Hermann-Josef Tebroke

deutscher Betriebswirt, Politiker (CDU) und Landrat
Hermann-Josef Tebroke

Hermann-Josef Tebroke (* 19. Januar 1964 in Rhede, Westfalen) ist ein deutscher Betriebswirt und Politiker der CDU.

AusbildungBearbeiten

Tebroke wuchs in Bocholt-Stenern im westlichen Münsterland auf. Dort ging er von 1970 bis 1974 in die Liebfrauen-Grundschule. Von 1974 bis 1983 besuchte er das private St. Josef-Gymnasium der Kapuziner in Bocholt, an dem er die Allgemeine Hochschulreife erwarb. 1983–1988 belegte er ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Münster mit dem Abschluss als Diplom-Kaufmann. Von 1986 bis 1987 war er als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Finanzierung der Universität Münster beschäftigt.

BerufBearbeiten

Von 1988 bis 1992 war Tebroke Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Finanzierung der Universität Münster. Dort wurde er zum Dr. rer. pol. mit einer Dissertation zum Thema „Größe und Fusionserfolg von Genossenschaftsbanken“ promoviert. 1992 bis 1998 arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Münster am Lehrstuhl für Finanzierung und an der Universität Augsburg am Lehrstuhl für Finanz- und Bankwirtschaft. Hier schloss er seine Ausbildung mit dem Dr. rer. pol habil. mit einer Arbeit zum Thema: „Maßgrößen und Einflussfaktoren der Performance von Kreditinstituten“ ab. Von 1998 bis 1999 hatte er Lehraufträge und Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten in Augsburg, Essen und Münster. Eine Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der HWP/Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik folgte 1999 bis 2001. Im Anschluss hatte er bis 2004 die Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre an der Universität Bayreuth inne.

PolitikBearbeiten

Hermann-Josef Tebroke wurde 2004 zum hauptamtlichen Bürgermeister von Lindlar im Oberbergischen Kreis gewählt. Bei seiner Wahl konnte er 60 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Seit 2004 ist er auch Mitglied der CDU. 2009 gewann er die Wiederwahl mit über 80 Prozent der Stimmen.

Am 20. November 2011 wurde Tebroke zum Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises gewählt. Bei seiner Wahl erhielt er 50,91 % der Stimmen. Am 1. Januar 2012 trat er sein Amt an, für das er bis Ende 2017 gewählt war.

Am 24. September 2017 trat er als Kandidat der CDU für den Wahlkreis Rheinisch-Bergischer Kreis zur Bundestagswahl 2017 an. Mit 40 % der Erststimmen wurde er als Mitglied des Deutschen Bundestages direkt gewählt. Damit wurde er Nachfolger von Wolfgang Bosbach.[1] Infolgedessen gab er sein Amt als Landrat im Oktober 2017 auf.

MitgliedschaftenBearbeiten

  • Vorsitzender des Katholischen Arbeitskreis für Familienerholung e.V. und der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung[2]
  • Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
  • Parlamentskreis Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
  • Ordentliches Mitglied im Ausschuss für Finanzen[3]
  • Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend[3]
  • Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur[3]

PersönlichesBearbeiten

Tebroke ist katholisch, verheiratet und hat vier Kinder, eine Tochter und drei Söhne. Er wohnt in Lindlar.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dr. Hermann-Josef Tebroke zieht in den Bundestag ein. In: Rheinische Anzeigenblätter, 25. September 2017. https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/region/rhein-berg/rbk-ergebnisse-der-wahlen-dr--hermann-josef-tebroke-zieht-in-den-bundestag-ein--28482020
  2. Wer wir sind. In: BAG Familienerholung. Abgerufen am 13. Februar 2020.
  3. a b c Abgeordnete. Dr. Hermann-Josef Tebroke, CDU/CSU. In: bundestag.de. Abgerufen am 13. Februar 2020.

WeblinksBearbeiten

Commons: Hermann-Josef Tebroke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien