Johann Michael Sailer

katholischer Theologe und Bischof von Regensburg

Johann Michael Sailer, ab 1826 von Sailer[1] (* 17. November 1751 in Aresing, Oberbayern; † 20. Mai 1832 in Regensburg), war ein katholischer Theologe (insbesondere Pastoraltheologe) und Bischof von Regensburg.

Johann Michael Sailer
Johann Michael Sailer
Wappen des Bischofs von Regensburg (1829–1832)
Büste Sailers in der Ruhmeshalle, München
Denkmal auf dem St. Emmeramsplatz in Regensburg

LebenBearbeiten

Der Sohn des Schuhmachers Andreas Sailer machte 1770 seinen Gymnasialabschluss am Jesuitengymnasium München (heute Wilhelmsgymnasium München)[2] und begann dann als Novize bei den Jesuiten (bis zur Auflösung des Ordens 1773) ein Theologiestudium an der Universität Ingolstadt. Am 23. September 1775 empfing er in Augsburg die Priesterweihe. Als Repetitor (ab 1777) und Professor der Dogmatik (ab 1780) lehrte er in Ingolstadt, bis er 1781 unter dem Vorwurf des „Obskurantismus“ entlassen wurde.

1784 erhielt er durch Fürsterzbischof Clemens Wenzeslaus von Sachsen (u. a. Augsburg) eine Professur für Theologie an der Universität Dillingen. Er wurde 1794 als angeblicher Illuminat seines Amtes enthoben, lebte eine Zeit lang beim Grafen zu Stolberg in Wernigerode, sodann in Ebersberg. Er erhielt 1799 wieder eine Anstellung als Professor der Theologie an der Universität Ingolstadt, die 1800 an die neue bayerische Landesuniversität Landshut verlegt wurde; in Landshut verfasste er seine Hauptwerke und hier wurde der spätere König Ludwig I. sein Schüler. 1810 ernannte die Bayerische Akademie der Wissenschaften Sailer zum auswärtigen Mitglied.[3]

Sailer wurde 1821 in Regensburg erster Domkapitular, 1822 Generalvikar, Koadjutor und Titularbischof von Germanicopolis. Die Bischofsweihe empfing er am 28. Oktober 1822 vom Münchener Erzbischof Lothar Anselm von Gebsattel. 1825 wurde Sailer Dompropst am Regensburger Dom und endlich am 28. Oktober 1829 durch persönlichen Einsatz von König Ludwig I. Bischof von Regensburg.[3] Sailer widmete das Damenstift Obermünster zum Priesterseminar um, kämpfte für die Wiederherstellung der Klöster und führte zahlreiche Pastoralreisen durch.[4] Sailer kümmerte sich besonders auf Firm- und Pastoralreisen um die Seelsorge in seinem Bistum.[5]

Einer seiner engsten Mitarbeiter in Regensburg war Melchior von Diepenbrock. Nach mehreren Schlaganfällen starb Sailer 1832 in Regensburg,

„… ein über die Grenzen seines Bistums hinaus fast wie ein Heiliger verehrter Bischof (...) Der Verfasser zahlreicher Erbauungsschriften, deren verinnerlichte Religiosität Katholiken wie Protestanten gleichermaßen berührte, gilt als Vorbild eines aufrechten Katholiken in der düsteren Zeit von Revolutionswirren und Säkularisation. Vierzig Jahre später (1873) werden die Werke desselben Mannes bei der Römischen Inquisition angeklagt, weil Sailer ein Häretiker gewesen sei, der die katholische Theologie durch aufklärerische und protestantische Ideen ‚zersetzt‘ habe.“[6]

