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Grundsteinheim

Ortsteil von Lichtenau (Westfalen)

Grundsteinheim ist ein Stadtteil von Lichtenau in Nordrhein-Westfalen (Deutschland) und gehört zum Kreis Paderborn. Es ist außerdem Teil der Region Bürener Land.

Grundsteinheim
Stadt Lichtenau
Koordinaten: 51° 39′ 17″ N, 8° 52′ 31″ O
Höhe: 240 m ü. NN
Fläche: 9,73 km²
Einwohner: 463 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 33165
Vorwahl: 05295
Karte
Lage von Grundsteinheim in Lichtenau

Die alte Postleitzahl von Grundsteinheim ist 4791.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

 
Blick auf Grundsteinheim
 
Kapelle St. Luzia

Grundsteinheim liegt auf der Paderborner Hochfläche im Südwestteil des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge nördlich der Lichtenauer Kernstadt. Es befindet sich im engen Talbett bzw. am rechten Steilhang der mittleren Sauer, einem Altenau-Zufluss.

NachbarortschaftenBearbeiten

Im Westen beginnend im Uhrzeigersinn grenzen an Grundsteinheim der Borchener Ortsteil Dörenhagen, der Paderborner Stadtteil Dahl sowie die Lichtenauer Stadtteile Iggenhausen, Asseln, Lichtenau und Ebbinghausen. Diese Orte liegen alle im Kreis Paderborn.[1]

KlimaBearbeiten

Grundsteinheim gehört wie Ostwestfalen-Lippe insgesamt zum ozeanischen Klimabereich Nordwestdeutschlands, dem es geringe Temperaturgegensätze und milde Winter verdankt. Allerdings sind schon kontinentale Einflüsse wirksam. So liegt die Temperatur im Sommer höher und die Nächte sind kühler als in größerer Nähe zur Küste. Die Lage am Rand des Eggegebirges bedingt ein kollines Klima der Hügellandstufe mit kühleren Temperaturen und höherem Niederschlag als in anderen Lagen des Kreisgebiets.[2]

GeschichteBearbeiten

AllgemeinBearbeiten

Der Ursprung Grundsteinheims kann als „heim-Siedlung“ (Steinheim) im 8./9. Jahrhundert angenommen werden. Die erste gesicherte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1239 (Stenhem). Am 20. August 2011 feierte Grundsteinheim das 975-jährige Dorfjubiläum (1036–2011).

EingemeindungBearbeiten

Vor dem 1. Januar 1975 gehört die damalige Gemeinde Grundsteinheim zum Amt Lichtenau (Westfalen) im Kreis Büren. Mit Inkrafttreten des Sauerland/Paderborn-Gesetzes an diesem Tage werden die meisten Gemeinden des Amtes Atteln mit den Gemeinden des Amtes Lichtenau und somit auch Grundsteinheim zur neuen Stadt Lichtenau (Westfalen) zusammengelegt und kommen mit dieser zum Kreis Paderborn.[3]

Rechtsnachfolgerin des aufgelösten Amtes Lichtenau und der Gemeinde Grundsteinheim ist die Stadt Lichtenau.

HochwasserBearbeiten

Nachdem die an der Sauer gelegenen Ortschaften, wie Grundsteinheim, oftmals von Hochwasser – insbesondere 1965 – betroffen waren, wurde weit oberhalb des Dorfs am Saueroberlauf bei Lichtenau das Hochwasserrückhaltebecken Sudheim (1978–1980) und weit unterhalb der Ortschaft das Hochwasserrückhaltebecken Ebbinghausen (1974–1976) errichtet.

PolitikBearbeiten

 
Altes Wappen von Grundsteinheim

Ortsvorsteherin von Grundsteinheim ist Claudia Keiter. Grundsteinheim ist die Ortschaft Lichtenaus mit dem höchsten Anteil an CDU-Wählern. Bei der letzten Kommunalwahl 2014 gaben die Bürger Grundsteinheims ihre Stimmen bei der Wahl zum Lichtenauer Stadtrat wie folgt ab:

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Bogenbrücke

Bauwerke:

  • Kapelle St. Luzia
  • Bogenbrücke

Naturdenkmäler:

  • Spielmannskuhle (15 Meter tiefer Erdfall)
  • Steinbruch
  • Flusshöhle
  • Schwalgen

Regelmäßige Veranstaltungen:

  • Schützenfest (jährlich, zu Pfingsten)
  • Königsbier
  • Winterball
  • Pfarrfest
  • Karneval

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Geographische Kommission für Westfalen (Hg.): Geographisch-Landeskundlicher Atlas von Westfalen, Themenbereich X Administration und Verwaltung, Doppelblatt staatliche und kommunale Verwaltungsgliederung, Münster 1990. Vgl. Gerhard Henkel: Geschichte und Geographie des Kreises Büren., S. 101 f und Kartenbeilage.
  2. Gerhard Henkel: Geschichte und Geographie des Kreises Büren. Paderborn 1974, S. 24 ff.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 320 f.

WeblinksBearbeiten