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Jimmy Neutron – Der mutige Erfinder

Film von John A. Davis (2001)

Jimmy Neutron – Der mutige Erfinder (Originaltitel: Jimmy Neutron: Boy Genius) ist ein US-amerikanischer Computeranimationsfilm aus dem Jahr 2001. Produziert wurde der Film von Nickelodeon Movies. Aufgrund seines Erfolgs entstand zwischen 2002 und 2006 die Fernsehserie Jimmy Neutron.

Filmdaten
Deutscher TitelJimmy Neutron – Der mutige Erfinder
OriginaltitelJimmy Neutron: Boy Genius
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2001
Länge82 Minuten
AltersfreigabeFSK o. A.
Stab
RegieJohn A. Davis
DrehbuchJohn A. Davis
Steve Oedekerk
ProduktionJohn A. Davis
Albie Hecht
Steve Oedekerk
MusikBrian Causey
John Debney
KameraSteve Kolbe
Chris Sherrod
SchnittGregory Perler
Jon Price
Synchronisation

HandlungBearbeiten

Jimmy Neutron ist ein zehnjähriges Genie und lebt mit Familie und Freunden in der Stadt Retroville. Zu Beginn des Films startet er einen aus dem Toaster seiner Eltern gebastelten Satelliten ins Weltall, um Kontakt mit außerirdischen Lebensformen aufzunehmen.

In der Schule erfahren Jimmy und seine Freunde von der bevorstehenden Eröffnungsnacht des Vergnügungsparks Retroland. Da ihnen ihre Eltern jedoch den Besuch des Parks während der Schulzeit verbieten, schleichen sich die Kinder in der Nacht aus den Häusern, um zur Eröffnung von Retroland zu kommen. Unterdessen wird der Toaster-Satellit von den außerirdischen Yokianern unter der Führung von König Goobot und dessen zurückgeblieben scheinendem Bruder Ooblar aufgegriffen. Sie empfangen Jimmys Nachricht und wählen die Erde als ihr Ziel aus. Während Jimmy und alle anderen Kinder aus Retroville im Vergnügungspark feiern, entführen die Yokianer alle Erwachsenen der Stadt.

Als die Kinder am nächsten Tag das Fehlen sämtlicher Eltern bemerken, genießen sie zunächst ihre neue Freiheit, erkennen jedoch bald, dass sie die Erwachsenen doch brauchen. Jimmy findet heraus, dass die Yokianer sie auf ihren Heimatplaneten entführt haben. Unter Jimmys Anleitung bauen die Kinder die Fahrgeschäfte von Retroland zu Raumfahrzeugen um und starten die Rettungsmission. Auf dem Planeten der Yokianer werden sie gefangen genommen und erfahren, dass ihre Eltern dem Hühnerdämon Poultra geopfert werden sollen. Mit Hilfe von Jimmys Roboterhund Robbie gelingt es den Kindern, aus der Gefangenschaft auszubrechen, die Erwachsenen zu befreien und an Bord eines Yokianischen Raumschiffes zu fliehen. Sie schaffen es, die Flotte der Außerirdischen zu zerstören, lediglich König Goobot und Ooblar können entkommen und schwören Jimmy und den anderen Kindern, dass sie sie nicht zum letzten Mal gesehen haben.

Alle Kinder und Erwachsenen aus Retroville gelangen schließlich mit dem Yokianischen Raumschiff sicher auf die Erde zurück.

SynchronisationBearbeiten

Rolle Originalsprecher Deutscher Sprecher
Jimmy Neutron Debi Derryberry Ilona Brokowski
Frank Neutron Mark DeCarlo Detlef Bierstedt
Judy Neutron Megan Cavanagh Rita Engelmann
Cindy Vortex Carolyn Lawrence Cathlen Gawlich
Karl Keucher Rob Paulsen Gerrit Schmidt-Foß
Miss Fowl Andrea Martin Liane Rudolph
Libby Folfax Crystal Scales Ranja Bonalana
Robbie Neutron Frank Welker Stefan Fredrich
Ooblar Martin Short Stefan Krause
Max Estevez Jeff Garcia Wanja Gerick
König Goobot Patrick Stewart Wolfgang Völz
Nick Dean Candi Milo Sebastian Schulz

Quelle: Cineclub – Kino und mehr[1]

HintergrundBearbeiten

Jimmy Neutron – Der mutige Erfinder wurde mit einem Budget von etwa 30 Millionen Dollar produziert. Am Startwochenende wurden in den USA über 13,8 Millionen Dollar eingespielt, insgesamt beliefen sich die Einspielergebnisse auf 80,9 Millionen Dollar in den Vereinigten Staaten und fast 103 Millionen Dollar weltweit.[2]

RezeptionBearbeiten

Jimmy Neutron – Der mutige Erfinder wurde 2002 in der erstmals ausgeschriebenen Kategorie Bester animierter Spielfilm für den Oscar nominiert, den Preis gewann die DreamWorks-Produktion Shrek – Der tollkühne Held.[3]

Die Redaktion von Cinema beurteilt den Film als „witziges und brillant animiertes Abenteuer für große und kleine Genies“.[4] Auf kino.de wird Jimmy Neutron als „unterhaltsames, für Kinder aber durchaus aufregendes Science-Fiction-Szenario“ beschrieben, dessen „wunderbar klare Animation [...] sich vor den Großen (Pixar, Dreamworks) nicht verstecken muss“.[5] SKIP – Das Kinomagazin zieht das Fazit: „Kinderfilm, wie er sein sollte: Knallbunt, superlustig, die Message stimmt und die Musik sowieso“.[6] Frank Ehrlacher vom Moviemaster-Film-Lexikon gibt der Produktion eine Wertung von 40 Prozent und sieht Parallelen zum Disney-Animationsfilm Toy Story, wobei Jimmy Neutron „trotz aller Bemühungen um ein originelles Drehbuch in punkto Witz keinesfalls mit dem mutmaßlichen „Vorbild“ konkurrieren“ kann.[7]

SoundtrackBearbeiten

Das Label Jive Records veröffentlichte 2001 den offiziellen Soundtrack zum Film. Das Album Music From The Motion Picture ‘Jimmy Neutron Boy Genius’ enthielt unter anderem Titel von Britney Spears, *NSYNC, Aaron Carter und den Ramones.[8]

VideospielBearbeiten

Jimmy Neutron – Der mutige Erfinder wurde 2002 von THQ als Videospiel veröffentlicht. Das auf der Filmhandlung basierende Jump-’n’-Run-Spiel erschien für Game Boy Advance, Nintendo GameCube, PlayStation 2 und als PC-Version.[9]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jimmy Neutron – Der mutige Erfinder. Cineclub, abgerufen am 11. Juli 2017.
  2. Jimmy Neutron: Boy Genius. Box Office Mojo, abgerufen am 11. Juli 2017.
  3. Academy Awards, USA: Awards for 2002. Internet Movie Database, abgerufen am 11. Juli 2017.
  4. Jimmy Neutron – Der mutige Erfinder. Cinema, abgerufen am 11. Juli 2017.
  5. Jimmy Neutron – Der mutige Erfinder (2001). kino.de, abgerufen am 11. Juli 2017.
  6. Gini Brenner: Jimmy Neutron – Der mutige Erfinder. SKIP – Das Kinomagazin, abgerufen am 11. Juli 2017.
  7. Frank Ehrlacher: Jimmy Neutron – Der mutige Erfinder. Film-Lexikon, 5. November 2005, abgerufen am 11. Juli 2017.
  8. Music From The Motion Picture 'Jimmy Neutron Boy Genius' bei Discogs (englisch)
  9. Vitus Hoffmann: THQ bringt Jimmy Neutron: THQ mit Cross-Over Werbekampagne in Super RTL. Gameswelt, 8. April 2002, abgerufen am 11. Juli 2017.