Grabdenkmal und StandbildBearbeiten

Sailers Grabdenkmal im Regensburger Dom, in Auftrag gegeben von König Ludwig I., wurde von Konrad Eberhard geschaffen und zählt zu dessen Hauptwerken. Nach 1866/67 reifte beim bereits abgedankten König Ludwig I. der Entschluss, seinen verstorbenen ehemaligen Lehrer und Freund Sailer durch die Errichtung eines Bronzestandbildes am Ort seiner letzten Wirkungsstätte zu ehren. Mit diesem Standbild bekam die Stadt Regensburg ihr erstes Personendenkmal auf einem öffentlichen Platz. Den Bürgern sollte Sailer ohne seine bischöflichen Insignien Mitra und Stab, der sich barhäuptig mit einem Buch in der Hand den Menschen zuwendet, als Tugendbeispiel vor Augen geführt werden. Für Ludwig war auch die Wahl des Platzes für das Standbild wichtig. Er wählte den Emmeramsplatz wo das von Max von Widnmann modellierte und von Ferdinand von Miller gegossene Standbild mit Blick nach Süden auf die Basilika St. Emmeram am 20. Mai 1868, drei Monate nach dem Tod des Stifters, aufgestellt wurde. 1870 legte die Stadt ein bepflanztes Rondell an, das 1894 von einem niedrigen umgeben und 1909 noch mit Bäumen als Hintergrund bepflanzt wurde. Das wechselvolle weitere Schicksal des Standbilds begann nach 1940, als auf dem Emmeramsplatz ein Löschwasserteich entstand, die Statue zugunsten der Rüstungsindustrie eingeschmolzen werden sollte und abtransportiert wurde. Nach dem Krieg wurde nach Recherchen von Walter Boll die Statue in Hamburg aufgefunden und gelangte leicht beschädigt im August 1949 wieder nach Regensburg. Da der Emmeramsplatz nach 1950 zunächst in den Mittelpunkt der städtischen Verkehrsplanung geriet und später als Parkplatz benötigt wurde, bot sich als neuer Standort für die Statue ein Ort in der Nähe des Denkmals für König Ludwig I. in den Grünanlagen beim Peterskirchlein in Bahnhofsnähe an.[3] Dort stand das Denkmal von 1951 bis 2014, als es nach einer Restaurierung wieder auf den Emmeramsplatz zurück versetzt wurde. Weil dort die ehemals vorhandenen Grünanlagen fehlen, bildet das Denkmal heute den Mittelpunkt eines gut frequentierten Parkplatzes.

NamensgeberBearbeiten

1964 wurde das Gymnasium in Dillingen, an dem er mehrere Jahre als Lehrer tätig war, nach ihm benannt. Sein Geburtsort Aresing hat die Grund- und Mittelschule sowie eine Straße nach ihm benannt und im Rathaus erinnert eine Büste aus neuerer Zeit an ihn. In der Pfarrkirche St. Martin in Aresing erinnert eine Gedenktafel zum 100. Todestag im Chorraum an ihn. Sowohl im Ort Barbing östlich von Regensburg, wo Bischof Sailer eine Sommerresidenz hatte, als auch in Regensburg im Universitätsviertel ist eine Straße nach ihm benannt.[7]

LehreBearbeiten

Sailer wirkte als Buchautor und als Lehrer. Er war der Begründer und Hauptvertreter einer innerlichen und dabei duldsamen Richtung innerhalb der katholischen Kirche und zählt zu den Pionieren der Pastoraltheologie. Johann Michael von Sailer verstand die konstruktiven Gedanken der Aufklärung und integrierte sie in sein Denken.[8]

Starke Wirkung erzielte er durch die Heranbildung eines neuen Priestertyps. Mehr als tausend jungen Geistlichen vermittelte er während seiner dreißigjährigen Lehrtätigkeit nicht nur seine Ausprägung des Christentums, sondern auch die Fähigkeit, sich im täglichen Leben auf die gesamte Existenz der ihnen anvertrauten Gläubigen einzulassen. Zu seinen Schülern gehörten König Ludwig I. von Bayern, der Bibelübersetzer Joseph Franz von Allioli, der spätere bayerische Ministerverweser und Regierungspräsident Johann Baptist von Zenetti, der ihm zeitlebens verbunden blieb, ebenso wie der Theologieprofessor und Domprediger von Münster Johann Heinrich Brockmann, sowie Martin Boos, dessen bei manchen kirchlichen Kreisen umstrittene Verkündigung er bejahte. 1811 schrieb er an Boos in Gallneukirchen:

