Hauptmenü öffnen

Ihlow (Fläming)

Gemeinde im Landkreis Teltow-Fläming, Brandenburg
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Ihlow führt kein Wappen
Ihlow (Fläming)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ihlow hervorgehoben
Koordinaten: 51° 52′ N, 13° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Teltow-Fläming
Amt: Dahme/Mark
Höhe: 82 m ü. NHN
Fläche: 47,69 km2
Einwohner: 683 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15936
Vorwahlen: 033744, 035451
Kfz-Kennzeichen: TF
Gemeindeschlüssel: 12 0 72 157
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 48–49
15936 Dahme/Mark
Bürgermeister: Werner Schröder
Lage der Gemeinde Ihlow im Landkreis Teltow-Fläming
Am MellenseeBaruth/MarkBlankenfelde-MahlowDahmeDahmetalGroßbeerenIhlow (Fläming)JüterbogLuckenwaldeLudwigsfeldeNiederer FlämingNiedergörsdorfNuthe-UrstromtalRangsdorfTrebbinZossenBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Ihlow ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg. Sie gehört zum Amt Dahme/Mark, das seinen Verwaltungssitz in der Stadt Dahme/Mark hat.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Der Ort liegt im Niederen Fläming in etwa 35 Kilometer Straßenentfernung südöstlich der Kreisstadt Luckenwalde.

GemeindegliederungBearbeiten

Ihlow gliedert sich in die Ortsteile[2]

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde erstmals im Jahr 1205 urkundlich erwähnt.

1875 wurde das Dorf fast vollständig durch ein Feuer verwüstet.

Von 1635 bis 1815 gehörte der Ort zum sächsischen Amt Dahme, dann zum Landkreis Jüterbog-Luckenwalde in der preußischen Provinz Brandenburg. In der DDR lag Ihlow im Kreis Jüterbog des Bezirks Potsdam.

Eingemeindungen

Am 31. Dezember 2001 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Bollensdorf, Illmersdorf, Mehlsdorf, Niendorf und Rietdorf nach Ihlow eingemeindet.[3]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1875 314
1890 378
1910 344
1925 328
1933 318
1939 291
1946 422
1950 422
Jahr Einwohner
1964 277
1971 267
1981 215
1985 233
1989 216
1990 219
1991 223
1992 218
1993 217
1994 221
Jahr Einwohner
1995 224
1996 223
1997 224
1998 226
1999 223
2000 212
2001 834
2002 828
2003 833
2004 848
Jahr Einwohner
2005 813
2006 802
2007 811
2008 803
2009 781
2010 773
2011 750
2012 750
2013 730
2014 705
Jahr Einwohner
2015 705
2016 707
2017 683

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[4][5][6]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung von Ihlow besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[7]

  • Einzelbewerber Frank Schüler 1 Sitz
  • Einzelbewerbe Klaus Mennecke 1 Sitz
  • Einzelbewerber Thomas Hertel 1 Sitz
  • Einzelbewerber Ronald Schmidt 1 Sitz
  • Einzelbewerber René Knuppe 1 Sitz
  • Einzelbewerber Dietmar Bucke 1 Sitz
  • Einzelbewerber Christopher Elsner 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Elke Luckow 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Kathrin Mersch 1 Sitz
  • CDU 1 Sitz

BürgermeisterBearbeiten

  • 1998–2003: Rosemarie Schliebner[8]
  • seit 2003: Werner Schröder[9]

Schröder wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 ohne Gegenkandidat mit 87,1 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[10] in seinem Amt bestätigt.[11]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kirche in Ihlow

In der Liste der Baudenkmale in Ihlow und der Liste der Bodendenkmale in Ihlow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

BauwerkeBearbeiten

Die Dorfkirche ist die einzige im Fläming, die einen zweispitzigen Kirchturm aufweist. Die Legende besagt, dass der Teufel durch die Kirche geritten sei und die Kirche seitdem zwei Spitzen hat.

Die Dorfkirche in Niendorf wurde im 18. Jahrhundert auf dem Sockel eines Vorgängerbaus errichtet. 1908 wurde sie von der Kirchengemeinde neobarock überformt. Im Innern befinden sich unter anderem ein Altar sowie eine Kanzel aus dem 18. Jahrhundert.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die in den Jahren 1952/53 an der Stelle des 1945 abgebrannten Gutshauses erbaute Fachwerkkirche im Ortsteil Bollensdorf. Am 1. Advent 2008 wurde das 55-jährige Bestehen der Kirche gefeiert. 2007/08 wurde die Kirche in Eigeninitiative der Bürger, durch Spenden und mithilfe der Arbeit mehrerer Unternehmen restauriert. Die Lausitzer Rundschau bezeichnete diese Initiative der Bewohner von Bollensdorf als „Wunder von Bollensdorf“.

NaturdenkmaleBearbeiten

Siehe Liste der Naturdenkmale in Ihlow (Fläming)

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Ihlow liegt an der Bundesstraße 102 zwischen Jüterbog und Dahme/Mark und an der Landesstraße L 713 nach Schönewalde.

Die Haltepunkte Ihlow und Niendorf lagen an der Bahnstrecke Jüterbog–Dahme (Mark), auf der der Personenverkehr 1963 eingestellt wurde.

Durch Ihlow verkehrt die Rufbuslinie 774 Dahme–Werbig. Sie wird durch die Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming bedient

SportBearbeiten

Die Gemeinde wird vom Flaeming-Skate berührt. Es handelt sich dabei um die längste zusammenhängende Strecke für Inlineskater und Radfahrer dieser Art in Europa.

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2017 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Ihlow (PDF; 319 kB)
  3. Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001. StBA
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Teltow-Fläming. S. 18–21
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  6. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  7. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  8. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Teltow-Fläming (Memento des Originals vom 9. April 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wahlen.brandenburg.de
  9. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 33
  10. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  12. Ulrike Müller-Harang: Kirms-Krackow-Haus: Sechzig Neuerwerbungen des Goethe-Nationalmuseums. Carl Hanser, München 1999. ISBN 978-3-446-19725-1

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ihlow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien