Bobóto (* 31. Dezember 2018, Kidogo x Miliki).

RegenwaldhausBearbeiten

 
Das begehbare Regenwaldhaus (2010)

Das Krefelder Regenwaldhaus mit einer Dachkonstruktion aus Plexiglas und Holz wurde 1998[7] als drittes Tropenhaus des Krefelder Zoos eröffnet. Sein Bau wurde aus dem Nachlass des Krefelder Unternehmers Walter Gehlen finanziert.[7] In ihm leben Blattschneiderameisen, Blumen-Fledermäusen, Tamandua, Leguane und Stirnlappenbasilisken, sowie Schildkröten und verschiedene Fischarten.

Weißkopfsakis und Zweifingerfaultiere bewegen sich frei durch die 1.100 m²[7] große Halle. Gefährlichere Tiere wie die Keilkopf-Glattstirnkaimane, Vogelspinnen, Pfeilgiftfrösche und eine Grüne Anakonda sind hingegen gesichert untergebracht.

SüdamerikahausBearbeiten

In dem wie ein Farmhaus gebauten Südamerikahaus leben drei Vertreter der großen Pflanzenfresser Südamerikas: Flachlandtapire, Wasserschweine und Guanakos. Sie teilen sich die Anlage mit dem größten Vogel des Kontinents, dem Nandu.

PinguinPoolBearbeiten

 
Pinguin-Pool (2014)

Das 2014 eröffnete, 800 Quadratmeter große Gehege für Humboldt-Pinguine, Inkaseeschwalben, Zimtenten und Rotschulterenten befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Regenwaldhaus und beherbergt eine Pinguinkolonie von zehn Brutpaaren. Das Terrain für die Pinguine teilt sich in zwei Drittel Landfläche und ein Drittel Wasserfläche auf. Vorbild für die Gestaltung des neuen Geheges, insbesondere der Kunstfelswand, war der natürliche Lebensraum der Pinguine: die Küstenregionen von Nordchile und Peru am kalten Humboldtstrom. Die gesamte Anlage wurde mit einer Netzkonstruktion überspannt, so dass neben Humboldt-Pinguinen auch Inkaseeschwalben, Zimt- und Rotschulterenten gehalten werden können. Humboldt-Pinguine sind zwar mit zwei Gefiederschichten ausgestattet, aber für besonders frostige Winter steht den Bewohnern der Anlage ein kleines Warmhaus zur Verfügung. Besucher können die Tiere direkt in der begehbaren Anlage auch unter Wasser beobachten.[8]

 
Afrikawiese (2010)

AfrikaSavanneBearbeiten

Die AfrikaSavanne im Krefelder Zoo ist 1 Hektar groß und stellt einen Ausschnitt einer Savannenlandschaft dar. In der offenen Landschaft leben große Kudus, Impalas und Strauße. Der Weg zur Afrika-Wiese führte über mehrere Bauabschnitte. Anfang 2014 erfolgte die Fertigstellung einer Stallanlage für die Antilopen und Strauße. Zur Zeit wird auf der ehemaligen Zebraanlage eine PelikanLagune errichtet.

GroßtierhausBearbeiten

Das Großtierhaus wurde 1977 errichtet. Es beherbergt zwei asiatische Elefanten, ein Zwergflusspferd und eine Spitzmaulnashorn-Familie. Der Zoo Krefeld ist einer von fünf Zoos in Deutschland, die Nachzuchterfolge bei dieser afrikanischen Tierart erzielen können.[9]

2010 wurde umgebaut und die Elefantenhaltung von der Kettenhaltung auf die Boxenhaltung umgestellt. Grundlage dafür waren neue Erkenntnisse zum Sozialverhalten der Tiere und veränderte Haltungsvorschriften. Seitdem können die beiden Elefantenkühe Rhena und Mumptas Mahal die Nachtstunden verbringen, ohne angekettet zu sein.[10]

 
Das Vogeltropenhaus (2010)

NashornanlageBearbeiten

Im April 2015 begannen die Bauarbeiten an der neuen Nashornanlage, die direkt an die große Afrikawiese angrenzt.[11] Die Bauarbeiten wurden im Frühjahr 2016 abgeschlossen.[12]

SchmetterlingsDschungelBearbeiten

2010 wurde der Schmetterlingsdschungel im Zoo Krefeld eröffnet. Bis zu 200 Schmetterlinge leben dort in tropischer Vegetation. Dazu gehören unter anderem der Blaue Morphofalter oder der „Giftmischer“ Passionsblumenfalter. An den Raupenkästen des Schmetterlingsdschungels lässt sich der Schlupf der Falter mitverfolgen. Dort kann der gesamte Lebenszyklus eines Schmetterlings vom Ei über Raupe und Puppe bis zum erwachsenen Falter beobachtet werden.[13]

VogelhausBearbeiten

Vögel aus drei Kontinenten leben im Krefelder Vogelhaus in tropisch-feuchtem Klima. Die Themen der Voliere sind „Süd-Ost-Asien“, „Südamerika“, „Madagaskar“, und „Afrika“.[14] In der Vogeltropenhalle sind zudem freilebende Vögel zu finden.