„Das Wesen Deiner Lehre ist apostolisch, Gott in Christus, Christi Tod, Christi Geist, Christi Leben – das ist das Wesen des Christentums.“[9]

Sailers Ruf erreichte 1823 auch Carl Proske, der sich als promovierter Arzt entschlossen hatte, seinen Beruf im preußischen Staatsdienst aufzugeben, um Theologie zu studieren und Priester zu werden. Proske suchte Rat beim damaligen Domkanoniker und Professor Sailer, der ihm zuriet. Nach seiner Priesterweihe 1826 entwickelte sich zwischen Sailer und Proske eine starke Freundschaft.[10]

Bedeutsam ist seine Übersetzung und Edition der Imitatio Christi des Thomas von Kempen als Nachfolge Christi 1794, die zahlreiche Auflagen bis in die neuere Zeit erlebte.

Während der Kompositionsarbeit an seiner Missa solemnis (1820) stand Ludwig van Beethoven in Verbindung mit Sailer.[11]

Sailers Wirken zeichnet sich durch den Versuch aus, zwischen der Katholischen Kirche und der Moderne zu vermitteln.[12] Sein Denken war geprägt von einer „Offenheit und Weite des Geistes“[13]. Er stand etwa im Kontakt mit Immanuel Kant. Philosophie, Psychologie und Pädagogik band er in seine Theologie ein.[14] Seine Theologie war geprägt von einer Hinwendung zur Bibel, einer christologischen Grundhaltung und von Gedanken um das Wesen der Kirche und ihre Stellung in der Welt. Zudem ging es ihm um eine theoretische Begründung und eine praktische Förderung der christlichen Erziehung.[15] Sailers theologische Leistung liegt nach Georg Schwaiger darin, der Theologie „neue, tragfähige Fundamente“ gebaut zu haben.[16]

 
Grabplatte Johann Michael Sailers im Dom zu Regensburg

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

EinzelschriftenBearbeiten

 
Vorlesungen aus der Pastoraltheologie, München 1793 (Titelseite)
  • Theologiae Christianae cum Philosophia nexus, Augsburg 1779
  • Vollständiges Lese- und Betbuch zum Gebrauch der Katholiken, München, Ingolstadt 1783
  • Vollständiges Gebetbuch für Katholische Christen, München 1785
  • Ueber den Selbstmord. Für Menschen, die nicht fühlen den Werth, ein Mensch zu sein, München 1785 (Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv); (Images in der BSB)
  • Vernunftlehre für Menschen, wie sie sind. Nach den Bedürfnissen unserer Zeit, 2 Bde. München 1785
  • Glückseligkeitslehre aus Vernunftgründen, mit Rücksicht auf das Christentum, München 1787
  • Vorlesungen aus der Pastoraltheologie, 3 Bde., München 1788–1789
  • Kurzgefasste Erinnerungen an junge Prediger, München: 1791 (Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv)
  • Für Kranke und ihre Freunde, München 1791
  • Vorlesungen zur Pastoraltheologie, München 1793
  • Das Buch von der Nachfolge Christi. Neu übersetzt und mit einer Einleitung und kurzen Anmerkungen für nachdenkende Christen, München 1794
  • Predigten und Predigt-Entwürfe auf alle Sonn- und Festtage des Jahres, Salzburg 1800
  • Briefe aus allen Jahrhunderten der christlichen Zeitrechnung. Gewählt, übersetzt und zur Erbauung und Belehrung seiner Mitchristen herausgegeben 6 Bde. München 1800–1804
  • Grundlehren der Religion, München 1805
  • Über Erziehung für Erzieher, München 1807
  • Kleine Bibel für Kranke und Sterbende und ihre Freunde, München 1810
  • Joseph Anton Sambuga, wie er war, München, Verlag Jakob Giel, 1816 Kompletter Scan des Buches.
  • Handbuch der christlichen Moral, zunächst für künftige katholische Seelsorger und dann für jeden gebildeten Christen, München 1817

Eine vollständige Bibliographie der ca. 240 Schriften Sailers findet sich in: Hubert Schiel: Johann Michael Sailer. Briefe. Regensburg 1952, S. 541–665. Sein Geburtsort Aresing besitzt 41 Bände seiner Schriften; es ist ein Teil des Nachlass des in der gleichen Gemeinde geborenen Prälaten Alois Haas.

