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Hélène Boucher

frühe französische Pilotin
Hélène Boucher als Pilotin (1933)

Hélène Boucher (* 23. Mai 1908 in Versailles; † 30. November 1934 in Guyancourt bei Versailles) war eine frühe französische Pilotin.

RekordeBearbeiten

Sie flog 1934 den Geschwindigkeitsrekord über 100 km (485 km/h als Spitzengeschwindigkeit[1]) und wurde damit zur „schnellsten Frau der Welt“. Des Weiteren hatte sie mit 5.200 Metern den Höhenrekord inne und weitere acht Weltrekorde.

LebenBearbeiten

Boucher war eine Schülerin von Michel Detroyat. Die junge Kunstfliegerin galt als eine der beliebtesten Attraktionen bei Flugshows in Frankreich und im Ausland. Die Firma Renault nahm sie zeitweilig unter Vertrag, um den neu erschienenen Vivasport 6 cylindres zu promoten.

Die Pilotin kam, erst 26-jährig, bei einem Übungsflug in der Nähe von Versailles ums Leben, als die Maschine über dem Wald von Guyancourts abstürzte. Für ihren Tod machte die Presse Detroyat und andere verantwortlich, die „ein junges, unschuldiges Mädchen“ zu einem solch „gefährlichen Sport“ anspornten.

Sie wurde post mortem zum Ritter der Ehrenlegion geschlagen. Ihr Leichnam wurde im Invalidendom aufgebahrt; diese Ehre war vor ihr keiner anderen Frau zuteilgeworden. In ihrem Namen wurde der Hélène-Boucher-Pokal gestiftet, der an Pilotinnen vergeben wurde.[1]

AdaptionenBearbeiten

  • Mit dem Titel Hélène Boucher: Ein Fliegerleben (Original: Horizons sans fin) entstand 1953 ein Spielfilm, der ihr Leben zum Inhalt hat.[2] Sie wurde von Giselle Pascal verkörpert.
  • In Frankreich sind zahlreiche Schulen und Straßen nach ihr benannt, unter anderem in Paris, Le Mans und Thionville.[3]

LiteraturBearbeiten

  • Antoine Redier: Hélène Boucher, jeune fille de France. Flammarion, 1935, mit einem Vorwort von General Denain (Luftfahrtminister).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hélène Boucher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Antonius Lux (Hrsg.): Große Frauen der Weltgeschichte. 1000 Biographien in Wort und Bild. Sebastian Lux Verlag, München 1963, S. 77.
  2. http://german.imdb.com/title/tt0097526/
  3. http://www.helene-boucher.com/hommage.htm (Memento vom 13. Februar 2010 im Internet Archive)