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Bei der Junkers Ju 488 handelt es sich um einen viermotorigen Mitteldecker mit einziehbarem Fahrwerk und drei Mann Besatzung. Das Flugzeug war eine Weiterentwicklung auf Basis der Junkers Ju 388. Der Antrieb erfolgte durch vier Sternmotoren, Typ BMW 801 TJ, mit Turboladern speziell für den Höhenflug. Die Einführung sollte noch im Sommer des Jahres 1945 erfolgen.

Junkers Ju 488
Junkers Ju 488 sketch.jpg
Typ: Bomber
Entwurfsland:

Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich

Hersteller:

Junkers

Produktionszeit:

1945 (abgebrochen)

Stückzahl: 2 (beide durch Résistance-Kämpfer zerstört, bevor sie fertiggestellt wurden)

BeschreibungBearbeiten

Gegenüber dem Ausgangstyp Junkers Ju 388 wurde im Wesentlichen die Rumpf- und die Flügelmittelsektion neu entwickelt. Tragflächenenden und Bug wurden aus der K-Serie der Ju 388 übernommen. Das Heck wurde ähnlich der C-Serie der Ju 188 ausgeführt, während das Leitwerk von der Ju-288-C-Serie übernommen wurde.

Anfang 1944 wurde mit dem Bau der Prototypen Ju 488 V1 und V2 bei Latécoère im französischen Toulouse begonnen. Nach der Landung der Alliierten in der Normandie wurde im Juli 1944 beschlossen, die schon fertiggestellten Bauteile per Bahn in das Junkers-Werk in Bernburg (Saale) zu überführen. Daraufhin zerstörten Kämpfer der französischen Résistance den Rumpf und die mittlere Flügelsektion der Ju 488 V1 in der Nacht vom 16./17. Juli 1944. Nachdem die deutschen Truppen im August 1944 Toulouse geräumt hatten, fand man noch die vordere Rumpfsektion der V2 auf einem Bahnwaggon. Danach ist sie verschollen. Bei Junkers wurden die Konstruktionsarbeiten im November 1944 eingestellt. Man hatte zudem noch vergeblich versucht, die Konstruktion nach Japan zu verkaufen.

Technische DatenBearbeiten

Kenngröße Daten der Ju 488A
Besatzung 3
Länge 23,24 m
Spannweite 31,28 m
Flügelfläche 88,00 m²
Höhe 6,09 m
Leermasse 21.000 kg
max. Startmasse 36.000 kg
Höchstgeschwindigkeit 690 km/h (in 7200 m)
Marschgeschwindigkeit 487 km/h
Dienstgipfelhöhe 11.350 m
Steigrate 551 m/min
Reichweite 3395 km
Triebwerke vier 24-Zylinder-Reihensternmotoren Junkers Jumo 222A-3/B-3, wassergekühlt, mit je 1864 kW (2500 PS)
Bewaffnung
  • zwei 20-mm-MG 151
  • zwei 13-mm-MG 131
  • bis zu 5000 kg Bombenlast

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Wolfgang Wagner: Hugo Junkers. Pionier der Luftfahrt – seine Flugzeuge. Aus der Reihe: Die deutsche Luftfahrt. Band 24. Bernard & Graefe Verlag, Bonn 1996, ISBN 3-7637-6112-8.
  • Heinz J. Nowarra: Die deutsche Luftrüstung 1933–1945. Flugzeugtypen Henschel – Messerschmitt. Bd. 3, Bernard & Graefe, Bonn 1993, ISBN 3-7637-5467-9.

WeblinksBearbeiten