Neuere NachdruckeBearbeiten

  • Vorlesungen aus der Pastoraltheologie. In: Anton Zottl, Werner Schneider (Hrsg.): Wege der Pastoraltheologie. Texte einer Bewußtwerdung. Band I. Das 18. Jahrhundert: Grundlegung und Entfaltung (F. St. Rautenstrauch – F. Ch. Pittroff – J. M. Sailer). Franz-Sales-Verlag, Eichstätt 1987, ISBN 3-7721-0095-3, S. 117–167 (wesentliche Passagen aus: 1. Grundfragen der Pastoraltheologie, 2. Praktisches Schriftforschen als Grundlage und Vorbereitung pastoraler Tätigkeit, 3. Der Seelsorger in seinen Funktion als Lehrer, Hirte und Priester).
  • Das Buch von der Nachfolge Christi: ausgewählte Verse; mit Abbildungen aus illuminierten Handschriften der British Library des Thomas von Kempen. Nach der Übers. von Johann Michael Sailer. Steinkopf, Kiel 2004, ISBN 3-7984-0773-8
  • Die Weisheit auf der Gasse, oder Sinn und Geist deutscher Sprichwörter. Ein Lehrbuch für uns Deutsche, mit unter auch eine Ruhebank für Gelehrte, die von ihren Forschungen ausruhen möchten. 1810. Neu hrsg. Greno, Nördlingen 1987, Reihe Die Andere Bibliothek, ISBN 3-89190-801-6.

GesamtausgabenBearbeiten

  • Gesammelte Schriften, 9 Bde. München 1828–1823
  • Gesammelte Werke, 28 Teile, Grätz 1818–1827
  • Gesammelte Reden. Sonntags-, Fest-, Fasten-, dann allgemeine Gelegenheits- und erste Meß-Predigten und Homilien, 8 Teile, Grätz 1820
  • Herausgegebene Reden. Sonntags-, Fest- und Gelegenheitspredigten, 6 Teile, Grätz 1820–1821
  • Sämmtliche Werke, unter Anleitung des Verfassers herausgegeben von Joseph Widmer, 40 Teile, Sulzbach 1830–41, Suppl. Band 1855

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Klement Baader: Biographie des Herrn D. Johann Michael Sailer. Kollmann, (o. O.), 1814. (Digitalisat)
  • Georg Aichinger: Johann Michael Sailer. Bischof von Regensburg. Freiburg 1865. (Digitalisat in der Google-Buchsuche; PDF-Datei)
  • Franz Heinrich ReuschSailer, Johann Michael von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 30, Duncker & Humblot, Leipzig 1890, S. 178–192.
  • Remigius Stölzle: Johann Michael Sailer. Seine Maßregelung an der Akademie zu Dillingen und seine Berufung nach Ingolstadt. Kösel/Kempten/München 1910.
  • Berthold Lang: Bischof Sailer und seine Zeitgenossen. Manz, München u. a. 1932.
  • Willibrord Schlags: Johann Michael Sailer, „der Heilige der Zeitenwende“: nach seinen Bekenntnissen und Schriften dargestellt. Bonn 1934.
  • Hubert Schiel: Johann Michael Sailer, Leben und Briefe. 1. Leben und Persönlichkeit in Selbstzeugnissen, Gesprächen und Erinnerungen der Zeitgenossen. Pustet, Regensburg 1948 (Digitalisat).
  • Fritz Blanke: Bischof Sailer und Johann Caspar Lavater. In: Zwingliania, 9/7, 1952, S. 431–443. Digitalisat
  • Hubert Schiel: Johann Michael Sailer, Leben und Briefe. 2. Briefe : [mit einem Personen- und Ortsregister für beide Bände und einer Sailer-Bibliographie]. Pustet, Regensburg 1952 (Digitalisat).
  • Gerard Fischer: Johann Michael Sailer und Johann Heinrich Pestalozzi. Freiburg/Basel/Wien, 1954.
  • Friedrich Wilhelm Kantzenbach: Johann Michael Sailer und der ökumenische Gedanke (= Einzelarbeiten aus der Kirchengeschichte Bayerns, Band 29). 1955.
  • Paul Schattenmann: Johann Michael Sailer und sein Freundeskreis im Ries. In: Zeitschrift für Bayerische Kirchengeschichte. Jg. 27 (1958), S. 66–74.
  • Heinz Schuster: Die Geschichte der Pastoraltheologie. In: Franz Xaver Arnold u. a. (Hrsg.): Handbuch der Pastoraltheologie. Band 1. Freiburg/Basel/Wien 1964, S. 54ff.
  • Franz Xaver Arnold: Pastoraltheologische Durchblicke. Das Prinzip des Gott-Menschlichen und der geschichtliche Weg der Pastoraltheologie. Freiburg/Basel/Wien 1965.
  • Johann Hofmeier: Seelsorge und Seelsorger. Eine Untersuchung zur Pastoraltheologie Johann Michael Sailers. Regensburg 1967.
  • Barbara Jendrosch: Johann Michael Sailers Lehre vom Gewissen (= Studien zur Geschichte der katholischen Moraltheologie Band 19). Regensburg 1971. Zugleich Diss., München 1968, ISBN 3-7917-0320-X.
  • Franz Georg Friemel: Johann Michael Sailer und das Problem der Konfession. (Erfurter Theologische Studien Band 29.) Leipzig 1972.
  • Werner Schneider: Johann Michael Sailers biblische Grundlegung der Pastoraltheologie. In: Anton Zottl u. Werner Schneider (Hrsg.): Wege der Pastoraltheologie. Texte einer Bewußtwerdung. Das 18. Jahrhundert: Grundlegung und Entfaltung (F. St. Rautenstrauch – F. Ch. Pittroff – J. M. Sailer). Band 1. Eichstätt 1987, ISBN 3-7721-0095-3, S. 105–114.
  • Georg Schwaiger (Hrsg.): Johann Michael Sailer und seine Zeit. Verlag des Vereins für Regensburger Bistumsgeschichte, Regensburg 1982.
  • Georg Schwaiger: Johann Michael Sailer, der bayerische Kirchenvater. Schnell & Steiner, München 1982, ISBN 3-7954-0108-9.
  • Werner Vitzthum: Johann Michael Sailer 1751–1832. Von Aresing nach Regensburg. Gemeindeverwaltung Aresing, 1982.
  • Barbara Wachinger: Die Moraltheologie Johann Michael Sailers. in: Georg Schwaiger und Paul Mai (Hrsg.): Johann Michael Sailer und seine Zeit (= Beiträge zur Geschichte des Bistums Regensburg. Band 16), 1982, S. 257–275.
  • Gisbert Kranz: Johann Michael Sailer. Regensburg 1982, ISBN 3-7917-0748-5.