ErdmännchenLodgeBearbeiten

 
ErdmännchenLodge des Krefelder Zoos (2017)

Die ErdmännchenLodge wurde 2017 eröffnet. In Anlehnung an typisch afrikanische Lehmhütten entstanden zwei miteinander verbundene Rundbauten, die die Erdmännchenanlage und eine Aussichtsterrasse mit Getränkeausschank beherbergen. Dort leben derzeit acht Erdmännchen. Zuchtmann Toni verschwand am 2. Juni 2018 spurlos; aus dem Zoo Münster trat das 3-jähriges Männchen Kimya seine Nachfolge an. Ende November 2018 brachte die erst im März 2018 in Krefeld geborene Amari zwei Jungtiere auf die Welt.

Artenschutz, Erhaltungszucht und ForschungBearbeiten

Der Zoo Krefeld setzt sich auf verschiedenen Ebenen für den Natur- und Artenschutz ein. Seit 1963 ist er Mitglied der WAZA (Welt-Zoo-Organisation), seit 1988 in der EAZA (Europäische Vereinigung der Zoos und Aquarien)[15] und seit 2001 in der von deutschen Zoos gegründeten Stiftung Artenschutz.

ErhaltungszuchtBearbeiten

Durch das Führen von Zuchtbüchern, in welchen der Stammbaum einer Tierart aufgelistet wird, und mit Hilfe von speziellen Zuchtprogrammen werden im Krefelder Zoo ideale Zuchtpaare zusammengestellt. Auf diese Weise hilft der Zoo dabei, eine gesunde Population gefährdeter Tierarten zu erhalten und zu züchten (ex-situ-conservation). Der Zoo Krefeld nimmt derzeit an 49 Zuchtprogrammen teil. Diese teilen sich auf in acht internationale Erhaltungszuchtprogramme (ISB), u. a. Sumatra-Tiger, Spitzmaulnashorn und Gepard, 24 europäische Erhaltungszuchtprogramme (EEP), u. a. Schneeleopard und Schimpanse, und in 17 europäische Zuchtbücher (ESB); u. a. Löffelhund und Blauducker. Bei allen Erhaltungszucht-Unternehmungen richtet sich der Zoo Krefeld nach den Empfehlungen der jeweiligen Zoobuchführer. Für die Europäischen Fischotter, Goodfellow-Baumkängurus und Tamanduas (Kleine Ameisenbären) führt der Zoo Krefeld das Zuchtbuch.[16]

ZuchterfolgeBearbeiten

1998 gelang dem Krefelder Zoo die Welterstzucht von Krokodilwächtern aus Afrika – ein Brutspezialist: In der Natur legen die Vögel ihre Eier in sonnenbeschienene Sandflächen, wo sie ohne elterlichen Einsatz ausgebrütet werden. Durch die Ergebnisse von Freilandstudien angeregt, ließ Dr. Wolfgang Dreßen Fußbodenheizungen sowie Wärme- und Lichtstrahler anbringen – mit entsprechendem Erfolg.[17]

2006 wurde mit Davu das erste Spitzmaulnashorn in einem nordrhein-westfälischen Zoo geboren. Es folgten vier weitere Jungtiere in den Jahren 2008, 2010, 2013 und 2016.[18][19]

Einsatz südamerikanischer Raubwanzen zur BlutabnahmeBearbeiten

Nach guten Erfahrungen im Zoo Wuppertal werden auch im Zoo Krefeld südamerikanische Raubwanzen eingesetzt, um Zootieren Blut abzunehmen.

Hintergrund: Den meisten Zootieren kann nur unter Narkose gefahrlos Blut abgenommen werden. Wie beim Menschen geben aber die Blutwerte auch bei Tieren wichtige Hinweise auf Krankheiten. Somit ist eine Blutgewinnung bei Störungen des Allgemeinbefindens manchmal unerlässlich. Der Wuppertaler Zoo hat daher dem Zoo Krefeld zehn dieser Raubwanzen zur Verfügung gestellt. Im Krefelder Zoo wurden dann dem Nashornbullen "Usoni" und weiteren Tieren, denen unter Normalbedingungen nur schwer Blut abgenommen werden kann, die etwa 7 Zentimeter großen Raubwanzen an dünnen Hautstellen aufgesetzt. Nach etwa fünf Minuten haben sich die blutsaugenden Insekten vollgesaugt und fallen ab. Aus dem Körper des Insekts kann nun das Blut gewonnen und in ein Labor zur Untersuchung eingeschickt werden. Die Wanzen aus dem Zoo Wuppertal wurden unter sterilen Bedingungen für den Zweck der Blutentnahme gezüchtet – eine Übertragung von Krankheiten ist daher nicht zu befürchten.[20]

AußenstationBearbeiten

Vom eigentlichen Zoo abgetrennt gibt es eine zusätzliche Außenstation. Ein ausgebauter alter Gutshof, der Hausenhof hinter dem Greiffenhorstschlösschen, dient als Quarantäne- und Zuchtstation. Außerdem wird die Station zur Unterbringung für Nachwuchstiere genutzt, die von ihren Eltern nicht mehr im Gehege geduldet werden und nun auf ihren Umzug in einen anderen Zoo warten.

Nachhaltige WasserwirtschaftBearbeiten

Im Zoo Krefeld wird seit 2010 ein nachhaltiger Umgang mit Wasser betrieben. Dazu wurde das Projekt „Nachhaltige Wasserwirtschaft im Zoo“ entwickelt. Hauptziele des Projekts sind Wassereinsparung und Umwelterziehung von Schulklassen.

Im Rahmen des Projektes entstanden auf dem Zoogelände zwei Pflanzenkläranlagen und ein neuer Grundwasserbrunnen. Durch den Einsatz der Pflanzenkläranlage ist eine Beckenreinigung für die Seelöwen und den Pinguinpool statt einmal wöchentlich nur noch jedes halbe Jahr nötig, wodurch seit Beginn des Projektes bis heute (März 2015) über 500.000 Kubikmeter Wasser gespart werden konnten. Die im Frühjahr verstärkte Algenbildung – ein natürlicher Prozess – wird nicht durch Chemikalien beseitigt, sondern durch Sporttaucher, die übermäßigen Algenwuchs aus den beiden Becken entfernen.

2014 wurde der pädagogische Teil des Wasserprojektes ins Leben gerufen: Im Zoo können Schulklassen aller Schulformen verschiedene lehrplanrelevante Aspekte zu den Themen „Wasser“, „Nahrungskette“, „Meeresverschmutzung“ oder „Wasserkreislauf im Regenwald“ erarbeiten, wobei die Pflanzenkläranlagen in den Unterricht mit einbezogen werden. Die Schüler analysieren Wasserproben in einem eigenen Labor und vollziehen die Reinigungsleistung praktisch nach.[21]

Geparden-Vorfall 2002Bearbeiten

In die Schlagzeilen kam der Krefelder Zoo im November 2002, als das Gepardenweibchen „Catherine“ zehn Kängurus tötete.[22] Das Raubtier war von Einbrechern freigelassen worden und zerstörte seinem Jagdinstinkt folgend die Zuchtgruppe der Grauen Riesenkängurus. Bekannt wurde dabei das Känguru-Baby mit dem Namen „Lismore“, das die Attacke im Beutel seiner dabei getöteten Mutter überlebte.[23] Lismore wurde von einer Pflegerin des Zoos rund um die Uhr versorgt und gepflegt.

Projekt affenBRUT 2007Bearbeiten

In Kooperation mit einer Kunstvermittlungsagentur startete der Zoo im Oktober 2007 das Fundraising-Projekt affenBRUT.[24] Verkauft werden von zwei Orang-Utan-Weibchen und einem Männchen namens Barito gemalte Bilder. Die Erlöse der „Affenkunst“ fließen größtenteils in die Tierbeschäftigung. Barito ist Mitte 2014 in den Zoo de la Palmyre nach Frankreich gezogen.[25]

 
Malerei des Orang-Utan-Weibchens Sita. Wachsmalstifte auf Papier
 
Malerei des Orang-Utan-Weibchens Sandra. Fingerfarben auf Pappe

Seiltanzender Gorilla 2012Bearbeiten

 
Silberrücken Kidogo bei seinem Seiltanz im Zoo Krefeld

Ende 2012 schaffte es der Krefelder Zoo weltweit in die Schlagzeilen, als der damals neue Silberrücken Kidogo auf einem im Außengehege gespannten Seil zwischen zwei Bäumen entlang balancierte. Der Gorilla wiederholte diesen „Seiltanz“ anschließend noch einige Male.[26][27]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zoo in Zahlen. In: Webseite Zoo Krefeld. 2. Januar 2019, abgerufen am 22. Januar 2019.
  2. Die Welt-Zoo-Naturschutzstrategie im deutschsprachigen Raum. (PDF) 2006, abgerufen am 26. Juli 2014.
  3. Bombennacht: Vor 65 Jahren brannte Krefeld
  4. Information zum Zoo-Träger. Webseite des Krefelder Zoos. Aufgerufen am 2. Januar 2019.
  5. Ehrenamt. In: Webseite Zoo Krefeld. 2. Januar 2019, abgerufen am 2. Januar 2019.
  6. Zoo eröffnet erste eigene Tierarztpraxis. In: rp online. 22. Mai 2014, abgerufen am 26. Juli 2014.
  7. a b c Stadt Krefeld: Regenwaldhaus (Memento des Originals vom 8. August 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.krefeld.de
  8. „PinguinPool“: Die neue Attraktion im Zoo Krefeld ist eröffnet (Memento des Originals vom 12. August 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zookrefeld.de. vom 17. April 2014.
  9. Nashorn-Baby geboren RP.online, 6. Mai 2008, abgerufen am 15. August 2014.
  10. Elefanten im Zoo: „Die traurige Kettenhaltung ist endgültig passé“. Webseite der Westdeutschen Zeitung. Aufgerufen am 15. August 2014.
  11. Zoo gibt Startschuss für Neubau Nashorn-Anlage RP.online, 1. April 2015, abgerufen am 24. September 2015.
  12. Mehr Platz für Krefelds Riesen – Neue Nashornanlage eröffnet. (Memento des Originals vom 5. Juni 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zookrefeld.de Meldung auf der Homepage des Zoos Krefeld vom 8. April 2016, abgerufen am 5. Juni 2016.
  13. Der Schmetterlingsdschungel im Krefelder Zoo. Webseite der Rheinischen Post. Aufgerufen am 21. August 2014.
  14. Zoo: Ehedrama im Vogelhaus. Webseite der Rheinischen Post. Aufgerufen am 29. August 2014.
  15. EAZA Member List
  16. Die Erhaltungszucht im Zoo Krefeld. In: Webseite Zoo Krefeld. 2. Januar 2019, abgerufen am 2. Januar 2019.
  17. Weltweit beachtete Zuchterfolge durch innovative Ideen und viel Fingerspitzengefühl. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webseite Zoo Krefeld. 10. November 2014, ehemals im Original; abgerufen am 25. April 2015.@1@2Vorlage:Toter Link/www.zookrefeld.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  18. Bericht zum ersten Freigang des Nashorn Davu.@1@2Vorlage:Toter Link/www.rp-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. RP-online. Aufgerufen am 23. Januar 2011.
  19. Rheinische Post vom 26. Juli 2010 (Memento des Originals vom 27. Juli 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rp-online.de
  20. Tiere im Zoo Krefeld verwanzt! (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webseite Zoo Krefeld. 28. August 2014, ehemals im Original; abgerufen am 25. April 2015.@1@2Vorlage:Toter Link/www.zookrefeld.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  21. Zoo Krefeld setzt seit 2010 mit Pflanzenkläranlagen auf eine nachhaltige Wasserwirtschaft. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webseite Zoo Krefeld. 23. März 2015, ehemals im Original; abgerufen am 25. April 2015.@1@2Vorlage:Toter Link/www.zookrefeld.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  22. Drama im Krefelder Zoo: Gepard reißt zehn Kängurus, Spiegel Online am 17. November 2002
  23. Zoo Krefeld: Zeitleiste. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 6. April 2017; abgerufen am 5. April 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zookrefeld.de
  24. WDR, 14. Februar 2008
  25. Orang-Utan Barito auf dem Weg nach Frankreich (Memento des Originals vom 7. September 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.krefeld.de Webseite der Stadt Krefeld. Aufgerufen am 5. September 2014.
  26. Krefelder Gorilla wird zum Weltstar. Webseite der Rheinischen Post. Aufgerufen am 9. September 2014.
  27. Webseite der NY Daily News. Aufgerufen am 11. Juli 2014.