Islamisches Emirat Afghanistan

historischer Staat
Da Afghanistan Islami Amarat
(paschtunisch)
د افغانستان اسلامي امارت
Islamische Emirat Afghanistan
1996/1997–2001
Flag of Taliban.svg Arms of the Islamic Emirate of Afghanistan.svg
Flagge Wappen
Flag of Afghanistan (1992–2001).svg Navigation Flag of Afghanistan (1992–2001).svg
Flag of Afghanistan (2002–2004).svg
Wahlspruch: لا إله إلا الله محمد رسول الله
Lā ilāha illā llāh Muhammadun rasūlu llāh.
(arabisch für „Es gibt keinen Gott außer Gott und Mohammed ist der Gesandte Gottes.“, siehe Schahāda)
Amtssprache Paschtunisch (offiziell)
Persisch
Hauptstadt Kabul (de jure)
Kandahar (de facto)
Staatsform Islamisches Emirat
Regierungsform Theokratie
Staatsoberhaupt Amir al-Mu'minin Mohammed Omar
Regierungschef Mohammad Rabbani (1996/1997–2001)
Abdul Kabir (2001)
Fläche 647.500 km²
Währung Afghani
Gründung 27. September 1996 (Einmarsch in Kabul)
Auflösung 17. Dezember 2001 (Schlacht um Tora Bora)
Nationalhymne keine (Musikverbot)
Zeitzone UTC +4,5(März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen AFG
Telefonvorwahl +93
Karte
Herrschaftsbereich der Taliban 1996

Das Islamische Emirat Afghanistan (paschtunisch د افغانستان اسلامي امارت) wurde von der Regierung der Taliban im Oktober 1997 ausgerufen. Die Umbenennung des Staates formalisierte die Stellung von Muhammad Omar als Staatsoberhaupt Afghanistans.[1] Omar war bereits im April des Vorjahres von der Führungsgruppe der Taliban der Titel Amir al-Muʾminin, dem Führer der Gläubigen, zugesprochen worden, der ihn zum Emir Afghanistans machte.[2] Auch nach der Umbenennung des von ihnen geführten Staates unterhielten die Taliban nur mit Saudi-Arabien, Pakistan und den Vereinigten Arabischen Emiraten offizielle diplomatische Beziehungen.

Das Emirat löste sich am 17. Dezember 2001 auf, nachdem es von der Nordallianz und ihren Verbündeten unter US-Führung gestürzt wurde.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Martin Ewans: Afghanistan. A New History. 2nd edition. RoutledgeCurzon, London u. a. 2002, ISBN 0-415-29826-1, S. 196.
  2. Ahmed Rashid: Taliban. Militant Islam, Oil and Fundamentalism in Central Asia. Yale University Press, New Haven CT u. a. 2001, ISBN 0-300-08902-3, S. 42–43.