  • Hans Bungert (Hrsg.): Johann Michael Sailer. Theologe, Pädagoge und Bischof zwischen Aufklärung und Romantik. Universitäts-Verlag, Regensburg 1983, ISBN 3-921114-57-8.
  • Theoderich Kampmann: Ein exemplarischer Priester. Johann Michael Sailer. Paderborn 1984, ISBN 3-506-79260-1.
  • Alexander Loichinger: Sailer und Diepenbrock. In: Münchener Theologische Zeitschrift. Jg. 41 (1990), S. 383–388.
  • Volker Ladenthin: Wenn Unterricht und Erziehung zur Sprache kommen. Beispiele „Sprachkritischer Didaktik“ bei Ch. Thomasius und J. M. Sailer. In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik. Jg. 70 (1994), S. 303–321.
  • Raimund LachnerJohann Michael Sailer. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 8, Bautz, Herzberg 1994, ISBN 3-88309-053-0, Sp. 1182–1197.
  • Werner Chrobak u. a.: Johann Michael von Sailer. Pädagoge – Theologe – Bischof von Regensburg. Schnell und Steiner, Regensburg 2001, ISBN 3-7954-1447-4.
  • Alexander Loichinger: Sailer, Diepenbrock, Christian und Clemens Brentano. In: Münchener Theologische Zeitschrift. Jg. 52 (2001), S. 304–322.
  • Konrad Baumgartner (Hrsg.), Peter Scheuchenpflug (Hrsg.), Von Aresing bis Regensburg. Festschrift zum 250. Geburtstag von Johann Michael Sailer am 17. November 2001 (= Beiträge zur Geschichte des Bistums Regensburg, Band 35), Verein für Regensburger Bistumsgeschichte, Regensburg 2001.
  • Hubert WolfSailer, Johann Michael von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 22, Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. 356 f. (Digitalisat).
  • Hubert Wolf: Johann Michael von Sailer. Das postume Inquisitionsverfahren. (= Römische Inquisition und Indexkongregation, Band 2), Schöningh, Paderborn 2002, ISBN 978-3-506-77671-6 (online).
  • Hubert Wolf: Johann Michael Sailer. Tribunal für einen Toten? in: Index. Der Vatikan und die verbotenen Bücher, München 2006, ISBN 978-3-406-54371-5, S. 187 – 202 ([1] online verfügbar).
  • Monique Bouic: Johann Michael Sailer (1751–1832), sa vie et son oeuvre depuis 1794. 3 Bände (thèse de doctorat, Réf ANRT: 54734, Identifiant BU: 07BOR30061), Bordeaux 2007.
  • Karl Eschweiler: Die katholische Theologie im Zeitalter des deutschen Idealismus. Die Bonner theologischen Qualifikationsschriften von 1921/22. Aus dem Nachlaß herausgegeben und mit einer Einleitung versehen von Thomas Marschier. Monsenstein und Vannerdat, Münster 2010, ISBN 978-3-86991-180-9. (Darin S. 131–270: Die Erlebnistheologie Johann Michael Sailers als Grundlegung des theologischen Fideismus in der vorvatikanischen Theologie.)
  • Manfred Heim: Johann Michael von Sailer. In: Katharina Weigand (Hrsg.): Große Gestalten der bayerischen Geschichte. Herbert Utz Verlag, München 2011, ISBN 978-3-8316-0949-9.
  • Konrad Baumgartner und Rudolf Voderholzer: Johann Michael Sailer als Brückenbauer – Festgabe zum 99. Katholikentag 2014 in Regensburg. Regensburg 2014.
  • Tobias Appl/Bernhard Lübbers (Hrsg.): Die Briefe Johann Michael von Sailers an Eduard von Schenk. Mit einem Anhang der Briefe Melchior Diepenbrocks an Schenk (= Beiträge zur Geschichte des Bistums Regensburg. Beiband 23). Verl. des Vereins für Regensburger Bistumsgeschichte, Regensburg. 2014, S. LXXVI, 272.
  • John Paul Ito: Johann Michael Sailer und Beethoven. In: Bonner Beethoven-Studien. Band 11 (2014), S. 83–92.
  • Tobias Appl, Bernhard Lübbers: Schloss Barbing als Sommerresidenz Johann Michael von Sailers (1751–1832) (= Regensburger kleine Beiträge zur Heimatforschung, 3). Kollersried 2015 (online, PDF-Datei].

