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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Am Mellensee führt kein Wappen
Am Mellensee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Am Mellensee hervorgehoben

Koordinaten: 52° 9′ N, 13° 23′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Teltow-Fläming
Höhe: 60 m ü. NHN
Fläche: 104,72 km2
Einwohner: 6797 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15838
Vorwahlen: 033703, 03377 (Saalow)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: TF
Gemeindeschlüssel: 12 0 72 002
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Zossener Str. 21c, OT Klausdorf
15838 Am Mellensee
Website: www.gemeinde-am-mellensee.de
Bürgermeister: Frank Broshog (parteilos)
Lage der Gemeinde Am Mellensee im Landkreis Teltow-Fläming
Am MellenseeBaruth/MarkBlankenfelde-MahlowDahmeDahmetalGroßbeerenIhlow (Fläming)JüterbogLuckenwaldeLudwigsfeldeNiederer FlämingNiedergörsdorfNuthe-UrstromtalRangsdorfTrebbinZossenBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Am Mellensee ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg.

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Am Mellensee befindet sich etwa 40 km (Luftlinie) südlich von Berlin-Mitte und grenzt an die Stadt Trebbin im Nordwesten, die Stadt Zossen im Nordosten und Osten, die Stadt Baruth/Mark im Südosten und die Gemeinde Nuthe-Urstromtal im Südwesten und Westen. Jeweils an den Grenzen der Gemeinden liegen Heegesee, Mellensee, Neuendorfer See und Schulzensee.

GemeindegliederungBearbeiten

Für die Gemeinde Am Mellensee sind nach ihrer Hauptsatzung acht Ortsteile ausgewiesen:[2]

Auf dem Gemeindegebiet gibt es außerdem die folgenden Wohnplätze:[3]

GeschichteBearbeiten

Die Geschichte der Gemeinde Am Mellensee ist im Grunde die Geschichte der Einzelgemeinden, die im Mittelalter alle zur Herrschaft Zossen gehörten. Mit dem Aufkommen der Kreisgliederung der Mark Brandenburg im 17. Jahrhundert kamen die Gemeinden zum Kreis Teltow, der 1952 aufgelöst wurde. Alle Gemeinden kamen zum Kreis Zossen (1990 bis 1993 Landkreis Zossen). Bis 1974 existierten auf dem Gemeindegebiet noch zehn eigenständige Gemeinden. 1974 schlossen sich Kummersdorf und Alexanderdorf zur Gemeinde Kummersdorf-Alexanderdorf zusammen, und Fernneuendorf wurde nach Sperenberg eingemeindet. Am 6. Dezember 1993 ging der Landkreis Zossen im Landkreis Teltow-Fläming auf.

Zum 1. Juni 1992 schlossen sich die acht Gemeinden Gadsdorf, Klausdorf, Kummersdorf-Alexanderdorf, Kummersdorf-Gut, Mellensee, Rehagen, Saalow und Sperenberg zum Amt Am Mellensee zusammen.[4] Sitz der Amtsverwaltung war Sperenberg.

Im Zuge der kommunalen Neuordnung des Landes Brandenburg schlossen sich sechs der Gemeinden des Amtes Amt Mellensee – Klausdorf, Kummersdorf-Alexanderdorf, Kummersdorf-Gut, Mellensee, Rehagen und Sperenberg – am 1. Februar 2002 freiwillig zur zunächst noch amtsangehörigen Gemeinde Am Mellensee zusammen.[5] Danach bestand das Amt Am Mellensee nurmehr aus drei Gemeinden. Zum Abschluss der Gemeindegebietsreform wurden mit Wirkung zum 26. Oktober 2003 die Gemeinden Gadsdorf und Saalow per Gesetz in die Gemeinde Am Mellensee eingegliedert. Das Amt Am Mellensee wurde zum 26. Oktober 2003 aufgelöst, die Gemeinde Am Mellensee amtsfrei.[6]

Die Gemeindezusammenschlüsse und Eingemeindungen in der Übersicht:

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Alexanderdorf 1. Januar 1974 Zusammenschluss mit Kummersdorf zu Kummersdorf-Alexanderdorf
Fernneuendorf 1. April 1974 Eingemeindung nach Sperenberg
Gadsdorf 26. Oktober 2003
Klausdorf 1. Februar 2002
Kummersdorf 1. Januar 1974 Zusammenschluss mit Alexanderdorf zu Kummersdorf-Alexanderdorf
Kummersdorf-Alexanderdorf 1. Februar 2002
Kummersdorf-Gut 1. Februar 2002
Mellensee 1. Februar 2002
Rehagen 1. Februar 2002
Saalow 26. Oktober 2003
Sperenberg 1. Februar 2002

