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Historia (Zeitschrift)

Wissenschaftliche Fachzeitschrift fuer Alte Geschichte

Historia (Untertitel Zeitschrift für Alte GeschichteRevue d’Histoire AncienneJournal of Ancient HistoryRivista di Storia Antica) ist eine begutachtete internationale wissenschaftliche Fachzeitschrift für Alte Geschichte. Sie ist eines der wichtigsten Journale für ihr Fachgebiet und lag im Scientific Journal Ranking unter den international bedeutendsten altertumswissenschaftlichen Zeitschriften 2017 auf dem sechsten Platz.

Gegründet wurde die Historia 1950 von Karl Friedrich Stroheker und Gerold Walser. Die neue Zeitschrift sollte den Wegfall der Klio, deren Rechte nun im Osten Deutschlands lagen, kompensieren.

Wie schon am umfangreichen Titel erkennbar ist, ist die Zeitschrift sehr international ausgerichtet; in der Regel stammt höchstens die Hälfte des Inhalts aus Deutschland, mit abnehmender Tendenz. In der Historia werden längere wissenschaftliche Abhandlungen („Aufsätze“) und kürzere Beiträge („Miszellen“) auf Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch publiziert. Sie richtet sich nicht an interessierte Laien, sondern an ein wissenschaftliches Fachpublikum. Die Historia erscheint vierteljährlich, jede Teilausgabe hat 128 Seiten. Die Seiten sind dabei fortlaufend nummeriert, da die Teillieferungen zusammen einen Band – also etwa Historia, Bd. 64, 2015 – bilden. Die Zeitschrift erscheint im Franz Steiner Verlag.

Die Historia wird von einem internationalen Herausgeberkollegium betreut, das momentan aus Kai Brodersen, Hans van Wees, Bernhard Linke, Walter Scheidel und Mischa Meier besteht. Zum erweiterten Herausgeberkreis gehören des Weiteren Arnaldo Marcone, Kurt Raaflaub, Aloys Winterling, François Paschoud, Martin Jehne, Denis Feissel, Elizabeth A. Meyer und John Scheid. Neben dem Chiron und der Klio ist sie die wichtigste in Deutschland erscheinende Fachzeitschrift für Alte Geschichte, wobei sie das international bedeutendste der drei Journale ist. Die weitaus meisten Beiträge der letzten 20 Jahre stammten von Verfassern in den USA, gefolgt von Deutschland, Großbritannien, Italien, Australien, Kanada und Frankreich sowie 20 weiteren Nationalitäten.

Thematisch beschäftigt sich die Historia in erster Linie mit den historischen Teilgebieten der klassischen Antike, also dem antiken Griechenland einschließlich des Hellenismus und dem Römischen Reich einschließlich der Spätantike bis etwa 600 n. Chr. Hauptaugenmerk liegt auf der politischen, Ereignis-, Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte. Doch auch andere Probleme aus Randgebieten oder Nachbar- und Hilfswissenschaften wie der Archäologie, Numismatik, Epigraphik, Papyrologie, Rechts-, Religions- und Wissenschaftsgeschichte können Gegenstand der Arbeiten sein.

Jeder eingereichte Beitrag wird anonymisiert und durch mindestens zwei unabhängige Forscher (meist Professoren) begutachtet, bevor die Herausgeber über die Annahme der Arbeit entscheiden (Doppelblindgutachten, also ein doppelt verdecktes Gutachten, bei dem Gutachter und Begutachtete einander unbekannt sind; engl. Double-blind peer review). Die Ablehnungsquote ist hoch.

Historia-EinzelschriftenBearbeiten

Neben der Zeitschrift werden seit 1956 die ebenfalls sehr renommierten Historia-Einzelschriften in Form von Monographien herausgegeben; teils erscheinen in der Reihe auch Aufsatzsammlungen zu einem bestimmten Thema. Der Begutachtungsprozess entspricht dem der Zeitschriftenbeiträge. Aktuell besteht diese Reihe aus über 250 Einzelbänden.

LiteraturBearbeiten

  • Historia. Zeitschrift für Alte Geschichte. Hrsg. von Gerold Walser u. a. Franz Steiner, Stuttgart 1.1950ff., ISSN 0018-2311.

WeblinksBearbeiten