Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg

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Das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) ist eine eigenständige Forschungseinrichtung (An-Institut) an der Universität Hamburg. Das Institut erforscht die Bedingungen von Frieden und Sicherheit in Deutschland, Europa und darüber hinaus. Es untersucht Herausforderungen für die Entstehung und Erhaltung von Friedensordnungen, fragt nach den Ursachen von Krisen und Eskalationsdynamiken, und analysiert außen- und sicherheitspolitische Entscheidungsprozesse auf nationaler und internationaler Ebene. Das IFSH forscht eigenständig und unabhängig. Finanziert von der Freien und Hansestadt Hamburg arbeitet es eng mit der Universität Hamburg zusammen, sowie mit Institutionen in der Metropolregion Hamburg und wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland.

IFSH-Hauptgebäude
Sitz des IFSH in Hamburg-Eimsbüttel, Beim Schlump 83

GeschichteBearbeiten

 
Ursprünglicher Standort des IFSH am Falkenstein 1-3 in Hamburg-Blankenese (2006)

Das IFSH wurde 1971 als Stiftung bürgerlichen Rechts auf Anregung des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann gegründet. Es befand sich von 1987 bis 2007 in Falkenstein, einem bewaldeten Gebiet von Hamburg-Blankenese oberhalb der Elbe.[1][2] Im Jahre 2007 zog das Institut in die unmittelbare Nähe des Universitätsgeländes nach Hamburg-Eimsbüttel in das ehemalige Finanzamtgebäude mit der Adresse Beim Schlump 83.

GremienBearbeiten

Gremien des Instituts sind neben einem 10-köpfigen Kuratorium unter dem Vorsitz der Staatsrätin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Eva Gümbel, (Die Grünen) und dem Präsidenten der Universität Hamburg, Dieter Lenzen, der Institutsrat geführt von Ursula Schröder und der wissenschaftliche Beirat unter Anna Geis, Universitätsprofessorin für Politikwissenschaft an der Helmut-Schmidt-Universität.[3]

Wissenschaftliche DirektorenBearbeiten

ForschungsbereicheBearbeiten

Das IFSH befasst sich mit Frieden und Sicherheit und wie diese von gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen beeinflusst werden. Der Einfluss der Klimawandel auf die Sicherheitspolitik ist ein weiteres Forschungsgebiet. Die vier Forschungsbereiche heißen:

  • Europäische Friedens- und Sicherheitsordnungen[5]
  • Gesellschaftlicher Frieden und Innere Sicherheit[6]
  • Rüstungskontrolle und Neue Technologien[7]
  • Klimaforschung[8]

PublikationenBearbeiten

Während nationale und internationale Fachzeitschriften und Buchpublikationen zur Veröffentlichung aktueller Forschungsergebnisse dienen, bietet das institutseigene Format der Policy Briefs pointierte Einschätzungen zu aktuellen Themen aus den Bereichen Frieden und Sicherheit. In der Publikationsreihe Research Reports stellen Teammitglieder aktuelle Forschungsergebnisse vor. Einmal im Jahr veröffentlicht das IFSH zusammen mit den Friedensforschungsinstituten BICC, HSFK und INEF in Deutschland das Friedensgutachten. Seit den 1970er Jahren gibt das Institut die Reihe Demokratie, Sicherheit und Frieden heraus. Eine weitere Publikation des Hauses ist das OSZE-Jahrbuch. Es ist die einzige unabhängige wissenschaftliche Buchreihe zur OSZE. Zudem hat das IFSH die redaktionelle Verantwortung für die Zeitschrift S+F. Sicherheit und Frieden, eine der führenden deutschen Fachzeitschriften für Friedensforschung und Sicherheitspolitik.[9]

AuszeichnungenBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hamburg. Historische Villa am Falkenstein vor Verkauf, welt.de vom 18. Dezember 2017
  2. Blankenese. SAGA verkauft Falkensteiner Friedensinstitut, abendblatt.de vom 17. Juli 2017
  3. IFSH Organisation. Abgerufen im Mai 2020.
  4. IFSH Personen. Abgerufen am 2. August 2019.
  5. Europäische Friedens- und Sicherheitsordnungen. Abgerufen am 2. August 2019.
  6. Gesellschaftlicher Frieden und Innere Sicherheit. Abgerufen am 2. August 2019.
  7. Rüstungskontrolle und Neue Technologien. Abgerufen am 2. August 2019.
  8. IFSH Klimaforschung. Abgerufen am 2. August 2019.
  9. IFSH Publikationen. Abgerufen am 11. Februar 2020.