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Haaren (Waldfeucht)

Ortsteil von Waldfeucht

Haaren ist ein nordöstlicher Ortsteil der Gemeinde Waldfeucht im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg, unmittelbar an der Grenze zu den Niederlanden gelegen. Der Ort verfügt über zwei Kindergärten, eine Grund- und Sekundarschule, ein Feuerwehrhaus, ein Jugendheim sowie ein Sportheim mit Fußballrasenplatz, Tennisplatz, einen weiteren Fußballrasenplatz und einen Aschenplatz. Angrenzend befindet sich ein Hallenbad. Bei der Ortschaft liegt das 146.000 m² große Industrie- und Gewerbegebiet Waldfeucht-Haaren, in dem u. a. die Firma DMK-Deutscher Milchkontor, ehemals Rosen Eiskrem ihren Hauptsitz hat.

Haaren
Gemeinde Waldfeucht
Koordinaten: 51° 5′ 26″ N, 6° 2′ 13″ O
Höhe: 38 m
Fläche: 8,15 km²
Einwohner: 4100
Bevölkerungsdichte: 503 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52525
Vorwahl: 02455 bzw. 02452

GeographieBearbeiten

NachbarorteBearbeiten

Karken; Kirchhoven; Brüggelchen; Obspringen;

NachbargemeindenBearbeiten

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Waldfeucht, genannt im Uhrzeigersinn: Heinsberg, Gangelt, Selfkant (alle im Kreis Heinsberg), Gemeente Echt-Susteren und Gemeente Roerdalen (beide in der Provinz Limburg).

Haaren besteht aus den Ortsteilen Soperich, Althaaren, Driesch, Neuhaaren, Haaserdriesch und Haas.

GeschichteBearbeiten

1217 wird Haaren als Hare erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname kann auf einen Hag oder eine Anhöhe hinweisen. 1328 erfolgt eine weitere urkundliche Erwähnung, als zehn Bischöfe in Avignon einen Ablassbrief für die Haarener Kirche St. Jans-Klus unterzeichnen. Bis 1804 gehörte Haaren zur Pfarre Waldfeucht. Von 1797 bis 1815 gehört die Mairie Haaren ebenso wie Braunsrath und Waldfeucht zum Kanton Heinsberg im Département de la Roer. Dann kommt der Ort an den preußischen Kreis Heinsberg. 1935 wird das Amt Waldfeucht mit den Bürgermeistereien Braunsrath, Haaren, Saeffelen und Waldfeucht gebildet. Zu dieser Bürgermeisterei Haaren gehörten noch Brüggelchen, Driesch, Frilinghoven, Neuhaaren und Soperich. Am 1. Januar 1972 wird die Gemeinde Waldfeucht aus dem Amt Waldfeucht – außer Saeffelen – gebildet. Haaren wird somit nach Waldfeucht eingemeindet.[1]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die Pfarrkirche „St. Johannes der Täufer“ wurde von 1821 bis 1824 als einschiffiger, neuromanischer Bau errichtet. 1913 und 1914 wurde er durch ein neugotisches Querschiff erweitert. In der Pfarrkirche befindet sich eine 1925 bis 1926 eingebaute denkmalgeschützte Klais-Orgel mit pneumatischer Traktur.
  • Die Taufkirche St. Jans-Klus wurde vermutlich im 8. oder 9. Jahrhundert von iro-schottischen Mönchen errichtet. Sie erhielt 1328 als Wallfahrtsort einen Ablassbrief. Das heutige Gebäude wurde im 17. oder 18. Jahrhundert errichtet und diente von 1804 bis 1824 als Haarener Pfarrkirche; heute ist dort das "Café zur Klus".
 
Windmühle Haaren
  • Die Windmühle Haaren ist eine Turmwindmühle („Bergholländer“) von 1842. Sie gehört noch immer der Familie Verbeek. Diese wird als Getreidemühle von Müllern des Mühlenverein-Selfkant mit betrieben und kann besichtigt werden.[2]
  • Das Sudhaus von 1959 in der Brauereistraße war Sitz der Westmark-Brauerei.
  • In der Ortsmitte steht die Bronzeplastik „Kluser Pappmule“: ein 1 m hoher, sitzender Bauer mit Holzschuhen und Suppenteller und eine 1,20 m hohe Bäuerin mit Suppenkessel.
  • Seit 2009 steht auf dem Emilie-Schneider-Platz eine lebensgroße Bronzebüste von Schwester Emilie Schneider, die in Haaren geboren wurde.[3]

VerkehrBearbeiten

Durch Haaren verläuft die Kreisstraße 5. Die nächste Anschlussstelle ist Heinsberg auf der A 46.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Jedes Jahr am 2. Oktoberwochenende findet das Haarener Oktoberfest statt. Dieses größte Oktoberfest im Rheinland samt Kirmesmarkt fand 2014 zum 50. Mal statt.[4]
  • Tradition hat das seit 1988 alljährliche "Festliche Weihnachtskonzert" des Musikvereins Haaren e. V. am 4. Adventsonntag in der Selfkanthalle Haaren. Zu den musikalischen Gästen gehören namhafte Orchester, Chöre und Solisten aus nah und fern. Ein buntes Unterhaltungsprogramm bietet im Juni die jährliche "music-open-air" im Pfarrgarten am Bienenhaus oder zum Jahresbeginn die "Après-Ski-Fete" der Musikjugend des Musikvereins Haaren e. V.[5]
  • Jedes Jahr am Tulpensonntag findet in Haaren ein weit über die Grenzen der Gemeinde beliebter Karnevalsumzug statt.[6]

VereineBearbeiten

Haarener Mühlenverein e.V

Kinderchor Haaren

Taubenzuchtverein Haaren

FC Concordia Haaren 1912 e.V

Freiwillige Feuerwehr

KV Kluser Pappmule e.V

TC 75 Haaren e.V

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 310.
  2. Webseite des Verein Historische Mühlen im Selfkant e.V.
  3. Aachener Zeitung: Waldfeucht-Haaren: Emilie hat nun einen Platz im Herzen Haarens. Abgerufen am 24. März 2019.
  4. aachener-nachrichten.de zum Oktoberfest
  5. Webseite Musikverein Haaren
  6. Webseite des Karnevalsvereins Haaren

WeblinksBearbeiten

  Commons: Haaren (Waldfeucht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien