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Gemeinde Kifisia
Δήμος Κηφισιάς (Κηφισιά)
Kifisia (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Attika
Regionalbezirk: Athen-Nord
Geographische Koordinaten: 38° 5′ N, 23° 49′ OKoordinaten: 38° 5′ N, 23° 49′ O
Fläche: 34,03 km²
Einwohner: 70.600 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 2.074,6 Ew./km²
Postleitzahl: 14561 – 14564
Gemeindelogo:
Gemeindelogo von Gemeinde Kifisia
Sitz: Kifisia
LAU-1-Code-Nr.: 4605
Gemeindebezirke: 3 Gemeindebezirke
Lokale Selbstverwaltung: f123 Stadtbezirke
f12
Website: www.kifissia.gr
Lage in der Region Attika
Datei:2011 Dimos Kifisias.png

Kifisia, häufig auch Kifissia, (griechisch Κηφισιά (f. sg.), lateinisch Cephisia[2]), benannt nach dem im Norden entspringenden Kephisos, ist eine Gemeinde und Stadt im Nordosten der Region Attika in Griechenland und ein Vorort von Athen. Kifissia ist die nördliche Endstation der Linie 1 der Athener Metro.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Metro nach Kifissia

Bereits in der Antike war Kifissia ein bei den Reichen beliebter Wohnort. So besaß der Redner und Mäzen Herodes Atticus, einer der reichsten Männer seiner Zeit, dort eine Villa.[3] Im 19. Jahrhundert und bis weit ins 20. Jahrhundert war der Ort ein beliebtes Ausflugsziel der Athener, die dort auch Ferienhäuser errichteten. Geschätzt wird vor allem die gute Luft am Pendeli-Gebirge etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel.[4] Es entstanden zahlreiche Grand-Hotels (von denen einzig das Pentelikon noch in Betrieb ist).

In Kifissia wurde 1940 dem damaligen griechischen Staatschef Ioannis Metaxas das italienische Ultimatum überreicht, das der Legende nach zu seiner berühmten Antwort „όχι!“ („Nein!“) führte.

Als in den frühen 1950er Jahren die Metro bis an den Hauptplatz des Ortes erweitert wurde, wandelte sich Kifissia zu einem noblen Wohnort mit Apartmenthäusern. Heute hat der Ort seine Bedeutung als High-Society-Wohnort an den nördlichen Stadtteil Ekali verloren. Der Ort konnte sich als gehobenes Einkaufszentrum mit zahlreichen Luxusläden und Restaurants behaupten und konkurriert mit dem Athener Stadtteil Kolonaki.

Lage und GemeindebezirkeBearbeiten

Durch die Gemeindereform 2010 wurde die bisherige Gemeinde Kifisia mit den nördlicher gelegenen Nea Erythrea und Ekali vereinigt. Kifisia liegt seitdem im äußersten Norden des Regionalbezirks Athen-Nord.

Sie umfasst:

  • Kifisia (mit den Ortsteilen Ano Kifissia, Kato Kifissia, Adames, Nea Kifissia, Politia, Kefalari): 45.015 Einwohner, 25,94 ha
  • Nea Erythrea: 15.972 Einwohner, 4,83 ha
  • Ekali: 5.497 Einwohner, 4,33 ha

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

(Hauptbezirk Kifisia)

Jahr Einwohner Zunahme Bevölkerungsdichte:
1951 12.991 560/km²
1981 31.876 +18.885 = 59,25 % 1.275,04/km²
1991 39.166 + 7.290 = 22,87 % 1.566,84/km²
2001 45.015 + 5.849 = 14,93 % 1.735,6/km²

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kifissia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Griechischen Statistischen Amt ELSTAT (Memento vom 13. November 2011 im Internet Archive) (PDF)
  2. Aulus Gellius, Noctes Atticae 1,2,2; 18,10,1
  3. Philostratos, Leben der Sophisten 2,1,12; Aulus Gellius, Noctes Atticae 1,2,1–2
  4. Hans Rupprecht Goette: Athen - Attika - Megaris. Reiseführer zu den Kunstschätzen und Kulturdenkmälern im Zentrum Griechenlands. Böhlau, Köln 1993, ISBN 3-412-03393-6, S. 211.