WeblinksBearbeiten

Commons: Johann Michael Sailer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Johann Michael Sailer – Quellen und Volltexte

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Franz Heinrich ReuschSailer, Johann Michael von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 30, Duncker & Humblot, Leipzig 1890, S. 178–192.
  2. Max Leitschuh: Die Matrikeln der Oberklassen des Wilhelmsgymnasiums in München, 4 Bde., München 1970–1976; Bd. 3, S. 128
  3. a b c Eugen Trapp: Domplatz, Die Rückkehr des Königs. In: Stadt Regensburg, Amt für Archiv und Denkmalpflege (Hrsg.): Denkmalpflege in Regensburg. Band 12. Friedrich Pustet, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7917-2371-6, S. 136–140.
  4. Karl Hausberger: Das Bistum Regensburg. IV. 19. und 20. Jahrhundert. Kehl 1994, S. 8.
  5. Kazimierz Starzyk: Sünde und Versöhnung. Johann Michael Sailer und sein Vermächtnis (Studien zur Geschichte der katholischen Moraltheologie. 33). Regensburg 1999, S. 30.
  6. Hubert Wolf, Johann Michael von Sailer. Das posthume Inquisitionsverfahren, Paderborn 2002, ISBN 978-3-506-77671-6.
  7. Matthias Freitag: Regensburger Straßennamen. Mittelbayerische Verlagsgesellschaft mbH, Regensburg 1997, ISBN 3-931904-05-9, S. 113.
  8. Kazimierz Starzyk: Sünde und Versöhnung. Johann Michael Sailer und sein Vermächtnis (Studien zur Geschichte der katholischen Moraltheologie. 33). Regensburg 1999, S. 31.
  9. Johannes Goßner (Hrsg.): Martin Boos, der Prediger der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Seine Selbstbiographie, neu hg. von Franz Graf-Stuhlhofer. Verlag für Kultur und Wissenschaft, Bonn 2012, S. 272.
  10. Karl Bauer: Regensburg Kunst-, Kultur- und Alltagsgeschichte. 6. Auflage. MZ-Buchverlag in H. Gietl Verlag & Publikationsservice GmbH, Regenstauf 2014, ISBN 978-3-86646-300-4, S. 115 f.
  11. Lewis Lockwood: Beethoven – Seine Musik, sein Leben. Bärenreiter-Metzler, 2009.
  12. Hubert Wolf: Johann Michael Sailer. Das postume Inquisitionsverfahren (Römische Inquisition und Indexkongregation. 2). Ferdinand Schöningh, Paderborn 2002, ISBN 978-3-506-77671-6, S. 7.
  13. Bernhard Gajek: Johann Michael Sailer, Melchior Diepenbrock, Clemens Brentano. In: Dietrich Albrecht (Hrsg.): Zwei Jahrtausende Regensburg. Vortragsreihe der Universität Regensburg zum Stadtjubiläum 1979 (Schriftenreihe der Universität Regensburg. 1). Mittelbayerische Druckerei- und Verlagsgesellschaft, Regensburg 1979, ISBN 978-3-921114-50-6, S. 141–159, hier S. 145.
  14. Bernhard Gajek: Johann Michael Sailer, Melchior Diepenbrock, Clemens Brentano. In: Dietrich Albrecht (Hrsg.): Zwei Jahrtausende Regensburg. Vortragsreihe der Universität Regensburg zum Stadtjubiläum 1979 (Schriftenreihe der Universität Regensburg. 1). Mittelbayerische Druckerei- und Verlagsgesellschaft, Regensburg 1979, ISBN 978-3-921114-50-6, S. 141–159, hier S. 144–145.
  15. Hugo Breuer: Zum Geleit. In: Hugo Breuer (Hrsg.): Melchior von Diepenbrock / Peter Dörfler, Erinnerungen an Johann Michael Sailer (Veröffentlichungen des Johann-Michael-Sailer-Instituts Köln-Altenberg. Reihe Erziehung als Entscheidung. 4). Verlag Die Heimstatt, Köln 1966, S. 7–13, hier S. 8.
  16. Georg Schwaiger: Johann Michael Sailer. Der bayerische Kirchenvater. Schnell & Steiner, München / Zürich 1982, ISBN 3-7954-0108-9, S. 170.
VorgängerAmtNachfolger
Johann Nepomuk von WolfBischof von Regensburg
1829–1832
Georg Michael Wittmann
starb vor der päpstlichen Präkonisation
Franz Xaver Schwäbl