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Herbert Beck (Kunsthistoriker)

deutscher Kunsthistoriker und Museumsdirektor

Herbert Beck (* 1941 in Hanau) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Museumsdirektor.

LebenBearbeiten

Beck studierte ab 1961 Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Neuere Deutsche Literatur an den Universitäten von München und Frankfurt am Main. Hier wurde er 1967 zu einem Thema über Barockaltäre promoviert.[1] 1969 übernahm er die Leitung des Liebieghauses – Museum Alter Plastik in Frankfurt am Main, dessen Direktor er 1981 wurde.

Daneben hielt Beck regelmäßig Lehrveranstaltungen an der Universität Marburg, der Universität Tübingen und am Kunstgeschichtlichen Institut der Universität Frankfurt am Main, seit 1991 als Honorarprofessor.

1994 wurde Beck auf Betreiben des damaligen Vorsitzenden der Städel-Administration Hermann Abs als Nachfolger von Klaus Gallwitz zum Direktor des benachbarten Städelschen Kunstinstituts berufen, behielt aber gleichzeitig die Leitung des Liebieghauses. Aus Altersgründen schied er 2006 aus, sein Nachfolger in beiden Museen wurde Max Hollein. Im gleichen Jahr berief ihn der Verein zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz, München, zum Vorsitzenden.

In seiner Amtszeit verfasste er zahlreiche Schriften zur mittelalterlichen Skulptur und erweiterte die Sammlungen der Häuser um bedeutende Stücke, von denen das Alabasterrelief einer Dreifaltigkeitsgruppe des Bildhauers Hans Multscher (um 1430) eines der künstlerisch und historisch wichtigsten war.

Von 1998 bis 2004 fungierte Beck als Gründungsvorsitzender der Kulturinitiative RheinMain. Von 2008 bis 2012 war er Gründungsgeschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain; heute ist er Mitglied dessen Kuratoriums.[2]

AuszeichnungenBearbeiten

2005 wurde Beck der Hessische Verdienstorden verliehen, im gleichen Jahr wählte ihn der Verein Deutsche Sprache zum Sprachpanscher des Jahres, da er dem jungen Publikum das Museumsprogramm mit Begriffen wie „Unfinished Print“, „Art after Work“, „Member’s Night“ und „Art Talk for Families“ schmackhaft machen wollte.[3] 2009 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland und 2012 den Saalburgpreis des Hochtaunuskreises.

Beck lebt in Frankfurt am Main. Er war mit Karoline Beck-Krämer verheiratet.

LiteraturBearbeiten

  • Peter C. Bol (Hrsg.): Städelscher Museums-Verein: Das Modell in der bildenden Kunst des Mittelalters und der Neuzeit: Festschrift für Herbert Beck. Imhof, Petersberg 2006. ISBN 3-86568-113-1

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dissertation: Mittelalterliche Skulpturen in Barockaltären – Unter besonderer Berücksichtigung des unmittelbaren Diözesangebietes des Erzbistums Salzburg vor der Säkularisierung des Erzstiftes.
  2. http://kulturfonds-frm.de/kulturfonds/gremien
  3. Internetauftritt Verein Deutsche Sprache e. V. (Memento des Originals vom 3. November 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vds-ev.de