Kira Lipperheide

deutsche Bobfahrerin und Leichtathletin
Kira Lipperheide
Nation Deutschland Deutschland
Geburtstag 7. Februar 2000
Geburtsort Castrop-Rauxel
Größe 178 cm
Gewicht 82 kg
Karriere
Disziplin Zweierbob
Position Anschieberin
Verein TV Gladbeck 1912
Trainer Heiner Preute
Nationalkader seit 2019
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 0 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
EM-Medaillen 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Bob-Weltmeisterschaften
Silber 2020 Altenberg Zweierbob
Silber 2023 St. Moritz Zweierbob
 Bob-Europameisterschaften
Silber 2022 St. Moritz Zweierbob
Platzierungen im Bob-Weltcup
 Debüt im Weltcup 19. Januar 2019 in Innsbruck
 Weltcupsiege 2 (Liste)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Zweierbob 2 4
letzte Änderung: 14. Dezember 2023

Kira Lipperheide (* 7. Februar 2000 in Castrop-Rauxel) ist eine deutsche Bobfahrerin und ehemalige Leichtathletin. Gemeinsam mit Kim Kalicki gewann sie 2020 bei den IBSF-Weltmeisterschaften die Silbermedaille im Zweierbob der Frauen.

Karriere Bearbeiten

Karriere als Leichtathletin Bearbeiten

Bevor Kira Lipperheide zum Bobsport wechselte war sie beim TV Gladbeck 1912 als Leichtathletin aktiv. 2018 startete sie im Frankenstadion Heilbronn für ihren Verein in der 4-mal-100-Meter-Staffel bei den deutschen Leichtathletik-Juniorenmeisterschaften und konnte mit der Staffel die Silbermedaille gewinnen.[1] Wenig später startete sie auch bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 2018 im Max-Morlock-Stadion in Nürnberg und belegte dabei mit der Staffel vom TV Gladbeck in der Endabrechnung den siebten Platz. Obwohl Kira Lipperheide zu diesen Zeitpunkt schon zum Bobsport gewechselt war, trat sie im Jahr 2019 sowohl bei den deutschen Junioren-Meisterschaften als auch im Olympiastadion Berlin bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in der 4-mal-100-Meter-Staffel vom TV Gladbeck an.

Karriere als Bobfahrerin Bearbeiten

Im Jahr 2018 tat es Kira Lipperheide ihrer Vereinskollegin Annika Drazek gleich und wechselte von der Leichtathletik zum Bobsport. Sie wurde Anschieberin und gehört seitdem wie auch Annika Drazeck zum Team von Mariama Jamanka. Ihren ersten internationalen Wettbewerb absolvierte sie am 10. Januar 2019 als Anschieberin von Kim Kalicki im Europacup 2018/19. Bei den Wettbewerb siegten die beiden vor dem Bob von Laura Nolte und dem von Breeana Walker. Einen Tag später konnten die beiden auch den zweiten Wettbewerb in Innsbruck gewinnen. Kurz darauf durfte Kira Lipperheide als Anschieberin von Mariama Jamanka am 19. Januar 2019 auf dem Olympia Eiskanal Igls in Innsbruck ihr Weltcup-Debüt geben und dabei erreichte sie und Mariama Jamanka hinter den Bob von Stephanie Schneider und vor dem Bob von Elana Meyers Taylor den zweiten Platz.

Am 2. Februar 2019 war Kira Lipperheide wieder als Anschieberin von Kim Kalicki aktiv und die beiden starteten bei den Juniorenweltmeisterschaften auf der Kunsteisbahn Königssee. Bei den Wettbewerb belegten sie hinter den österreichischen Bob von Katrin Beierl und den rumänischen Bob von Andreea Grecu den dritten Platz. Die beiden Deutschen wurden aber zusätzlich in der U23-Wertung gewertet und konnten sich in dieser den Junioren-Weltmeistertitel gewinnen.

In der Saison 2019/20 konnte Kira Lipperheide als Anschieberin von Stephanie Schneider erstmal ein Weltcup-Rennen gewinnen. Am 4. Januar 2020 in der Veltins-Eisarena in Winterberg siegten die beiden bei den deutschen Dreifachsieg vor dem Bob von Mariama Jamanka und den Bob von Laura Nolte. In St. Moritz auf den Olympia Bob Run St. Moritz–Celerina konnte sie am 1. Februar 2020 gemeinsam mit Mariama Jamanka auf das Podest fahren und belegten hinter dem Bob von Kaillie Humphries und vor dem Bob von Stephanie Schneider den zweiten Platz.

Am 8. Februar 2020 ging sie gemeinsam mit Kim Kalicki, wie ein Jahr zuvor, bei den Juniorenweltmeisterschaften an den Start, welche in Winterberg ausgetragen wurden. Sie sicherten sich vor dem russischen Bob von Ljubow Tschernych und den chinesischen Bob von Ying Qing den Junioren-Weltmeistertitel, sowohl in der „normalen“ Wertung als auch in der U23-Wertung. Dadurch sicherten sie sich ein persönliches Startrecht bei den Weltmeisterschaften 2020 in Altenberg.[2] Bei den Weltmeisterschaften auf der Rennschlitten- und Bobbahn Altenberg gewannen die beiden hinter dem Bob von US-Amerikanerin Kaillie Humphries und vor dem Bob der Kanadierin Christine de Bruin überraschend die Silbermedaille.[3]

Im Sommer 2020 erlitt Kira Lipperheide einen Ermüdungsbruch und fiel damit für die gesamte Saison 2020/21 aus.[4]

Zur Weltcup-Saison 2021/22 gehörte Lipperheide wieder zum Nationalkader und gab ihr Comeback am 22. November 2021 beim Weltcup in Innsbruck-Igls. Sie schob dabei den Bob von Pilotin Mariama Jamanka an und verpasste mit ihr eine Podestplatzierung nur um eine Tausendstel Sekunde. Saisonhöhepunkt für Kipperheide war die Bob-EM im Januar 2022 in St. Moritz, wo sie mit Jamanka nur um 4 Hundertstel den Europameistertitel verpasste, aber mit Silber ihre erste EM-Medaille bejubeln konnte.

Erfolge Bearbeiten

Weltmeisterschaften Bearbeiten

Europameisterschaften Bearbeiten

Weltcup-Siege Bearbeiten

Nr. Datum Ort Bahn Pilotin
1. 4. Januar 2020 Deutschland  Winterberg Bobbahn Winterberg Stephanie Schneider
1. 15. Januar 2023 Deutschland  Altenberg Altenberg Lisa Buckwitz

Europacup-Siege Bearbeiten

Nr. Datum Ort Bahn Pilotin
1. 10. Januar 2019 Osterreich  Innsbruck Olympia Eiskanal Igls Kim Kalicki
2. 11. Januar 2019

Weblinks Bearbeiten

Commons: Kira Lipperheide – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Ergebnisliste der Deutschen Leichtathletik-Juniorenmeisterschaften 2018 in der Datenbank vom Deutschen Leichtathletik-Verband
  2. U23-Europameisterin Kalicki gewinnt Junioren-WM im Frauen-Zweierbob. International Bobsleigh & Skeleton Federation, 8. Februar 2020, abgerufen am 22. Februar 2020 (deutsch).
  3. Silber für Kalicki/Lipperheide bei Bob-WM in Altenberg. Sportschau, 22. Februar 2020, abgerufen am 22. Februar 2020.
  4. Hans Joachim Moers: Neise und Nolte starten mit Spezialauftrag bei der Junioren-WM. sport-rhein-erft.de, 31. Dezember 2020, abgerufen am 24. Januar 2021.