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Kardinal-Innitzer-Preis

Wissenschaftspreis der Erzdiözese Wien

GeschichteBearbeiten

Der Namengeber des Studienfonds, Kardinal Theodor Innitzer, war selbst Universitätslehrer. Als solcher wusste er um die Nöte junger Wissenschaftler am Beginn ihrer akademischen Laufbahn Bescheid. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs suchte er die Hilfe maßgeblicher Persönlichkeiten der österreichischen Wirtschaft zur Unterstützung junger österreichischer Wissenschaftler zu gewinnen. Allerdings erlebte der Initiator nicht mehr die Realisierung dieses Projekts. Die Idee wurde durch den Nachfolger im Amt des Wiener Erzbischofs, Kardinal Franz König, aufgegriffen, der sich bereit erklärte, den Ehrenschutz über den neu gegründeten Fonds zu übernehmen. Mit Hilfe seiner ideellen Unterstützung und durch die Bemühungen weiterer Persönlichkeiten gelang es, die materielle Grundlage für den Preis zu schaffen. Erreicht wurde dies durch die Unterstützung seitens verschiedener Repräsentanten von Bund und Ländern und diverser Institutionen sowie durch die Unterstützung seitens unterschiedlicher Vertreter des Wirtschaftslebens.

Protektor des Kardinal-Innitzer-Preises ist weiterhin der Erzbischof von Wien, derzeit Kardinal Christoph Schönborn. Dieser nimmt im Rahmen einer feierlichen Vergabesitzung im Dezember jedes Kalenderjahres die Preisverleihung vor.

Großer PreisBearbeiten

Der „Große Preis“ wird für das wissenschaftliche Lebenswerk vergeben.

WürdigungspreiseBearbeiten

„Würdigungspreise“ werden jeweils für „Geistes- und Sozialwissenschaft/Rechtswissenschaft“, „Naturwissenschaft/Medizin“ sowie „Wissenschaftlich fundierte Publizistik“ vergeben.

FörderungspreiseBearbeiten

Über den „Großen Preis“ und die „Würdigungspreise“ hinaus vergibt der Kardinal-Innitzer-Studienfonds jährlich „Förderungspreise“ an hervorragende junge österreichische Wissenschaftler. Kandidaten aus den Bereichen Geisteswissenschaften, Human- und Veterinärmedizin, Naturwissenschaften, Rechts- und Staatswissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie Theologie, die nicht älter als 40 Jahre sind, können sich um die Förderungspreise bewerben. Die eingereichten Arbeiten sollen in etwa Habilitationsniveau haben, auch Einzelstudien von Habilitierten können eingereicht werden. Die Bewerbungen werden durch den Studienfonds, der sich dazu externer Gutachter bedient, und vom Kuratorium geprüft.

Träger des Kardinal-Innitzer-Preises in den Kategorien „Großer Preis“ und „Würdigungspreise“Bearbeiten

Träger des Kardinal-Innitzer-Preises in der Kategorie „Förderungspreise“Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Alois Brusatti (Hg.): Der Kardinal-Innitzer-Studienfonds. Fünfzehn Jahre, Wien 1976.
  • Alois Brusatti (Hg.): Der Kardinal-Innitzer-Studienfonds. Zwanzig Jahre, Wien 1981.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alois Brusatti: Der Kardinal-Innitzer-Studienfonds. Zwanzig Jahre. Hrsg.: Alois Brusatti. Eigenverlag, Wien 1981, S. 33.
  2. Karl Acham auf oeaw.ac.at
  3. Harald Niederreiter auf oeaw.ac.at
  4. ORF-TV-Religionsjournalisten Peter Pawlowsky und Grabner ausgezeichnet APA-Meldung vom 18. November 2000
  5. Kardinal Schönborn überreichte Innitzer-Preise 2001 Artikel auf kath.net
  6. Innitzer-Preis 2002 geht an Soziologen Rosenmayr Artikel auf sciencev1.orf.at
  7. Kardinal-Innitzer-Preis 2003 geht an Computerpionier Zemanek Artikel auf derstandard.at, 15. Dezember 2003
  8. Kardinal-Innitzer-Preis 2004 an Sprachwissenschaftler Mayrhofer Artikel vom 30. November 2004 auf religionv1.orf.at
  9. Kardinal-Innitzer-Preis an „Weltraumpapst“ Riedler In: Der Standard, Onlineversion vom 25. November 2005
  10. Kardinal-Innitzer-Preis 2006 verliehen Artikel vom 4. Dezember 2006 auf sciencev1.orf.at
  11. Keine Angst vor der Wahrheit: Kardinal Schönborn überreicht Wissenschaftspreis Artikel vom 17. Dezember 2007 auf religionv1.orf.at
  12. Kardinal-Innitzer-Preis 2008 geht an Dermatologen Wolff APA-Aussendung vom 5. Dezember 2008
  13. Kardinal-Innitzer-Preis 2009 geht an Gerald Stourzh APA-Aussendung vom 27. November 2009
  14. Kardinal-Innitzer-Preis 2010 geht an Friedrich Ehrendorfer Artikel auf erzdioezese-wien.at
  15. Kardinal Schönborn überreichte Innitzerpreise 2011 Artikel vom 12. Dezember 2011 auf erzdioezese-wien.at
  16. Kardinal-Innitzer-Preis 2012 geht an Kernphysiker Helmut Rauch. Wiener Zeitung, 11. Dezember 2012
  17. Kardinal-Innitzer-Preis 2013 geht an Linguisten Dressler. Pressemitteilung vom 2. Dezember 2013 bei der Katholischen Presseagentur Österreich (kathpress.co.at)
  18. Innitzer-Preis 2014 geht an Biochemiker und Ex-Minister Tuppy. erzdiözese-wien.at; abgerufen am 5. Dezember 2014.
  19. Innitzer-Preis 2015 geht an früheren VfGH-Präsidenten Korinek. Artikel vom 16. November 2015, abgerufen am 21. November 2015.
  20. Innitzer-Preis 2016 geht an Immunologen Christoph Huber. In: erzdioezese-wien.at. 20. Oktober 2016, abgerufen am 1. November 2016.
  21. Innitzer-Preis 2017 an Grazer Historikerin Grete Walter-Klingenstein. In: science.apa.at. 7. November 2017, abgerufen am 9. November 2017.
  22. Kardinal-Innitzer-Preis 2018 geht an Chemiker Schuster. In: katholisch.at. Abgerufen am 18. November 2018.