Jacobus Haring

niederländischer Großmeister der Schachkomposition

Jacobus Haring (* 30. März 1913 in Hoorn; † 25. Februar 1989 in Den Haag) war ein niederländischer Schachkomponist.

LebenBearbeiten

Jacobus Haring erlernte das Schachspiel mit acht Jahren von seinen älteren Brüdern. Zur Schachkomposition kam er als er 19 war.[1] Er spezialisierte sich auf Zweizüger. Seit 1964 war er Internationaler Preisrichter für Schachkompositionen.[2] Von 1965 bis 1975 war er Sekretär des Nederlandes bond van probleemvrienden, des Niederländischen Problemschachverbandes. Für den niederländischen Schriftsteller Godfried Bomans schrieb Haring 1968 eine Schachkomposition, die dessen Initialen abbildete.[3] Im Jahre 1990 wurde ihm posthum von der PCCC der Titel eines Großmeisters für Schachkomposition verliehen.[4] Haring war bis zu seiner Pensionierung Beamter im technischen Dienst des Rijkswaterstaats, einer niederländischen Baubehörde. Er war seit 1943 verheiratet und starb an Krebs.

SchachkompositionBearbeiten

Nach ihm ist das Haring-Thema benannt: In den Verführungen und der Lösung ziehen die Themafiguren auf eine schwarze Parade als Mattzug wieder auf ihr Ausgangsfeld zurück.[5]

Ein Dutzend Studien sind von Haring ebenfalls bekannt.

Jacobus Haring
3. WCCT (Thematurnier)
1988, 7. Platz
  a b c d e f g h  
8                 8
7                 7
6                 6
5                 5
4                 4
3                 3
2                 2
1                 1
  a b c d e f g h  
Weiß zieht und gewinnt

Vorlage:Schachbrett/Wartung/Neu



Lösung:

1. Ld1–a4+ Kc6xb6
2. Le1–c3 Tb2–b5
3. Lc3–d4+ Tb5–c5+
4. Kc8–b8 Sh3–f4
5. Sa2–c3 Zugzwang S beliebig
6. Sc3xd5 matt

und mit der Echo-Variante
3. … Kb6–c6
4. Sa2–c1 S beliebig
5. Sc1–b3 S beliebig
6. Sb3xa5 matt

LiteraturBearbeiten

  • M. Niemeijer, P. le Grand: Probleemcomponisten XI: Ing. Jac Haring. Van Spijk, Venlo 1977.
  • Bert Kieboom: 300 schaakproblemen van Jac. Haring. Spectrum, Utrecht / Amsterdam 1984. Hauptsächlich Zweizüger.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Schach-Echo, 20. April 1958, Seite 127
  2. International Judges for Chess Compositions (englisch)
  3. Edward Krabbendam: Bomans als culturfilosoof. (Memento vom 10. November 2013 im Internet Archive) (niederländisch)
  4. Grandmasters of the FIDE for Chess Compositions (englisch)
  5. Hilmar Alquiros: The chessworld Project. Enzyklopädie der Schachsprache