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Helmut Schwarz (Chemiker)

deutscher Chemiker

LebenBearbeiten

Helmut Schwarz erlernte zunächst den Beruf des Chemielaboranten, erwarb auf dem Zweiten Bildungsweg die Hochschulreife und studierte dann als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes[1] in Berlin Chemie. 1971 erwarb er das Diplom, 1972 wurde er promoviert, 1974 erlangte er die Habilitation, wobei Ferdinand Bohlmann sein Mentor war. Nach Forschungsaufenthalten am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und in Großbritannien ist er seit 1978 Professor an der TU Berlin, 1983 wurde er dort auf eine C4-Professur berufen.

Schwarz befasst sich mit dem Ablauf chemischer Vorgänge auf molekularer Ebene, insbesondere der Reaktionen ionischer und radikalischer organischer Spezies in der Gasphase. Seine Forschung trug viel zum Verständnis katalytischer Prozesse bei, ebenso wurden seine Untersuchungen an Fullerenen in der Fachwelt vielfach beachtet.

Darüber hinaus war Schwarz maßgeblich an der Fortentwicklung der Massenspektrometrie beteiligt, einer in Chemie und Forensik häufig angewendeten Analysemethode.

Von 2010 bis 2015 war er Mitglied des Präsidiums der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften. Schwarz ist zudem Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech).

Tätigkeiten als Editor und Mitglied von Editorial BoardsBearbeiten

Schwarz war zwischen 1983 und 2010 Editor des International Journal of Mass Spectrometry und zwischen 1990 und 1994 Editor der Chemischen Berichte. Weiterhin war er Mitglied der Editorial Boards von Mass Spectrometry Reviews zwischen 1990 und 2003, der Helvetica Chimica Acta zwischen 1990 und 2002 und des Journal of the American Chemical Society zwischen 2007 und 2015. Gegenwärtig ist er Mitglied der Editorial Boards von „Advances in Physical Organic Chemistry“ (seit 2002).

MitgliedschaftenBearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Helmut Schwarz (Autoren-Profil) in: Angewandte Chemie International Edition, 2012, 51, 5532–5534 (Autorenprofil anlässlich des 25. Artikels in der Angewandten Chemie, enthält unter anderem eine Beschreibung der "Top five papers")

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Studienstiftung des deutschen Volkes: Jahresbericht 2017, S. 81.
  2. Mitgliedseintrag von Helmut Schwarz (mit Bild und CV) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 22. Juli 2016.
  3. Fank H. Field and Joe L. Franklin Award for Outstanding Achievment in Mass Spectrometry. American Chemical Society, abgerufen am 19. August 2019 (mit Liste der Preisträger).
  4. TU Berlin: Bundesverdienstkreuz für Helmut Schwarz; Presseinformation vom 9. Februar 2012.