Konrad Mizzi

maltesischer Politiker, Minister für Tourismus
Konrad Mizzi (2012)

Konrad Mizzi (* 4. November 1977 in Paola) ist ein maltesischer Politiker. Er war seit 2017 der Minister für Tourismus von Malta. Von 2013 bis 2017 war er zuvor Minister für Energie und Wasserreinhaltung. Er ist Mitglied der Malta Labour Party.[1] Am 26. November 2019 trat er von seinem Ministeramt zurück.[2]

LebenBearbeiten

Mizzi promovierte an der University of Nottingham in Finance. Vor Antritt des politischen Amtes war er bei maltesischen und britischen Unternehmen aktiv. So war er unter anderem Partner und Geschäftsführer des Energiebereichs bei der Beratungsgesellschaft Pcubed, und Manager bei Deloitte und der British Telecom.

Die maltesische Journalistin und Bloggerin Daphne Caruana Galizia warf Mizzi im Februar 2016 vor, Offshore-Konten in Panama und Trusts in Neuseeland eröffnet zu haben. Als zwei Monate später die Panama Papers veröffentlicht wurden, verlor Mizzi den Vorsitz der Partei.[3]

Am 26. November 2019 trat Mizzi von seinem Amt als Tourismusminister zurück. Er wird verdächtigt, in den Mordfall an der Journalistin Daphne Caruana Galizia verwickelt zu sein.

KabinetteBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.parlament.mt/mizzi-konrad
  2. Carsten Luther, AFP, dpa: Malta: Tourismusminister tritt zurück, Wirtschaftsminister legt Amt nieder. In: Die Zeit. 26. November 2019, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 26. November 2019]).
  3. Oliver Meiler: Maltesische Bloggerin durch Autobombe getötet. Süddeutsche Zeitung, 16. Oktober 2017, abgerufen am 17. Oktober 2017.