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Jaheim Hoagland (* 26. Mai 1978 in New Brunswick, New Jersey) ist ein US-amerikanischer R&B-Sänger.

Inhaltsverzeichnis

Leben & KarriereBearbeiten

Jaheim Hoagland hat eine bewegte Ghetto-Jugend in New Jersey hinter sich. Da sein Vater sehr früh starb, musste seine Mutter ihn und seine beiden jüngeren Brüder alleine großziehen. Als Jugendlicher kam er wie so viele auf die schiefe Bahn, schloss sich einer Gang an und landete mit 16 wegen Drogenbesitz im Gefängnis. Kurz nach seiner Entlassung starb dann auch noch seine Mutter und er blieb als Familienältester in der Verantwortung.

Sein Großvater hatte zu seiner Zeit schon mit den Drifters und anderen Gruppen gesungen und das Familientalent und das Vorbild nahm Jaheim zum Anlass, eine Gesangskarriere anzustreben. Er nahm an verschiedenen Wettbewerben teil, wo er auch mehrmals gewann, und konnte schließlich einen Plattenvertrag erlangen. Kay Gee von Naughty by Nature nahm ihn bei seinem Label Divine Mill auf und förderte ihn.

Seine erste Single Could It Be wurde 2000 ein großer Erfolg. In den R&B-Charts erreichte er Platz 2 und auch in den offiziellen Charts kam er auf Anhieb unter die Top 40. Das Album Ghetto Love kam daraufhin sogar unter die Top 10 der Hot 200 und hat sich inzwischen über 2 Millionen Mal verkauft. Zwei weitere Singles, Anything und Just in Case, konnten ebenfalls an den Erfolg der Debütsingle anknüpfen.

Bereits ein knappes Jahr später folgte das zweite Album Still Ghetto, erneut ein Platin-Album und ähnlich erfolgreich wie sein Vorgänger. Mit Fabulous und Put That Woman First enthielt es seine R&B-Top-10-Singles Nummer 3 und 4 und der letztgenannte Song war auf Platz 20 auch seine bislang erfolgreichste Solosingle in den Billboard Hot 100.

2004 hatte Jaheim seinen größten Single-Erfolg als Featuring-Artist bei dem Song My Place des Rappers Nelly. Zusammen hatten sie einen internationalen Hit, der Platz 1 in Großbritannien und die Top 10 unter anderem in den USA, der Schweiz und Deutschland erreichte.

Bis zum dritten Album seiner Ghetto-Trilogie verging einige Zeit. Zwischenzeitlich hatte er auch Probleme mit der Polizei bekommen, als bei einer Verkehrskontrolle bei ihm und seinen beiden Mitfahrern Marijuana gefunden wurde und er bei der folgenden Verhaftung Widerstand leistete[1].

Als Ghetto Classics schließlich im Februar 2006 erschien, setzte es sich sofort an die Spitze der Album-Charts. Allerdings ließ das Interesse an dem Album schnell nach und insgesamt verkaufte es sich nicht halb so gut wie jeder seiner Vorgänger. Auch die beiden Single-Auskopplungen konnten sich nur in den R&B-Charts und nicht in den Hot 100 platzieren. Ende 2007 erschien Jaheims viertes Album The Makings of a Man, das im Erfolg etwa auf dem Niveau von Ghetto Classics lag. Der Sänger konnte bislang mit allen vier Veröffentlichungen unter die Top 3 der R&B-Albumcharts kommen.

Im April 2010 wurde Jaheim wegen Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr sowie den Besitz von Marihuana verhaftet.[2]

DiskografieBearbeiten

StudioalbenBearbeiten

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen[3][4] Anmerkungen
Deutschland  DE Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  R&B
2001 Ghetto Love
Warner Bros. 47452
100
(1 Wo.)
50
 Silber

(2 Wo.)
9
 Platin

(68 Wo.)
2
(99 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. März 2001
Executive Producer: Denise Brown, Kay Gee, Phil Q., Shakim
2002 Still Ghetto
Warner Bros. 48481
300! 80
(1 Wo.)
8
 Platin

(41 Wo.)
3
(78 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. November 2002
Executive Producer: Kay Gee
2006 Ghetto Classics
Warner Bros. 48802
300! 300! 1
 Gold

(14 Wo.)
1
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Februar 2006
Executive Producer: Pookie Gist, Jaheim Hoagland
2007 The Makings of a Man
Atlantic 377532
300! 300! 11
 Gold