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
2002 5 902
2003 6 780
2004 6 786
Jahr Einwohner
2005 6 695
2006 6 648
2007 6 661
2008 6 575
2009 6 585
Jahr Einwohner
2010 6 479
2011 6 490
2012 6 473
2013 6 440
2014 6 499
Jahr Einwohner
2015 6 628
2016 6 685
2017 6 747
2018 6 797

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[7][8][9]: Stand 31. Dezember, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Kommunalwahl 2019
Wahlbeteiligung: 62,5 %
 %
40
30
20
10
0
32,1 %
19,1 %
13,8 %
12,6 %
12,1 %
5,3 %
5,0 %

Die Gemeindevertretung besteht aus 19 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 ergab folgende Sitzverteilung:[10]

BürgermeisterBearbeiten

  • 2003–2007: Manfred Donath (SPD)[11] (Rücktritt wegen Krankheit)
  • seit 2007: Frank Broshog (parteilos)[12]

Broshog wurde in der Bürgermeisterwahl am 20. September 2015 mit 61,9 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von acht Jahren[13] gewählt (Wahlbeteiligung 51,8 %).[14]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Dorfkirche Sperenberg, entstand in den Jahren 1752 und 1753 nach Plänen des Landbaumeisters Georg Friedrich Berger. Im Innern befinden sich zwei Altarleuchter eines Hamburger Reeders aus dem Jahr 1612 sowie ein Holzkreuz des Sperenberger Bildhauers Egon Liebold.
  • Benediktinerinnenabtei St. Gertrud in Alexanderdorf, einziges nachreformatorisches Benediktinerinnen-Kloster in Brandenburg, 1934 gegründet und 1984 zur Abtei erhoben
  • Denkmalsplatz in Klausdorf
  • Originalpflasterung der Ebereschenallee aus Hartbrandziegeln
  • Heldenfriedhof in Mellensee
  • Strandbad Klausdorf

In der Liste der Baudenkmale in Am Mellensee und der Liste der Bodendenkmale in Am Mellensee stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Naturdenkmale

Siehe Liste der Naturdenkmale in Am Mellensee

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Durch das Gemeindegebiet verlaufen die Landesstraßen L 70 (TrebbinDahme/Mark), L 74 (Sperenberg–Wünsdorf) und L 79 (Klausdorf–Ludwigsfelde). Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind Ludwigsfelde-Ost und Rangsdorf an der A 10 (südlicher Berliner Ring) bzw. Bestensee an der A13 (Berlin–Dresden).

Die Bahnhöfe Mellensee, Rehagen, Sperenberg und Kummersdorf Gut liegen an der Bahnstrecke Zossen–Jüterbog. Der Personenverkehr wurde 1996 beziehungsweise 1998 eingestellt. Seit 2003 verkehren auf den Gleisen der ehemaligen K. M. E. (Königlich Preußische Militär-Eisenbahn) Draisinen der Erlebnisbahn Zossen–Jänickendorf.

TourismusBearbeiten

Im Ort befindet sich am Nottekanal eine Schleusenanlage, die 2013 modernisiert worden ist. Wassersportler können dadurch auf dem Wasserweg bis nach Berlin gelangen. Die rund 25 km lange Draisinenbahn Zossen–Jänickendorf führt über das Gemeindegebiet direkt am Nottekanal entlang. Auf dem Mellensee ist Wassersport möglich. Der Wassersportclub am Mellensee e. V. wurde am 1. Februar 2008 gegründet. Auf dem See werden im Sommer Rundfahrten mit einem Grachtenboot angeboten. Der Mellensee ist außerdem ein beliebtes Angelrevier. Im Ortsteil Mellensee gibt es noch hauptberufliche Fischer bzw. Fischereibetriebe.

In den letzten Jahren wurde auch das Netz der Wanderwege auf dem Gemeindegebiet ausgebaut.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Mit der Gemeinde verbundene PersönlichkeitenBearbeiten

  • Josef Hafrang (1911–1995), Politiker (SED), lebte in Mellensee
  • Jochen Oehler (1942–2017), Verhaltens- und Neurobiologe, lebte in Mellensee

WeblinksBearbeiten

  Commons: Am Mellensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Am Mellensee vom 20.11.2013 PDF
  3. Gemeinde am Mellensee auf der Website des Landes Brandenburg
  4. Bildung des Amtes Amt Mellensee. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 30. Mai 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 44, vom 3. Juli 1992, S. 835.
  5. Bildung der neuen Gemeinde Am Mellensee. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 8. Januar 2002. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 4, 23. Januar 2002, S. 43.PDF
  6. Viertes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming
  7. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Teltow-Fläming. S. 14–17
  8. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  9. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  10. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  11. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 33
  12. Bürgermeisterwahl am 7. Oktober 2007 auf www.dielinke-teltow-flaeming.de
  13. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
  14. Ergebnis der Bürgermeisterwahl vom 20. September 2015