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Haarth ist ein Ortsteil der oberfränkischen Gemeinde Untersiemau im Landkreis Coburg.

Haarth
Gemeinde Untersiemau
Koordinaten: 50° 13′ 2″ N, 10° 57′ 54″ O
Höhe: 339 m ü. NN
Einwohner: 462 (31. Mrz. 2014)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 96253
Vorwahl: 09565
Ehemaliges Gemeindehaus
Ehemaliges Gemeindehaus

LageBearbeiten

Haarth liegt etwa fünf Kilometer südlich von Coburg auf einem Bergrücken etwa 60 Meter oberhalb des Itzgrunds am Fuß des Hohensteins. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Meschenbach, Triebsdorf, Stöppach und Hohenstein.

GeschichteBearbeiten

Haarth wurde 833/876 erstmals als „Hard“ urkundlich erwähnt. Die nächste Erwähnung war 1231 als „silva Hart“.[2] Die erste Siedlung lag südöstlich der heutigen Ortschaft und wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört.[3]

Anfang des 14. Jahrhunderts lag Haarth im Herrschaftsbereich der Henneberger. 1353 kam der Ort mit dem Coburger Land im Erbgang zu den Wettinern und war somit ab 1485 Teil des Kurfürstentums Sachsen, aus dem später das Herzogtum Sachsen-Coburg hervorging. Haarth gehört seit Jahrhunderten zum evangelisch-lutherischen Kirchensprengel von Scherneck. Das ehemalige Gemeindehaus, ein zweigeschossiger Walmdachbau mit Dachreiter, stammt aus dem 18./19. Jahrhundert.

In einer Volksbefragung am 30. November 1919 stimmten acht Haarther Bürger für den Beitritt des Freistaates Coburg zum thüringischen Staat und 36 dagegen.[4] Somit gehörte ab dem 1. Juli 1920 auch Haarth zum Freistaat Bayern.

Haarth gewann 1957 und 1960 den Wettbewerb „Das Schönere Dorf“ im Landkreis Coburg.[3]

Am 1. Juli 1972 wurde Haarth als Ortsteil in die Gemeinde Untersiemau eingegliedert.[1]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohnerzahl
1910 128[5]
1933 140[6]
1939 139[6]
1970 229
2009 463[7]
2014 462

WeblinksBearbeiten

  Commons: Haarth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b www.untersiemau.de Ortsteile
  2. Horst Graßmuck: Die Ortsnamen des Landkreises Coburg. Inaugural-Dissertation der Universität Erlangen 1955, S. 32.
  3. a b www.untersiemau.de Haarth
  4. Coburger Zeitung, Ausgabe Nr. 280 vom 1. Dezember 1919
  5. www.gemeindeverzeichnis.de
  6. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Coburg. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 27. April 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stammberger-gartenholz.de