(26 Wo.)
3
(66 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. Dezember 2007
Executive Producer: Jaheim Hoagland
2010 Another Round
Atlantic 522783
300! 300! 3
(28 Wo.)
2
(43 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Februar 2010
Executive Producer: Jaheim Hoagland
2013 Appreciation Day
Atlantic 530447
300! 300! 6
(9 Wo.)
3
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: 3. September 2013
Executive Producer: Jaheim Hoagland, Kier Gist,
Balewa Muhammad
2016 Struggle Love
BMG 538161452
300! 300! 24
(3 Wo.)
2
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. März 2016
Executive Producer: Jaheim Hoagland, Balewa Muhammad

KompilationenBearbeiten

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen[3][4] Anmerkungen
Deutschland  DE Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  R&B
2008 Classic Jaheim Vol. 1
Warner Bros. 516814
300! 300! 168
(1 Wo.)
18
(19 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. November 2008
Produzenten: Kay Gee, Bink!, No I.D., Xtreme

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[3][4][5] Anmerkungen
Deutschland  DE Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  R&B
2000 Could It Be
Ghetto Love
300! 33
(3 Wo.)
26
(20 Wo.)
2
(29 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 2000
2001 Just in Case
Ghetto Love
300! 34
(6 Wo.)
52
(20 Wo.)
15
(32 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 2001
Anything
Ghetto Love
300! 300! 28
(20 Wo.)
6
(49 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 2001
feat. Next
2002 Fabulous
Still Ghetto
300! 41
(2 Wo.)
28
(20 Wo.)
6
(49 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 2002
feat. Tha’ Rayne
inkl. Samples aus Wake Up Everybody
von Harold Melvin and the Blue Notes, 1975
2003 Put That Woman First
Still Ghetto
300! 300! 20
(20 Wo.)
5
(35 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 2003
inkl. Samples aus I Forgot to Be Your Lover
von William Bell, 1968
Backtight
Still Ghetto
300! 300! 300! 51
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 2003
inkl. Samples aus Somebody Told Me
von Teddy Pendergrass, 1977
Diamond in da Ruff
Still Ghetto
300! 300! 300! 64
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 2003
inkl. Samples aus My Love Won’t Stop at Nothing
von The Fantastic Four, 1975
2005 Everytime I Think About Her
Ghetto Classics
300! 300! 300! 38
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 2005
feat. Jadakiss
inkl. Samples aus The Sly, Slick, and the Wicked
von The Lost Generation, 1970
2006 The Chosen One
Ghetto Classics
300! 300! 300! 58
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 2006
inkl. Samples aus I Choose You
von Willie Hutch, 1973
2007 Struggle No More
Tyler Perry’s Daddy’s Little Girls (Soundtrack)
300! 300! 300! 32
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 2007
mit Anthony Hamilton und Musiq Soulchild
vom Soundtrack des Films Daddy’s Little Girls
Never
The Makings of a Man
300! 300! 76
(17 Wo.)
12
(51 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 2007
2008 I’ve Changed
The Makings of a Man
300! 300! 300! 35
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 2008
feat. Keyshia Cole
Have You Ever
The Makings of a Man
300! 300! 300! 65
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2008
2009 Ain’t Leavin Without You
Another Round
300! 300! 93
(4 Wo.)
12
(49 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 2009
2010 Finding My Way Back
Another Round
300! 300! 95
(1 Wo.)
12
(35 Wo.)
Erstveröffentlichung: Februar 2010

GastbeiträgeBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[3][4][5] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  R&B
2004 Lord You Know
300! 300! 300! 300! 300! 81
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 2004
Cam’ron feat. Jaheim
Autoren: Cameron Giles, Jaheim Hoagland, Lenny Mollings,
Johnny Mollings, DJ Khaled, J. B. Weaver, Jr.
My Place
Suit
8
(12 Wo.)
20
(12 Wo.)
5
(24 Wo.)
1
 Silber

(13 Wo.)
4
 Gold

(20 Wo.)
4
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 2004
Nelly feat. Jaheim
Autoren: Dorian Moore, Gamble und Huff, Randy Edelman,
Nelly, El DeBarge, Mark DeBarge, William DeBarge
inkl. Samples aus I Like It von DeBarge, 1982,
Come Go with Me von Teddy Pendergrass, 1979,
und Isn’t It a Shame von LaBelle, 1976
2011 Stay Together
Pieces of Me
300! 300! 300! 300! 300! 23
(40 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 2011
Ledisi feat. Jaheim
Autoren: Ledisi Young, Rex Rideout

QuellenBearbeiten

  1. Artikel bei NJ.com
  2. Radiosender BlackBeats.FM: Jaheim verhaftet, Abgerufen am 11. April 2010
  3. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK Billboard 200 Billboard R&B-Alben Billboard R&B-Songs (ab 2011)
  4. a b c d Gold-/Platin-Datenbanken: UK US
  5. a b Joel Whitburn: Hot R&B Songs 1942–2010: 6th Edition, ISBN 978-0-89820-186-4.

WeblinksBearbeiten